Rechtsprechung
   BGH, 20.02.1990 - XI ZR 195/88   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Pflichten der Bank bei der Umschuldung alter Ratenkredite

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Berücksichtigung der Nichtigkeit eines Vorkredits im Rahmen einer Umschuldung

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  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Prüfung der Nichtigkeit eines Vorkredits durch Bankmitarbeiter bei externer Umschuldung

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Pflicht der Bank zur Berücksichtigung der Sittenwidrigkeit des Vorkredits für externe Umschuldung nur bei eindeutiger Rechtsprechung

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1990, 1597
  • NJW-RR 1990, 941 (Ls.)
  • ZIP 1990, 501
  • MDR 1990, 816
  • WM 1990, 534
  • BB 1990, 808
  • DB 1990, 1232



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Wird zitiert von ... (11)  

  • BGH, 03.04.1990 - XI ZR 261/89  

    Ermittlung der Gesamtbelastung bei Vereinbarung eines Festkredits mit

    Dem Vergleich sind nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs beim Ratenkredit die effektiven Jahreszinssätze zugrunde zu legen (BGHZ 104, 102, 104 f.; Senatsurteil vom 20. Februar 1990 - XI ZR 195/88 = WM 1990, 534 ).

    Bei der abschließenden Gesamtwürdigung sind - neben unbillig belastenden Kredit-AGB der Bank und der Tatsache, daß der Kredit teilweise der Umschuldung eines zinsgünstigeren Vorkredits diente (vgl. Senatsurteil vom 20. Februar 1990 - XI ZR 195/88 = WM 1990, 534, 535), - auch die vertragsspezifischen Nachteile und Risiken zu berücksichtigen, die sich aus der Kombination mit einer Kapitallebensversicherung ergeben; dabei fällt erschwerend ins Gewicht, daß diese Nachteile für einen durchschnittlichen Kreditinteressenten nicht durchschaubar sind (BGH, Urteil vom 9. März 1989 aaO zu II 2 a; vgl. ferner eingehend Kohte aaO S. 131/132, 134 ff., 139/140).

  • BGH, 29.11.2011 - XI ZR 220/10  

    Restschuldversicherungskosten bei sittenwidrigem Darlehensvertrag

    Die Revision stellt nicht in Frage, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein objektiv auffälliges Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung bei Darlehensverträgen, welches eine Vermutung für die subjektiven Voraussetzungen der Sittenwidrigkeit begründet, in der Regel dann zu bejahen ist, wenn der effektive Vertragszins den marktüblichen Effektivzins relativ um etwa 100% oder absolut um 12 Prozentpunkte überschreitet (vgl. BGH, Urteile vom 13. März 1990 - XI ZR 252/89, BGHZ 110, 336, 340, vom 11. Januar 1995 - VIII ZR 82/94, BGHZ 128, 255, 266, vom 20. Februar 1990 - XI ZR 195/88, WM 1990, 534 f., vom 11. Dezember 1990 - XI ZR 24/90, WM 1991, 271, 272 und vom 4. Mai 1993 - XI ZR 9/93, WM 1993, 1324, 1325, jeweils mwN), wobei in Einzelfällen die Voraussetzungen des § 138 Abs. 1 BGB aufgrund einer Gesamtwürdigung aller weiteren Geschäftsumstände auch zu bejahen sein können, wenn die relative Zinsdifferenz nur zwischen 90% und 100% beträgt (vgl. Senatsurteile vom 20. Februar 1990 - XI ZR 195/88, WM 1990, 534, 535 und vom 11. Dezember 1990 - XI ZR 24/90, WM 1991, 271, 272, jeweils mwN).

    Dieser maßgeblich vom III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs entwickelten Rechtsprechung hat sich der erkennende Senat angeschlossen (Urteile vom 20. Februar 1990 - XI ZR 195/88, WM 1990, 534, vom 11. Dezember 1990 - XI ZR 69/90, WM 1991, 216, 217 und vom 4. Mai 1993 - XI ZR 9/93, WM 1993, 1324, 1325).

  • BGH, 03.07.1990 - XI ZR 302/89  

    Sittenwidrige Ausnutzung eines Titels

    a) Ohne Rechtsirrtum hat das Berufungsgericht auf der Grundlage der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHZ 80, 153;98, 174;99, 333;101, 380;104, 102, 104 f.; Senatsurteile vom 20. Februar 1990 - XI ZR 195/88, WM 1990, 534, vom 13. März 1990 - XI ZR 254/89, WM 1990, 625, 626, vom 13. März 1990 - XI ZR 252/89, WM 1990, 669, 670 und vom 3. April 1990 - XI ZR 261/89, WM 1990, 918, 919) für den hier in Rede stehenden Kredit eine relative Überschreitung des Marktzinses um 120, 74% und damit ein auffälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung festgestellt.

    Es hat diese Frage unter Würdigung der bis zum Erlaß des Vollstreckungsbefehls ergangenen und veröffentlichten höchstrichterlichen Rechtsprechung mit der aus Rechtsgründen nicht zu beanstandenden Begründung verneint, für diesen Zeitpunkt habe noch keine gesicherte Rechtsprechung vorgelegen, die die Feststellung erlauben würde, die Kreditgeberin habe das Mahnverfahren mißbraucht oder sich der Erkenntnis verschlossen, daß sie mit ihrem Anspruch im Klageverfahren mangels Schlüssigkeit unterliegen müßte (vgl. zum Stand der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Mitte 1980 auch das Senatsurteil vom 20. Februar 1990 - XI ZR 195/88, WM 1990, 534, 537).

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  • BGH, 11.12.1990 - XI ZR 24/90  

    Sittenwidrigkeit eines Kredits; Ablösung eines zu weitaus günstigeren Bedingungen

    Die wichtigste Bewertungsgrundlage ist dabei ein Vergleich des effektiven Vertragszinses mit dem marktüblichen Effektivzins (BGHZ 104, 102, 104; Senatsurteil vom 20. Februar 1990 - XI ZR 195/88, NJW 1990, 1597 ).

    Ein auffälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung ist grundsätzlich erst dann zu bejahen, wenn der Vertragszins den Marktzins um etwa 100% überschreitet (BGH NJW 1990, 1597 m.w.Nachw.).

    Dieser Umstand ist bei der Beurteilung der Sittenwidrigkeit im Rahmen der gebotenen Gesamtwürdigung zu berücksichtigen (BGH, Urteil vom 5. November 1987 - III ZR 98/86, NJW 1988, 818 /819; BGH, Urteil vom 7. Dezember 1989 - III ZR 276/88, NJW 1990, 1048 /1049; Senatsurteil vom 20. Februar 1990, NJW 1990, 1597/1598).

  • BGH, 13.03.1990 - XI ZR 252/89  

    Auffälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung beim

    Wichtigste Bewertungsgrundlage ist dabei ein Vergleich des effektiven Vertragszinses mit dem marktüblichen Effektivzins (BGHZ 104, 102, 104; BGH, Urteil vom 24. März 1988 - III ZR 24/87, WM 1988, 647, Senatsurteil vom 20. Februar 1990 - XI ZR 195/88, Urteilsabdruck S. 7).
  • BGH, 21.11.1991 - IX ZR 60/91  

    Erstreckung einer formularmäßigen Bürgschaft auf Bereicherungsansprüche als

    Daraus hat das Berufungsgericht ohne Rechtsverstoß gefolgert, daß der Darlehensvertrag wegen Verstoßes gegen die guten Sitten nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig sei (vgl. BGHZ 104, 102, 104 ff; 110, 336, 338 ff; 112, 54, 56; BGH, Urt. v. 20. Februar 1990 - XI ZR 195/88, WM 1990, 534 f).
  • BGH, 13.03.1990 - XI ZR 254/89  

    Zinsvergleich bei der Beurteilung der Sittenwidrigkeit eines Zusatzkredits

    Damit aber liegt - auch bei Berücksichtigung der zusätzlich belastenden Vertragsbedingungen - noch kein auffälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung vor (vgl. Senatsurteil vom 20. Februar 1990 - XI ZR 195/88 -, zur Veröffentlichung bestimmt, zu II 1 b und c).
  • BGH, 11.12.1990 - XI ZR 69/90  

    Sittenwidrigkeit eines Ratenkredits ohne Zinsanpassungsklausel

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  • BGH, 03.12.1996 - XI ZR 255/95  

    Rechtsnatur einer zwischen Banken getroffenen Vereinbarung über eine

    Dementsprechend wird in der Rechtsprechung (Senatsurteile vom 20. Februar 1990 - XI ZR 195/88, WM 1990, 534 ff. und vom 27. Juni 1989 - XI ZR 52/88, WM 1989, 1409 ff.; RGZ 167, 298, 3Ol: "Abtretungsgeschäft entgeltlicher Art") und im Schrifttum (Soergel/Wolf, 12. Aufl. § 267 BGB Rdn. 13; MünchKomm/Keller, 3. Aufl. § 267 BGB Rdn. 7; Staudinger/Selb, 13. Bearb. § 267 BGB Rdn. 11, § 255 BGB Rdn. 1) ein derartiger Vertrag nicht als Forderungskauf, sondern als eine Vereinbarung qualifiziert, nach der der Ablösende nur gegen Abtretung der Forderung zahlungspflichtig ist.
  • OLG Koblenz, 21.06.2002 - 10 U 1116/01  

    Keine Sittenwidrigkeit eines Darlehensvertrages bei Mitdarlehnsnehmerschaft

    Denn im Jahre 1978 war die Frage einer möglicherweise unwirksamen Mithaftung von Ehegatten im Rahmen einer Kreditgewährung in der Rechtsprechung noch nicht eindeutig, umfassend und endgültig geklärt (vgl. BGH WM 1990, 534).
  • OLG Hamm, 16.03.1994 - 11 U 56/93  
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