Rechtsprechung
   BGH, 25.06.1991 - XI ZR 257/90   

Bankkunden-Geschäftsunfähigkeit

§ 104 BGB, Zuweisung des Risikos der eigenen Geschäftsunfähigkeit an den Kunden ist in AGB unzulässig, § 9 AGBG (jetzt § 307 Abs. 1, Abs. 2 BGB <Fassung seit 1.1.02>)

Volltextveröffentlichungen (6)

  • Jurion

    Girokontovertrag - Sparkasse - Allgemeine Geschäftsbedingungen - Geschäftsunfähigkeit - Schaden - Haftung - Verchulden - Wirksamkeit

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Unwirksamkeit der Verpflichtung des Kunden durch AGB Sparkassen zum Ersatz des durch sein Geschäftsunfähigwerden verursachten Schadens

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Formularmäßige Überwälzung von Schäden in AGB der Banken

  • DER BETRIEB(Abodienst) (Volltext/Ausführliche Zusammenfassung)

    BGB §§ 104 ff.; AGBG § 9 AGB-Sparkassen Nr. 3 Abs. 3; AGB-Banken Nr. 23
    AGB-Banken: Unwirksamkeit der Ersatzverpflichtung des Bankkunden für Schäden infolge später eintretender Geschäftsunfähigkeit

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 115, 38
  • NJW 1991, 2414
  • NJW-RR 1991, 1266 (Ls.)
  • ZIP 1991, 994
  • MDR 1991, 859
  • WM 1991, 1368
  • BB 1991, 1656
  • BB 1991, 1881
  • DB 1991, 2077



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Wird zitiert von ... (28)  

  • BGH, 13.05.2014 - XI ZR 405/12  

    Allgemeine Geschäftsbedingungen über ein Bearbeitungsentgelt für Privatkredite

    Die maßgeblichen Vorschriften sind deshalb in ihrem Kern der Disposition des Verwenders Allgemeiner Geschäftsbedingungen entzogen, wenn die dispositive gesetzliche Regelung nicht nur auf Zweckmäßigkeitserwägungen beruht, sondern eine Ausprägung des Gerechtigkeitsgebots darstellt (Senatsurteil vom 25. Juni 1991 - XI ZR 257/90, BGHZ 115, 38, 42 mwN).
  • BGH, 13.05.2014 - XI ZR 170/13  

    Allgemeine Geschäftsbedingungen über ein Bearbeitungsentgelt für Privatkredite

    Die maßgeblichen Vorschriften sind deshalb in ihrem Kern der Disposition des Verwenders Allgemeiner Geschäftsbedingungen entzogen, wenn die dispositive gesetzliche Regelung nicht nur auf Zweckmäßigkeitserwägungen beruht, sondern eine Ausprägung des Gerechtigkeitsgebots darstellt (Senatsurteil vom 25. Juni 1991 - XI ZR 257/90, BGHZ 115, 38, 42 mwN).
  • BGH, 19.09.2006 - XI ZR 204/04  

    Voraussetzungen einer Aufklärungspflicht der finanzierenden Bank; Voraussetzungen

    Die für einzelne, näher umschriebene Tatbestände normierten Gefährdungshaftungen stellen spezielle Ausnahmen dar, die der an das Gesetz gebundene Richter nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht von sich aus erweitern darf (vgl. BGHZ 54, 332, 336 f.; 55, 229, 232 f., 234; 114, 238, 240 f.; 115, 38, 42 f.; 119, 152, 168).
  • BGH, 19.12.2007 - XII ZR 61/05  

    Unangemessene Benachteiligung der Mieter und Käufer von

    Ob hingegen eine von § 449 Abs. 2 BGB abweichende Klausel in AGB unwirksam ist, weil sie von "wesentlichen Grundgedanken einer gesetzlichen Regelung" abweicht und damit eine unangemessene Benachteiligung des Vertragspartners des Verwenders indiziert (§ 307 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 1 Satz 1 BGB), hängt davon ab, ob § 449 Abs. 2 BGB Ausdruck eines allgemeinen Gerechtigkeitsgebotes ist oder der Vorschrift nur Zweckmäßigkeitserwägungen zugrunde liegen (vgl. BGHZ 115, 38, 42; 114, 238, 240; 98, 206, 211 m.w.N.).
  • BGH, 09.07.1992 - VII ZR 7/92  

    Internationale Zuständigkeit bei Verbandsklage gegen Bereitsteller ausländischer

    a) Es ist ein wesentlicher Grundgedanke der gesetzlichen Regelung im Sinne von § 9 Abs. 2 Nr. 1 AGB-Gesetz , daß eine Verpflichtung zum Schadensersatz regelmäßig nur bei schuldhaftem Verhalten besteht (BGH, Urteil vom 5 Juni 1991 - XI ZR 257/90 = BGHZ 115, 38, 42; BGH, Urteil vom 23. April 1991 - XI ZR 128/90 = BGHZ 114, 238, 240).

    Geschieht dies durch eine individualvertragliche Regelung, ist diese - in den Grenzen der §§ 138, 242 BGB - vom Grundsatz der Vertragsfreiheit gedeckt (BGH, Urteil vom 25. Juni 1991 - XI ZR 257/90 = BGHZ 115, 38, 43; BGHZ 114, 238, 242).

    Dagegen stellt die formularmäßige Überbürdung einer verschuldensunabhängigen Haftung grundsätzlich eine der gesetzlichen Risikoverteilung widersprechende, unangemessene Benachteiligung des Kunden dar, die zur Unwirksamkeit einer derartigen Klausel nach § 9 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 AGB-Gesetz führt (BGH, Urteil vom 1. April 1992 - XII ZR 100/91 - ZIP 1992, 625, 626; BGH, Urteil vom 25. Juni 1991 - XI ZR 257/90 = BGHZ 115, 38, 43; BGH, Urteil vom 23. April 1991 - XI ZR 128/90 = BGHZ 114, 238, 242; BGH, Urteil vom 6. Oktober 1982 - VIII ZR 201/81 = NJW 1983, 159, 162; aus dem Schrifttum vgl. Ulmer/Brandner/Hensen, AGB-Gesetz 6. Aufl. Anh. §§ 9 -ll Rdn. 981; Wolf/Horn/Lindacher, AGB-Gesetz 2. Aufl. § 9 Rdn. H 2, H 3; Palandt/Heinrichs, BGB 51. Aufl. § 9 AGBG Rdn. 91).

    Eine solche verschuldensunabhängige Haftung kann nur ausnahmsweise wirksam vereinbart werden, wenn sie durch höherrangige Interessen des AGB-Verwenders gerechtfertigt ist oder die den Kunden benachteiligende Abweichung vom dispositiven Gesetzesrecht durch Gewährung anderer rechtlicher Vorteile ausgeglichen wird (BGHZ 114, 238, 242 f; BGHZ 115, 38, 43 f).

  • BGH, 31.05.2012 - I ZR 73/10  

    Honorarbedingungen Freie Journalisten

    Voraussetzung hierfür ist, dass eine dispositive gesetzliche Regelung nicht nur auf Zweckmäßigkeitserwägungen beruht, sondern eine Ausprägung des Gerechtigkeitsgebots darstellt (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 25. Juni 1991 - XI ZR 257/90, BGHZ 115, 38, 42 mwN).
  • BGH, 09.04.2002 - XI ZR 245/01  

    Zu Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Bank für Scheckinkasso- und

    aa) Es ist ein wesentlicher Grundgedanke der gesetzlichen Regelung im Sinne des § 9 Abs. 2 Nr. 1 AGBG, daß eine Verpflichtung zum Schadensersatz regelmäßig außer einer objektiven Pflichtwidrigkeit auch ein schuldhaftes Verhalten voraussetzt (Senat BGHZ 114, 238, 240; 115, 38, 42; BGHZ 119, 152, 168).
  • BGH, 11.10.2011 - VI ZR 46/10  

    Zur Haftungsbefreiung im KFZ-Mietvertrag

    Es reicht aus, dass sie in allgemeinen, am Gerechtigkeitsgedanken ausgerichteten und auf das betreffende Rechtsgebiet anwendbaren Grundsätzen ihren Niederschlag gefunden haben (vgl. BGH, Urteile vom 9. Oktober 1985 - VIII ZR 217/84, BGHZ 96, 103, 109; vom 25. Juni 1991 - XI ZR 257/90, BGHZ 115, 38, 42; vom 30. Mai 2001 - XII ZR 273/98, NJW 2001, 3480, 3482).
  • BGH, 01.04.1992 - XII ZR 100/91  

    Formularklausel zur Haftung des Mieters einer Fernschreibanlage

    Von maßgeblicher Bedeutung ist insoweit, ob die dispositive gesetzliche Regelung nicht nur auf Zweckmäßigkeitserwägungen beruht, sondern eine Ausprägung des Gerechtigkeitsgebots darstellt (ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, vgl. zuletzt Urteile vom 23. April 1991 - BGHZ 114, 238, 240 und vom 25. Juni 1991 - XI ZR 257/90 - WM 1991, 1368, 1370, je m.w.N.).

    Dieser Grundsatz ist ein wesentlicher Grundgedanke des bürgerlichen Rechts und gilt als Ausdruck des Gerechtigkeitsgebots gleichermaßen für vertragliche wie für gesetzliche Ansprüche (vgl. BGH, Urteile vom 23. April und 25. Juni 1991 aaO).

    Zwar können Vertragspartner ihn durch eine individualvertragliche Regelung - in den Grenzen der §§ 138, 242 BGB - abbedingen oder abwandeln; die formularmäßige Überbürdung verschuldensunabhängiger Haftung auf den Vertragspartner des Verwenders ist aber grundsätzlich eine der gesetzlichen Risikoverteilung widersprechende, unangemessene Benachteiligung des Kunden, die die Haftungserweiterung nach § 9 Abs. 2 Nr. 1 AGBG unwirksam macht (BGH, Urteil vom 6. Oktober 1982 - VIII ZR 201/81 - NJW 1983, 159, 162; sowie vom 23. April 1991 a.a.O. S. 242 und 25. Juni 1991 aaO; aus dem Schrifttum vgl. Hensen in Ulmer/Brandner/Hensen, AGBG 6. Aufl. Anhang §§ 9 bis 11 Rdn. 981; Palandt/Heinrichs, BGB 51. Aufl. § 9 AGBG Rdn. 91; Staudinger/Schlosser, BGB 12. Aufl. § 11 Nr. 7 AGBG Rdn. 47; Wolf in Wolf/Horn/Lindacher, AGBG 2. Aufl. § 9 Rdn. H 2 f.).

    Vielmehr müssen weitere Umstände hinzukommen, um die Angemessenheit der Risikoabwälzung zu begründen (BGH, Urteile vom 23. April 1991 a.a.O. S. 243 ff. und 25. Juni 1991 a.a.O. S. 1371).

  • BGH, 18.03.1997 - XI ZR 117/96  

    Bank trägt das Risiko von Scheckfälschungen

    Grundsätzlich besteht eine Verpflichtung zum Ersatz des Schadens eines anderen nur bei schuldhaftem Verhalten (§ 276 BGB; BGHZ 114, 238, 240 f.; 115, 38, 42; 119, 152, 168).

    Es reicht aus, daß sie in allgemeinen, am Gerechtigkeitsgedanken ausgerichteten und auf das betreffende Rechtsgebiet anwendbaren Grundsätzen ihren Niederschlag gefunden haben (BGHZ 114, 238, 240; 115, 38, 42).

    Das ist der Fall, wenn sie durch höhere Interessen des AGB-Verwenders gerechtfertigt oder durch Gewährung rechtlicher Vorteile ausgeglichen wird (BGHZ 114, 238, 242 f.; 115, 38, 43 f.; 119, 152, 168 f.; BGH, Urteil vom 1. April 1992 - XII ZR 100/91, WM 1992, 1163, 1164).

  • BGH, 17.10.2013 - I ZR 41/12  

    Allgemeine Geschäftsbedingungen in Urheberrechtsverträgen: Inhaltskontrolle für

  • BGH, 30.05.2001 - XII ZR 273/98  

    Vereinbarung eines Sonderkündigungsrechts für den Mieter

  • BGH, 23.11.2006 - X ZR 16/05  

    Formularmäßige Vereinbarung des Ausschlusses der Erstattung von Aufwendungen für

  • BGH, 19.09.2006 - XI ZR 209/04  

    Zurechnung der Haustürsituation bei der Vermittlung von Darlehen

  • BGH, 12.05.2004 - VIII ZR 159/03  

    Ausklammerung von variablen Landegebühren bei der Bemessung der Provision von

  • BAG, 12.02.2015 - 6 AZR 831/13  

    Probezeitvereinbarung im zweiten Ausbildungsverhältnis

  • BGH, 17.04.2007 - XI ZR 130/05  

    Rechtsfolgen des Widerrufs eines Darlehensvertrages

  • BGH, 06.04.2005 - VIII ZR 260/04  

    Formularmäßige Vereinbarung gesonderter Anschlüsse für jedes Grundstück in den

  • BGH, 19.12.2006 - XI ZR 401/03  

    Rechtsfolgen des Widerrufs eines Realkreditvertrages; Schadensersatzansprüche des

  • BGH, 24.10.2006 - XI ZR 265/03  
  • OLG Stuttgart, 25.07.1997 - 2 U 4/97  

    Bauschuttklausel unwirksam?

  • OLG Celle, 04.05.2000 - 13 U 186/99  

    Unwirksamkeit von Klauseln in Bank-AGB; Entgeltklausel für Erstellung einer

  • OLG Frankfurt, 18.09.2007 - 9 W 20/07  

    Bankenhaftung bei finanziertem Immobilienerwerb: Rückabwicklung und

  • LG Hamburg, 04.05.2010 - 312 O 703/09  

    Urhebervertragsrecht: Wirksamkeit Allgemeiner Geschäftsbedingungen eines Verlages

  • OLG Koblenz, 12.11.1993 - 2 U 366/92  

    Inhaltkontrolle von Klauseln eines Unternehmens für Breitbandkabelanschluß

  • OLG Brandenburg, 09.02.2000 - 7 U 165/99  

    Formularmäßige Vereinbarung einer Ankaufsverpflichtung des Mieters von

  • KG, 26.01.2006 - 8 U 128/05  

    Formularmäßiger Gewerberaummietvertrag: Unwirksamkeit einer Klausel über die

  • AG Düsseldorf, 24.03.2015 - 29 C 16127/14  

    Wirksamkeit einer Vereinbarung über die Zahlung eines Individualbeitrags im

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