Rechtsprechung
| BGH, 06.06.2000 - XI ZR 258/99 |
Lastschriften
§ 675 Abs. 1 BGB, Anspruch auf Rückbuchung nicht genehmigter Lastschriften ohne zeitliche Begrenzung;
keine konkludente Genehmigung der Abbuchung durch Entgegennahme des Tageskontoauszuges ohne Beanstandung;
Bedeutung von Rechnungsabschlüssen (nach den im Zeitpunkt der Entscheidung geltenden Banken-AGB)
Volltextveröffentlichungen (16)
- lexetius.com
BGB §§ 662, 675, 684; AGB-Sparkassen Nr. 7 Abs. 3; Abkommen für den Lastschriftverkehr
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- Alpmann Schmidt
§ 662 BGB, § 675 BGB, § 684 BGB; Nr. 7 Abs. 3 AGB-Sparkassen
- IWW
- rws-verlag.de
Keine Genehmigung von Lastschriftbelastungen durch Schweigen auf Rechnungsabschluss
- DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Keine Befristung des Widerspruchs gegen Kontobelastung bei einer Lastschrift im Einzugsermächtigungsverfahren
- jurawelt.com
Widerspruchsfrist bei Einzugsermächtigungslastschriften
- RA Kotz
Widerspruch gegen Einzugsermächtigungslastschriften ist unbefristet
- streifler.de (Kurzinformation und Volltext)
Bankrecht: Keine Fristbindung des Widerspruchs gegen Belastungsbuchungen
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Widerspruchsrecht gegen Lastschriften
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Bankrecht - Widerspruchsrecht gegen Lastschriften
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Keine Fristgebundenheit des Widerspruchs gegen Belastungsbuchungen
- ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Keine Genehmigung von Lastschriftbelastungen durch Schweigen auf Rechnungsabschluss
Kurzfassungen/Presse (10)
- bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)
Widerspruch gegen Einzugsermächtigungslastschriften
- lexetius.com (Pressemitteilung)
Widerspruch gegen Einzugsermächtigungslastschriften
- Schuldnerfachberatungszentrum Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Leitsatz)
Widerspruchsfrist und konkludente Genehmigung einer Einzugsermächtigungslastschrift
- zbb-online.com (Leitsatz)
BGB §§ 662, 675, 684; AGB-SpK Nr. 7 Abs. 3; LSA
Keine Genehmigung von Lastschriftbelastungen durch Schweigen auf Rechnungsabschluß - nomos.de
, S. 26 (Kurzinformation)
Widerspruch gegen Einzugsermächtigungslastschriften
- nomos.de
, S. 41 (Leitsatz)
§§ 662, 675, 684 BGB; Nr. 7 Abs. 3 AGB-Sparkassen
Einzugsermächtigungslastschriften/Widerspruch - finanztip.de (Kurzinformation)
Einzugsermächtigungen im Lastschriftverfahren... kann der Kontoinhaber widerrufen, solange er die Belastung nicht genehmigt hat
- finanztip.de (Kurzinformation)
Widerspruchsrecht gegen Kontoabbuchungen
- finanztip.de (Kurzinformation)
Wie lange kann man gegen eine Einziehungslastschrift bei der Bank widersprechen?
- haus-und-grund-muenchen.de (Kurzinformation)
Mieter kann dem Einzug der Miete jederzeit widersprechen
Besprechungen u.ä. (3)
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Wie lange kann einer Kontobelastung aufgrund einer Einziehungsermächtigung widersprochen werden? (IBR 2000, 435)
- beck.de (Entscheidungsanmerkung)
Zeitlich unbegrenzte Widerspruchsmöglichkeit gegenüber Lastschriften im Einzugsermächtigungsverfahren
- EWiR-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 2,90 €) (Entscheidungsbesprechung)
Keine Genehmigung von Lastschriftbelastungen durch Schweigen auf Rechnungsabschluss
Verfahrensgang
- BGH, 14.12.1999 - XI ZR 258/99
- BGH, 06.06.2000 - XI ZR 258/99
Zeitschriftenfundstellen
- BGHZ 144, 349
- NJW 2000, 2667
- NJW-RR 2001, 260 (Ls.)
- ZIP 2000, 1379
- MDR 2000, 1203
- ZMR 2001, 171
- NJ 2000, 652 (Ls.)
- WM 2000, 1577
- BB 2000, 1753
- DB 2000, 1812
- IBR 2000, 435
Wird zitiert von ... (57)
- BGH, 10.06.2008 - XI ZR 283/07
Insolvenzrecht - Abbuchung aufgrund Einzugsermächtigung
(3) In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat sich nach einer Zeit nicht ganz eindeutiger Entscheidungen (vgl. BGHZ 69, 82, 85; 74, 300, 305; 74, 309, 312) die so genannte Genehmigungstheorie durchgesetzt, zu der sich erstmals der erkennende Senat mit Urteil vom 14. Februar 1989 (XI ZR 141/88, WM 1989, 520, 521) ausdrücklich bekannt hat (nachfolgend st.Rspr. des Bundesgerichtshofs: u.a. BGHZ 144, 349, 353 f.; 161, 49, 53 ff.; 162, 294, 303; 167, 171, 174 Tz. 12 ff.; BGH, Urteile vom 10. Januar 1996 - XII ZR 271/94, WM 1996, 335, 337 und vom 25. Oktober 2007 - IX ZR 217/06, WM 2007, 2246, 2247 Tz. 12, zur Veröffentlichung in BGHZ 174, 84 vorgesehen).Dem (vorläufigen) Insolvenzverwalter stehen innerhalb von Vertragsverhältnissen nicht mehr und keine anderen Rechte zu als dem Schuldner (vgl. BGHZ 44, 1, 4; 56, 228, 230 f.; 106, 169, 175; 144, 349, 351; BGH, Urteil vom 17. Dezember 1998 - IX ZR 151/98, WM 1999, 229, 230).
Zwar hat die Schuldnerin die Belastungsbuchung nach den Feststellungen des Berufungsgerichts weder ausdrücklich noch konkludent (vgl. dazu Senat BGHZ 144, 349, 354; BGH, Urteil vom 25. Oktober 2007 - IX ZR 217/06, WM 2007, 2246, 2250 Tz. 34 ff., zur Veröffentlichung in BGHZ 174, 84 vorgesehen; OLG München ZIP 2005, 2102 f.; LG Siegen ZIP 2006, 1459 f.; LG Berlin ZInsO 2007, 384, 385) genehmigt.
(1) Diese den Vorgaben des Senats (BGHZ 144, 349, 355 f.) entsprechende Klausel, die nach den Feststellungen des Berufungsgerichts in den Girovertrag zwischen der Schuldnerbank und der Schuldnerin einbezogen war, ist wirksam.
aa) Der Insolvenzverwalter, auch ein vorläufiger, tritt in die bestehende Rechtslage ein und ist grundsätzlich an die vom Schuldner getroffenen Abreden gebunden (BGHZ 44, 1, 4; 56, 228, 230 f.; 106, 169, 175; 144, 349, 351; 161, 49, 53; BGH, Urteil vom 25. Oktober 2007 - IX ZR 217/06, WM 2007, 2246, 2249 Tz. 26, zur Veröffentlichung in BGHZ 174, 84 vorgesehen).
Der Beklagten, die hier sowohl erste Inkassostelle also auch Zahlungsempfängerin war, stand der Betrag ab Einlösung der Lastschrift zur Verfügung (…vgl. van Gelder, in: Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch 3. Aufl. § 56 Rdn. 41 ff., § 58 Rdn. 14, 168;… Kümpel, Bank- und Kapitalmarktrecht 3. Aufl. Rdn. 4.429, 4.463;… Soergel/Häuser/Welter, BGB 12. Aufl. § 675 Rdn. 206 f.; Böhm BKR 2005, 366, 369; Rottnauer WM 1995, 272, 273), und das Vermögen der Schuldnerin als Zahlungspflichtigen ist bereits mit der Belastungsbuchung, hier also seit dem 20. September 2005, vermindert, weil die Zahlstelle wegen der nach § 184 Abs. 1 BGB auf den Zeitpunkt der Belastungsbuchung rückwirkenden Genehmigung einen Aufwendungsersatzanspruch gegen den Schuldner aus § 670 BGB erwirbt (vgl. Senat BGHZ 144, 349, 353 f.; 162, 294, 303; 167, 171, 174 Tz. 13; Senatsurteil vom 14. Februar 1989 - XI ZR 141/88, WM 1989, 520, 521;… Bork, in: Festschrift für Gerhardt S. 69, 73;… MünchKommBGB/Hüffer, 4. Aufl. § 783 Rdn. 62; Hadding WM 1978, 1366, 1369; Nobbe/Ellenberger WM 2006, 1885, 1886; Stritz DZWIR 2005, 18, 20).
- BGH, 20.07.2010 - XI ZR 236/07
Insolvenzrecht - Zur Insolvenzfestigkeit der Einzugsermächtigungslastschrift
1. Das Berufungsgericht legt der rechtlichen Einordnung des Lastschriftverfahrens aufgrund der von der Schuldnerin erteilten Einzugsermächtigung im Deckungsverhältnis die Genehmigungstheorie zugrunde, die sich in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs durchgesetzt hat (erstmals ausdrücklich Senat, Urteil vom 14. Februar 1989 - XI ZR 141/88, WM 1989, 520, 521; nachfolgend st. Rspr., siehe nur BGHZ 144, 349, 353 f.; 161, 49, 53; 162, 294, 302 f.; 167, 171, Tz. 11 f.; 174, 84, Tz. 12; 177, 69, Tz. 15; BGH, Urteil vom 21. April 2009 - VI ZR 304/07, WM 2009, 1073, Tz. 9).Dies gilt unabhängig davon, ob die dem Einzug unterliegende Forderung tatsächlich besteht (BGHZ 74, 309, 312; 95, 103, 106; 144, 349, 353 f.).
b) Im Ansatz richtig ist das Berufungsgericht weiterhin davon ausgegangen, dass der Kontoinhaber die Belastungsbuchung gegenüber seiner Bank auch durch schlüssiges Verhalten genehmigen kann (BGHZ 95, 103, 108; 144, 349, 354; 161, 49, 53; 174, 84, Tz. 34; BGH, Urteile vom 14. Februar 1989 - XI ZR 141/88, WM 1989, 520, 521 und vom 19. Dezember 2002 - IX ZR 377/99, WM 2003, 524, 526).
Wie auch das Berufungsgericht nicht verkannt hat, kann dabei das bloße Schweigen des Kontoinhabers auf die zugegangenen Kontoauszüge ohne Hinzutreten weiterer Umstände nicht als Genehmigung der darin enthaltenen Lastschriftbuchungen gewertet werden (BGHZ 95, 103, 108; 144, 349, 354; 174, 84, Tz. 33 m.w.N.).
Ob dem Fortsetzen des Zahlungsverkehrs über das Konto, das mit Lastschriftbuchungen belastet worden ist, der Erklärungswert einer Genehmigung durch schlüssiges Verhalten zukommen kann, hat der Senat in seinem Urteil vom 6. Juni 2000 offen gelassen (BGHZ 144, 349, 354).
Er hat unabhängig vom Bestehen der dem Einzug zugrunde liegenden Forderung das Recht, frei über sein Konto zu verfügen, und die Bank muss einen Widerspruch auch bei erkannter Missbräuchlichkeit im Valutaverhältnis beachten (BGHZ 74, 309, 312 f.; 95, 103, 106; 144, 349, 353 f.).
Eine solche Pflichtverletzung der Schuldnerin, die grundsätzlich ein Schadensersatzbegehren der Zahlstelle rechtfertigen kann (BGHZ 95, 103, 108 f.; 144, 349, 356), kommt bereits deshalb nicht in Betracht, weil sie selbst keinen - und damit auch keinen verspäteten - Lastschriftwiderspruch erhoben hat.
- BGH, 04.11.2004 - IX ZR 22/03
Insolvenzrecht - Kann Insolvenzverwalter Belastungsbuchungen verhindern?
Daher bedarf die Belastungsbuchung, um rechtlich wirksam zu sein, der Genehmigung des Schuldners (BGHZ 69, 82, 85; 144, 349, 353;… BGH, Urt. v. 14. Februar 1989 - XI ZR 141/88, WM 1989, 520, 521).Solange er die Belastungsbuchung nicht ausdrücklich oder konkludent genehmigt hat, kann der Schuldner die Lastschrift durch seinen Widerspruch rückgängig machen (BGHZ 144, 349, 354;… BGH, Urt. v. 19. Dezember 2002 - IX ZR 377/99, WM 2003, 524, 526).
Grundsätzlich gilt das Schweigen auf etwa zugegangene Rechungsabschlüsse nicht als Genehmigung (vgl. BGHZ 144, 349, 356).
Die Annahme einer auflösenden Bedingung ist jedoch mit der vom Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung vertretenen (vgl. BGHZ 144, 349, 353;… BGH, Urt. v. 14. Februar 1989 - XI ZR 141/88, NJW 1989, 1672, 1673; v. 10. Januar 1996 - XII ZR 271/94, WM 1996, 335, 337;… offen gelassen im Urteil v. 19. Dezember 2002 - IX ZR 377/99 aaO) Genehmigungstheorie nicht vereinbar.
Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens geht eine dem Schuldner zustehende Möglichkeit des Widerspruchs gegen im Einzugsermächtigungsverfahren vorgenommene Belastungsbuchungen auf den Insolvenzverwalter über (BGHZ 144, 349, 351).
- BGH, 25.10.2007 - IX ZR 217/06
Insolvenzrecht - Lastschriften im Einzugsermächtigungsverfahren
aa) Die Senatsurteile zur Widerspruchsbefugnis im Einzugsermächtigungsverfahren nach Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters über das Vermögen des Schuldners haben die vom Bundesgerichtshof nunmehr seit drei Jahrzehnten in ständiger Rechtsprechung vertretene Genehmigungstheorie (vgl. BGHZ 69, 82, 85; 74, 309, 312; 95, 103, 106; 144, 349, 353; 162, 294, 303; 167, 171, 174;… BGH, Urt. v. 14. Februar 1989 - XI ZR 141/88, WM 1989, 520, 521; v. 10. Januar 1996 - XII ZR 271/94, WM 1996, 335, 337) zur Grundlage.d) Selbst wenn man indes eine Erfüllung der Gläubigerforderung ohne eine den Vermögensabfluss bewirkende Genehmigung des Schuldners bejahen wollte, hätte dies keinen Einfluss auf die Rechtsstellung der Schuldnerbank im Insolvenzverfahren; denn deren Aufwendungsersatzanspruch aus § 684 Satz 2 BGB, der grundsätzlich erst mit Genehmigung des Schuldners entsteht (vgl. BGHZ 144, 349, 353; 167, 171, 174), ist damit weder erfüllt noch etwa insolvenzfest begründet worden.
Diese den Vorgaben des XI. Zivilsenats des BGH im Urteil vom 6. Juni 2000 (BGHZ 144, 349, 355 f) entsprechende Klausel ist wirksam in den Girovertrag zwischen der Schuldnerin als Unternehmerin (§ 14 BGB) und der Beklagten einbezogen worden (§ 307 Abs. 1 und 2, § 310 Abs. 1 BGB).
Im bloßen Schweigen auf die zugegangenen Kontoauszüge, die die Lastschriften enthielten, liegt nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs keine rechtsgeschäftliche Erklärung; es kann daher nicht als Genehmigung der Buchungen gewertet werden (BGHZ 73, 207, 209 f; 95, 103, 108; 144, 349, 354;… BGH, Urt. v. 12. Juni 1997 - IX ZR 110/96, WM 1997, 1658, 1660).
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist die Frage bisher nicht grundsätzlich geklärt (vgl. BGHZ 144, 349, 354 f).
- BGH, 11.04.2006 - XI ZR 220/05
Bankrecht - Rückzahlung eines Lastschriftbetrages
a) Anders als im Abbuchungsauftragsverfahren (vgl. BGHZ 72, 343, 345; BGH, Urteil vom 10. April 1978 - II ZR 203/76, WM 1978, 819, 820;… van Gelder, in: Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch 2. Aufl. § 57 Rdn. 64, § 58 Rdn. 45) greift die Schuldnerbank im Einzugsermächtigungsverfahren ohne eine Weisung oder einen Auftrag ihres Kunden auf dessen Konto zu (BGHZ 74, 300, 304; Senat BGHZ 144, 349, 353; 162, 294, 302 f.; BGH, Urteil vom 10. Januar 1996 - XII ZR 271/94, WM 1996, 335, 337).Sie handelt bei der Einlösung einer Lastschrift im Einzugsermächtigungsverfahren nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 69, 82, 84 f.; 74, 309, 312; 95, 103, 105 f.; Senat BGHZ 144, 349, 353) nur aufgrund einer von der Gläubigerbank - oder einer etwa eingeschalteten Zwischenbank - im eigenen Namen im Interbankenverhältnis erteilten Weisung.
Die Schuldnerbank hat dementsprechend keinen Aufwendungsersatzanspruch, solange ihr Kunde die Belastungsbuchung nicht nach § 684 Satz 2 BGB genehmigt hat (BGHZ 74, 309, 312; 95, 103, 106; Senat BGHZ 144, 349, 353 f.; 162, 294, 303).
Dass die sechswöchige Frist gemäß Abschnitt III Nr. 2 Satz 1 LSA in diesem Zeitpunkt bereits abgelaufen war, ist unerheblich (vgl. Senat BGHZ 144, 349, 354), weil dieses Abkommen gemäß Abschnitt IV Nr. 1 Rechte und Pflichten nur zwischen den beteiligten Kreditinstituten, aber nicht gegenüber dem Streithelfer der Klägerin als Schuldner begründet.
- BGH, 08.03.2005 - XI ZR 154/04
Bankrecht - Sind bankinterne Anweisungen AGB?
Da der Kunde seiner Bank keine Weisung erteilt hat, ist er im Verhältnis zu ihr berechtigt, der Belastung seines Kontos ohne Angabe von Gründen zu widersprechen; denn ein kontokorrentfähiger Aufwendungsersatzanspruch nach § 670 BGB steht der Zahlstelle erst zu, wenn der Schuldner die Belastungsbuchung auf seinem Konto genehmigt hat (BGHZ 144, 349, 353; BGH, Urteile vom 10. Januar 1996 - XII ZR 271/94, WM 1996, 335, 337, vom 1. Oktober 2002 - IX ZR 125/02, WM 2002, 2408, 2409 und vom 19. Dezember 2002 - IX ZR 377/99, WM 2003, 523, 526). - BGH, 04.11.2004 - IX ZR 82/03
Insolvenzrecht - Kann Insolvenzverwalter Belastungsbuchungen verhindern?
Daher bedarf die Belastungsbuchung, um rechtlich wirksam zu sein, der Genehmigung des Schuldners (BGHZ 69, 82, 85; 144, 349, 353;… BGH, Urt. v. 14. Februar 1989 - XI ZR 141/88, WM 1989, 520, 521).Solange er die Belastungsbuchung nicht ausdrücklich oder konkludent genehmigt hat, kann der Schuldner die Lastschrift durch seinen Widerspruch rückgängig machen (BGHZ 144, 349, 354;… BGH, Urt. v. 19. Dezember 2002 - IX ZR 377/99, WM 2003, 524, 526).
Grundsätzlich gilt das Schweigen auf etwa zugegangene Rechungsabschlüsse nicht als Genehmigung (vgl. BGHZ 144, 349, 356).
Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens geht die dem Schuldner zustehende Möglichkeit des Widerspruchs gegen im Einzugsermächtigungsverfahren vorgenommene Belastungsbuchungen auf den Insolvenzverwalter über (BGHZ 144, 349, 351).
- BGH, 04.11.2004 - IX ZR 28/04
Insolvenzrecht - Kann Insolvenzverwalter Belastungsbuchungen verhindern?
Daher bedarf die Belastungsbuchung, um rechtlich wirksam zu sein, der Genehmigung des Schuldners (BGHZ 69, 82, 85; 144, 349, 353;… BGH, Urt. v. 14. Februar 1989 - XI ZR 141/88, WM 1989, 520, 521).Solange er die Belastungsbuchung nicht ausdrücklich oder konkludent genehmigt hat, kann der Schuldner die Lastschrift durch seinen Widerspruch rückgängig machen (BGHZ 144, 349, 354;… BGH, Urt. v. 19. Dezember 2002 - IX ZR 377/99, WM 2003, 524, 526).
Grundsätzlich gilt das Schweigen auf etwa zugegangene Rechungsabschlüsse nicht als Genehmigung (vgl. BGHZ 144, 349, 356).
Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens geht eine dem Schuldner zustehende Möglichkeit des Widerspruchs gegen im Einzugsermächtigungsverfahren vorgenommene Belastungsbuchungen auf den Insolvenzverwalter über (BGHZ 144, 349, 351).
- LG Berlin, 10.01.2008 - 5 O 110/07
Lastschrifteneinzug: Erfüllung eines Anspruchs auf Zahlung von Leasingraten; …
Nach der vom Bundesgerichtshof nunmehr seit drei Jahrzehnten in ständiger Rechtsprechung vertretenen Genehmigungstheorie (vgl. BGHZ 69, 82, 85; 144, 349, 353; 167, 171, 174; BGH NJW 2005, 675, 676; BGH Urteil vom 25.10.2007 - IX ZR 217/06 -, zitiert nach Juris, dort Seite 6 f.) wird die Belastung des Schuldnerkontos bei einer Bank im Wege des Lastschrifteinzugsverfahrens erst durch die Genehmigung des Schuldners wirksam.Da der Schuldner in den Verfügungen über sein Konto frei ist und somit im Verhältnis zur Schuldnerbank keiner Beschränkung bei der Entscheidung unterliegt, ob und warum er eine Einzugsermächtigungslastschrift widerspricht, ist sein Widerspruch für die Schuldnerbank grundsätzlich immer verbindlich und kann zeitlich unbegrenzt erfolgen (BGH NJW 2000, 2667, 2668).
Eine solche konkludente Genehmigung liegt noch nicht in dem Schweigen der ... A. GmbH auf die ihr übersandten Tageskontoauszüge, aus denen die Lastschriften ersichtlich sind, da der in einem solchen Auszug ausgewiesene Saldo einen reinen Postensaldo darstellt, der u.a. für die Zinsberechnung erstellt wird und dessen Bedeutung sich auf die Verhinderung nicht gedeckter Auszahlungen beschränkt (vgl.: BGH NJW 2000, 2667, 2668).
Auch in dem Schweigen und widerspruchslosen Fortsetzen des Zahlungsverkehrs über ein Konto, das mit Lastschriftbeträgen belastet worden ist, über eine längere Zeit hinweg, ist noch keine Genehmigung der streitgegenständlichen Lastschrifteinzüge zu sehen (vgl. BGH NJW 2000, 2667, 2668).
Schließlich vermag auch der Ablauf der sechswöchigen Widerspruchsfrist bezüglich der quartalsmäßigen Rechnungsabschlüsse die Annahme einer konkludenten Genehmigung der Lastschriftabbuchungen noch nicht zu begründen, da durch das Saldoanerkenntnis keine Genehmigung der in dem Saldo enthaltenen Belastungsbuchungen erfolgt (vgl.: BGH NJW 2000, 2667, 2668).
Hierzu bedarf es einer darauf zu beziehenden Bestimmung in allgemeinen Geschäftsbedingungen, dass die Anerkennung des Saldos auch eine Genehmigung der darin enthaltenen Belastungen aufgrund Einzugsermächtigungslastschriften umfasst, sowie eines entsprechenden Hinweises an die Kunden bei Erteilung des Rechnungsabschlusses (BGH-Urteil vom 25.10.2007 - IX ZR 217/06 -, Seite 12 - 14; noch offen gelassen aber angedeutet in BGH NJW 2000, 2667, 2668).
- BGH, 20.07.2010 - IX ZR 37/09
Insolvenzrecht - Zur Insolvenzfestigkeit der Einzugsermächtigungslastschrift
Für das Lastschriftverfahren in der Variante des Einzugsermächtigungsverfahrens hat sich - zunächst auf dem Gebiet des Bankrechts - trotz vereinzelter Warnungen gerade wegen der Auswirkungen im Insolvenzrecht (Canaris WM 1980, 354, 361 ff) die Genehmigungstheorie durchgesetzt (…erstmals in BGH, Urt. v. 14. Februar 1989 - XI ZR 141/88, WM 1989, 520, 521; weiter BGHZ 144, 349, 353 f; 162, 294, 303; 167, 171, 174; 177, 69, 74). - BGH, 19.09.2002 - V ZB 37/02
Wohnungseigentum - Ermittlung eines Abstimmungsergebnises
- OLG München, 26.10.2006 - 19 U 2327/06
- BGH, 19.12.2002 - IX ZR 377/99
Insolvenzrecht - Stundung schließt Bargeschäft aus
- LG Bonn, 19.03.2004 - 11 O 20/03
- OLG Düsseldorf, 20.06.2007 - 16 U 129/06
Zur Widerspruchsmöglichkeit des Schuldners im Einzugsermächtigungsverfahren …
- OLG Koblenz, 26.11.2009 - 2 U 1497/08
Anfechtung und Widerruf von Lastschriftbuchungen durch den Insolvenzverwalter; …
- BGH, 26.10.2010 - XI ZR 562/07
Zur konludenten Genehmigung einer Einzugsermächtigungslastschrift
- BGH, 15.06.2005 - 2 StR 30/05
Betrug im Lastschriftverfahren (konkludente Täuschung über …
- LG Bonn, 22.04.2009 - 5 S 292/08
- OLG Düsseldorf, 24.11.2000 - 22 U 94/00
Lastschriftverfahren - Rückbuchung nach Widerspruch - Vorteilsabsicht der Bank
- LG Kassel, 06.08.2008 - 4 O 1725/07
§ 140 InsO
- OLG Brandenburg, 02.09.2008 - 6 U 123/07
Bankkreditvertrag: Widerspruch gegen Abbuchungen zugunsten eines Darlehenskontos …
- OLG Köln, 05.11.2008 - 2 U 78/08
Anfechtbarkeit von Lastschriftbuchungen des Finanzamts
- OLG Köln, 26.02.2003 - 13 W 2/02
- OLG Düsseldorf, 23.04.2009 - 6 U 65/08
Rückgewähr von Lastschriften im Einzugsermächtigungsverfahren in der Insolvenz …
- LG Ulm, 14.12.2009 - 2 O 293/09
- OLG Koblenz, 04.11.2010 - 2 U 671/09
Anforderungen an die Genehmigung von Belastungsbuchungen
- OLG München, 29.03.2007 - 19 U 4837/06
Insolvenzverwalter kann nicht genehmigten Lastschriften im …
- OLG Düsseldorf, 23.04.2009 - 6 U 66/08
Rückabwicklung einer Einzugsermächtigungslastschrift in der Insolvenz des …
- LG Bonn, 25.11.2009 - 5 S 177/09
- LG Bonn, 11.11.2009 - 5 S 91/09
- OLG Köln, 11.11.2009 - 2 U 25/09
Anfechtbarkeit von Lastschriftbuchungen zur Tilgung von Steuerverbindlichkeiten
- OLG Köln, 30.04.2008 - 2 U 19/07
Insolvenzrecht - Rechtserwerb bei Anordnung eines Zustimmungsvorbehalts; …
- OLG Hamm, 26.03.2010 - 34 U 7/09
Widerruf von Lastschriften durch den Insolvenzverwalter
- OLG Koblenz, 10.02.2010 - 2 U 164/09
Insolvenzrecht - Lastschriftwiderruf durch den Insolvenzverwalter
- AG Hamburg-Wandsbek, 18.01.2010 - 713D C 369/09
Insolvenzrecht - Lastschriftwiderruf durch Treuhänder - Verschuldenszurechnung
- OLG Hamm, 21.04.2005 - 15 W 26/05
Rechtsmittelbeschwer
- LG Duisburg, 30.08.2007 - 5 S 10/07
- LG München I, 13.11.2003 - 4 O 15810/03
- OLG München, 23.06.2005 - 23 U 5681/04
- KG, 02.12.2008 - 13 U 8/08
Insolvenz: Widerspruchsrecht des Insolvenzverwalters gegen Lastschriftbuchungen; …
- OLG Celle, 21.10.2009 - 3 U 78/09
Einzugsermächtigungsverfahren: Widerspruch des Insolvenzverwalters gegenüber …
- LG Köln, 25.04.2007 - 13 S 375/06
- OLG Koblenz, 21.06.2004 - 12 U 786/03
- OLG München, 15.09.2009 - 5 U 1721/09
Vorläufige Insolvenzverwaltung: Widerspruch des vorläufigen schwachen …
- LG Hannover, 01.12.2009 - 18 O 52/07
Immobilien - Unwirksame Gaspreiserhöhung, Klauselkontrolle bei Sondertarif
- LG Aachen, 02.05.2003 - 3 T 133/03
- OLG Hamm, 01.06.2006 - 27 U 200/05
Widerruf von Lastschriftzahlungen durch den Schuldner mit Zustimmung des …
- OLG Stuttgart, 22.02.2007 - 19 U 161/06
Insolvenzanfechtung: Genehmigung der Kaufpreiseinziehung mittels …
- BGH, 03.02.2011 - IX ZR 231/09
Insolvenzrecht - Ansprüche gegen Sparkasse wegen nicht genehmigter Buchungen
- OLG Dresden, 27.10.2005 - 10 U 455/05
- OLG München, 20.08.2009 - 14 U 762/08
Insolvenzeröffnungsverfahren: Befugnis des vorläufigen Insolvenzverwalters zur …
- LG Hamburg, 23.07.2008 - 318 S 76/06
Insolvenzverfahren: Anfechtung der vom vorläufigen Insolvenzverwalter mit …
- OLG Köln, 21.11.2001 - 13 U 137/01
- LG Freiburg, 10.11.2006 - 2 O 158/06
Insolvenzanfechtung: Rückzahlung eingezogener Gesamtsozialversicherungsbeiträge; …
- AG Berlin-Mitte, 10.03.2010 - 17 C 464/09
- AG Berlin-Mitte, 26.04.2010 - 20 C 537/09
Rechtsprechung
| BGH, 14.12.1999 - XI ZR 258/99 |
Volltextveröffentlichungen (3)
Verfahrensgang
- BGH, 14.12.1999 - XI ZR 258/99
- BGH, 06.06.2000 - XI ZR 258/99
