Weitere Entscheidung unten: BGH, 21.04.2009

Rechtsprechung
   BGH, 21.04.2009 - XI ZR 78/08   

Volltextveröffentlichungen (12)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Deutsches Notarinstitut PDF
  • Kanzlei Prof. Schweizer

    BGB § 307 Bl, Cb; AGB-Sparkassen Nr. 17 Abs. 2 Satz 1
    AGB-Sparkassen teilweise unwirksam

  • Jurion

    Unwirksamkeit einer dem Muster von Nr. 17 Sparkassen-AGB nachgebildeten Klausel einer Sparkasse im Bankverkehr mit Verbrauchern; Festlegung und Erhebung der Entgelte der Sparkasse durch Regelung der Klausel; Unangemessene Benachteiligung der Sparkassenkunden durch das in der Klausel enthaltene einseitige Preisänderungsrecht; Zinsanpassungsklauseln im Kreditgeschäft von Kreditinstituten im Hinblick auf die allgemeinen Anforderungen an Preisanpassungsklauseln

  • Deutsches Notarinstitut

    BGB §§ 315, 307; AGB-Sparkassen Nr. 17 Abs. 2 Satz 1
    Entgeltfestsetzungsrecht in Sparkassen-AGB unwirksam

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Unwirksamkeit der Entgeltklausel in Nr. 17 Abs. 2 Nr. 1 AGB-SpK

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Unwirksamkeit einer dem Muster von Nr. 17 Sparkassen-AGB nachgebildeten Klausel einer Sparkasse im Bankverkehr mit Verbrauchern; Festlegung und Erhebung der Entgelte der Sparkasse durch Regelung der Klausel; Unangemessene Benachteiligung der Sparkassenkunden durch das in der Klausel enthaltene einseitige Preisänderungsrecht; Zinsanpassungsklauseln im Kreditgeschäft von Kreditinstituten im Hinblick auf die allgemeinen Anforderungen an Preisanpassungsklauseln

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (17)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Bundesgerichtshof erklärt Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 der AGB-Sparkassen für unwirksam

  • internetrecht-infos.de (Pressemitteilung)

    Bundesgerichtshof erklärt Preisanpassungsklauseln der AGB-Sparkassen für unwirksam

  • drbuecker.de (Pressemitteilung)

    Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 der AGB-Sparkassen unwirksam: unangemessene Benachteiligung des Kunden

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Sparkassenentgelte

  • Betriebs-Berater (Leitsatz)

    Unwirksame Entgeltklausel in AGB-Sparkasse

  • zbb-online.com (Leitsatz)

    BGB § 307 Bl, Cb; AGB-Sparkassen Nr. 17 Abs. 2 Satz 1
    Unwirksamkeit der Entgeltklausel in Nr. 17 Abs. 2 Nr. 1 AGB-SpK

  • dr-bahr.com (Pressemitteilung)

    AGB-Sparkassen teilweise unwirksam

  • bauersfeld-rechtsanwaelte.de (Kurzinformation)

    Bankrecht - Bundesgerichtshof erklärt Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 der AGB-Sparkassen für unwirksam

  • bauersfeld-rechtsanwaelte.de (Leitsatz)

    Bankrecht - Darlehen - Einseitiges Preisänderungsrecht beim Darlehensvertrag

  • juraexamen.info (Pressemitteilung)

    Mehr Transparenz in AGB der Sparkassen

  • kanzlei.biz (Pressemitteilung)

    Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 der AGB-Sparkassen unwirksam

  • recht-gehabt.de (Kurzinformation)

    Zinsklausel bei Sparkassen unwirksam: Kann ich Geld (Zinsen) zurückfordern / zurückverlangen?

  • rp-online.de (Pressemeldung, 21.04.2009)

    Kunden können Geld zurückfordern: Stärkung der Rechte der Sparkassenkunden

  • Verbraucherzentrale Bundesverband (Kurzinformation)

    Dispowucher ein Ende setzen - vzbv für eine Deckelung der Gewinnmarge bei Dispozinsen und nachvollziehbare Preisanpassungsklauseln

  • wettbewerbszentrale.de (Kurzinformation)

    AGB-Klausel zur einseitigen Preisanpassung im Bankverkehr mit Privatkunden unwirksam

  • wettbewerbszentrale.de (Kurzinformation)

    AGB-Klausel zur einseitigen Preisanpassung im Bankverkehr mit Privatkunden unwirksam

  • 123recht.net (Kurzinformation)

    Bundesgerichtshof erklärt Preis- und Zinsklauseln der Sparkassen für unwirksam

Besprechungen u.ä. (5)

  • nomos.de PDF (Entscheidungsanmerkung)

    Preisanpassungsklauseln - auf dem Weg zum Großen Senat des BGH

  • ewir-online.de (Entscheidungsbesprechung)

    AGB-SpK Nr. 17 Abs. 2 Satz 1; BGB § 307
    Unwirksamkeit der Entgeltklausel in Nr. 17 Abs. 2 Nr. 1 AGB-SpK

  • cleanstate.de PDF (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Kritik an der Preissockel-Theorie des Bundesgerichtshofes zu § 315 BGB

  • osborneclarke.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zinsanpassungen - Darf eine Herstellerbank die Zinsen uneingeschränkt erhöhen bzw. welche Grenzen muss sie beachten? (RA Dr. Jonathan Ruff)

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Voraussetzungen einer wirksamen Preisanpassungsklausel (IBR 2009, 1209)

Sonstiges (3)

  • lto.de (Meldung mit Bezug zur Entscheidung)

    Verbraucherzentrale NRW - Klage gegen Banken wegen zu hoher Dispo-Zinsen

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "BB-Kommentar zum Urteil des BGH vom 21.04.2009, Az.: XI ZR 78/07 (Unwirksame Entgelt- und Zinsanpassungsklausel in AGB-Sparkassen)" von RA Prof. Dr. Friedrich Graf von Westphalen, original erschienen in: BB 2009, 1436 - 1441.

  • 123recht.net (Meldung mit Bezug zur Entscheidung)

    Banken zocken ihre Kunden ab. Ihre Rechte bei zu hohen Dispozinsen und Bankgebühren // Aktuelle Studie zeigt, dass die meisten Banken nicht nur bei den Gebühren kräftig zulangen, sondern auch bei den Dispozinsen

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 180, 257
  • ZIP 2009, 1106
  • MDR 2009, 877
  • NJ 2009, 333
  • VersR 2010, 950
  • WM 2009, 1077
  • BB 2009, 1436



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (149)  

  • BGH, 13.05.2014 - XI ZR 405/12  

    Allgemeine Geschäftsbedingungen über ein Bearbeitungsentgelt für Privatkredite

    Preisnebenabreden, die keine echte (Gegen-)Leistung zum Gegenstand haben, sondern mit denen der Klauselverwender allgemeine Betriebskosten, Aufwand für die Erfüllung gesetzlich oder nebenvertraglich begründeter eigener Pflichten oder für sonstige Tätigkeiten auf den Kunden abwälzt, die der Verwender im eigenen Interesse erbringt, sind hingegen der Inhaltskontrolle unterworfen (st. Rspr., Senatsurteile vom 21. April 2009 - XI ZR 78/08, BGHZ 180, 257 Rn. 16; vom 7. Dezember 2010 - XI ZR 3/10, BGHZ 187, 360 Rn. 26 und vom 13. November 2012 - XI ZR 500/11, BGHZ 195, 298 Rn. 13, jeweils mwN).

    Derartige Entgeltklauseln stellen eine Abweichung von Rechtsvorschriften dar und sind deshalb grundsätzlich nach § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam (Senatsurteile vom 18. Mai 1999 - XI ZR 219/98, BGHZ 141, 380, 385 f. und vom 21. April 2009 - XI ZR 78/08, BGHZ 180, 257 Rn. 21 mwN).

    Die unangemessene Benachteiligung wird hierdurch indiziert (Senatsurteile vom 18. Mai 1999 - XI ZR 219/98, BGHZ 141, 380, 390 und vom 21. April 2009 - XI ZR 78/08, BGHZ 180, 257 Rn. 21).

  • BGH, 13.05.2014 - XI ZR 170/13  

    Allgemeine Geschäftsbedingungen über ein Bearbeitungsentgelt für Privatkredite

    Preisnebenabreden, die keine echte (Gegen-)Leistung zum Gegenstand haben, sondern mit denen der Klauselverwender allgemeine Betriebskosten, Aufwand für die Erfüllung gesetzlich oder nebenvertraglich begründeter eigener Pflichten oder für sonstige Tätigkeiten auf den Kunden abwälzt, die der Verwender im eigenen Interesse erbringt, sind hingegen der Inhaltskontrolle unterworfen (st. Rspr., Senatsurteile vom 21. April 2009 - XI ZR 78/08, BGHZ 180, 257 Rn. 16, vom 7. Dezember 2010 - XI ZR 3/10, BGHZ 187, 360 Rn. 26 und vom 13. November 2012 - XI ZR 500/11, BGHZ 195, 298 Rn. 13, jeweils mwN).

    Derartige Entgeltklauseln stellen eine Abweichung von Rechtsvorschriften dar und sind deshalb grundsätzlich nach § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam (Senatsurteile vom 18. Mai 1999 - XI ZR 219/98, BGHZ 141, 380, 385 f. und vom 21. April 2009 - XI ZR 78/08, BGHZ 180, 257 Rn. 21 mwN).

    Die unangemessene Benachteiligung wird hierdurch indiziert (Senatsurteile vom 18. Mai 1999 - XI ZR 219/98, BGHZ 141, 380, 390 und vom 21. April 2009 - XI ZR 78/08, BGHZ 180, 257 Rn. 21).

  • BGH, 24.03.2010 - VIII ZR 178/08  

    BGH erklärt "HEL"-Preisanpassungsklauseln in Erdgas-Sonderkundenverträgen für

    Denn sie dienen dazu, einerseits dem Verwender das Risiko langfristiger Kalkulation abzunehmen und ihm seine Gewinnspanne trotz nachträglicher ihn belastender Kostensteigerungen zu sichern, und andererseits den Vertragspartner davor zu bewahren, dass der Verwender mögliche künftige Kostenerhöhungen vorsorglich schon bei Vertragsschluss durch Risikozuschläge aufzufangen versucht (BGHZ 172, 315, Tz. 22; 176, 244, Tz. 14; 180, 257, Tz. 23; jeweils m.w.N.).

    Die Schranke des § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB ist jedoch überschritten, wenn Preisanpassungsbestimmungen dem Verwender die Möglichkeit einräumen, über die Abwälzung konkreter Kostensteigerungen hinaus den zunächst vereinbarten Preis ohne jede Begrenzung anzuheben und so nicht nur eine Gewinnschmälerung zu vermeiden, sondern einen zusätzlichen Gewinn zu erzielen (st. Rspr.; vgl. etwa BGHZ 176, 244, Tz. 18; 180, 257, Tz. 25; Senatsurteile vom 21. September 2005 - VIII ZR 38/05, WM 2005, 2335, unter II 2, und vom 13. Dezember 2006 - VIII ZR 25/06, NJW 2007, 1054, Tz. 21; jeweils m.w.N.).

Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.

Sie müssen eingeloggt sein, um diese Funktion zu nutzen.

Sie haben noch kein Nutzerkonto? In weniger als einer Minute ist es eingerichtet und Sie können sofort diese und weitere kostenlose Zusatzfunktionen nutzen.

| | Was ist die Merkfunktion?

Ablegen in

Benachrichtigen, wenn:




 Alle auswählen Alle auswählen


 


Rechtsprechung
   BGH, 21.04.2009 - XI ZR 55/08 und XI ZR 78/08   

Volltextveröffentlichungen (9)

  • Judicialis
  • Kanzlei Prof. Schweizer

    AGB-Sparkassen teilweise unwirksam

  • Jurion

    Revision gegen die Unterlassungklage eines Verbraucherschutzverbandes hinsichtlich der Verwendung bestimmter Allgemeiner Geschäftsbedingungen (AGB); Wirksamkeit einer AGB-Klausel über die gesetzlich oder vertraglich ohnehin gewährleistete Entgelt-Berechtigung einer Sparkasse; Grundsatz der "kundenfeindlichsten" Auslegung

  • rechtsportal.de

    Auslegung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen durch das Gericht; Formularmäßige Vereinbarung eines Entgelts für Tätigkeiten und Leistungen einer Sparkasse

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (24)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Bundesgerichtshof erklärt Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 der AGB-Sparkassen für unwirksam

  • IWW (Pressemitteilung)

    Preis- und Zinsklausel der Sparkassen ist unwirksam

  • raheinemann.de (Kurzinformation)

    Bundesgerichtshof erklärt Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 der AGB-Sparkassen für unwirksam

  • internetrecht-infos.de (Pressemitteilung)

    Bundesgerichtshof erklärt Preisanpassungsklauseln der AGB-Sparkassen für unwirksam

  • drbuecker.de (Pressemitteilung)

    Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 der AGB-Sparkassen unwirksam: unangemessene Benachteiligung des Kunden

  • Kanzlei Prof. Schweizer (Pressemitteilung)

    AGB-Sparkassen teilweise unwirksam

  • Kanzlei Prof. Schweizer (Kurzinformation)

    Sparkassen-AGB teilweise unwirksam

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Nr. 17 Abs. 2 S. 1 der AGB-Sparkassen für unwirksam erklärt

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Gebühren und Zinsen, wie sie die Bank will

  • ebnerstolz.de (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Preisanpassungs- und Zinsanpassungsklauseln gemäß Nr.17 Abs. 2 S.1 AGB-Sparkassen sind unwirksam

  • onlineurteile.de (Kurzmitteilung)

    BGH kippt AGB-Klauseln von Sparkassen - Banken dürfen Entgelte nicht "nach billigem Ermessen" festlegen oder ändern

  • Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)

    Entgeltfestsetzung in AGB

  • dr-bahr.com (Pressemitteilung)

    AGB-Sparkassen teilweise unwirksam

  • jurawelt.com (Pressemitteilung)

    Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 der AGB-Sparkassen unwirksam

  • anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)

    AGB-Klauseln von Sparkassen unwirksam

  • bauersfeld-rechtsanwaelte.de (Kurzinformation)

    Bankrecht - Bundesgerichtshof erklärt Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 der AGB-Sparkassen für unwirksam

  • juraexamen.info (Pressemitteilung)

    Mehr Transparenz in AGB der Sparkassen

  • kanzlei.biz (Pressemitteilung)

    Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 der AGB-Sparkassen unwirksam

  • recht-gehabt.de (Kurzinformation)

    Zinsklausel bei Sparkassen unwirksam: Kann ich Geld (Zinsen) zurückfordern / zurückverlangen?

  • rp-online.de (Pressemeldung, 21.04.2009)

    Kunden können Geld zurückfordern: Stärkung der Rechte der Sparkassenkunden

  • wettbewerbszentrale.de (Kurzinformation)

    AGB-Klausel zur einseitigen Preisanpassung im Bankverkehr mit Privatkunden unwirksam

  • wettbewerbszentrale.de (Kurzinformation)

    AGB-Klausel zur einseitigen Preisanpassung im Bankverkehr mit Privatkunden unwirksam

  • spiegel.de (Pressebericht, 21.04.2009)

    Transparenz bei Gebühren - BGH stärkt Rechte von Sparkassenkunden

  • 123recht.net (Kurzinformation)

    Bundesgerichtshof erklärt Preis- und Zinsklauseln der Sparkassen für unwirksam

Besprechungen u.ä. (3)

  • cleanstate.de PDF (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Kritik an der Preissockel-Theorie des Bundesgerichtshofes zu § 315 BGB

  • osborneclarke.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zinsanpassungen - Darf eine Herstellerbank die Zinsen uneingeschränkt erhöhen bzw. welche Grenzen muss sie beachten? (RA Dr. Jonathan Ruff)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Voraussetzungen einer wirksamen Preisanpassungsklausel (IBR 2009, 1209)

Zeitschriftenfundstellen

  • BB 2009, 905



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (33)  

  • OLG Stuttgart, 03.12.2009 - 2 U 30/09  

    Bauspargeschäft: Inhaltskontrolle der in den Allgemeinen Bausparbedingungen

    Eine so verstandene Abweichung von einer Rechtspflicht ist nicht nur im Falle eines Abweichens von Gesetzesvorschriften im materiellen Sinne gegeben, sondern auch dann, wenn von allgemein anerkannten Rechtsgrundsätzen oder von wesentlichen Rechten und Pflichten abgewichen wird, die sich aus der Natur des jeweiligen Vertragsverhältnisses ergeben (BGHZ 137, 27, 29; BGHZ 136, 261, 264; BGH, Urteile vom 21. April 2009 - XI ZR 55/08, bei juris Rz. 16 m. zahlr w. N. und vom 30. November 2004 - XI ZR 49/04 - bei Juris Rz. 9; m.w.N.; dies entspricht den Vorgaben der Richtlinie 93/13 EWG des Rates vom 05 April 1993, in deren Präambel es heißt: "Für die Zwecke dieser Richtlinie dürfen Klauseln, die den Hauptgegenstand eines Vertrages oder das Preis-/Leistungsverhältnis der Lieferung bzw. der Dienstleistung beschreiben, nicht als mißbräuchlich beurteilt werden. Jedoch können der Hauptgegenstand des Vertrages und das Preis-/Leistungsverhältnis bei der Beurteilung der Missbräuchlichkeit anderer Klauseln berücksichtigt werden.").

    Die Auslegung einer AGB-Klausel hat nach ihrem objektiven Inhalt und typischen Sinn einheitlich so zu erfolgen, wie sie von verständigen und redlichen Vertragspartnern unter Abwägung der Interessen der normalerweise beteiligten Verkehrskreise verstanden wird, wobei die Verständnismöglichkeiten des durchschnittlichen Vertragspartners zugrunde zu legen sind (st. Rspr., BGHZ 106, 259, 264 f.; BGHZ 176, 244, Tz. 19; BGH, Urteile vom 21. April 2009 - XI ZR 55/08, bei juris Rz. 11 und vom 15. November 2006 - VIII ZR 166/06, WM 2007, 1142, Tz. 19).

    Nach ständiger Rechtsprechung führt diese Auslegungsregel dazu, dass bei einer mehrdeutigen Klausel von den möglichen Auslegungen diejenige zugrunde zu legen ist, die zur Unwirksamkeit der Klausel führt (BGHZ 139, 190, 199; BGHZ 158, 149, 155; BGH, Urteil vom 21. April 2009 - XI ZR 55/08, bei juris Rz. 11).

    Denn damit ist die scheinbar "kundenfeindlichste" Auslegung im Ergebnis regelmäßig die dem Kunden günstigste (BGHZ 158, 149, 155; BGHZ 176, 244, Tz. 19; BGH, Urteile vom 21. April 2009 - XI ZR 55/08, bei juris Rz. 11, vom 21. September 2005 - VIII ZR 38/05, WM 2005, 2335, 2337, vom 11. Oktober 2007 - III ZR 63/07, WM 2007, 2202, Tz. 25 und 31, vom 15. November 2007 - III ZR 247/06, WM 2008, 308, Tz. 28).

  • OLG Karlsruhe, 03.05.2011 - 17 U 192/10  

    Allgemeine Geschäftsbedingungen: Inhaltskontrolle für eine Entgeltklausel über

    Zutreffend weist das Landgericht aber darauf hin, dass im Verbandsprozess maßgebend ist der Grundsatz der "kundenfeindlichsten" Auslegung (BGHZ 180, 257, Tz. 11; Urteil vom 21.04.2009 - XI ZR 55/08, Tz. 11).

    Nach dem gesetzlichen Leitbild kann für solche Tätigkeiten ein Entgelt nicht beansprucht werden (BGH, Urteil vom 21.04.2009 - XI ZR 55/08, Tz. 21).

  • LG Düsseldorf, 11.09.2013 - 23 S 391/12  

    Wirksamkeit einer AGB über die Erhebung einer Bearbeitungsgebühr bei Abschluss

    Eine Preisnebenabrede liegt vor, wenn die Regelung kein Entgelt für eine Leistung, die dem Kunden auf rechtsgeschäftlicher Grundlage erbracht wird, zum Gegenstand hat, sondern sie lediglich allgemeine Betriebskosten, Aufwand zur Erfüllung gesetzlich oder nebenvertraglich begründeter eigener Pflichten oder für Tätigkeiten, die im eigenen Interesse liegen, auf den Kunden abwälzt (BGH NJW 2011, 2640; BGH BeckRS 2009, 13142, jeweils zitiert nach beck-online; BGH, Urt. v. 21.04.2009, XI ZR 78/08; BGH, Urt. v. 07.12.2010, a.a.O., jeweils zitiert nach juris; OLG Celle a.a.O.; OLG Düsseldorf Urt. v. 24.02.2011, a.a.O.; ; LG Karlsruhe a.a.O.; LG Bonn a.a.O.).

    Eine (nicht kontrollfähige) Hauptpreisabrede liegt hingegen vor, wenn der Preis der vertraglichen Hauptleistung oder das Entgelt für eine rechtlich nicht geregelte, zusätzlich angebotene Sonderleistung vereinbart wird (BGH Urt. v. 21.04.2009 a.a.O.; BGH Urt. v. 07.12.2010 a.a.O.; OLG Celle a.a.O.; LG Karlsruhe a.a.O., BGH BeckRS 2009, 13142, zitiert nach beck-online).

    Entgeltklauseln, durch welche ein Kreditinstitut einen Vergütungsanspruch für Tätigkeiten normiert, zu deren Erbringung es bereits gesetzlich oder auf Grund einer selbständigen vertraglichen Nebenpflicht verpflichtet ist oder die es ausschließlich im eigenen Interesse vornimmt, sind mit wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelungen nicht vereinbar, da nach dem gesetzlichen Leitbild für solche Tätigkeiten ein Entgelt nicht beansprucht werden kann (BGH Urt. v. 21.04.2009 a.a.O.; OLG Celle a.a.O., LG Karlsruhe a.a.O.; BGH BeckRS 2009, 13142, BGH NJW 2011, 2640, jeweils zitiert nach beck-online).

Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.

Sie müssen eingeloggt sein, um diese Funktion zu nutzen.

Sie haben noch kein Nutzerkonto? In weniger als einer Minute ist es eingerichtet und Sie können sofort diese und weitere kostenlose Zusatzfunktionen nutzen.

| | Was ist die Merkfunktion?

Ablegen in

Benachrichtigen, wenn:




 Alle auswählen Alle auswählen


 


Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht