Rechtsprechung
   BGH, 16.03.1989 - IX ZR 171/88   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Zutreffende Bonitätsauskunft bei Übernahme der Bürgschaft: Keine Auswirkung auf Bürgschaftsvertrag bei späterer ungünstiger Entwicklung der Verhältnisse des Hauptschuldners

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Haftung des Gläubigers für Bonitätsauskunft gegenüber dem Bürgen

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  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Bonitätsauskunft über den Hauptschuldner gegenüber dem Bürgen

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Kein Verschulden der Bank durch Bagatellisierung des Bürgschaftsrisikos gegenüber einer ungelernten Arbeiterin mit unzureichendem Einkommen ("Nur für die Akten")

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1989, 1605
  • NJW-RR 1989, 950 (Ls.)
  • ZIP 1989, 629
  • MDR 1989, 733
  • WM 1989, 667
  • BB 1989, 801
  • DB 1989, 1280
  • BauR 1989, 493



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Wird zitiert von ... (13)  

  • BVerfG, 19.10.1993 - 1 BvR 567/89  

    Bürgschaftsverträge

    des Ersten Senats vom 19. Oktober 1993 -- 1 BvR 567, 1044/89 -- in den Verfahren über die Verfassungsbeschwerden 1. der Frau A... - Bevollmächtigter: Rechtsanwalt Ernst-August Bach, Leonhardtstraße 8, Hannover - gegen a) das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 16. März 1989 - IX ZR 171/88 -, b) das Urteil des Landgerichts Stade vom 29. September 1987 - 3 O 88/87 - 1 BvR 567/89 - 2. der Frau K... - Bevollmächtigter: Rechtsanwalt Thomas W. R. Blumenthal, Wedeler Landstraße 14, Hamburg - gegen a) das Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts zu Hamburg vom 30. Juni 1989 - 14 U 35/89 -, b) das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 8. Dezember 1988 - 71 O 226/88 - 1 BvR 1044/89 -.

    Entscheidungsformel: 1. Das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 16. März 1989 - IX ZR 171/88 - verletzt die Beschwerdeführerin zu 1) in ihrem Grundrecht aus Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes.

    b) Die Inhaltskontrolle der Verträge durch die Instanzgerichte wurde vom IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs weitgehend verworfen (BGHZ 106, 269; 107, 92; ZIP 1989, S. 629 f.; NJW 1991, S. 2015 ff. und BB 1992, S. 387 ff.).

    Der Bundesgerichtshof hob die Entscheidung des Oberlandesgerichts mit dem angegriffenen Urteil auf und wies die Berufung der Beschwerdeführerin gegen das Urteil des Landgerichts zurück (ZIP 1989, S. 629 f.): Die Bürgschaft sei ein einseitig verpflichtendes Rechtsgeschäft, bei dem den Gläubiger in der Regel weder eine Aufklärungspflicht noch die Pflicht treffe, sich über den Wissensstand des Bürgen zu unterrichten.

  • BVerfG, 06.12.2005 - 1 BvR 1905/02  

    Verfahrensrecht - Vollstreckung rechtskräftiger, verfassungswidriger Urteile?

    Zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses war die Bürgin 21 Jahre alt, überwiegend arbeitslos und ohne Vermögen (vgl. ZIP 1989, S. 629).
  • BGH, 11.07.2002 - IX ZR 326/99  

    Zwangsvollstreckung - Titel bleibt trotz Rechtsprechungsänderung vollstreckbar

    Das im Vorprozeß ergangene, auf der im Beschluß vom 13. Juli 1992 niedergelegten Rechtsauffassung des Landgerichts beruhende Versäumnisurteil vom 14. Oktober 1992 stand indessen damals mit der Rechtsprechung des zu jener Zeit für das Bürgschaftsrecht zuständigen IX. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs in Einklang (vgl. BGHZ 106, 269; 107, 92; BGH, Urt. v. 16. März 1989 - IX ZR 171/88, ZIP 1989, 629; v. 16. Januar 1992 - IX ZR 113/91, ZIP 1992, 233).

    Eine dem Bürgen günstige Änderung dieser Rechtsprechung setzte für die Öffentlichkeit erkennbar erst nach dem Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 19. Oktober 1993 (BVerfGE 89, 214) ein (vgl. zu den Einzelheiten der Rechtsentwicklung Fischer/Ganter/Kirchhof, Schutz des Bürgen, in: 50 Jahre BGH, Festschrift aus Anlaß des 50-jährigen Bestehens von Bundesgerichtshof, Bundesanwaltschaft und Rechtsanwaltschaft beim Bundesgerichtshof, S. 33 ff), der das erwähnte Urteil des Bundesgerichtshofs vom 16. März 1989 (aaO) aufhob, welches der Bürgschaftsklage gegen die finanziell kraß überforderte Tochter des Hauptschuldners stattgegeben hatte.

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  • BGH, 24.02.1994 - IX ZR 227/93  

    Wirksamkeit einer von Kindern auf Veranlassung der Eltern geleisteten Bürgschaft

    Auf die Revision der Beklagten hat der Senat durch Urteil vom 16. März 1989 (IX ZR 171/88 - ZIP 1989, 629) die erstinstanzliche Entscheidung wiederhergestellt.

    Ein solcher Fehler ist entgegen der vom Senat im Urteil vom 16. März 1989 (aaO) vertretenen Auffassung zu verneinen.

  • BGH, 22.01.1991 - XI ZR 111/90  

    Vereinbarung eines Hausbesuchs; Begriff der vorhergehenden Bestellung

    b) Nach der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Kreditvertrag mit Rücksicht auf die Vertragsfreiheit als Teil der Privatautonomie nicht allein deswegen als sittenwidrig und daher nichtig zu erachten, weil der vermögenslose Darlehensnehmer die übernommenen Zahlungsverpflichtungen voraussichtlich nie oder nur unter besonders günstigen Bedingungen erfüllen kann (Urteile vom 28. Februar 1989 - IX ZR 130/88 = BGHZ 107, 92 ; vom 16. März 1989 III ZR 37/88 = WM 1989, 595 ; vgl. ferner Urteile vom 19. Januar 1989 - IX ZR 124/88 = WM 1989, 245 ; vom 16. März 1989 - IX ZR 171/88 = WM 1989, 667 und vom 16. November 1989 III ZR 236/88 = WM 1990, 59 ).

    c) Bereits im Urteil des III. Zivilsenats vom 16. März 1989 aaO ist anerkannt worden, daß die finanzielle Überforderung des Darlehensnehmers jedenfalls zusammen mit anderen Geschäftsumständen es rechtfertigen kann, einem Darlehensvertrag aufgrund einer Gesamtwürdigung die rechtliche Wirksamkeit zu versagen.

  • BGH, 24.01.1991 - IX ZR 174/90  

    Haustürwiderrufsgesetz - Anwendbarkeit

    Eine Bürgschaft ist eine von der Verbindlichkeit des Hauptschuldners verschiedene, eigene, einseitig übernommene Verbindlichkeit des Bürgen (BGHZ 90, 187, 190, Senatsurt. v. 16.3.1989 - IX ZR 171/88, ZIP 1989, 629).
  • OLG Koblenz, 07.02.2002 - 5 U 662/00  

    Bankenrecht - Haftung der finanzierenden Bank für Fehlverhalten der Vertreiber

    Er musste vielmehr durch geeignete Hinweise in die Lage versetzt werden, selbst darüber zu entscheiden, ob der Abschluss einer mit einer Kapitallebensversicherung verbundenen Kreditvertrages seinen wirtschaftlichen Verhältnissen und Vorstellungen entsprach (BGH WM 1989, 667 am Ende; vgl. auch Römer, Versicherungsrecht 1998, 1320; Köndgen, NJW 2000, 470 m.w.N.).
  • BGH, 25.04.2006 - XI ZR 330/05  

    Bürgschaft - Sittenwidrigkeit

    Die Klägerin kann in entsprechender Anwendung des § 767 ZPO gegen die Zwangsvollstreckung der Beklagten Einwendungen erheben, die auf dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 19. Oktober 1993 (BVerfGE 89, 214) über die Aufhebung des Urteils des IX. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 16. März 1989 (IX ZR 171/88, WM 1989, 667) gründen.
  • BGH, 16.05.1991 - IX ZR 245/90  

    Sittenwidrigkeit eines Bürgschaftsversprechens bei Mittellosigkeit des Bürgen

    aa) Die von der Revision vertretene Ansicht, der Bürgschaftsvertrag sei nichtig, weil der Beklagte bei dessen Abschluß vermögenslos gewesen sei und die übernommenen Zahlungsverpflichtungen nie oder nur unter besonders günstigen Bedingungen erfüllen könne, steht im Widerspruch zu der ständigen Rechtsprechung des Senats, derzufolge bei einem Volljährigen grundsätzlich davon ausgegangen werden muß, daß er auch ohne besondere Erfahrung in der Lage ist, das mit der Abgabe einer Bürgschaftserklärung verbundene Risiko zu erkennen und die Tragweite seines Handelns entsprechend abzuschätzen (Senatsurt. v. 19.1.1989 - IX ZR 124/88, BGHZ 106, 269 = WM 1989, 245, 246; v. 28.2.1989 - IX ZR 130/88, BGHZ 107, 92 = WM 1989, 480, 483 und vom 16.3.1989 - IX ZR 171/88, WM 1989, 667, 668).
  • BGH, 09.10.1990 - XI ZR 200/89  

    Hinweispflichten des Gläubigers gegenüber dem Sicherungsgeber; Ausgleich unter

    Eine Ausnahme von diesem Grundsatz ist nur für den Fall anerkannt, daß der Gläubiger durch sein Verhalten erkennbar einen Irrtum des Bürgen über dessen erhöhtes Risiko veranlaßt hatte (BGH, Urteil vom 7. Mai 1987 - IX ZR 198/85, WM 1987, 853, 857; BGH, Urteil vom 22. Oktober 1987 - IX ZR 267/86, WM 1987, 1481, 1483; BGH, Urteil vom 16. März 1989 - IX ZR 171/88, WM 1989, 667, 668).
  • BGH, 28.05.1991 - IX ZR 260/90  

    Haustürwiderrufsgesetz - Anwendbarkeit

  • OLG Celle, 30.12.2003 - 3 W 109/03  

    Bürgschaft - Bürgschaften naher Angehöriger

  • OLG Köln, 01.03.1995 - 27 U 97/94  

    Bürgschaft des nahen Angehörigen - Bürgschaft, Sittenwidrigkeit

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