Rechtsprechung
   BGH, 20.02.1991 - IV ZR 202/90   

Volltextveröffentlichungen (2)

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    Erstattung von Rettungskosten zur Vermeidung eines Kfz-Unfalls mit Haarwild

Kurzfassungen/Presse

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 113, 359
  • NJW 1991, 1609
  • MDR 1991, 1042
  • NZV 1991, 226
  • VersR 1991, 459



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Wird zitiert von ... (28)  

  • BGH, 20.12.2006 - IV ZR 325/05  

    Versicherungsrecht - Versicherungsschutz bei mehreren Anspruchsgrundlagen

    (2) Ein solcher Versicherungsfall war mit dem Auslaufen von Öl aus dem Fahrzeug und der dadurch bedingten Verschmutzung der Straße eingetreten, denn dieser Sachverhalt war geeignet, Ansprüche aus § 7 StVG gegen den Kläger zu begründen; es kommt mithin nicht darauf an, ob in der Haftpflichtversicherung - wie in der Sachversicherung (BGHZ 113, 359 ff.) - Rettungskosten auch dann zu ersetzen sind, wenn ein Versicherungsfall noch nicht eingetreten ist, aber unmittelbar bevorsteht (vgl. Senatsbeschluss vom 29. September 2004 - IV ZR 162/02 - VersR 2005, 110).
  • BGH, 25.06.2003 - IV ZR 276/02  

    Versicherungsrecht - Ausweichen vor Wild im Straßenverkehr

    Da die Obliegenheit des Versicherungsnehmers, nach Möglichkeit für die Abwendung des versicherten Schadens zu sorgen (§ 62 Abs. 1 Satz 1 VVG), nicht voraussetzt, daß der Versicherungsfall bereits eingetreten ist, sondern auch schon besteht, wenn der Versicherungsfall unmittelbar bevorsteht (BGHZ 113, 359, 360 f.), kann das Ausweichen vor einem Tier eine Schadensabwehrmaßnahme im Sinne des § 62 Abs. 1 Satz 1 VVG darstellen.
  • BGH, 26.04.2006 - IV ZR 154/05  

    Versicherungsrecht - Vorliegen einer Überschwemmung?

    Die Revision weist allerdings zutreffend darauf hin, dass der Klägerin gegen den Versicherer insoweit ein Aufwendungsersatzanspruch wegen Rettungskosten (§§ 62, 63 VVG) zustehen könnte (vgl. BGHZ 113, 359).
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  • OLG Hamm, 12.12.1997 - 20 U 121/97  

    Leistungspflicht des Kaskoversicherers nach grob fahrlässigem Verhalten bei

    Die Erstattung von Rettungskosten kommt auch dann in Betracht, wenn dem Dritten keine Rettungspflicht obliegt (BGH, VersR 1991, 459 (460) = NZV 1991, 226).

    Wenn die Erstattungspflicht über Rettungshandlungen des im Gesetz ausdrücklich erwähnten Versicherungsnehmers hinaus auch auf Rettungshandlungen Dritter ausgedehnt wird (so überzeugend BGH, VersR 1991, 459 = NZV 1991, 226), müssen die gesetzlichen Voraussetzungen auch in der Person des Dritten erfüllt sein.

    Nur aus diesem Rechtsverständnis, und nicht schon mit versicherungsvertragsrechtlichen Überlegungen, ist auch die Rechtsprechung des BGH (VersR 1991, 459 = NZV 1991, 226) gerechtfertigt, daß auch die Rettungshandlung eines Dritten, dem keine Rettungspflicht nach § 62 VVG obliegt, unter den Voraussetzungen des § 63 VVG erstattungspflichtig ist.

  • BGH, 29.09.2004 - IV ZR 162/02  

    Bauvertrag - Abgrenzung Sachschaden und bloßer Mangel

    Der Senat hat dies in den Urteilen vom 13. Juli 1994 (IV ZR 250/93 - VersR 1994, 1181 unter 5) und vom 20. Februar 1991 (IV ZR 202/90 - BGHZ 113, 359, 361) offen gelassen.
  • OLG Hamm, 07.05.2004 - 20 U 48/04  

    Teilkasko: Selbstbeteiligung - Rettungskosten ohne Selbstbeteiligung

    Das Auffahren stand, was für einen Anspruch auf Erstattung von Rettungskosten genügt, unmittelbar bevor (vgl. dazu nur BGHZ 113, 359 = VersR 1991, 359; zuletzt BGH VersR 03, 1250).
  • OLG Düsseldorf, 18.12.2001 - 4 U 106/01  

    Ersatzpflicht aus Teilkaskoversicherung bei Zusammenstoß eines Fahrzeugs mit

    Dies ist nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. BGH VersR 1991, 459, 460; Senat VersR 1994, 592; OLG Nürnberg VersR 1994, 929; OLG Köln NVersZ 2001, 322) nur der Fall, wenn und soweit ein Zusammenstoß mit dem Tier, also eine Berührung des Tieres, den Verkehrsunfall und die Beschädigung oder Zerstörung des Fahrzeuges bewirkt hat, nicht aber schon dann, wenn der Fahrer, um einen Zusammenstoß mit dem Tier zu vermeiden, diesem auszuweichen versucht, das Fahrzeug ins Schleudern gerät und von der Fahrbahn abkommt und dadurch beschädigt oder zerstört wird.

    a) Zwar setzt die in § 62 Abs. 1 S. 1 VVG normierte Rettungsobliegenheit des Versicherungsnehmers und der ihr korrespondierende ersatz seiner Aufwendungen nach § 63 Abs. 1 VVG - jedenfalls in der Sachversicherung - nicht voraus, dass der Versicherungsfall - hier also der Zusammenstoß mit Haarwild - bereits eingetreten ist, wenn der Versicherungsnehmer die Rettungsaufwendungen verursacht (sog. Vorerstreckungstheorie, vgl. BGH VersR 1991, 459, 460; Prölss/Martin, 26. Aufl., § 12 AKB, Rdnr. 43; Römer/Langheid, § 62 VVG, Rdnr. 3).

  • OLG Koblenz, 31.10.2003 - 10 U 1442/02  

    Kein Ausweichmanöver bei Fuchs auf der Straße

    Voraussetzung hierfür ist wiederum, dass der Versicherungsfall unmittelbar droht (BGHZ 113, 359, 361 = NJW 1991, 1609; Voit in: Prölss/Martin, VVG Kommentar, 26. Aufl. 1998, § 63 Rn. 5).
  • VGH Baden-Württemberg, 21.11.2008 - 1 S 656/08  

    Feuerwehreinsatz bei bloßem Verdacht auf ein Schadenfeuer

    Der Verweis des Klägers auf die Bestimmung der § 82 Abs. 1, § 83 VVG (i.d.F. des Gesetzes vom 23.11.2007 ; zuvor § 62 Abs. 1, § 63 VVG a.F.) über die Erstattungsfähigkeit von Rettungskosten, die nach der Rechtsprechung im Sinne einer Vorerstreckung auch schon dann anzunehmen ist, wenn der Eintritt des Versicherungsfalls unmittelbar droht (vgl. dazu BGH, Urteil vom 20.02.1991 - IV ZR 202/90 -, BGHZ 113, 359; Voit/Knappmann in: Prölss/Martin, a.a.O., § 62 Rn. 3 ff.; siehe auch Martin, a.a.O., W II 39), ist als solcher aufgrund des anderen Regelungszusammenhangs unbehelflich.
  • OLG Düsseldorf, 02.05.2000 - 4 U 99/99  

    Darlegungs- und Beweislast bei Wildschäden in der Kaskoversicherung

    Richtig ist zwar, daß, wenn ein kaskoversichertes Fahrzeug Schäden erleidet, weil der Fahrer einen (versicherten, vgl. § 12 Nr. 1 I d) AKB) Wildunfall verhindern will, ein Anspruch auf Rettungskostenersatz bestehen kann (st. Rspr., vgl. BGH VersR 1991, 459).
  • OLG Jena, 07.03.2001 - 4 U 893/00  

    Rettungskostenersatz

  • OLG Brandenburg, 18.04.2001 - 14 U 64/00  

    Rettungskostenersatz bei Ausweichmanöver zur Vermeidung eines Zusammenstoßes mit

  • OLG Köln, 30.04.2002 - 9 U 110/01  
  • OLG Köln, 16.06.1998 - 9 U 204/97  

    VVG §§ 62, 63; AKB § 12

  • OLG Nürnberg, 11.07.1991 - 8 U 1290/91  

    Betriebsschaden und Rettungskosten

  • OLG Nürnberg, 17.12.1992 - 8 U 2451/92  

    Unfall durch Ausweichen, um Hasen nicht zu überfahren

  • OLG Braunschweig, 14.10.1993 - 1 U 16/93  

    AKB § 12 Abs. 1 Id; VVG § 62 Abs. 1 S. 1, § 63 Abs. 1 S. 1; ZPO §

  • OLG Köln, 20.10.1998 - 9 U 176/97  

    VVG §§ 62, 63

  • OLG Köln, 08.12.1998 - 9 U 38/98  

    VVG §§ 62, 63

  • OLG Frankfurt, 29.08.2001 - 7 U 187/00  

    Ausweichbewegung eines Kraftfahrzeugführers wegen eines verhältnismäßig kleinen

  • OLG Köln, 28.01.1993 - 5 U 66/91  

    AKB § 12 Abs. 1 IIe; VVG §§ 61, 62, 63

  • OLG Köln, 19.09.2000 - 9 U 48/99  
  • LG Nürnberg-Fürth, 04.04.2011 - 8 O 7327/10  

    Kfz-Vollkaskoversicherung: Risikoausschluss für Schaden zwischen Zugfahrzeug und

  • OLG Schleswig, 27.06.1994 - 9 U 117/93  

    Voraussetzungen für den Beweis des ersten Anscheins für ein Ausweichen vor einem

  • LG Dresden, 06.10.1998 - 15 S 188/98  

    Ausweichmanöver vor Haarwild: Muss Versicherung bei Schaden zahlen?

  • LG Coburg, 16.01.2002 - 21 O 745/01  

    Auch nachts mit Tieren auf Fahrbahn rechnen

  • AG Düsseldorf, 16.08.2002 - 20 C 1496/02  
  • OLG Köln, 19.09.1991 - 5 U 21/91  
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