Das AGB-Gesetz ist zum 1.1.2002 außer Kraft getreten. Siehe nun §§ 305 bis 310 BGB und §§ 1 ff. UKlaG.

AGB-Gesetz

   1. Abschnitt - Sachlich-rechtliche Vorschriften (§§ 1 - 11)   
   2. Unterabschnitt - Unwirksame Klauseln (§§ 8 - 12)   
vorherige Vorschriftnächste Vorschrift § 8
Schranken der Inhaltskontrolle

Die §§ 9 bis 11 gelten nur für Bestimmungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen, durch die von Rechtsvorschriften abweichende oder diese ergänzende Regelungen vereinbart werden.

Rechtsprechung zu § 8 AGBG

Rechtsprechungsübersichten:Redaktionell ausgewählte Entscheidungen:
  • BGH, Fremdkostenbelastung Bankeinzug, 9.4.02
    § 9 AGBG (jetzt § 307 I, II BGB <Fassung ab 1.1.02>), Unwirksamkeit einer Klausel, wonach die Bank - verschuldensunabhängig - vom Kunden die Erstattung von Fremdkosten verlangen kann, wenn sie eine - eigene - Forderung gegen den Kunden durch Lastschrift über eine andere Bank durchzusetzen versucht und diese andere Bank die Lastschrift zurückgibt;
    § 8 AGBG (jetzt § 307 III BGB <Fassung ab 1.1.02>), Abgrenzung zwischen Preis- und Aufwendungsersatzklausel;
    § 5 AGBG (jetzt § 305c II BGB <Fassung ab 1.1.02>), "kundenfeindlichste Auslegung" im Verbandsprozeß (§ 13 AGBG jetzt § 1 UKlaG)

  • BGH, Gebühr für Nichtausführungsbenachrichtigung, 13.2.01 (BGHZ 146, 377)
    § 9 AGBG (jetzt § 307 I, II BGB <Fassung ab 1.1.02>), Unwirksamkeit einer Banken-AGB-Klausel, wonach der Kunde für die reine Benachrichtigung der Nichtausführung einer Überweisung oder eines Dauerauftrags bzw. der Nichteinlösung eines Schecks oder einer Lastschrift ein besonderes Entgelt schuldet;
    § 8 AGBG (jetzt § 307 III BGB <Fassung ab 1.1.02>), Preisnebenabreden unterliegen der AGB-Prüfung

  • BGH, Zugangsstörung zum Online-Service, 12.12.00 (BGHZ 146, 138)
    § 8 AGBG (jetzt § 307 III BGB <Fassung ab 1.1.02>), Inhaltskontrolle einer Einschränkung der Hauptleistungspflicht;
    § 11 Nr. 7 AGBG (vgl. § 309 Nr. 7 BGB <Fassung ab 1.1.02>), konkludente Haftungsfreizeichnung

  • BGH, Bauwasser, 10.6.99 (NJW 1999, 3260)
    § 8 AGBG (jetzt § 307 III BGB <Fassung ab 1.1.02>), nicht der Inhaltskontrolle unterliegende Preisabrede (hier: pauschaliertes Zusatzangebot);
    § 1 ff VOB/B, die VOB/B (hier: § 4 Nr. 4 c VOB/B) ist keine Rechtsvorschrift iSv § 6 II AGBG (jetzt § 306 II BGB <Fassung ab 1.1.02>)

  • BGH, Kreditkarten-Auslandsgebühr, 14.10.97 (NJW 1998, 383)
    § 8 AGBG (jetzt § 307 III BGB <Fassung ab 1.1.02>), AGB-Inhaltskontrolle bzgl. Hauptleistungspflicht, (Preis-)Nebenabreden, § 244 BGB;
    Transparenzgebot (Hinweis: jetzt § 307 I 2 BGB <Fassung ab 1.1.02>)

  • BGH, Bearbeitungsgebühr Freistellungsauftrag, 15.7.97 (BGHZ 136, 261)
    § 8 AGBG (jetzt § 307 III BGB <Fassung ab 1.1.02>), Entgeltregelung, "Rechtsvorschriften" sind auch allgemein anerkannte Rechtsgrundsätze;
    § 9 AGBG, § 670 BGB, § 354 HGB, keine finanzielle Überwälzung der staatlichen Inpflichtnahme der Banken auf den Bankkunden, keine Geltung des "Verursacherprinzips";
    (Hinweis: Verfassungsbeschwerde gegen diese Entscheidung erfolglos: «Bearbeitungsgebühr Freistellungsauftrag (BVerfG)»)

  • BGH, Fitneßstudio, 23.10.96 (NJW 1997, 193)
    zur Anwendung der §§ 8, 9 I AGBG (jetzt § 307 BGB <Fassung ab 1.1.02>) auf einen atypischen Vertrag (hier: Mitgliedschaftsvertrag in einem "Fitneßverein" als atypischer Mietvertrag), Unwirksamkeit einer Klausel, nach der das Mitglied auch bei unverschuldeter Unmöglichkeit der Nutzung (z.B. Krankheit) weiter Beiträge zahlen muß (Unanwendbarkeit des § 552 S. 1 BGB <Fassung bis 31.8.01>, Beachtung des Rechtsgedankens des § 323 BGB <Fassung bis 31.12.01>, zur Frage der Anwendbarkeit des § 626 BGB)

  • BGH, Daihatsu, 12.1.94 (BGHZ 124, 351) 
    §§ 9, 24 AGBG, Formularbestimmungen in einem Vertragshändlervertrag der Kraftfahrzeug-Branche;
    Nichtbelieferungsklausel, § 10 Nr. 3 AGBG (jetzt § 308 Nr. 3 BGB <Fassung ab 1.1.02>) im kaufmännischen Verkehr;
    § 11 Nr. 8b AGBG (jetzt § 309 Nr. 8a BGB <Fassung ab 1.1.02>);
    §§ 8, 9 AGBG, freiwillige Zusatzleistungen;
    § 11 Nr. 10a AGBG (jetzt § 309 Nr. 8 b) aa) BGB <Fassung ab 1.1.02>);
    § 10 Nr. 7a AGBG (jetzt § 308 Nr. 7a BGB <Fassung ab 1.1.02>);
    § 11 Nr. 5 AGBG (jetzt § 309 Nr. 5 BGB <Fassung ab 1.1.02>);
    Pflichten des Vertragshändlers zur Mitwirkung bei Werbung

  • BGH, Château d"amour, 15.1.87 (NJW 1987, 2014) 
    keine Anwendung von § 11 Nr. 15 AGBG (Hinweis: jetzt § 309 Nr. 12 BGB <Fassung ab 1.1.02>) auf ein abstraktes Schuldanerkenntnis (§ 781 BGB) nach Nachtklub-Besuch, da das Schuldanerkenntnis als selbständiges Rechtsgeschäft gem. § 8 AGBG (jetzt § 307 III BGB <Fassung ab 1.1.02>) nicht der Inhaltskontrolle unterliegt;
    § 138 BGB, Abwälzung der Beweislast als Umstand, der maßgeblich zur Beurteilung als sittenwidrig führen kann;
    Verstoß gegen § 138 BGB führt grds. zur Gesamtnichtigkeit des Rechtsgeschäfts, das die Grenzen des Erlaubten überschreitet (§ 139 BGB), Teilnichtigkeit nur in Ausnahmefällen;
    auch gegen das abstrakte Schuldanerkenntnis (§ 781 BGB) ist die Bereicherungseinrede (§§ 812, 821 BGB) gegeben

Literatur im Internet zu § 8 AGBG

Querverweise

Auf § 8 AGBG verweisen folgende Vorschriften:
    AGBG
      Anwendungsbereich
        § 24a (Verbraucherverträge)

Rechtsberatung

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