(1) Sind mehrere Erben vorhanden, so ist auf Antrag ein gemeinschaftlicher Erbschein zu erteilen. Der Antrag kann von jedem der Erben gestellt werden.
(2) In dem Antrag sind die Erben und ihre Erbteile anzugeben.
(3) Wird der Antrag nicht von allen Erben gestellt, so hat er die Angabe zu enthalten, dass die übrigen Erben die Erbschaft angenommen haben. Die Vorschrift des § 2356 gilt auch für die sich auf die übrigen Erben beziehenden Angaben des Antragstellers.
(4) Die Versicherung an Eides statt ist von allen Erben abzugeben, sofern nicht das Nachlassgericht die Versicherung eines oder einiger von ihnen für ausreichend erachtet.
Rechtsprechung zu § 2357 BGB
27 Entscheidungen zu § 2357 BGB in unserer Datenbank. Die relevantesten 20:
- BayObLG, 26.07.1990 - BReg. 1a Z 24/90
- OLG Frankfurt, 20.03.1998 - 20 W 489/95
Fehlerhaftes gemeinschaftliches Testament
- OLG Frankfurt, 06.03.1997 - 20 W 574/95
Wirkung des Erbverzichts gegenüber Abkömmlingen
- OLG Hamm, 18.03.2004 - 15 W 38/04
Anfechtung der Annahme der Erbschaft wegen Beschränkung durch eine angeordnete ...
- BayObLG, 23.06.2004 - 3Z BR 29/04
Geschäftswert für ein Beschwerdeverfahren auf Erteilung eines gemeinschaftlichen ...
- BayObLG, 28.06.2001 - 1Z BR 15/01
Beschwerdeberechtigung eines Miterben, der aus der Erbengemeinschaft ...
- BayObLG, 28.12.1999 - 1Z BR 137/99
Erbquoten bei Vererbung von Vermögenswerten
- OLG Hamm, 03.11.1999 - 15 W 289/99
Zulässige Bezugnahme in einem privatschriftlichen Testament
- BFH, 22.11.1995 - II R 89/93
Keine starre Bindung der Finanzbehörde an den Erbschein
- BayObLG, 09.01.1992 - BReg. 1 Z 47/91
- OLG Zweibrücken, 15.05.2006 - 2 VI 457/05 AG Neuwied
Erbscheinsverfahren
Zum selben Verfahren:
- OLG Zweibrücken, 15.05.2006 - 3 W 69/06
Erbscheinsverfahren
- OLG Zweibrücken, 15.05.2006 - 3 W 69/06
- BayObLG, 16.03.2005 - 1Z BR 77/04
Auslegung eines gemeinschaftlichen Testaments bei Zuwendung an Familienstämme der ...
- OLG München, 25.10.2005 - 31 Wx 72/05
Formwirksames Testament bei eigenhändigen Durchstreichungen in Fotokopie des ...
- BayObLG, 10.05.2004 - 1Z BR 110/03
Auslegung eines Testaments
- BayObLG, 01.04.2004 - 1Z BR 1/04
Auslegung eines Testaments als Ersatzerbeinsetzung
- LG Aachen, 04.11.2004 - 7 T 99/04
Ausschlagung der Erbschaft, Sittenwidrigkeit, Sozialhilfeempfänger
- BayObLG, 15.10.2003 - 3Z BR 155/03
Geschäftswert des Beschwerdeverfahrens im Erbscheinsverfahren bei ...
- LG Hechingen, 24.07.2002 - 2 O 180/02
Amtshaftungsansprüche wegen Auslegung eines notariell beurkundeten Erbvertrages
- OLG Hamm, 27.06.2000 - 15 W 13/00
Oberschrift, Selbstbenennung auf Briefumschlag des Testaments
Literatur im Internet zu § 2357 BGB
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