Beamtenstatusgesetz
| Abschnitt 8 - Spannungs - und Verteidigungsfall (§§ 55 - 59) |
(1) Beamtinnen und Beamte können für Zwecke der Verteidigung auch ohne ihre Zustimmung zu einem anderen Dienstherrn abgeordnet oder zur Dienstleistung bei über- oder zwischenstaatlichen zivilen Dienststellen verpflichtet werden.
(2) Beamtinnen und Beamten können für Zwecke der Verteidigung auch Aufgaben übertragen werden, die nicht ihrem Amt oder ihrer Laufbahnbefähigung entsprechen, sofern ihnen die Übernahme nach ihrer Vor- und Ausbildung und im Hinblick auf die Ausnahmesituation zumutbar ist. Aufgaben einer Laufbahn mit geringeren Zugangsvoraussetzungen dürfen ihnen nur übertragen werden, wenn dies aus dienstlichen Gründen unabweisbar ist.
(3) Beamtinnen und Beamte haben bei der Erfüllung der ihnen für Zwecke der Verteidigung übertragenen Aufgaben Gefahren und Erschwernisse auf sich zu nehmen, soweit diese ihnen nach den Umständen und den persönlichen Verhältnissen zugemutet werden können.
(4) Beamtinnen und Beamte sind bei einer Verlegung der Behörde oder Dienststelle auch in das Ausland zur Dienstleistung am neuen Dienstort verpflichtet.
Rechtsprechung zu § 56 BeamtStG
Entscheidung zu § 56 BeamtStG in unserer Datenbank:
- BVerfG, 21.06.2011 - 2 BvL 15/08
Für die Zulässigkeit einer Vorlage an das Bundesverfassungsgericht ist die ...
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Querverweise
- Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (GG)
- Verteidigungsfall
- Art. 115a ff (zu §§ 56 ff)
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