Einkommensteuergesetz

   III. Veranlagung (§§ 25 - 30)   

§ 26a
Einzelveranlagung von Ehegatten

(1)  Bei der Einzelveranlagung von Ehegatten sind jedem Ehegatten die von ihm bezogenen Einkünfte zuzurechnen.  Einkünfte eines Ehegatten sind nicht allein deshalb zum Teil dem anderen Ehegatten zuzurechnen, weil dieser bei der Erzielung der Einkünfte mitgewirkt hat.

(2)  Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und die Steuerermäßigung nach § 35a werden demjenigen Ehegatten zugerechnet, der die Aufwendungen wirtschaftlich getragen hat.  Auf übereinstimmenden Antrag der Ehegatten werden sie jeweils zur Hälfte abgezogen.  Der Antrag des Ehegatten, der die Aufwendungen wirtschaftlich getragen hat, ist in begründeten Einzelfällen ausreichend.  § 26 Absatz 2 Satz 3 gilt entsprechend.

(3) Die Anwendung des § 10d für den Fall des Übergangs von der Einzelveranlagung zur Zusammenveranlagung und von der Zusammenveranlagung zur Einzelveranlagung zwischen zwei Veranlagungszeiträumen, wenn bei beiden Ehegatten nicht ausgeglichene Verluste vorliegen, wird durch Rechtsverordnung der Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates geregelt.

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Querverweise

Auf § 26a EStG verweisen folgende Vorschriften:
    Einkommensteuergesetz (EStG) 
      Veranlagung
        § 26 (Veranlagung von Ehegatten)
     
      Tarif
        § 32a (Einkommensteuertarif)
     
      Sonstige Vorschriften, Bußgeld-, Ermächtigungs- und Schlussvorschriften
        § 51 (Ermächtigungen)
        § 52 (Anwendungsvorschriften)
    Abgabenordnung (AO) 
      Vollstreckung
        Vollstreckung wegen Geldforderungen
          Aufteilung einer Gesamtschuld
            § 270 (Allgemeiner Aufteilungsmaßstab)
    Einkommensteuer-Durchführungsverordnung 2000 (EStDV) 
      Zu § 25 des Gesetzes
        § 56 (Steuererklärungspflicht)
     
      Zu den §§ 26a bis 26c des Gesetzes
        § 61 (Antrag auf hälftige Verteilung von Abzugsbeträgen im Fall des § 26a des Gesetzes)
        § 62d (Anwendung des § 10d des Gesetzes bei der Veranlagung von Ehegatten)
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