Grundgesetz
| II. Der Bund und die Länder (Art. 20 - 37) |
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
Rechtsprechung zu Art. 20 GG
Rechtsprechungsübersichten:
- 1626 Entscheidungen zu Art. 20 GG im Volltext bei
geordnet nach Relevanz oder nach Datum - 207 Entscheidungen der BGH-Strafsenate zu Art. 20 GG im Volltext bei
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- BVerwG, Gefahrtier-Verordnung, 3.7.02
Art. 20 I, III 28 I GG, bloßer Gefahrenverdacht rechtfertigt kein Einschreiten der Polizeibehörden in Form einer Rechtsverordnung aufgrund der polizeilichen Generalermächtigung (Polizeiverordnung, vgl. für Baden-Württemberg § 10 PolG);
zur Abgrenzung zwischen Gefahr und Gefahrenverdacht einerseits und konkreter und abstrakter Gefahr andererseits (vgl. für Baden-Württemberg §§ 1, 3, 10 PolG), Begriff der Gefahrenvorsorge;
hier: Maßnahmen gegen die Haltung von sog. "Kampfhunden" können nur durch den Gesetzgeber, nicht durch die Exekutive (Regierung/Verwaltung) erfolgen (Parlamentsvorbehalt)
- BVerfG, Mobilfunk-Elektrosmog, 28.2.02
Art. 2 II 1 GG, verfassungsrechtliche Pflicht des Staates zum Schutz der Gesundheit, jedoch Einschätzungsspielräume der zuständigen Instanzen, Abgrenzung der Aufgaben von Legislative und Judikative (Art. 20 III GG)
- BVerfG, schleswig-holsteinisches Naturschutzgesetz, 7.5.01 (BVerfGE 103, 332)
Art. 20 I GG, Abgrenzung von Rechtsprechungszuständigkeiten als Ausdruck des Bundesstaatsprinzips;
Art. 1 III, 28 GG, kein "Hineinlesen" der Bundesgrundrechte in die schleswig-holsteinische Landesverfassung;
Art. 31, 70 GG, die schleswig-holsteinische Landesverfassung ordnet nicht an, daß die Landesstaatsgewalt die Verbandskompetenzordnung der Bundesverfassung zu beachten habe (keine Überprüfung eines Gesetzes im Landesverfassungsrechtsstreit auf seine Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz oder einfachem Bundesrecht einschl. Bundesrahmengesetzen, Art. 75 GG), zu den Durchbrechungen dieses "Trennungsprinzips";
Art. 20 III, 28 I GG, landesverfassungsrechtliches und bundesverfassungsrechtliches Rechtsstaatsprinzip müssen nicht inhaltsgleich sein (Hinweis: obiter dictum, vgl. die abweichende Meinung des BVerwG in dessen Entscheidung vom 19.1.00, «Kampfhundesteuer»)
- BVerwG, Kollision Naturschutzverordnung - Bebauungsplan, 31.1.01 (BVerwGE 112, 373)
Art. 14 GG, ausgleichspflichtige Inhalts- und Schrankenbestimmung: Grundsätze aus BVerfG, «Direktorenwohnhaus» gelten für Eigentumsbeschränkungen aufgrund Rechtsverordnung nur eingeschränkt;
Art. 20 III GG, zur Frage der behördlichen Normverwerfungskompetenz (vgl. die gerichtliche Normverwerfungskompetenz: Inzidentverwerfung und prinzipale Normenkontrolle, § 47 VwGO);
§ 1 VI BauGB, schwerwiegender Abwägungsmangel, wenn ein Bebauungsplan erst 13 Jahre nach dem Satzungsbeschluß bekanntgemacht wird, § 8 III BauGB;
§ 7 S. 2 BBauG (§ 7 S. 3 BauGB), "Veränderung der Sachlage"
- BVerfG, Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz, 22.11.00 (BVerfGE 102, 254)
Art. 1 III GG, keine grundgesetzliche Pflicht zur Entschädigung für Schäden, die eine nicht an das Grundgesetz gebundene Staatsgewalt bewirkt hat, Art. 20 I, III GG, mögliche sozialstaatliche Entschädigungspflicht;
§ 93 III BVerfGG, Berechnung der Jahresfrist nach §§ 187 ff BGB
- BGH, geänderte "Gepräge"-Rechtsprechung, 28.9.00 (NJW 2001, 146)
§ 249 BGB, normativer Schadensbegriff: im Regreßprozeß (gegen einen Anwalt oder Steuerberater) wegen eines Fehlers im Ausgangsverfahren sind auch bei zwischenzeitlicher Rechtsprechungsänderung die früheren Rechtsprechungsmaßstäbe anzulegen, Art. 3, 20 III GG;
§ 519 III ZPO <Fassung bis 31.12.01>, ein zunächst beschränkter Berufungsantrag steht grds. nicht der Möglichkeit entgegen, die Berufung später wieder auf den gesamten ursprünglichen Streit auszudehnen (kein konkludenter teilweiser Rechtsmittelverzicht);
Antrag nach § 780 ZPO ist vor dem Revisionsgericht nur zulässig, wenn er nicht bereits vor dem Berufungsgericht gestellt werden konnte
- BVerfG, Semesterticket [BVerfG], 4.8.00 (NJW 2001, 2323)
- BVerfG, 26 Jahre Verfahrensdauer, 20.7.00 (NJW 2001, 214)
Art. 20, 2 I GG, Verstoß gegen den Justizgewährungsanpruch bei Unterlassen von verfahrensbeschleunigenden Maßnahmen durch das Zivilgericht
- BGH, Hallenbad-Benutzungsentgelt für Schulen, 24.5.00
§ 15 rh-pfSportFG, Art. 20 III GG, keine "Flucht in das Privatrecht"
- BVerfG, "drogensüchtige Pornodarstellerin", 28.3.00 (NJW 2000, 3196)
§ 186 StGB, § 193 StGB, Art. 5, 20 III GG, grundsätzliche Straflosigkeit von Äußerungen zur Rechtsverteidigung in einem gerichtlichen Verfahren
- BVerwG, Kampfhundesteuer, 19.1.00 (BVerwGE 110, 265)
Art. 3 I GG, Zulässigkeit von typisierenden und pauschalisierenden Steuertatbeständen;
Art. 28 I 1, 20 III GG, kein vom Bundesrecht abweichender Rechtsbegriff des "Rechtsstaats" im Landesverfassungsrecht (Anm: zweifelhaft, vgl. etwa die in Bezug auf Art. 142 GG entwickelten Grundsätze und die abweichende Meinung des BVerfG in «schleswig-holsteinisches Naturschutzgesetz»)
- BVerfG, Genehmigung der Erbauseinandersetzung durch Rechtspfleger, 18.1.00 (BVerfGE 101, 397)
Art. 19 IV GG: §§ 62, 55 FGG sind insoweit verfassungswidrig, als sie zu einem Ausschluß des Rechtswegs gegen Entscheidungen des Rechtspfleger führen (vgl. auch § 11 III RPflG);
Art. 103 I GG ist für Verwaltungsverfahren, auch im gerichtlichen Verfahren vor dem Rechtspfleger, nicht anwendbar, § 1 RPflG, Anhörung aber als Ausfluß des Rechtsstaatsprinzips erforderlich, § 20 III GG
- BSG, Feiertagsabschaffung, 30.9.99
Art. 70 ff, 140 GG, §§ 1, 2 EntgFG, auschließliche Kompetenz der Länder zur Festlegung von Feiertagen;
Art. 20, 28, 70 GG, ein an die Länder in einem Bundesgesetz (hier: § 58 II SGB XI) herangetragener "Wunsch", einen Feiertag abzuschaffen, stellt keinen verfassungswidrigen Druck zur Ausübung der Gesetzgebungskompetenz dar
- BVerwG, Semesterticket, 12.5.99 (BVerwGE 109, 97)
- VGH, "Einspruch" gegen Bauvorhaben, 1.4.98 (NVwZ 1998, 986)
§ 55 II 2 LBO, Einwendungen sind nur dann beachtlich, wenn sie hinreichend substantiiert sind: Bezeichnung des verletzten Rechtsguts und zumindest grobe Darlegung der Beeinträchtigungen;
Art. 19 IV, 20 III GG (Art. 25 II, 67 Verf), Verfassungsmäßigkeit der materiellen Präklusion nach § 55 II 2 LBO
- BVerfG, Sonderabschreibung für Schiffsbeteiligungen, 3.12.97 (BVerfGE 97, 67)
Art. 20 GG, unechte Rückwirkung
- BVerfG, "Kind als Schaden", 12.11.97 (BVerfGE 96, 375)
- BVerfG, BAFöG-Volldarlehensregelung, 14.10.97 (NJW 1998, 973)
- BGH, Verständigung im Strafverfahren III, 28.8.97 (BGHSt 43, 195)
§ 46 StGB, Art. 20 III GG, § 261 StPO, Zusage einer Strafobergrenze im Falle eines glaubhaften Geständnisses ist zulässig, nicht jedoch einer festen Strafe, Grundsatz der Öffentlichkeit (§ 169 GVG) muß auch hinsichtlich der Verständigung eingehalten werden, § 273 I StPO, Absprache muß im Protokoll festgehalten werden, § 302 StPO, Rechtsmittelverzicht darf nicht Gegenstand der Absprache sein
- BVerwG, Bürgermeister-Wahlempfehlung, 18.4.97 (DVBl 1997, 1276)
- BVerwG, Urteilsveröffentlichungen, 26.2.97 (BVerwGE 104, 105)
Art. 3 I GG i.V.m. Art. 5 I 2 GG, Art. 20 III GG, Rechtsstaatsgebot, Justizgewährungspflicht, Demokratiegebot, Gewaltenteilung
- BVerfG, Überraschungsentscheidungen, 15.8.96 (NJW 1996, 3202)
- BVerfG, Südumfahrung Stendal, 17.7.96 (BVerfGE 95, 1)
Art. 20 III, Eisenbahnplanung durch Gesetz
- BVerwG, studentischer Sprecherrat, 3.4.96 (BVerwGE 101, 51)
§ 40 I 1 VwGO;
Art. 20 III GG, ohne gesetzliche Grundlage keine Haftung von Studentenvertretern aus "pVV analog"
- BGH, Bürgschaftsblankett, 29.2.96 (BGHZ 132, 119)
§ 766 BGB, Schriftformerfordernis erstreckt sich (entgegen § 167 II BGB) auch auf die Bevollmächtigung zur Erteilung einer Bürgschaft;
Art. 20 III GG, Zulässigkeit "rückwirkender" Rechtsprechungsänderung
- BVerwG, ehemaliges Reichsvermögen, 28.9.95 (VIZ 96, 42)
Art. 20 I GG, Bundesstaatsprinzip
- BVerfG, Belastungszeuge vom Hörensagen, 19.7.95 (NJW 1996, 448)
§ 261 StPO, Art. 2 iVm Art. 20 III GG, faires Verfahren;
besonders kritische Prüfung des Beweiswerts von Zeugen vom Hörensagen
- BVerfG, Mitbestimmung der Personalräte, 24.5.95 (BVerfGE 93, 37)
Art. 28 I 1 iVm Art. 20 II GG
- BVerwG, Änderung der Rechtsprechung, 28.2.95 (NJW 1996, 867)
keine vorherige Ankündigung einer Rechtsprechungsänderung erforderlich, Art. 20 III, 97 I GG
- BVerwG, Schulbeförderungskosten, 22.10.93
Art. 20 III GG, zur Vereinbarkeit von materiell-rechtliche Ausschlußfristen mit dem Rechtstaatsprinzip
- BVerfG, ausländerrechtlicher Abschiebschutz, 24.2.93 (NJW 1993, 1909)
§ 51 AuslG;
Art. 3 GG, Art. 20 III GG, objektive Willkür des Gerichts bei Nichtbegründung einer vom eindeutigen Wortlaut des Gesetzes abweichenden Entscheidung
- VGH, Serientäter, 18.12.91 (VBlBW 1992, 309)
wegen § 72 II 1 AuslG iVm § 8 II 2 AuslG kommt es in bestimmten Fällen zu einer "gesetzlichen Mechanik": eine beantragte Aufenthaltsgenehmigung ist zwingend abzulehnen, wenn gleichzeitig eine Ausweisung verfügt wird - im Hinblick auf Art. 19 IV, 20 III GG prüfen die Verwaltungsgerichte im Eilverfahren gleichwohl, ob ernstliche Zweifel gegen die Rechtmäßigkeit der Ausweisung bestehen und deshalb die Wiederherstellung der aufschiebende Wirkung (§ 72 I AuslG) hinsichtlich der Versagung der Aufenthaltserlaubnis anzuordnen ist (so daß gem. § 42 II 2 AuslG auch die Vollziehbarkeit der Ausweisungspflicht entfällt);
§ 12 LVwVG greift auch ein, wenn die gesetzliche Ausreisepflicht nach § 42 I AuslG mittels der bundesrechtlichen Vollstreckungsmaßnahme der Abschiebung vollstreckt wird (vgl. § 80 II 2 VwGO, früher § 187 III VwGO)
- BVerfG, Aussperrung, 26.6.91 (BVerfGE 84, 212)
Art. 9 III, 20 III, Rechtsfortbildung
- BVerfG, Ausländerwahlrecht [Schleswig-Holstein], 31.10.90 (BVerfGE 83, 37)
- BVerfG, Ausländerwahlrecht [Hamburg], 31.10.90 (BVerfGE 83, 60)
Art. 28 I 1 GG iVm Art. 20 II GG, Unzulässigkeit der Erstreckung des Kommunalwahlrechts auf Nichtdeutsche
- BVerfG, nichtehelicher Lebenspartner, 3.4.90 (BVerfGE 82, 6)
- BVerfG, Fehlbelegungsabgabe, 8.6.88 (BVerfGE 78, 249)
Art. 20 GG, unechte Rückwirkung
- BVerfG, verkleideter V-Mann, 10.3.87 (NStZ 1987, 276)
Art. 2 I, 20 III, faires Verfahren
- BVerfG, Versagung der Prozeßkostenhilfe ohne Begründung, 5.11.85 (BVerfGE 71, 122)
Art. 20 III, 3 I GG, zur grundsätzlichen verfassungsrechtlichen Pflicht, eine letztinstanzliche Gerichtsentscheidung, mit der von dem eindeutigen Wortlaut einer Rechtsnorm abgewichen wird, fallbezogen zu begründen (hier: einschränkende Auslegung des § 119 I 2 ZPO)
- BVerfG, Pensionsrückstellungen, 28.11.84 (BVerfGE 68, 287)
Art. 20 GG, unechte Rückwirkung
- BVerfG, Sozialplan, 19.10.83 (BVerfGE 65, 182)
Art. 20 III GG, Richterrecht, § 61 I Nr. 1 KO
- BVerwG, Subventionsrichtlinie langfristige Verpachtung, 26.4.79 (BVerwGE 58, 45)
Art. 20 III GG, ausreichende Rechtsgrundlage für Subventionen ist der Haushaltsplan, die Gerichte sind nicht befugt, Subventionsrichtlinie unmittelbar anzuwenden und auszulegen, maßgeblich ist allein die Rechtsgrundlage i.V.m. dem Gleichheitssatz (Art. 3 I GG), analoge Anwendung von § 114 VwGO
- BVerfG, Bagatelldelikte, 17.1.79 (BVerfGE 50, 205)
Strafbarkeit eines Diebstahls geringwertiger Sachen (§§ 242, 248a StGB) ist ("offensichtlich", § 24 BVerfGG) mit dem Grundgesetz vereinbar, Gesetzgeber ist nicht zur Einstufung als Ordnungswidrigkeit verpflichtet;
Art. 1 I, 20 III GG, § 46 I StGB, strafrechtlicher Schuldgrundsatz hat Verfassungsrang
- BVerfG, Weigand [BVerfG], 11.10.78 (BVerfGE 49, 304)
Art. 20 III GG, Grenzen des Richterrechts, Auslegung contra legem (hier: BGH-Rechtsprechung zur Sachverständigenhaftung, § 823 I BGB, fahrlässig/grobfahrlässig);
(vgl. seit dem 1.8.02 die gesetzliche Regelung in § 839a BGB)
- BVerfG, Kalkar I, 8.8.78 (BVerfGE 49, 89)
Art. 20 GG, Gesetzesvorbehalt, Wesentlichkeitstheorie, § 7 II AtomG, präventives Verbot mit Erlaubnisvorbehalt;
Art. 2 II 1 GG, Schutzpflichten, Restrisiko;
unbestimmte Rechtsbegriffe, "Dynamisierung des Rechtsgüterschutzes"
- BVerwG, Berliner Versetzungsordnung, 14.7.78 (BVerwGE 56, 155)
- BVerfG, Unfallversicherung [nasciturus], 22.6.77 (BVerfGE 45, 376)
Art. 3 I, 20 I
- BVerfG, Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung, 2.3.77 (BVerfGE 44, 125)
Art. 21 I, 20 II GG
- HessVGH, Kindergartengebühr II, 28.9.76 (NJW 1977, 452)
§ 47 VwGO, Abgrenzung öffentlich-rechtliche Zulassungsregelung - "AGB";
Kostendeckungsprinzip, Prinzip der speziellen Entgeltlichkeit, Jugendhilferecht;
Art. 3, 20 GG
- BVerwG, Wohnhaus im Wald, 14.11.75 (BVerwGE 49, 359)
Art. 20 III GG, öffentlich-rechtlicher Vertrag, mit dem sich eine Behörde zum Erlaß eines gesetzwidrigen Verwaltungsakts verpflichtet, ist grds. unwirksam (vgl. jetzt § 59 VwVfG)
- BVerfG, "Der Soldatenmord von Lebach", 5.6.73 (BVerfGE 35, 202)
allgemeines Persönlichkeitsrecht, Art. 5 I, Rundfunkfreiheit, Dokumentarspiel über Straftat mit Namensnennung des Verdächtigen, §§ 22, 23 KunstUrhG;
Art. 2, 20 GG (Sozialstaatsprinzip), Anspruch des Gefangenen auf Resozialisierung
- BVerfG, Soraya, 14.2.73 (BVerfGE 34, 269)
Art. 20 III, zulässige richterrechtliche Entwicklung eines Schadensersatzanspruchs analog § 847 BGB für Persönlichkeitsverletzungen entgegen § 253 BGB aF (contra legem) (Hinweis: auch nach der Neuregelung des Schmerzensgeldanspruchs gem. § 253 BGB zum 1.8.02 ist der Anspruch auf Geldleistung bei Persönlichkeitsrechtsverletzung nicht kodifiziert, dieser Anspruch wird von der BGH-Rechtsprechung nicht mehr als allgemeiner Schmerzensgeldanspruch verstanden);
Art. 5, Regenbogenpresse unterfällt dem Schutzbereich der Pressefreiheit
- BVerfG, widerrufener Gnadenerweis, 12.1.71 (BVerfGE 30, 108)
Art. 19 IV, 20 III GG, Widerruf eines Gnadenerweises ist justitiabel (Hinweis: vgl. für das Gnadenrecht des Bundes: Art. 60 II GG, für Baden-Württemberg: Art. 52 Verf)
- BVerfG, Gnadengesuch, 23.4.69 (BVerfGE 25, 352)
Art. 1 III, 19 IV, 20 III GG, Gnadenentscheidungen sind nicht justitiabel (Hinweis: vgl. für das Gnadenrecht des Bundes: Art. 60 II GG, für Baden-Württemberg: Art. 52 Verf)
- BVerfG, Ausbürgerung von deutschen Juden, 14.2.68 (BVerfGE 23, 98)
Art. 3, 20 GG, Nicht-Anerkennung von nationalsozialistischem Recht wegen Verstoßes gegen fundamentale Prinzipien der Gerechtigkeit;
zur Bedeutung des Art. 116 II GG
- BVerfG, Ärztekammern - Kammergerichtsbarkeit, 24.11.64 (BVerfGE 18, 241)
- BVerfG, Friedensgerichte, 17.11.59 (BVerfGE 10, 200)
kein Verstoß gegen Art. 92 GG durch landesrechtliche Einrichtung von kommunalen Gerichten (Friedensgerichte), diese sind keine Ausnahmegerichte (Art. 101 I 1 GG), sondern Sondergerichte (Art. 101 II GG), hier jedoch: Verstoß gegen das Prinzip der Gewaltenteilung (Art. 20 II GG) durch automatischen Vorsitz des Bürgermeisters
- BVerfG, Einfuhrgenehmigung, 3.2.59 (BVerfGE 9, 137)
Reugeldgesetz, Kann-Bestimmung, Rechtsstaatsprinzip, Bestimmtheitsgrundsatz (Art. 20 III GG)
- BVerfG, Preisgesetz, 12.11.58 (BVerfGE 8, 276)
Zulässigkeit eines Verlängerungsgesetzes;
Art. 84 I, Art. 80 I 2 GG, prinzipielle Zulässigkeit von "Zustimmungsverordnungen" (Rechtsverordnungen, die der Zustimmung durch den Bundestag bedürften);
Art. 77 IIa GG, Zustimmungsbedürftigkeit durch den Bundesrat, Umfang der Nichtigkeit;
Rechtsstaatsprinzip, Art. 20 III GG, Anforderungen an gesetzliche Eingriffsermächtigungen
Literatur im Internet zu Art. 20 GG
- Das Demokratieprinzip als Auslegungsgrundsatz und Norm im Integrationskontext von Dr. Lars Lütgens (Dissertation)
Weil die Bundesrepublik Deutschland in immer höherem Ausmaß Hoheitsrechte auf Institutionen der Europäischen Union überträgt, ist die Bestimmung des unabänderlich gewährleisteten Verfassungskerns ein dringendes Bedürfnis der gegenwärtigen Verfassungsauslegung. Den Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit bildet deshalb die Einordnung des Art. 79 III GG in das Verfassungsgefüge, insbesondere die Bestimmung seines Verhältnisses zu den demokratierelevanten »Grundsätzen« des Art. 20 GG.
- Treueverhältnisse im Föderalismus oder: Von der Bundes- zur Unionstreue von Stephan Hofbeck (Aufsatz)
über www.jurawelt.com
- Zur Zulässigkeit strafprozessualer Online-Durchsuchungen von Prof. Dr. Hans Kudlich (Aufsatz)
In dem Aufsatz wird die Online-Durchsuchung straf- und verfassungsrechtlich de lege lata und ferenda untersucht.
über www.humboldt-forum-recht.de - Rechtsstaat und revolutionäre Gerechtigkeit von Prof. Dr. Bernhard Schlink (Aufsatz)
Der Verfasser beschätigt sich in seinem Beitrag zur Bewältigung kommunistischer Vergangenheit in Deutschland unter anderem mit der Mauerschützenproblematik und dem Rückwirkungsverbot in Art. 103 Abs. 2 GG.
über www.humboldt-forum-recht.de - Hauptsacheentscheidung durch das Beschwerdegericht im Rahmen einer Untätigkeitsbeschwerde?!
von RiAG Mallory Völker
Eine Stellungnahme zu der Entscheidung des OLG Naumburg
Forum Familienrecht 4/2005, S. 144-146
über www.forum-familienrecht.de - Art. 20 GG wird im freien Lexikon Wikipedia unter folgenden Stichworten zitiert:
- Fügen Sie einen neuen Literaturhinweis hinzu
Querverweise
Auf Art. 20 GG verweisen folgende Vorschriften:
- Bundesverfassungsgerichtsgesetz (BVerfGG)
- Besondere Verfahrensvorschriften
- Verfahren in den Fällen des § 13 Nr. 8a
- § 90
- Verfassung des Landes Baden-Württemberg (Verf)
- Vom Staat und seinen Ordnungen
- Die Gesetzgebung
- Art. 58 (zu Art. 20 III)
- Strafgesetzbuch (StGB)
- Besonderer Teil
- Friedensverrat, Hochverrat und Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates
- Gemeinsame Vorschriften
- § 92 II (Begriffsbestimmungen)
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