Grundgesetz
| II. Der Bund und die Länder (Art. 20 - 37) |
Rechtsprechung zu Art. 25 GG
Rechtsprechungsübersichten:
- 81 Entscheidungen zu Art. 25 GG im Volltext bei
geordnet nach Relevanz oder nach Datum - 3 Entscheidungen der BGH-Strafsenate zu Art. 25 GG im Volltext bei
geordnet nach Datum
- BVerfG, Jemenitischer Staatssekretär, 5.11.03
Art. 100 II GG, zur (hier verletzten) Pflicht der Gerichte, bei objektiven völkerrechtlichen Zweifeln das BVerfG anzurufen;
Art. 25 GG, zur Frage, ob das Herauslocken eines Verdächtigen aus seinem Heimatland durch fremde Staatsgewalt völkerrechtswidrig ist: Es stellt jdf keine völkerrechtliches Auslieferungshindernis für den Aufenthaltsstaat (hier: Deutschland) dar;
Art. 103 II GG, zur Frage der Anwendbarkeit des für das materielle Strafrecht geltenden Rückwirkungsverbots bei der Prüfung der Auslieferungsvoraussetzungen gem. § 3 IRG: Offengelassen (hier: Inkrafttreten des § 129b StGB zum 30.8.2003)
- BVerfG, Haftverhältnisse in Indien, 24.6.03
Art. 2 GG, Auslieferung bei drohender Folter und unmenschlichen Haftbedingungen (Art. 3 MRK, Art. 25 GG), hier: Auslieferung trotz Üblichkeit der Folter in Indien zulässig, Vorliegen eines deutsch-indischen Auslieferungsvertrags, der menschenrechtliche Mindeststandards vorsieht;
Sondervotum: "Der Rechtsstaat kennt keine von Rechts wegen jeder Widerlegung entzogenen Annahmen über die Wirklichkeit"
- BVerfG, politische Isolierung Österreichs, 14.8.01 (NJW 2001, 3534)
Art. 25 GG, zur Frage, ob der Einzelne Rechte aus der Menschenrechtskonvention (Art. 1 ff MRK) auch im Wege der Verfassungsbeschwerde, gestützt auf Art. 2 I GG, geltend machen kann (offengelassen)
- BVerfG, Vermögen des liechtensteinischen Fürsten in der Tschechoslowakei, 28.1.98
Art. 25 GG, verfassungs- und völkerrechtlich nicht zu beanstandender Ausschluß von Klagen in Bezug auf Maßnahmen gegen "deutsches Auslandsvermögen" nach dem 2. Weltkrieg;
Art. 59 II GG, Zwei-plus-Vier-Vertrag läßt die völkerrechtlichen Verträge (hier: Überleitungsvertrag) der BRD mit den drei Westmächten unberührt
- BVerfG, DDR-Botschafter - Maison de France, 10.6.97 (BVerfGE 96, 68)
Art. 25 GG, Regeln des Völkerrechts, diplomatische Immunität, eingeschränkte Staatennachfolge nach Beitritt der DDR zur BRD;
Art. 100 II GG, Vorlagepflicht schon bei objektiven Zweifeln, unabhängig davon, ob das Gericht selbst zweifelt
- BVerfG, Unschuldsvermutung I, 26.3.87 (BVerfGE 74, 358)
Art. 25 GG, Art. 6 II MRK, völkerrechtsfreundliche Auslegung des einfachen deutschen Gesetzesrechts
- BVerfG, Pakelli [BVerfG], 11.10.85 (NJW 1986, 1425)
Art. 6 III c, 46 MRK, Art. 25 GG, keine analoge Anwendung von § 359 Nr. 5 StPO oder § 79 BVerfGG, wenn der EuGMR einen Konventionsverstoß festgestellt hat;
(Hinweis: der Bundesgesetzgeber schuf aus Anlaß dieses Falles die Vorschrift des § 359 Nr. 6 StPO)
- BVerfG, völkerrechtswidrige Entführung, 17.7.85 (NJW 1986, 1427)
Art. 25, Art. 1 GG, Entführung steht einer strafgerichtlichen Verurteilung nicht entgegen
- BGH, völkerrechtswidrige Entführung aus den Niederlanden, 30.5.85 (NStZ 1985, 464)
Art. 25 GG, kein Verfahrenshindernis im Strafprozeß, jedenfalls wenn der Staat, dessen Souveränität verletzt wurde, keine Rücklieferung geltend macht
- BVerfG, Anwaltsverschulden im Asylverfahren, 20.4.82 (BVerfGE 60, 253)
- BVerfG, Coburg, 30.1.73 (BVerfGE 34, 216)
Staatsvertrag zwischen Bayern und dem ehemaligen Freistaat Coburg, Aufhebung der Kreisfreiheit der Stadt Neustadt, Grundsatz des bundesfreundlichen Verhaltens im Verhältnis zwischen den Gliedern des Bundesstaats (Entbehrlichkeit eines Rückgriffs auf Art. 25 GG), clausula rebus sic stantibus, Art. 93 I Nr. 4 GG;
§ 72 I Nr. 3 BVerfGG, Verurteilung zu einer Geldzahlung durch das BVerfG
- BVerfG, schweizerische Aktiengesellschaft, 7.4.65 (BVerfGE 18, 441)
- BVerfG, Reichskonkordat, 26.3.57 (BVerfGE 6, 309)
Art. 7, 25, 30, 32, 70, 123 II GG, keine Bindung der Länder (gegenüber dem Bund) an das Reichskonkordat;
Art. 84 IV GG, Anrufung des Bundesrats vor dem Bundesverfassungsgericht nur in Fragen der verwaltungsmäßigen Ausführung eines Bundesgesetzes;
§ 68 BVerfGG, das Bundesverfassungsgericht prüft von Amts wegen, ob das zuständige Kollegialorgan über die Einleitung des Verfahrens entschieden hat;
§ 65 BVerfGG, zur Frage, inwieweit Beitretende eigene, über den bisherigen Streit hinausgehende, Anträge stellen können;
die Bindungswirkung des § 31 BVerfGG erstreckt sich nicht auf Handlungen im völkerrechtlichen Verkehr;
zur historischen Bedeutung des Art. 125 Nr. 2 GG
Literatur im Internet zu Art. 25 GG
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