Grundgesetz

   V. Der Bundespräsident (Art. 54 - 61)   
Artikel 60

(1) Der Bundespräsident ernennt und entläßt die Bundesrichter, die Bundesbeamten, die Offiziere und Unteroffiziere, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

(2) Er übt im Einzelfalle für den Bund das Begnadigungsrecht aus.

(3) Er kann diese Befugnisse auf andere Behörden übertragen.

(4) Die Absätze 2 bis 4 des Artikels 46 finden auf den Bundespräsidenten entsprechende Anwendung.

Rechtsprechung zu Art. 60 GG

Rechtsprechungsübersichten:Redaktionell ausgewählte Entscheidungen:
  • BVerfG, widerrufener Gnadenerweis, 12.1.71 (BVerfGE 30, 108)
    Art. 19 IV, 20 III GG, Widerruf eines Gnadenerweises ist justitiabel (Hinweis: vgl. für das Gnadenrecht des Bundes: Art. 60 II GG, für Baden-Württemberg: Art. 52 Verf)

  • BVerfG, Gnadengesuch, 23.4.69 (BVerfGE 25, 352) 
    Art. 1 III, 19 IV, 20 III GG, Gnadenentscheidungen sind nicht justitiabel (Hinweis: vgl. für das Gnadenrecht des Bundes: Art. 60 II GG, für Baden-Württemberg: Art. 52 Verf)

Literatur im Internet zu Art. 60 GG

Querverweise

Redaktionelle Querverweise zu Art. 60 GG:
    GG
      Die Rechtsprechung
        Art. 95 II (zu Art. 60 I)
        Art. 96 V (zu Art. 60 II)
    Bundesbeamtengesetz (BBG)
      Beamtenverhältnis
        § 12 I (Zuständigkeit und Wirksamwerden der Ernennung) (zu Art. 60 I)
     
      Beendigung des Beamtenverhältnisses
        Entlassung
          § 43 (Gnadenrecht) (zu Art. 60 II)

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