Jugendgerichtsgesetz

   4. Teil - Sondervorschriften für Soldaten der Bundeswehr (§§ 112a - 112e)   
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Anwendung des Jugendstrafrechts

Das Jugendstrafrecht (§§ 3 bis 32, 105) gilt für die Dauer des Wehrdienstverhältnisses eines Jugendlichen oder Heranwachsenden mit folgenden Abweichungen:

1. Hilfe zur Erziehung im Sinne des § 12 darf nicht angeordnet werden.
2. Bedarf der Jugendliche oder Heranwachsende nach seiner sittlichen oder geistigen Entwicklung besonderer erzieherischer Einwirkung, so kann der Richter Erziehungshilfe durch den Disziplinarvorgesetzten als Erziehungsmaßregel anordnen.
3. Bei der Erteilung von Weisungen und Auflagen soll der Richter die Besonderheiten des Wehrdienstes berücksichtigen. Weisungen und Auflagen, die bereits erteilt sind, soll er diesen Besonderheiten anpassen.
4. Als ehrenamtlicher Bewährungshelfer kann ein Soldat bestellt werden. Er untersteht bei seiner Tätigkeit (§ 25 Satz 2) nicht den Anweisungen des Richters.
5. Von der Überwachung durch einen Bewährungshelfer, der nicht Soldat ist, sind Angelegenheiten ausgeschlossen, für welche die militärischen Vorgesetzten des Jugendlichen oder Heranwachsenden zu sorgen haben. Maßnahmen des Disziplinarvorgesetzten haben den Vorrang.

Literatur im Internet zu § 112a JGG

Querverweise

Auf § 112a JGG verweisen folgende Vorschriften:
    JGG
      Sondervorschriften für Soldaten der Bundeswehr
        § 112b (Erziehungshilfe durch den Disziplinarvorgesetzten)
        § 112c (Vollstreckung)
        § 112d (Anhörung des Disziplinarvorgesetzten)
        § 112e (Verfahren vor Gerichten, die für allgemeine Strafsachen zuständig sind)

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