Strafgesetzbuch
| Besonderer Teil (§§ 80 - 358) |
| 28. Abschnitt - Gemeingefährliche Straftaten (§§ 306 - 323c) |
(1) Wer in der Absicht, die Gesundheit eines anderen Menschen zu schädigen, es unternimmt, ihn einer ionisierenden Strahlung auszusetzen, die dessen Gesundheit zu schädigen geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft.
(2) Unternimmt es der Täter, eine unübersehbare Zahl von Menschen einer solchen Strahlung auszusetzen, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren.
(3) Verursacht der Täter in den Fällen des Absatzes 1 durch die Tat eine schwere Gesundheitsschädigung eines anderen Menschen oder eine Gesundheitsschädigung einer großen Zahl von Menschen, so ist auf Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren zu erkennen.
(4) Verursacht der Täter durch die Tat wenigstens leichtfertig den Tod eines anderen Menschen, so ist die Strafe lebenslange Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren.
(5) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 3 auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.
(6) Wer in der Absicht,
| 1. | die Brauchbarkeit einer fremden Sache von bedeutendem Wert zu beeinträchtigen, | |
| 2. | nachhaltig ein Gewässer, die Luft oder den Boden nachteilig zu verändern oder | |
| 3. | ihm nicht gehörende Tiere oder Pflanzen von bedeutendem Wert zu schädigen, |
die Sache, das Gewässer, die Luft, den Boden, die Tiere oder Pflanzen einer ionisierenden Strahlung aussetzt, die geeignet ist, solche Beeinträchtigungen, Veränderungen oder Schäden hervorzurufen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Der Versuch ist strafbar.
Hinweis der Redaktion:Der verkündete Wortlaut von Absatz 6 (eingefügt durch das Gesetz zur Umsetzung des VN-Übereinkommens vom 13. April 2005 zur Bekämpfung nuklearterroristischer Handlungen vom 26.10.07) verwendet keinen Zeilenumbruch vor dem mit "die Sache" beginnenden Satzteil; hierbei handelt es sich ersichtlich um ein Versehen.
Rechtsprechung zu § 309 StGB
48 Entscheidungen zu § 309 StGB in unserer Datenbank. Die relevantesten 10:
- BGH, 14.03.1989 - 1 StR 25/89
Fahrlässige Brandstiftung mit Todesfolge; Verhältnis von Notwehr und Notstand
- OLG Rostock, 22.02.2011 - I Ws 39/11
Führungsaufsicht: Rechtsmittel gegen die Feststellung des Bestehens der ...
- OLG Karlsruhe, 19.12.2011 - 2 Ws 157/11
Kein hinreichender Verdacht der Vorbereitung eines Explosionsverbrechens oder ...
- BGH, 11.02.1982 - 4 StR 18/82
- LG Halle, 28.12.2009 - 6 Qs 69/09
- BGH, 14.03.1989 - 1 StR 810/88
- BVerfG, 27.02.2000 - 2 BvL 4/98
Richtervorlage (Art. 100 Abs. 1 GG) zur Frage der erstinstanzlichen ...
- BayObLG, 23.07.1999 - 5St RR 147/99
Brandstiftung durch Gefährdung von Gebäuden, Gegenständen oder Personen
- BGH, 12.10.1954 - 5 StR 393/54
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Literatur im Internet zu § 309 StGB
- § 309 StGB wird im freien Lexikon Wikipedia unter folgenden Stichworten zitiert:
Lebenslange Freiheitsstrafe
Missbrauch ionisierender Strahlen - Fügen Sie einen neuen Literaturhinweis hinzu
Querverweise
- StGB
- Allgemeiner Teil
- Das Strafgesetz
- Geltungsbereich
- § 6 (Auslandstaten gegen international geschützte Rechtsgüter)
- Besonderer Teil
- Friedensverrat, Hochverrat und Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates
- Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates
- § 87 (Agententätigkeit zu Sabotagezwecken)
- Straftaten gegen die öffentliche Ordnung
- Strafprozeßordnung (StPO)
- Allgemeine Vorschriften
- Beschlagnahme, Überwachung des Fernmeldeverkehrs, Rasterfahndung, Einsatz technischer Mittel, Einsatz Verdeckter Ermittler und Durchsuchung
- § 100a
- Gerichtsverfassungsgesetz (GVG)
- Landgerichte
- § 74
- Oberlandesgerichte
- § 120