Urheberrechtswahrnehmungsgesetz
| Erster Abschnitt - Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb (§§ 1 - 5) |
(1) Wer Nutzungsrechte, Einwilligungsrechte oder Vergütungsansprüche, die sich aus dem Urheberrechtsgesetz vom 9. September 1965 (Bundesgesetzbl. I S. 1273) ergeben, für Rechnung mehrerer Urheber oder Inhaber verwandter Schutzrechte zur gemeinsamen Auswertung wahrnimmt, bedarf dazu der Erlaubnis, gleichviel, ob die Wahrnehmung in eigenem oder fremdem Namen erfolgt.
(2) Absatz 1 ist auf die gelegentliche oder kurzfristige Wahrnehmung der bezeichneten Rechte und Ansprüche nicht anzuwenden.
(3) Wer ohne die nach Absatz 1 erforderliche Erlaubnis tätig wird, kann die ihm zur Wahrnehmung anvertrauten Rechte oder Ansprüche nicht geltend machen. Ihm steht das Antragsrecht nach § 109 des Urheberrechtsgesetzes nicht zu.
(4) Übt eine juristische Person oder eine Personengemeinschaft die in Absatz 1 bezeichnete Tätigkeit aus, so ist sie Verwertungsgesellschaft im Sinne dieses Gesetzes. Übt eine einzelne natürliche Person die in Absatz 1 bezeichnete Tätigkeit aus, so sind auf sie die in diesem Gesetz für Verwertungsgesellschaften getroffenen Bestimmungen sinngemäß anzuwenden.
Rechtsprechung zu § 1 UrhWG
38 Entscheidungen zu § 1 UrhWG in unserer Datenbank. Die relevantesten 10:
- VG München, 17.05.2002 - M 16 S 02.1186
Untersagung einer Betätigung als urheberrechtliche Verwertungsgesellschaft
- OLG Köln, 28.09.2007 - 6 W 150/07
Rechtsverfolgung einer ausländische Verwertungsgesellschaft in Deutschland nur ...
- VGH Bayern, 13.08.2002 - 22 CS 02.1347
Untersagung der Betätigung als urheberrechtliche Verwertungsgesellschaft
- OLG München, 25.11.1993 - 29 U 1854/93
Begriff der geschäftsmäßige Rechtsbesorgung im Sinne von Art. 1 § 1 RBerG
- LG München I, 25.06.2009 - 7 O 4139/08
Online-Nutzungsrecht
- OLG Köln, 10.01.1997 - 6 U 94/96
Miro
- AG Frankfurt/Main, 14.04.2009 - 29 C 1957/08
Filesharing-Abmahnung: "3 Tage wach"
- OLG Hamburg, 25.07.2008 - 5 U 52/07
Grundsätze des Rechtsmissbrauchs im Wettbewerbsrecht können nicht auf das ...
- LG Köln, 21.03.2007 - 28 O 15/07
Rapidshare.com - Haftung verschärft
Zum selben Verfahren:
- LG Köln, 21.03.2007 - 28 O 19/07
"Rapidshare" - Einem Sharehoster obliegt eine verstärkte Prüfung von Inhalten ...
- LG Köln, 21.03.2007 - 28 O 19/07
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Querverweise
- UrhWG
- Aufsicht über die Verwertungsgesellschaft
- § 19 (Inhalt der Aufsicht)
- Übergangs- und Schlußbestimmungen
- § 23 (Bestehende Verwertungsgesellschaften)
- Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
- Recht der Schuldverhältnisse
- Gestaltung rechtsgeschäftlicher Schuldverhältnisse durch Allgemeine Geschäftsbedingungen
- § 309 Nr. 9 (Klauselverbote ohne Wertungsmöglichkeit) (zu §§ 1 ff)
- Urheberrechtsgesetz (UrhG)
- Urheberrecht
- Inhalt des Urheberrechts
- Verwertungsrechte
- § 20b I 1, II 2 (Kabelweitersendung) (zu §§ 1 ff)
- Rechtsverkehr im Urheberrecht
- Nutzungsrechte
- § 42a I 1 (Zwangslizenz zur Herstellung von Tonträgern) (zu §§ 1 ff)
- Schranken des Urheberrechts
- § 45a II 2 (Behinderte Menschen) (zu §§ 1 ff)
§ 49 I 3 (Zeitungsartikel und Rundfunkkommentare) (zu §§ 1 ff)
§ 52a IV 2 (Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung) (zu §§ 1 ff)
§ 52b S. 4 (Wiedergabe von Werken an elektronischen Leseplätzen in öffentlichen Bibliotheken, Museen und Archiven) (zu §§ 1 ff)
§ 53a II 2 (Kopienversand auf Bestellung) (zu §§ 1 ff)
- Verwandte Schutzrechte
- Schutz des ausübenden Künstlers
- § 78 III 2 (Öffentliche Wiedergabe) (zu §§ 1 ff)
- Schutz des Sendeunternehmens
- § 87 V 2 (Sendeunternehmen) (zu §§ 1 ff)
- Anwendungsbereich, Übergangs- und Schlussbestimmungen
- Übergangsbestimmungen
- § 137l V 3 (Übergangsregelung für neue Nutzungsarten) (zu §§ 1 ff)
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