Vormünder- und Betreuervergütungsgesetz

   Abschnitt 1 - Allgemeines (§§ 1 - 2)   
§ 1
Feststellung der Berufsmäßigkeit und Vergütungsbewilligung

(1) Das Familiengericht hat die Feststellung der Berufsmäßigkeit gemäß § 1836 Abs. 1 Satz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs zu treffen, wenn dem Vormund in einem solchen Umfang Vormundschaften übertragen sind, dass er sie nur im Rahmen seiner Berufsausübung führen kann, oder wenn zu erwarten ist, dass dem Vormund in absehbarer Zeit Vormundschaften in diesem Umfang übertragen sein werden. Berufsmäßigkeit liegt im Regelfall vor, wenn

1. der Vormund mehr als zehn Vormundschaften führt oder
2. die für die Führung der Vormundschaft erforderliche Zeit voraussichtlich 20 Wochenstunden nicht unterschreitet.

(2) Trifft das Familiengericht die Feststellung nach Absatz 1 Satz 1, so hat es dem Vormund oder dem Gegenvormund eine Vergütung zu bewilligen. Ist der Mündel mittellos im Sinne des § 1836d des Bürgerlichen Gesetzbuchs, so kann der Vormund die nach Satz 1 zu bewilligende Vergütung aus der Staatskasse verlangen.

Rechtsprechung zu § 1 VBVG

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Literatur im Internet zu § 1 VBVG

Querverweise

Auf § 1 VBVG verweisen folgende Vorschriften:
    VBVG
      Vergütung des Vormunds
        § 3 (Stundensatz des Vormunds)
     
      Sondervorschriften für Betreuer
        § 4 (Stundensatz und Aufwendungsersatz des Betreuers)
        § 6 (Sonderfälle der Betreuung)
        § 7 (Vergütung und Aufwendungsersatz für Betreuungsvereine)

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