Rechtsprechung
   OVG Sachsen, 15.08.1996 - 3 S 465/96   

3. Marienbrücke

Kommunalverfassungsstreit, § 42 Abs. 2 VwGO analog;

§ 123 VwGO, zur Zulässigkeit der Vorwegnahme der Hauptsache

Volltextveröffentlichungen

Zeitschriftenfundstellen

  • DVBl 1997, 1287
  • NVwZ 1997, 802



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Wird zitiert von ... (5)  

  • VGH Baden-Württemberg, 09.03.2004 - 4 S 675/02  

    Beteiligungsrechte der Frauenvertreterin nicht gerichtlich durchsetzbar

    Denn unabhängig davon, dass die Möglichkeit körperschaftsinterner Auseinandersetzungen jeder Kompetenzverteilung immanent ist, erfolgt die Kompetenzzuweisung grundsätzlich nicht zum Schutze "eigennützig" wahrzunehmender Interessen der kompetenzbelehnten Stelle, sondern dient in der Regel allein dem einwandfreien und reibungslosen Funktionsablauf innerhalb der Gesamtorganisation und damit der Wahrung öffentlicher Interessen (vgl. Wißmann, ZBR 2003, 303; Martensen, JuS 1995, 989; Schoch, JuS 1987, 786; Bethge, DVBl. 1980, 313; Papier, DÖV 1980, 294; s. auch OVG Sachsen, Beschlüsse vom 15.08.1996, LKV 1997, 229 f., sowie vom 25.09.1998, NJW 1999, 2832 f.; OVG Berlin, Urteil vom 31.08.1999, LKV 2000, 453 ff.).
  • VG Leipzig, 07.02.2000 - 6 K 1699/97  

    Kommunalverfassungsstreit Organstreitverfahren schriftlicher Antrag Begründung

    Ein Streit zwischen Funktionssubjekten, die einer gemeinsamen Gesamtorganisation angehören, ist aber in einem Organstreitverfahren zu entscheiden (SächsOVG, Beschl. v. 6.2.1997, Az.: - 3 S 680/96 -; Beschl. v. 15.8.1996, Az.: - 3 S 465/96 -; vgl. auch OVG Rh. -Pf, Urt. v. 6.2.1996, NVwZ-RR 1997, S. 241 ff., 24 1).
  • VG Dresden, 14.04.2004 - 12 K 2496/01  
    Dabei ist an dieser Stelle das in § 56 Abs. 2 Satz 2 SächsGemO enthaltene Vorschlagsrecht noch nicht näher zu qualifizieren, denn selbst in verfahrensrechtlichen Bestimmungen kann ein organschaftliches Recht zum Ausdruck kommen (vgl. BVerwGE 53 23, 31 f.; vor allem SächsOVG Beschl. v. 15.08.1996 - 3 S 465/96, in: SächsVBl. 1997, 13 f.; Bad.-Württ.VGH NvwZ-RR 1990, 369; Kunze/Bronner/Katz, Gemeindeordnung für Baden-Württemberg, 11. Lieferung, Stand: September 2000, zu dem wortgleichen § 50 Bad.-Württ.GemO, Rz. 3 ff., insbesondere Rz. 6 und 5), so daß in der Zulässigkeitsprüfung nicht vertieft werden muß, wie ein solches Recht in § 56 Abs. 2 Satz 2 SächsGemO im einzelnen ausgestaltet ist.
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  • VG Freiburg, 20.02.2006 - 1 K 351/06  

    Verletzung des Rederechts eines Gemeinderatsmitglieds

    Der Antragsteller kann sich insoweit auf sein aus dem freien Mandat abzuleitendes Rederecht (§§ 24 Abs. 1, 25 Abs. 1, 37 Abs. 1 GemO) und Antragstellungsrecht während der Gemeinderatssitzung berufen (vgl. Gern, Kommunalrecht Baden-Württemberg, 9. Aufl. 2005, Rdnr. 267; VGH Bad.-Württ., Beschl. vom 04.11.1993 - 1 S 953/93 -, VBlBW 1994, 99 zum Rederecht; Sächs. OVG, Beschl. vom 15.08.1996 - 3 S 465/96 -, DVBl. 1997, 1287; OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. vom 21.12.1988 - 15 A 951/87 -, NVwZ-RR 1989, 380 zum Antragsrecht); der Oberbürgermeister leitet nach § 36 Abs. 1 Satz 1 GemO die Sitzungen des Gemeinderates als dessen Vorsitzender (§ 42 Abs. 1 Satz 1 GemO).
  • OVG Sachsen, 07.03.1997 - 3 S 129/97  
    Die Vorwegnahme der Hauptsache durch den Erlass einer einstweiligen Anordnung ist im Organstreitverfahren notwendig, wenn andernfalls irreversible Rechtsverluste eintreten würden (im Anschluss an SächsOVG, Beschl. v. 15.8.1996 - 3 S 465/96).
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