Rechtsprechung
   BGH, 30.04.1991 - VI ZR 178/90   

AIDS-kranker Blutspender

§ 823 BGB, Sorgfaltspflichten des Krankenhauses bei der Auswahl von Spendern;

§ 286 ZPO, Anscheinsbeweis für Ansteckung bei Nichzugehörigkeit zu einer Risikogruppe;

§ 847 BGB (seit 1.8.02: § 253 Abs. 2 BGB), § 287 ZPO, Schmerzensgeldrente vor Krankheitsausbruch wegen Leidensdrucks

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Alpmann Schmidt

    BGB § 823; ZPO § 286

  • Jurion
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Übertragung des HIV-Virus als Gesundheitsbeschädigung; Darlegungs- und Beweislast bei Übertragung von Blut eines an Aids erkrankten Spenders

Kurzfassungen/Presse (3)

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)
  • rechtinco.de (Leitsatz)
  • ciper.de (Auszüge und Entscheidungsanmerkung)

    HIV-Infektion durch Blutübertragung

Besprechungen u.ä.

  • ciper.de (Auszüge und Entscheidungsanmerkung)

    HIV-Infektion durch Blutübertragung

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 114, 284
  • NJW 1991, 1948
  • MDR 1991, 728
  • FamRZ 1991, 918
  • VersR 1991, 816



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Wird zitiert von ... (36)  

  • BGH, 14.06.2005 - VI ZR 179/04  

    Verurteilung des Krankenhausträgers, der einem Notfallpatienten 1985

    a) Zur Anwendbarkeit des Anscheinsbeweises für eine HIV-Infektion durch die Verabreichung von Blutprodukten (im Anschluß an BGHZ 114, 284).

    Darunter fällt jedes Hervorrufen eines von den normalen körperlichen Funktionen nachteilig abweichenden Zustandes; unerheblich ist, ob Schmerzzustände auftreten, ob eine tiefgreifende Veränderung der Befindlichkeit eingetreten ist (vgl. Senatsurteil BGHZ 114, 284, 289 sowie BGHSt 36, 1, 6 f. und 36, 262, 265 - zu HIV; BGHZ 8, 243, 246 und BGH, Urteil vom 14. Dezember 1953 - III ZR 183/52 - VersR 1954, 116, 117, insoweit nicht in BGHZ 11, 227 - zu Lues) oder ob es zum Ausbruch der Immunschwächekrankheit AIDS gekommen ist (vgl. Senatsurteil BGHZ 114, 284, 289; BGHSt 36, 1, 6).

    Ebenso wie in BGHZ 114, 284 ff. nötigt die vorliegende Fallgestaltung nicht zur Entscheidung der Frage, ob jeder Dritte in den Schutzbereich der Pflicht zur nachträglichen Sicherungsaufklärung fällt (vgl. BGHZ 126, 386, 393; von Gerlach aaO 154; weitergehend Staudinger/Hager, BGB, 13. Bearbeitung, § 823, Rn. B 24 f.).

    Jedenfalls der Ehepartner oder ein ständiger Lebensgefährte des Patienten muß in den Schutzbereich der Sicherungsaufklärung einbezogen sein (vgl. Senatsurteil BGHZ 114, 284, 290).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 28.09.2001 - 8 A 3943/00  

    Stichtagsregelung verfassungsgemäß: Entschädigung aus der HIV-Stiftung für

    Zur Umsetzung der Erkenntnisse im Blutspendewesen neben den Genannten noch die Beiträge von Bove und Beal ("Measures other than Laboratory Testing to Exclude Donors ...")in Petricciani, The Safety of Blood and Blood Products, 1987, S. 125 ff., 131 f. Vgl. auch BGH, Urteil vom 30. April 1991 - VI ZR 178/90 -, BGHZ 114, 284 zur zentralen Bedeutung einer Aufklärung der Blutspender über ihre Zugehörigkeit zu Risikogruppen während einer Zeit, in der AIDS-Tests noch nicht verfügbar waren.

    Rechtsgutachten für den 3. Untersuchungsausschuss, BT-Drs 12/8591 S. 510- 616. Aus der Rechtsprechung vgl. BGH, Urteil vom 11. Dezember 1990 - VI ZR 151/90 (Verwendung eines nicht virusinaktivierten PPSB); Urteil vom 30. April 1991 - VI ZR 178/90 (Beweislast bei HIV- infizierten Blutprodukten); LG Aachen, Urteil vom 23. November 1984 - 4 O 365/93 - (Amtshaftung für HIV-kontaminiertes Faktor-VIII-Produkt); zu den Beweisanforderungen noch: OLG Stuttgart, Urteil vom 26. September 2000 - 14 U 32/00 -; OLG Hamm, Urteil vom 23. Oktober 1996 - 3 U 200/95 -, NJW-RR 1997, 217; OLG Celle, Urteil vom 12. Juni 1996 - 9 U 204/95 -, NJW-RR 1997, 1456; LG Kleve, Urteil vom 25. Oktober 1990 - 4 O 211/89 -, NJW 1991, 761; LG Heidelberg, Urteil vom 31. Januar 1990 - 3 O 231/89 -, NJW 1990, 2941.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 28.09.2001 - 8 A 3944/00  

    Stichtagsregelung verfassungsgemäß: Entschädigung aus der HIV-Stiftung für

    Zur Umsetzung der Erkenntnisse im Blutspendewesen neben den Genannten noch die Beiträge von Bove und Beal ("Measures other than Laboratory Testing to Exclude Donors ...")in Petricciani, The Safety of Blood and Blood Products, 1987, S. 125 ff., 131 ff. Vgl. auch BGH, Urteil vom 30. April 1991 - VI ZR 178/90 -, BGHZ 114, 284 zur zentralen Bedeutung einer Aufklärung der Blutspender über ihre Zugehörigkeit zu Risikogruppen während einer Zeit, in der AIDS-Tests noch nicht verfügbar waren.

    Rechtsgutachten für den 3. Untersuchungsausschuss, BT-Drs 12/8591 S. 510- 616. Aus der Rechtsprechung vgl. BGH, Urteil vom 11. Dezember 1990 - VI ZR 151/90 (Verwendung eines nicht virusinaktivierten PPSB); Urteil vom 30. April 1991 - VI ZR 178/90 (Beweislast bei HIV- infizierten Blutprodukten); LG Aachen, Urteil vom 23. November 1984 - 4 O 365/93 - (Amtshaftung für HIV-kontaminiertes Faktor-VIII-Produkt); zu den Beweisanforderungen noch: OLG Stuttgart, Urteil vom 26. September 2000 - 14 U 32/00 -; OLG Hamm, Urteil vom 23. Oktober 1996 - 3 U 200/95 -, NJW-RR 1997, 217; OLG Celle, Urteil vom 12. Juni 1996 - 9 U 204/95 -, NJW-RR 1997, 1456; LG Kleve, Urteil vom 25. Oktober 1990 - 4 O 211/89 -, NJW 1991, 761; LG Heidelberg, Urteil vom 31. Januar 1990 - 3 O 231/89 -, NJW 1990, 2941.

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