Rechtsprechung
   BGH, 11.05.1979 - V ZR 75/78   

Abgepreßtes Grundstück

§§ 123, 124 BGB, Verhältnis des Anfechtungsrecht zur cic (nunmehr § 311 Abs. 2 BGB <Fassung seit 1.1.02>), § 278 BGB;

§ 206 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 210 Abs. 1 BGB <Fassung seit 1.1.02>);

§§ 1629 Abs. 2 Satz 1, 1795 Abs. 1 Nr. 1 BGB, Möglichkeit der formlosen Genehmigung des schwebend unwirksamen Geschäfts durch den Ehegatten nach Scheidung

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Alpmann Schmidt

    BGB § 123, § 124, § 276

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Rechtsstellung des durch rechtswidrige Drohung zum Abschluß eines Vertrages veranlaßten Vertragspartners

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1979, 1983
  • WM 1979, 915
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Wird zitiert von ... (30)  

  • BGH, 26.09.1997 - V ZR 29/96  

    Vermögensschaden bei Verschulden bei Vertragsschluß

    Das gilt auch dann, wenn im Einzelfall eine Anfechtung nicht in Betracht kommt, weil die Frist versäumt ist (§ 124 BGB) oder weil es an der Arglist fehlt (s. nur BGH, Urt. v. 31. Januar 1962, VIII ZR 120/60, NJW 1962, 1197; Urt. v. 28. Februar 1968, VIII ZR 210/65, NJW 1968, 986; Urt. v. 23. April 1969, IV ZR 780/68, NJW 1969, 1625; Senat, Urt. v. 27. Februar 1974, V ZR 85/72, NJW 1974, 849; Urt. v. 11. Mai 1979, V ZR 75/78, NJW 1979, 1983).

    Zum anderen hat er aber auch auf die unterschiedlichen Voraussetzungen hingewiesen: Die Anfechtung schützt die freie Selbstbestimmung auf rechtsgeschäftlichem Gebiet gegen unerlaubte Mittel der Willensbeeinflussung, und zwar unabhängig vom Eintritt eines Schadens; die Rückgängigmachung nach c. i. c. - Grundsätzen oder aufgrund deliktsrechtlicher Normen verlangt auf der Tatbestandsseite den Eintritt eines Schadens (vgl. Senat, Urt. v. 11. Mai 1979, V ZR 75/78, NJW 1979, 1983, 1984; ebenso Schubert, AcP 168, 470, 504 ff., 505).

    Neben Entscheidungen, in denen dies offensichtlich geschehen ist (vgl. Senat, Urt. v. 18. Dezember 1981, V ZR 207/80, WM 1982, 428, 429; BGH, Urt. v. 27. September 1988, XI ZR 4/88, WM 1988, 1685, 1688; Urt. v. 19. Dezember 1989, XI ZR 29/89, WM 1989, 681, 683 f.; Urt. v. 13. November 1990, XI ZR 268/89, NJW 1991, 694, 695; BGHZ 115, 213, 221; s. auch OLG Stuttgart, WM 1987, 1260, 1262; OLG Köln, WM 1987, 1292, 1293), finden sich auch solche Urteile, in denen die Frage jedenfalls nicht zum Gegenstand der Erörterung gemacht worden ist (vgl. BGH, Urt. v. 31. Januar 1962, VIII ZR 120/60, NJW 1962, 1197; Urt. v. 28. Februar 1968, VIII ZR 210/65, NJW 1968, 986; BGHZ 69, 53; Senat, Urt. v. 11. Mai 1979, V ZR 75/78, NJW 1979, 1983; BGH, Urt. v. 30. April 1986, VIII ZR 112/85, ZIP 1986, 984; Urt. v. 9. Oktober 1989, II ZR 257/88, NJW-RR 1990, 229), mag auch im Einzelfall ein Vermögensschaden vorgelegen haben (etwa in den Fällen BGH, Urt. v. 31. Januar 1962, VIII ZR 120/60, NJW 1962, 1197; Urt. v. 28. Februar 1968, VIII ZR 210/65, NJW 1968, 986; vgl. auch Senat, Urt. v. 18. Dezember 1981, V ZR 207/80, WM 1982, 428; BGH, Urt. v. 16. Januar 1985, VIlI ZR 317/83, WM 1985, 463).

  • BGH, 25.04.2006 - XI ZR 106/05  

    Immobilienanlagen - Verschuldenszurechnung: kreditfinanzierte Fondsbeteiligung

    Anstelle der Anfechtung auch des Darlehensvertrages kann der über die Fondsbeteiligung getäuschte Anleger und Kreditnehmer, etwa wenn die Anfechtungsfrist des § 124 Abs. 1 BGB verstrichen ist (vgl. BGH, Urteil vom 11. Mai 1979 - V ZR 75/78, WM 1979, 915) oder wenn es ausnahmsweise an der notwendigen Arglist fehlt (vgl. BGH, Urteil vom 27. September 1997 - V ZR 29/96, WM 1997, 2309, 2311), bei einem verbundenen Vertrag (§ 9 Abs. 1 VerbrKrG) im Falle eines Vermögensschadens einen Schadensersatzanspruch aus Verschulden bei Vertragsschluss gegen die kreditgebende Bank geltend machen.
  • BGH, 14.03.2003 - V ZR 308/02  

    Immobilienmakler - Verkäufer muss nicht über Innenprovision aufklären

    Der hiernach begründete Schadensersatzanspruch der Klägerin wegen Verletzung einer besonderen vertraglichen Beratungspflicht wird durch eine Anfechtung des mit der Beklagten zu 4 geschlossenen Kaufvertrages nicht berührt (vgl. Senat, Urt. v. 11. Mai 1979, V ZR 75/78, NJW 1979, 1983; BGH, Urt. v. 18. September 2001, X ZR 107/00, NJW-RR 2002, 308, 309 f jeweils für das Verhältnis zwischen Anfechtung und culpa in contrahendo).
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  • BGH, 24.03.2006 - V ZR 173/05  

    Immobilien - Keine unerhebliche Pflichtverletzung bei arglistiger Täuschung!

    Wird der Abschluss eines Vertrags durch arglistiges Verhalten einer Partei herbeigeführt, so verdient deren Vertrauen in den Bestand des Rechtsgeschäfts keinen Schutz (vgl. Senat, Urt. v. 11. Mai 1979, V ZR 75/78, NJW 1979, 1983, 1984).
  • BGH, 08.12.2006 - V ZR 249/05  

    Immobilien - Schadensersatz wegen arglistigen Verschweigens

    Der so handelnde Verkäufer verdient keinen Schutz vor den mit der Rückabwicklung des Vertrages verbundenen wirtschaftlichen Nachteilen (vgl. hierzu auch Senat, Urt. v. 24. März 2006, V ZR 173/05, NJW 2006, 1960, 1961 mit zust. Anm. Saenger, BGHReport 2006, 826, 827; Urt. v. 11. Mai 1979, V ZR 75/78, NJW 1979, 1983, 1984).
  • BGH, 24.11.1995 - V ZR 40/94  

    Makler als Erfüllungsgehilfe

    Dies entspricht der Rechtsprechung des Senats (Urt. v. 11. Mai 1979, V ZR 75/78, NJW 1979, 1983 f).
  • BAG, 24.02.2011 - 6 AZR 626/09  

    Aufhebungsvertrag - Anfechtung - Wegfall der Geschäftsgrundlage -

    Schadensersatzansprüche wegen Verschuldens bei Vertragsanbahnung können also statt der Anfechtung und insbesondere auch nach Ablauf der Frist des § 124 BGB erhoben werden (BGH 11. Mai 1979 - V ZR 75/78 - NJW 1979, 1983).

    Die arglistige Täuschung kann also zu einem Schadensersatzanspruch auf Schuldbefreiung führen (st. Rspr. seit 31. Januar 1962 - VIII ZR 120/60 - NJW 1962, 1196; vgl. auch 11. Mai 1979 - V ZR 75/78 - NJW 1979, 1983 mit ausführlichen Nachw. aus der Rspr. des B GH sowie aus neuerer Zeit 18. September 2001 - X ZR 107/00 - NJW-RR 2002, 308).

  • BGH, 18.09.2001 - X ZR 107/00  

    Rückabwicklung eines durch Täuschung und Drohung einer Vertragspartei zustande

    Im Bereich der Arglistanfechtung entspricht es daher gefestigter Rechtsprechung, daß eine arglistige Täuschung in der Regel zugleich eine Haftung wegen Verschuldens bei Vertragsschluß begründet mit der Folge, daß Rechte aus dem mit der Täuschung herbeigeführten Vertrag nicht geltend gemacht werden können (vgl. BGH, Urt. v. 11.5.1979 - V ZR 75/78, NJW 1979, 1863, 1864 m.w.N.).

    Für sie gilt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes nicht, auch nicht analog, die Jahresfrist des § 124 BGB (vgl. BGH, Urt. v. 11.5.1979, aaO, s. a. BGH, Urt. v. 26.9.1997 - V ZR 29/96, MDR 1998, 25 = NJW 1998, 302).

  • BGH, 04.07.2002 - IX ZR 153/01  

    Rechtsanwälte - Gesetzwidrige Drohung bei verweigerter Gebührenvereinbarung

    Nach gefestigter, schon durch das Reichsgericht eingeleiteter Rechtsprechung begründet der Tatbestand einer Drohung oder arglistigen Täuschung außer der Anfechtungsmöglichkeit auch einen Schadensersatzanspruch wegen Verschuldens beim Vertragsschluß, der dem Bedrohten oder Getäuschten das Recht gibt, auch ohne Ausübung eines Gestaltungsrechts Befreiung von der eingegangenen Verbindlichkeit zu verlangen (BGH, Urt. v. 11. Mai 1979 - V ZR 75/78, NJW 1979, 1983 f; v. 3. Februar 1999 - VIII ZR 14/98, WM 1999, 1034, 1035; vgl. ferner die Nachweise im Urt. v. 24. Oktober 1996 - IX ZR 4/96, WM 1997, 77, 78), sofern dem Betroffenen durch den Vertragsschluß ein Schaden entstanden ist (BGH, Urt. v. 26. September 1997 - V ZR 29/96, WM 1997, 2309, 2311 f; v. 19. Dezember 1997 - V ZR 112/96, WM 1998, 939, 940 f).
  • BGH, 22.02.2005 - X ZR 123/03  

    Arglistige Täuschung über die Entgeltlichkeit eines Vertrages über die Aufnahme

    Die Abweisung der Klage begegnet auch nicht etwa deshalb rechtlichen Bedenken, weil die Rechtsprechung nach den Grundsätzen des Verschuldens bei Vertragsschluß eine Verantwortlichkeit bereits dann anerkennt, wenn eine Partei auch nur fahrlässig einen zum Vertragsschluß führenden Irrtum der anderen Partei veranlaßt hat (vgl. z.B. BGH, Urt. v. 07.02.1968 - VIII ZR 139/66, NJW 1968, 985, 987; Urt. v. 26.09.1997 - V ZR 29/96, NJW 1998, 302, 303 ff.) und die Vertragserfüllung dann unter dem Gesichtspunkt eines Schadensersatzanspruchs verweigert werden kann (vgl. z.B. BGH, Urt. v. 11.05.1979 - V ZR 75/78, NJW 1979, 1983 m.w.N.; Urt. v. 26.09.1997 aaO).
  • OLG Saarbrücken, 14.12.2004 - 4 U 478/02  

    Immobilien - Rückabwicklung des Kaufvertrages wegen culpa in contrahendo

  • BSG, 24.01.2008 - B 3 KR 2/07 R  

    Krankenversicherung - nichtärztlicher Leistungserbringer - Geltung der

  • OLG Nürnberg, 16.07.2004 - 5 U 2383/03  

    Zur ärztliche Aufklärung vor dem Einsetzen einer Hüftkopfendoprothese und zum

  • BGH, 24.10.1996 - IX ZR 4/96  

    Pflichten des Rechtsanwalts bei Entziehung des Mandats

  • OLG Saarbrücken, 24.04.2002 - 1 U 784/01  

    Bürgschaft - fällt sie unter das HWiG oder das VerbrKrG?

  • OLG Braunschweig, 30.01.2003 - 8 U 29/02  

    Nichteinhaltung der Belieferungsvereinbarung zwischen dem Landesapothekerverband

  • OLG Brandenburg, 30.09.2009 - 3 U 137/08  

    Bankrecht - Aufklärungspflichten: Verjährung von Schadensersatzansprüchen

  • BGH, 22.02.1984 - IVa ZR 63/82  

    Voraussetzung eines unbefristeten Leistungsverweigerungsrechts des Versicherers;

  • BAG, 17.07.1997 - 8 AZR 257/96  

    Schadensersatz bei vorzeitig beendetem Berufsausbildungsverhältnis -

  • BGH, 03.02.1998 - X ZR 18/96  

    Patentrecht - Krankenhausmüllentsorgungsanlage: Anfechtung von Lizenzvertrag

  • BGH, 04.11.1987 - VIII ZR 313/86  

    Haftung des Leasinggebers für vertragswidrige Erklärungen des Lieferanten

  • VG Weimar, 19.06.2002 - 1 K 1355/00  
  • OLG Schleswig, 20.02.2003 - 5 U 160/01  

    Gestörte Abwicklung einer Verpflichtung zur Sacheinlage in eine

  • BGH, 15.03.1990 - I ZR 149/88  

    Aufwendungsersatzanspruch des Auftragnehmers bei Kündigung eines

  • LG Bonn, 14.11.2007 - 5 S 126/07  

    Arglistige Täuschung; Indizien; irreführende Werbeaktion; Omnibuswerbung

  • BAG, 28.01.1987 - 5 AZR 323/86  

    Tarifverträge: Nachwirkung, Neuregelung der Vergütung, Anfechtung wegen Drohung,

  • OLG Hamm, 23.11.1981 - 4 REMiet 8/81  
  • BGH, 03.02.1998 - X ZR 181/96  

    "Krankenhausmüllentsorgungsanlage"; Anfechtung eines Lizenzvertrages

  • OLG Bamberg, 20.03.2008 - 4 U 24/08  

    Immobilienanlagen - Pflichtverletzung aus Prospekt

  • BGH, 24.10.1996 - X ZR 4/96  
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