Rechtsprechung
   BVerwG, 10.12.1971 - IV C 33.69; IV C 34.69; IV C 35.69   

Abgrabungen

§ 29 BauGB, bundesrechtlicher Begriff der "baulichen Anlage";

Abgrabungen sind keine baulichen Anlagen

Volltextveröffentlichungen

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    Zurückstellung bei Baugesuchen; Begriff der "baulichen Anlage" [Abgrabungen]

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerwGE 39, 154
  • MDR 1972, 444
  • DÖV 1972, 496
  • ZMR 1973, 116
  • DVBl 1972, 221
  • BauR 1972, 100



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Wird zitiert von ... (18)  

  • BVerwG, 19.12.1985 - 7 C 65.82  

    Wyhl

    Für solche und ähnliche wenig bedeutsamen Fälle, die bodenrechtlich von nur geringem Gewicht sind, dürfen daher die Länder die §§ 30 ff. BBauG dadurch außer Anwendung lassen, daß sie auf eine bauaufsichtliche Genehmigung oder Zustimmung oder auf eine Anzeigepflicht verzichten; ein derart eingeschränkter Vorbehalt für landesrechtliche Regelungen ist - unbeschadet des Umstandes, daß der Begriff des Vorhabens in § 29 BBauG bundesrechtlicher Art ist und keine Verweisung auf das Landesrecht enthält (vgl. dazu BVerwGE 39, 154 [156 f.] und 44, 59 [60 f.]) -, verfassungsrechtlich zulässig, weil er die prinzipiell einheitliche bundesgesetzliche Regelung nicht in Frage stellt.
  • BVerwG, 03.12.1992 - 4 C 27.91  

    Bauplanungsrecht: Beurteilung von Werbeanlagen als bauliche Anlage

    a) Der Begriff »bauliche Anlage« im Sinne des § 29 Satz 1 BauGB gehört dem Bundesrecht an (vgl. BVerwG, Urteil vom 10. Dezember 1971 - BVerwG 4 C 33.69 - BVerwGE 39, 154 [156 ff.]; Urteil vom 31. August 1973 - BVerwG 4 C 33.71 - BVerwGE 44, 59 [60 f.]).
  • VGH Baden-Württemberg, 09.08.2002 - 3 S 1517/02  

    Rechtsschutzbedürfnis bei Zurückstellung des Baugesuchs

    Der Zurückstellungsbescheid stellt damit einen eigenständigen, die Gemeinde begünstigenden und den Bauherrn belastenden Verwaltungsakt dar, gegen den der Bauherr in der Hauptsache mit Widerspruch und Anfechtungsklage vorgehen kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 10.12.1971 - BVerwGE 39, 154; BGH, Beschluss vom 26.7.2001 - III ZR 206/00 -; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 8.9.1998 - 3 S 87/96 -; Beschluss vom 28.1.1991 - 8 S 2238/90 - VBlBW 1991, 260; OVG Münster, Beschluss vom 26.1.2000 - 7 B 2023/99 - NVwZ-RR 2001, 17; Beschluss vom 21.11.1994 - 2 S 28.94 - NVwZ 1995, 399; Grauvogel in Brügelmann, Kommentar zum BauGB, Stand September 2001, § 15 Rdnr. 39; Hill, BauR 1981, Seite 523, 532; Lemmel in Schlichter, Berliner Kommentar zum BauGB, 2. Auflage, § 15 BauGB Rdnr. 18 ff.; Reidt in Gelzer/Bracher/Reidt, Bauplanungsrecht, 6. Auflage, Seite 779; a.A. Bielenberg in Ernst-Zinkahn-Bielenberg, Kommentar zum BauGB, Stand 26.6.2002, § 15 BauGB Rdnr. 72 sowie Jäde in Jäde/Dirnberger/Weiss, Kommentar zum BauGB/BauNVO, 2. Auflage, § 15 BauGB Rdnr. 21 ff. und Gaentzsch, Kommentar zum BauGB, § 15 Rdnr. 3).

    Die Ausführungen in dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 10.12.1971 - IV C 33-35.69 (BVerwGE 39, 154ff. = DÖV 1972, 496f.) - sprechen entgegen der Auffassung der Klägerin nicht für die Zulässigkeit der isolierten Anfechtungsklage gegen einen Zurückstellungsbescheid in Fällen der vorliegenden Art; denn diese Entscheidung betraf ein nur anzeigepflichtiges, nicht aber ein genehmigungspflichtiges Vorhaben.

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