Rechtsprechung
| BGH, 25.11.1999 - VII ZR 22/99 |
Abtretungsverbot gegenüber Nachunternehmer
§ 399 BGB, Abtretungsauschluß mit Zustimmungsvorbehalt, § 242 BGB, keine unbillige Verweigerung der Zustimmung
Volltextveröffentlichungen (10)
- lexetius.com
BGB §§ 399
- IWW
- Alpmann Schmidt
- rws-verlag.de
Wirksamkeit einer zustimmungspflichtigen Abtretung bei unbilliger Verweigerung der Zustimmung
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Abtretungsausschluß in Allgemeinen Geschäftsbedingungen
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
AGB - Abtretungsausschluss in Allgemeinen Geschäftsbedingungen
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
AGB-Werkvertrag: Abtretungsausschluß mit Zustimmungsvorbehalt - Unbillige Verweigerung der Einwilligung
- ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Wirksamkeit einer zustimmungspflichtigen Abtretung bei unbilliger Verweigerung der Zustimmung
Kurzfassungen/Presse (2)
- zbb-online.com (Leitsatz)
BGB §§ 399, 242
Wirksamkeit einer zustimmungspflichtigen Abtretung bei unbilliger Verweigerung der Zustimmung - finanztip.de (Kurzinformation)
Wirksamkeit eines Abtretungsverbots
Besprechungen u.ä. (2)
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Abtretung von Werklohnansprüchen: Darf die erforderliche Zustimmung beliebig verweigert werden? (IBR 2000, 111)
- EWiR-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 2,90 €) (Entscheidungsbesprechung)
Wirksamkeit einer zustimmungspflichtigen Abtretung bei unbilliger Verweigerung der Zustimmung
Zeitschriftenfundstellen
- ZIP 2000, 78
- MDR 2000, 263
- WM 2000, 182
- BauR 2000, 569
- BB 2000, 220
- NJW-RR 2000, 1220
- NZBau 2000, 245
- ZfBR 2000, 75 (Ls.)
- ZfBR 2000, 175
- IBR 2000, 111
- DB 2000, 418 (Ls.)
Wird zitiert von ... (11)
- BGH, 13.07.2006 - VII ZR 51/05
AGB - Abtretungsausschluß in Allgemeinen Geschäftsbedingungen
Eine derartige Klausel ist nur dann nach § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB unwirksam, wenn ein schützenswertes Interesse des Verwenders an dem Abtretungsverbot nicht besteht oder die berechtigten Belange des Vertragspartners an der freien Abtretbarkeit vertraglicher Ansprüche das entgegenstehende Interesse des Verwenders überwiegen (st. Rspr., zuletzt Senat, Urteil vom 25. November 1999 - VII ZR 22/99, IBR 2000, 111 = BauR 2000, 569, 570 = ZfBR 2000, 175 = NZBau 2000, 245).a) Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass sowohl die Vereinbarung eines abgeschwächten wie auch, wie hier, eines uneingeschränkten Abtretungsausschlusses in Allgemeinen Geschäftsbedingungen grundsätzlich unbedenklich ist (vgl. BGH, Urteile vom 15. Juni 1989 - VII ZR 205/88, BGHZ 108, 52, 54 f., vom 29. Juni 1989 - VII ZR 211/88, BGHZ 108, 172, 174 f., vom 30. Oktober 1990 -- IX ZR 239/89, NJW-RR 1991, 763 und vom 25. November 1999 - VII ZR 22/99, BauR 2000, 569, 570 = ZfBR 2000, 175 = NZBau 2000, 245).
Dass die formularmäßige Vereinbarung eines Abtretungsverbots grundsätzlich auch dann unbedenklich ist, wenn die Klausel in einem Werkvertrag enthalten ist, hat der Senat bereits entschieden (Senat, Urteile vom 28. November 1968 -- VII ZR 157/66, BGHZ 51, 113, 116 f. (zur Rechtslage vor Inkrafttreten des AGB- Gesetzes), vom 29. Juni 1989 - VII ZR 211/88, BGHZ 108, 172, 174 f. und vom 25. November 1999 - VII ZR 22/99, BauR 2000, 569, 570 = ZfBR 2000, 175 = NZBau 2000, 245).
- KG, 01.09.2003 - 12 U 328/01
Wirksamkeit eines Abtretungsausschlusses mit Zustimmungsvorbehalt für …
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist ein Abtretungsausschluss mit Zustimmungsvorbehalt grundsätzlich zulässig und kann auch in Allgemeinen Geschäftsbedingungen vereinbart werden (BGH NJW-RR 2000, 1220, 1221 m. w. N.).Maßgeblich für die Beurteilung der Zulässigkeit ist die bei der Vereinbarung des Abtretungsausschlusses mit Zustimmungsvorbehalt bestehende Interessenlage, wobei eine generalisierende, typisierende Sicht und nicht die Besonderheiten des Einzelfalles ausschlaggebend sind (BGH NJW 1990, 1601, 1602; NJW-RR 2000, 1220, 1221).
Zwar lieegt es auf der Hand, dass eine Zustimmung zu einer Abtretung vom Schuldner nicht unbillig verweigert werden darf (BGH NJW-RR 2000, 1220), doch dürfte der entsprechende Anspruch dem Gläubiger/Vertragspartner des Schuldners, hier also der Erblasserin und nach deren Tod gemäß § 1922 BGB dem Streitverkündeten zustehen und nicht der Klägerin.
- KG, 28.06.2007 - 2 U 37/05
Zwangsvollstreckung: Schiedsfähigkeit eines Anspruchs auf Klauselerteilung; …
Die vom Kläger angeführte Entscheidung BGH NJW-RR 2000, 1220 betrifft den Fall eines Abtretungsverbots in AGB des Schuldners.Nach der Rechtsprechung des BGH ist die Berufung des Schuldners auf eine (bei typisierender Abwägung, vgl. BGH NJW 1990, 1601, 1602) in der Regel wirksame AGB-Klausel mit Zustimmungsvorbehalt missbräuchlich, wenn ein schutzwürdiges Interesse des Verwenders am Abtretungsverbot entfallen ist (s. BGH NJW-RR 2000, 1220, 1221 unter Hinweis auf BGH NJW 1995, 665).
- AG Frankfurt/Main, 20.04.2006 - 31 C 3120/05
DFB muss Fußballfan bei Ebay gekaufte WM-Karten ausstellen // Gericht sieht …
Der Abtretungsausschluß mit Zustimmungsvorbehalt kann auch in AGB vereinbart werden (vgl. BGH NJW-RR 2000, 1220, Palandt, a.a.O. § 399 Rn. 10.) und ist auch im Hinblick auf § 307 BGB grundsätzlich wirksam.Ein unbilliges Verweigern ist regelmäßig dann anzunehmen, wenn ein schützenswertes Interesse des Schuldners an dem Verbot nicht mehr besteht oder die berechtigten Belange des Vertragspartners an der Abtretbarkeit der Forderung nunmehr überwiegen (vgl. BGH NJW-RR 2000, 1220).
- BGH, 03.03.2004 - VIII ZR 124/03
Mietrecht - Verfahrensbeteiligte an Mieterhöhungsverfahren
Eine Rechtsausübung ist - auch ohne daß die Voraussetzungen des § 226 BGB vorliegen - mißbräuchlich, wenn sie beachtliche Interessen eines anderen verletzt, ihr aber kein schutzwürdiges Eigeninteresse zugrunde liegt (BGH, Urteil vom 24. Februar 1994 - IX ZR 120/93, NJW 1994, 1351 = WM 1994, 623 unter II 2 m.w.Nachw.; vgl. auch BGH, Urteil vom 25. November 1999 - VII ZR 22/99, WM 2000, 182 = NJW-RR 2000, 1220 unter II 2 c;… Palandt/Heinrichs, aaO, § 242 Rdnr. 50;… MünchKommBGB/Roth, 4. Aufl., § 242 Rdnr. 537 f., 551 ff.). - BGH, 21.04.2004 - IV ZR 113/03
Reiserecht - Subsidiaritätsklausel in der Reiseversicherung
b) Der Bundesgerichtshof hat bereits wiederholt entschieden, daß sich ein Berufen auf ein in den Bedingungen vereinbartes Abtretungsverbot als rechtsmißbräuchlich darstellen kann, wenn das Verhalten des Versicherers nicht von einem beachtlichen, im Zweckbereich der Klausel liegenden Interesse gedeckt wird (Senatsurteile vom 4. Mai 1983 - IVa ZR 106/81 - VersR 1983, 823; vom 13. Juli 1983 - IVa ZR 226/81 - VersR 1983, 945 unter I;… vom 26. März 1997 aaO; vgl. ferner BGH, Urteile vom 20. Juni 1996 - I ZR 94/94 - NJW-RR 1996, 1393; vom 25. November 1999 - VII ZR 22/99 - WM 2000, 182). - OLG Rostock, 13.04.2006 - 7 U 108/03
Insolvenzrecht- Polnischer Konkursverwalter: Abtretung rechtshängiger Forderung
Der Verwender kann sich auf ein solches Verbot jedoch dann nicht berufen, wenn er daran kein schützenswertes Interesse hat, oder wenn die berechtigten Belange seines Vertragspartners an einer Abtretung überwiegen (vgl. BGH, Urteil vom 08.12.1975, II ZR 64/74, BGHZ 65, 364, 366; Urteil vom 15.06.1989, VII ZR 205/88, BGHZ 108, 52, 55; Urteil vom 25.11.1999, VII ZR 22 /99, ZIP 2000, 78 f.). - OLG Köln, 04.12.2000 - 16 U 56/00
Radfahrer haftet bei grobem Verkehrsverstoß
Der haftungsrechtliche Zurechnungszusammenhang entfällt (früher "Unterbrechung des Kausalzusammenhangs" BGH NJW 82, 573) anerkanntermaßen daher immer dann, wenn der weitere Schaden durch ein völlig ungewöhnliches und unsachgemäßes Verhalten des Dritten ausgelöst worden ist, da unter solchen Voraussetzungen zwischen den beiden Schadensbeiträgen bei wertender Betrachtung nur ein äußerlicher, gleichsam "zufälliger" Zusammenhang besteht und dem Erstschädiger ein Einstehenmüssen auch für diese Folgen deshalb billigerweise nicht mehr zugemutet werden kann, also das schädliche Verhalten bloßer äußerer Anlaß für das Verhalten des Dritten gewesen ist (vgl. beispielsweise BGH MDR 2000, 263 mwN; Jagusch/Hentschel (35.Aufl.) Straßenverkehrsrecht E 110 mwN). - OLG Celle, 19.02.2004 - 14 U 134/03
Bauvertrag - Abtretung trotz vereinbarter Abtretungbeschränkung wirksam!
Denn gemäß § 354 a HGB, der am 30. Juli 1994 in Kraft getreten und deshalb auf den im Jahr 1996 geschlossenen Werkvertrag anwendbar ist (anders als in der von der Beklagten zitierten Entscheidung des BGH in ZfBR 2000, S. 175 f., die einen im Jahre 1999 geschlossenen Vertrag betraf), ist die Abtretung einer Geldforderung trotz eines vereinbarten Abtretungsausschlusses wirksam; wenn es sich bei dem Schuldner wie hier - um eine juristische Person des öffentlichen Rechts handelt. - OLG Jena, 21.01.2003 - 5 U 1473/01
Bauvertrag - Bewertungs- und Freigabeklauseln unwirksam?
Allerdings sind entsprechende Regelungen zu den Anforderungen und Voraussetzungen einer Forderungsabtretung, wie sie in Ziffer 32 der "EVM (B) ZVB/E" enthalten sind, nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes wirksam und führt ein Verstoß gegen sie zur absoluten Unwirksamkeit der Abtretung (vgl.: BGH, ZIP 2000, S. 78 f.;… BGH, NJW 1997, S. 3434, 3435;… BGH, NJW-RR 1992, S. 790;… BGHZ 102, S. 293, 300;… BGHZ 112, S. 387, 389;… BGHZ 56, S. 173, 175;… BGHZ 40, S. 156, 161;… Staudinger, Kommentar zum BGB, 13. Bearbeitung 1999, B.: Busche, Rn. 62 und Rn. 65 Zu § 399 BGB). - OLG Köln, 19.01.2005 - 11 U 4/00
Bauvertrag - Vertragsstrafen häufig AGB-rechtlich unwirksam!
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