Rechtsprechung
   BGH, 18.06.1980 - VIII ZR 119/79   

Abtretungsverbot in Einkaufsbedingungen

§ 455 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 449 BGB <Fassung seit 1.1.02>), Kollision zwischen verlängertem Eigentumsvorbehalt des Vorlieferanten und Abtretungsverbot (§ 399 BGB) durch den Abnehmer: Abtretungsverbot verstößt grds. nicht gegen § 9 AGBG (Hinweis: vgl. jetzt allerdings § 354a HGB);

§ 932 BGB, § 366 HGB, regelmäßig grobe Fahrlässigkeit des Abnehmers, der in seinen Einkaufsbedingungen ein Abtretungsverbot aufstellt, mit dem er einen verlängerten Eigentumsvorbehalt vereitelt, wenn er sich nicht nach der Freiheit von Rechten Dritter erkundigt

Volltextveröffentlichungen

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 77, 274
  • NJW 1980, 2245
  • MDR 1981, 47
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Wird zitiert von ... (22)  

  • BGH, 09.02.1990 - V ZR 200/88  

    Formularmäßige Beschränkung der Abtretung des Anspruchs auf Rückgewähr einer

    a) Eine Vereinbarung, wonach die Abtretung einer Forderung von der Zustimmung des Schuldners abhängig gemacht wird, ist grundsätzlich auch in Allgemeinen Geschäftsbedingungen zulässig (BGHZ 77, 274, 275; 102, 293, 300; BGH Urt. v. 11. Mai 1989, VII ZR 150/88, BGHR BGB § 399 - Abtretungsausschluß 1; Urt. v. 29. Juni 1989, VII ZR 211/88, BGHR BGB § 399 - Abtretungsausschluß 2).

    Dieses Interesse an klarer und übersichtlicher Vertragsabwicklung hat der Bundesgerichtshof schon früher bei Kaufhäusern als Verwendern anerkannt, die vielfältige Geschäftsbeziehungen und zahlreiche Filialen unterhalten (BGHZ 77, 274, 275).

  • BGH, 09.07.1990 - II ZR 10/90  

    Haftung des Auftraggebers

    Sie stützt dabei ihre Auffassung, entgegen BGHZ 56, 228 treffe den Bauherrn bei der hier gegebenen Sachlage eine Pflicht zur Erkundigung nach den Eigentumsverhältnissen an den auf seinem Grundstück verbauten Materialien, auf ein Urteil des VIII. Zivilsenats des Bundesgerichtshofes (BGHZ 77, 274).

    Ob den Erwerber einer Sache eine Erkundigungspflicht trifft, ist daher im wesentlichen Tatfrage, die einer Nachprüfung in der Revisionsinstanz nur insoweit unterliegt, als Verstöße gegen § 286, gegen Denkgesetze oder Erfahrungssätze vorliegen (vgl. BGHZ 77, 274, 276 m.w.N.).

    Hierbei ist zunächst von Bedeutung, daß der Zweitkäufer - so auch in dem der Entscheidung BGHZ 77, 274 zugrunde liegenden Sachverhalt - vom Verarbeiter schon hergestellte Ware bezieht und sich daher bereits bei Abschluß des Kaufvertrages nach den Eigentumsverhältnissen erkundigen und gegebenenfalls auch bei den Lieferanten des Verarbeiters Nachfrage halten kann.

  • BGH, 10.11.2009 - VI ZR 247/08  

    Verjährung von Schadensersatzsansprüchen wegen eines ärztlichen

    Für den Gläubiger müssen konkrete Anhaltspunkte für das Bestehen eines Anspruchs ersichtlich sein und sich ihm der Verdacht einer möglichen Schädigung aufdrängen (zu § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB: vgl. BGH, Urteil vom 23. September 2008 - XI ZR 253/07 - a.a.O.; OLG Köln, GRUR-RR 2003, 187, 188; OLG Celle, OLG-Report 2009, 422 f.; Erman/Schmidt-Räntsch, a.a.O.; Palandt/Heinrichs, BGB, 68. Aufl., § 199, Rn. 36; vgl. Staudinger/Greger, BGB [2007], § 199, Rn. 54 f.; vgl. Bäune/Dahn, MedR 2004, 645, 653; Geiß/Greiner, a.a.O.; zu § 932 Abs. 2 BGB: BGHZ 77, 274, 277; BGH, Urteile vom 22. Juni 1966 - VIII ZR 141/64 - a.a.O.; vom 1. Juli 1987 - VIII ZR 331/86 - a.a.O.; vom 9. Oktober 1991 - VIII ZR 19/91 - a.a.O. und vom 13. April 1994 - II ZR 196/93 - NJW 1994, 2022, 2023; vgl. Otto, Die Bestimmung des § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB, Diss.
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