Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 14.01.1993 - 2 S 1040/91   

Abwasserbeitrag für Spänecontainer

§ 10 KAG, § 43 VwGO, kein Feststellungsinteresse für Klärung einer zukünftigen Beitragspflicht für eine zu erbauende Anlage zum Zwecke der Planungssicherheit des Bauherrn

Volltextveröffentlichungen

  • Landesrecht Baden-Württemberg

    § 43 VwGO, § 2 KAG BW, § 10 KAG BW
    Regelmäßig fehlendes qualifiziertes Rechtsschutzinteresse für vorbeugende Feststellungsklage gegenüber einem noch nicht ergangenen Abgabenbescheid

Kurzfassungen/Presse

Verfahrensgang

  • VG Freiburg, 21.02.1991 - 5 K 890/90
  • VGH Baden-Württemberg, 14.01.1993 - 2 S 1040/91

Zeitschriftenfundstellen

  • NVwZ-RR 1994, 362
  • VBlBW 1993, 467



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Wird zitiert von ... (6)  

  • VGH Baden-Württemberg, 25.11.2003 - 9 S 2526/03  

    Approbation: kein vorbeugender Rechtsschutz gegen angekündigte Ruhensanordnung

    Dies wäre vorbeugender Rechtsschutz, der im Grundsatz dem verwaltungsgerichtlichen Verfahren fremd ist; die Verwaltungsgerichtsordnung hält grundsätzlich nachträglichen Rechtsschutz für angemessen und ausreichend (vgl. BVerwG, Urteil vom 08.09.1972 - IV C 17.71 - BVerwGE 40, 323; Urteil vom 03.06.1983 - 8 C 43.81 - Buchholz 310, § 113 VwGO Nr. 130; VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 10.06.1987 - 6 S 3383/86 - VBlBW 1988, 74; Urteil vom 14.01.1993 - 2 S 1040/91 -, Beschluss vom 07.12.1993 - 1 S 2702/93 -, vgl. auch Bayr. VGH, Beschluss vom 28.04.1992 - 21 CE 92.949 -, NVwZ-RR 1993, 54 ff.).
  • VG Sigmaringen, 26.01.2006 - 8 K 308/04  

    Mahnwache; Volkstrauertag; Gedenktag; Sondernutzungserlaubnis; Reichweite;

    Denn im Hinblick darauf, dass auch diese Klage polizeiliche Maßnahmen zum Gegenstand hat, die sich nach dem typischen Verfahrensablauf auf eine Zeitspanne beschränken, in welcher der Betroffene keine gerichtliche Entscheidung erlangen kann, wäre (auch vorläufiger) nachträglicher Rechtsschutz nicht bzw. nicht in ausreichendem Maße wirksam (vgl. zum sog. qualifizierten Rechtsschutzinteresse: VGH Bad.-Württ., Urt. v. 14.01.1993 - 2 S 1040/91 -, NVwZ-RR 1994, 363 m. w. N.).
  • VG Stuttgart, 18.10.2011 - 5 K 3330/10  

    Besonderes Rechtsschutzinteresse für vorbeugende Unterlassungsklage - hier:

    In Anbetracht dessen müssen vorbeugende Klagen die Ausnahme bleiben und sind nach ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nur dann zulässig, wenn ein besonderes schützenswürdiges Interesse an der Inanspruchnahme vorbeugenden Rechtsschutzes besteht, wenn also aus Gründen effektiven Rechtsschutzes ein Verweis auf den nachgängigen Rechtsschutz für den Kläger mit unzumutbaren Nachteilen verbunden wäre (st. Rspr., vgl. m. w. N. BVerwG, Urt. v. 25.09.2008 - 3 C 35/07 -, NVwZ 2009, 525 ff.; Urt. v. 08.09.1972 - IV C 17.71 -, BVerwGE 40, 323 ff.; VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 25.11.2003 - 9 S 2526/03 -, NVwZ-RR 2004, 709 f.; Urt. v. 14.01.1993 - 2 S 1040/91 -, VBlBW 1993, 467).
mehr
  • OVG Niedersachsen, 20.06.1997 - 12 M 2541/97  

    Sonn- und Feiertagsfahrverbot im; Feststellungsinteresse, qualifiziertes; Milch,

    Ebenfalls bedarf es nicht eines Eingehens darauf, ob das für die Zulässigkeit des in diesem Verfahren gestellten Feststellungsantrages erforderliche qualifizierte Feststellungsinteresse (vgl. BVerwG, Urt. v. 13.1.1969 - BVerwG I C 86.64 -, Buchholz 310 § 43 VwGO Nr. 31; Urt. v. 7.5.1987 - BVerwG 3 C 53.85 -, DVBl. 1987 1071 (1072); VGH Bad.-Württ., Urt. v. 14.1.1993 - 2 S 1040/91 -, NVwZ-RR 1994, 362 (363)) deshalb zu verneinen ist, weil Bußgeldbescheide bisher nur gegen die Fahrer der Antragstellerin, nicht aber gegen sie selbst oder deren Organe ergangen oder auch nur angedroht worden sind (gegen das Bestehen eines Feststellungsinteresses bei dieser Konstellation: BVerwG, Urt. v. 23.1.1992 - BVerwG 3 C 50.89 -, BVerwGE 89, 327 (331); a.A. Schenke/Roth, WiVerw 1997, 81 (179 f.)).
  • VG Karlsruhe, 19.09.2007 - 7 K 851/04  
    Danach ist für eine vorbeugende Unterlassungsklage kein Raum, wenn der Betroffene in zumutbarer Weise auf den von der Verwaltungsgerichtsordnung als grundsätzlich angemessen und ausreichend angesehenen nachträglichen Rechtsschutz - auch unter Berücksichtigung der Möglichkeiten vorläufigen Rechtsschutzes - verwiesen werden kann (vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 30.09.1993 - 14 S 1946/93 -, NVwZ-RR 1994, 362 f.; Kopp/Schenke, VwGO, 15. Aufl., Vorbemerkung § 40 Rd. Nrn. 33 ff.; Eyermann/Rennert, VwGO, 12. Aufl., Vor § 40 Rn. 25).
  • VGH Baden-Württemberg, 07.12.1993 - 1 S 2702/93  

    Kein vorbeugender Rechtsschutz gegen befürchtete Umsetzung eines Obdachlosen

    Für einen vorbeugenden Rechtsschutz ist demnach kein Raum, wenn und soweit der Betroffene im konkreten Fall zumutbarer Weise auf den von der Verwaltungsgerichtsordnung als grundsätzlich angemessen und ausreichend angesehenen nachträglichen Rechtsschutz verwiesen werden kann (BVerwG, Urt. v. 8.9.1972 - IV C 17.71 -, BVerwGE 40, 323; Urt. v. 3.6.1983 - 8 C 43.81 -, Buchholz 310, § 113 VwGO Nr. 130; VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 10.6.1987 - 6 S 3384/86 -, VBlBW 1988, 74; Urt. v. 14.1.1993 - 2 S 1040/91 -; Beschl. v. 6.7.1993 - 5 S 1112/93 -).
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