Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 07.12.1992 - 1 S 2079/92 |
Ammoniakaustritt
§§ 36 Abs. 1, 2 Abs. 1 FwG, 'Unglücksfall', 'öffentlicher Notstand', § 36 Abs. 2 FwG, § 6 Abs. 3 PolG, 'Verrichtungsgehilfe', Subunternehmer, Ermessensausübung für Inanspruchnahme des Geschäftsherrn statt des Verhaltensstörers (vgl. § 5 PolG)
Volltextveröffentlichungen (2)
- Landesrecht Baden-Württemberg
§ 2 Abs 1 S 1 FeuerwG BW, § 2 Abs 2 FeuerwG BW, § 36 Abs 1 S 1 FeuerwG BW, § 36 Abs 2 Nr 1 FeuerwG BW, § 36 Abs 5 FeuerwG BW, § 6 Abs 3 PolG BW, § 45 Abs 2 VwVfG BW
Kostenersatz und Auswahlermessen bei einem Feuerwehreinsatz; zur Haftung für einen Verrichtungsgehilfen; Nachschieben von Gründen - Ermessensfehler - Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz
Anforderungen an die Ausübung des Auswahlermessens bei der Entscheidung über die Erhebung von Kosten eines Feuerwehreinsatzes
Kurzfassungen/Presse (2)
- VD-BW Rechts- und Vorschriftendienst (Leitsatz)
Verwaltungsrecht; Feuerwehr; Feuerwehrrecht; andere Notlage; Feuerwehreinsatz; Kostenersatz; Verrichtungsgehilfe; Auswahlermessen; Nachschieben Grund
- Datenbank zur Rechtsprechung im Kommunalrecht (Leitsatz)
Feuerwehreinsatz wegen Ammoniakunfalls
Verfahrensgang
- VG Karlsruhe, 23.07.1992 - 6 K 212/92
- VGH Baden-Württemberg, 07.12.1992 - 1 S 2079/92
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 1993, 1543
- VBlBW 1993, 119 (Ls.)
- NVwZ 1993, 701
Wird zitiert von ... (13)
- VG Köln, 14.09.2004 - 14 K 3671/02 Ein Unglücksfall ist ein mit einer gewissen Plötzlichkeit eintretendes Ereignis, das eine erhebliche Gefahr für Menschen oder Sachen bringt oder bringen kann, vgl. OVG NW, Urteil vom 5.08.1985 - 2 A 3119/83 -, VG Köln, Urteil vom 15.06.1992 - 20 K 1782791 - KStZ, 1993, 18 f.; VG Saarland, Urteil vom 29.11.2001 - 6 K 6/00 -; insoweit auch VGH Bad.Württ., Urteile vom 7.12.1992 - 1 S 2079/92 - NJW 1993, 1543; und 18.11.1991 - 1 S 269/91 - DÖV 1992, 267, 268, VG Karlsruhe, Urteil vom 30.07.1999 - 13 K 3600/98 -, DÖV 2000, 255, 256.
Württ., Urteile vom 7.12.1992 - 1 S 2079/92 - NJW 1993, 1543 und 18.11.1991 - 1 S 269/91 - DÖV 1992, 267, 268.
Der Unglücksfall gehört in Baden-Württemberg nur dann zu den Pflichtaufgaben, wenn er auch das Merkmal des öffentlichen Notstandes erfüllt, vgl. VGH Baden-Württ., Urteile vom 7.12.1992, a.a.O. und 18.11.1991, a.a.O..
- OVG Nordrhein-Westfalen, 16.02.2007 - 9 A 4239/04
Gemeinden können für die Beseitigung von Ölspuren im öffentlichen Straßenraum …
VGH Bad.-Württ., Urteil vom 9.8.2001 - 1 S 523/01 -, KStZ 2002, 99, vgl. auch Urteile vom 7.12.1992 - 1 S 2079/92 -, NJW 1993, 1543, und vom 18.11.1991 - 1 S 269/91 -, DÖV 1992, 267. - VG Freiburg, 24.10.2007 - 2 K 742/07
Kein Notstand aber Notlage bzw. Notstand für die Feuerwehr bei Ölunfall ohne …
Die Kammer folgt damit der Rechtsprechung des VGH Mannheim, 1992-11-16, 1 S 2727/91, NVwZ-RR 1994, 52, und 1992-12-07, 1 S 2079/92, NJW 1993, 1543.Unter Allgemeinheit ist eine unbestimmte und nicht bestimmbare Zahl von Personen zu verstehen (VGH Bad.-Württ., Urteile vom 16.11.1992 - 1 S 2727/91 - NVwZ-RR 1994, 52 und vom 7.12.1992 - 1 S 2079/02 - NJW 1993, 1543;… Surwald, Komm. z. FwG, 7. Aufl. 1997, § 2 Rdnr. 5).
- VGH Baden-Württemberg, 09.08.2001 - 1 S 523/01
Kosten für Feuerwehreinsatz zur Beseitigung einer Ölspur
Ihr steht dabei in dreierlei Hinsicht Ermessen zu, nämlich, ob sie überhaupt Kostenersatz verlangt (Entschließungsermessen), von wem sie Kostenersatz fordert (Auswahlermessen) und schließlich in welcher Höhe ein Kostenpflichtiger zum Kostenersatz herangezogen wird (vgl. Urteile des erkennenden Senats vom 18.11.1991 - 1 S 269/91 -, DÖV 1992, 267 ff. und Urteil vom 07.12.1992 - 1 S 2079/92 -, NJW 1993, 1543 ff.;… Urteil vom 08.06.1998, a.a.O.). - VGH Baden-Württemberg, 24.04.2008 - 1 S 2913/07
Berufungspflicht des Kostenpflichtigen auf unbillige Härte; Prüfungspflicht von …
Liegen demnach die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 36 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 FwG vor, so ist der Gemeinde - anders als beim Kostenersatzanspruch nach § 36 Abs. 2 FwG (siehe hierzu etwa Urteil des erk. Senats vom 07.12.1992 - 1 S 2079/92 -, NJW 1993, 1543) - Ermessen nicht eingeräumt (stRspr. des erk. Senats, vgl. nur Urteil vom 09.08.2001 - 1 S 523/01 -, VBlBW 2002, 73 m.w.N.). - VGH Hessen, 08.05.1995 - 12 UE 289/93
Gefahrenprognose bei einer Ausweisung aufgrund AuslG 1990 §§ 45 Abs 1, 46; …
Zwar spricht sehr viel dafür, daß die Behörde aus verfahrensrechtlichen Gründen grundsätzlich nicht gehindert ist, Ermessenserwägungen im Verwaltungsprozeß nachzuschieben; insbesondere dürfte sie die zeitliche Grenze des § 45 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 Nr. 2 HVwVfG vorliegend nicht daran hindern, weitere Ermessenserwägungen noch während des Verwaltungsrechtsstreits nachzuschieben (vgl. BVerwG, 14.05.1991 - 3 C 67.87 -, Buchholz 451.512 MGVO Nr. 37; BVerwG, 18.05.1990 - 8 C 48.88 -, BVerwGE 85, 163, 166 = DVBl. 1990, 1350, 1351; OVG Nordrhein-Westfalen, 03.02.1994 - 10 A 1149/91 -, BauR 1994, 741, 743; OVG Lüneburg, 02.10.1979 - I A 40/79 -, DVBl. 1990, 885; offengelassen: Hess.VGH, 14.11.1991 - 7 TH 12/89 -, NVwZ 1992, 393, 396; a. A.: VGH Baden-Württemberg, 07.12.1992 - 1 S 2079/92 -, NJW 1993, 1543, 1544 und 20.05.1980 - 3 S 617/80 -, ESVGH 31, 23, 25; VG Köln, 24.06.1980 - 2 K 973/79 -, NJW 1981, 780; Hess. VGH, 15.07.1978 - IV OE 63/77 -). - VGH Baden-Württemberg, 08.06.1998 - 1 S 1390/97
Kostenersatz für Feuerwehreinsatz zur Beseitigung einer Ölspur bei unbekanntem …
Ihr steht dabei in dreierlei Hinsicht Ermessen zu, nämlich, ob sie überhaupt Kostenersatz verlangt (Entschließungsermessen), von wem sie Kostenersatz fordert (Auswahlermessen) und schließlich in welcher Höhe ein Kostenpflichtiger zum Kostenersatz herangezogen wird (vgl. Urt. des erkennenden Senats v. 18.11.1991 - 1 S 269/91 -, DÖV 1992, 267ff. und Urt. v. 7.12.1992 - 1 S 2079/92 -, NJW 1993, 1543ff.). - VG Düsseldorf, 20.05.2010 - 27 L 118/09
Glücksspiel Vollstreckung Zwangsgeld Festsetzung Verantwortlichkeit Unterlassen
- vgl. zu diesen Anforderungen VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 7. Dezember 1992 - 1 S 2079/92 -, NJW 1993, 1543 (1544); Rhein, Gesetz über Aufbau und Befugnisse der Ordnungsbehörden - Ordnungsbehördengesetz (OBG NRW) mit Erläuterungen, § 17 Rn. 9; Denninger in: Lisken/Denninger, Handbuch des Polizeirechts, 4. Aufl., Kap. E Rn. 103; Schenke, Polizei- und Ordnungsrecht, 3. Aufl., Rn. 265 - Der Einwand der Antragstellerin, der Bescheid vom 12. November 2008 enthalte keine Verpflichtung zur Steuerung der Handlungen der britischen Gesellschaften, mit der Folge dass sie mit dem Unterlassen einer solchen Einwirkung nicht der Ordnungsverfügung zuwider gehandelt habe, greift nicht durch. - VG Sigmaringen, 16.11.2006 - 4 K 1044/05
Brandverhinderungsmaßnahmen der Feuerwehr können entgeltpflichtig sein
Unter Allgemeinheit ist eine unbestimmte und nicht bestimmbare Zahl von Personen zu verstehen (VGH Bad.-Württ., Urteil vom 7.12.1992 - 1 S 2079/92 -, NJW 1993, 1543, Urteil vom 18.11.1991 - 1 S 269/91 -, NJW 1992, 1490;… Surwald, Feuerwehrgesetz für Baden-Württemberg, 6. Aufl., RdNr. 5 zu § 2). - OVG Rheinland-Pfalz, 25.03.2004 - 7 B 11715/03
Ausbau Ramstein: Klagebefugnis von Naturschutzverbänden
Gegen eine Einbeziehung spricht aber neben dem in systematischer Hinsicht genannten Argument der fehlenden planfeststellungsersetzenden Wirkung und der damit fehlenden Konzentrationswirkung auch der Umstand, dass die Öffentlichkeitsbeteiligung im Verfahren nach § 6 nicht in derselben Weise wie in § 17 Abs. 1 b BFStrG (dort mit dem Verweis auf § 9 Abs. 3 UVPG - vorgelagertes Verfahren -) gesetzlich vorgesehen ist; vielmehr entspricht die öffentliche Auslegung im isolierten Genehmigungsverfahren nach § 6 wohl nur einem Zweckmäßigkeitserfordernis im Hinblick auf die erforderliche Anhörung Betroffener nach § 28 Abs. 1 VwVfG (Hofmann/Grabherr, § 6 Luftverkehrsgesetz, Rdnr. 94 mit Hinweis auf BayVGH, UPR 1993, 320). - VG Darmstadt, 21.02.1994 - 8 H 2154/92
Muß Ordnungsbehörde dem Sanierungspflichtigen die Gründe für die Heranziehung …
- VG Freiburg, 09.01.1997 - 1 K 1016/96
Gesetzlich vorgesehenes Ermessen bei Kostenentscheidung - Einschränkung durch …
- VG Freiburg, 29.09.1992 - 2 K 1421/92
Abwasserschacht - §§ 36 Abs. 2, 2 Abs. 2 FwG, Auswahlermessensausübung
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