Rechtsprechung
   BVerwG, 18.12.1990 - 4 NB 8.90   

Amperauen

§ 1 Abs. 3 BauGB, unzulässige "Negativplanung" liegt nur dann vor, wenn sie vorgeschoben ist, um eine andere Nutzung zu verhindern

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Alpmann Schmidt

    BauGB §§ 1 III, 9 I Nr. 18a und Nr. 20

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Bauleitplanung zur Verhinderung von Fehlentwicklungen und unzulässige Negativplanung

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Wann ist eine "Negativplanung" unzulässig? (IBR 1991, 336)

Verfahrensgang

  • VGH Bayern, 08.12.1989 - 20 N 89.376
  • BVerwG, 18.12.1990 - 4 NB 8.90

Zeitschriftenfundstellen

  • NVwZ 1991, 875
  • DVBl 1991, 445
  • BauR 1991, 165
  • ZfBR 1991, 123
  • IBR 1991, 336
  • DÖV 1991, 744
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Wird zitiert von ... (140)  

  • BVerwG, 23.06.1992 - 4 B 55.92  

    Bauplanungsrecht: Festsetzung eines "Sondergebiets Fremdenverkehr" in einem

    Das gilt selbst dann, wenn die Gemeinde erst aus Anlaß eines konkreten Bauantrages mit der Aufstellung des Bebauungsplans reagiert und dabei auch mitbezweckt, die künftig vom Eigentümer gewollte Nutzung zu verhindern (vgl. BVerwG, Beschluß vom 18. Dezember 1990 - BVerwG 4 NB 8.90 - Buchholz 406.11 § 9 BBauG/BauGB Nr. 47).

    Die Gemeinde überschreitet in diesem Zusammenhang nicht generell den die Bauleitplanung im Sinne des § 1 BauGB kennzeichnenden Rahmen städtebaulicher Entwicklungs- und Ordnungsziele, wenn sie statt auf eine Veränderung der bestehenden Situation auf die Bewahrung vorhandener Strukturen abzielt (vgl. BVerwG, Beschluß vom 18. Dezember 1990, a.a.O.).

    Demgegenüber setzt eine im Ergebnis unzulässige "Negativplanung" bzw. "Verhinderungsplanung" voraus, daß eine positive Zielsetzung nur vorgeschoben wird, um einen bestimmten Bauwunsch zu durchkreuzen (vgl. BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 1988 - BVerwG 4 C 48.86 - DVBl 1989, 458 ; Beschluß vom 18. Dezember 1990, a.a.O.).

    Das gilt namentlich dann, wenn sich die der Planungskonzeption zuwiderlaufende Entwicklung erst in einem räumlich beschränkten Bereich zeigt, wohingegen für die Flächen in der Nachbarschaft in Ermangelung aktueller Veränderungswünsche der Eigentümer (noch) kein akuter Handlungsbedarf besteht (vgl. BVerwG, Beschluß vom 18. Dezember 1990, a.a.O.).

  • BVerwG, 21.03.2002 - 4 CN 14.00  

    Bauleitplanung; Vorhaben- und Erschließungsplan; Abwägungsgebot; Eigentumsschutz;

    Nicht erforderlich im Sinne des § 1 Abs. 3 BauGB sind Pläne, die einer positiven Planungskonzeption entbehren und ersichtlich der Förderung von Zielen dienen, für deren Verwirklichung die Planungsinstrumente des Baugesetzbuches nicht bestimmt sind (BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 1988 - BVerwG 4 C 48.86 - BVerwGE 81, 111; Beschluss vom 18. Dezember 1990 - BVerwG 4 NB 8.90 - Buchholz 406.11 § 9 BauGB Nr. 47 = NVwZ 1991, 875; Beschluss vom 11. Mai 1999 - BVerwG 4 BN 15.99 - Buchholz 406.12 § 1 BauNVO Nr. 27 = UPR 1999, 352).
  • BVerwG, 27.01.1999 - 4 B 129.98  

    Bebauungsplan muss vor Bekanntmachung ausgefertigt sein

    2.1 Die geltend gemachte Abweichung von dem Beschluß des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. Dezember 1990 - BVerwG 4 NB 8.90 - (DVBl 1991, 445 = NVwZ 1991, 875 = Buchholz 406.11 § 9 Nr. 47; BauR 1991, 165 = ZfBR 1991, 123) liegt nicht vor.
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