Rechtsprechung
   BVerwG, 07.10.1983 - 7 C 44.81   

Angelus-Läuten

§ 40 VwGO, Art. 140, 4 GG, Verwaltungsrechtsweg gegen 'hoheitliches Glockenläuten' durch die Kirchen;

BImSchG

Volltextveröffentlichungen (2)

  • DFR

    Glockenläuten

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Nachbarrechtliche Abwehransprüche gegen liturgische Glockengeläute

Kurzfassungen/Presse

  • Jurakopf (Kurzinformation)

    Kirchliches Glockengeläut

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerwGE 68, 62
  • NJW 1984, 989
  • MDR 1984, 606
  • NVwZ 1984, 306
  • DVBl 1984, 227
  • DÖV 1984, 255



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Wird zitiert von ... (82)  

  • BGH, 24.07.2001 - VI ZB 12/01  

    Verwaltungsrecht - Rechtsweg gegen Äußerungen des kirchlichen Sektenbeauftragten

    Er hat sie bewußt aus dem Kreis der Religionsgemeinschaften, deren Wirken er der Privatrechtsordnung unterstellt, hervorgehoben und diesen gegenüber rechtlich abgegrenzt (vgl. BVerfGE 18, 385, 387; Urteil vom 19. Dezember 2000 - 2 BvR 1500/97 - aaO, S. 430; BVerwG, Urteil vom 7. Oktober 1983 - 7 C 44/81 - NJW 1984, 989).

    Er hat damit nicht nur anerkannt, daß die Kirchen wie alle Religionsgemeinschaften das Recht der Selbstbestimmung haben und vor staatlichen Eingriffen in ihre inneren Verhältnisse geschützt sind - dies folgt bereits aus Art. 140 GG i.V. mit Art. 137 Abs. 3 WRV -; vielmehr hat er darüber hinaus die Rechtsstellung der Kirchen wie auch deren öffentliches Wirken dem öffentlichen Recht zugeordnet (vgl. BVerwG, Urteil vom 7. Oktober 1983 - 7 C 44/81 - aaO; Bonner Grundgesetz/Frhr. v. Campenhausen, 3. Aufl., Art. 140 Rdn. 149).

    Insofern bedeutet der Körperschaftsstatus der Kirchen entgegen der Auffassung des Beschwerdegerichts mehr als nur eine bloße Bestandsgarantie (vgl. BVerwG, Urteil vom 7. Oktober 1983 - 7 C 44/81 - aaO, S. 990; Bonner Grundgesetz/Frhr. v. Campenhausen, aaO, Rdn. 147; Kirchhof, aaO, S. 665; Robbers, aaO, S. 415).

    e) Die hervorgehobene Rechtsstellung der Kirchen und die verfassungsrechtliche Rechtsformgarantie würden ihrer Bedeutung beraubt, wenn nicht dem Kernbereich kirchlichen Wirkens zuzurechnende Verhaltensweisen anerkannt und grundsätzlich als öffentlich-rechtlich gewertet würden (BVerwG, Urteil vom 7. Oktober 1983 - 7 C 44/81 - aaO, S. 990; OLG Frankfurt, DVBl 1985, 861; BayVGH NVwZ 1994, 787; NVwZ 1994, 598; BayVBl 1995, 564; Bonner Grundgesetz/Frhr.

  • BVerwG, 16.03.2006 - 4 A 1075.04  

    Ziel der Raumordnung; gebietsscharfe Standortvorgaben für eine

    Was der Nachbarschaft an Beeinträchtigungen abverlangt werden kann, ist vielmehr anhand eines typisierenden und generalisierenden Maßstabes zu bestimmen (vgl. BVerwG, Urteile vom 7. Oktober 1983 - BVerwG 7 C 44.81 - BVerwGE 68, 62, 67 und vom 23. September 1999 - BVerwG 4 C 6.98 - BVerwGE 109, 314, 324).
  • BVerwG, 29.04.1988 - 7 C 33.87  

    Feueralarmsirene - Art. 14 GG, ausgleichspflichtige Inhaltsbestimmung

    Dies besagt auch nicht die gelegentlich dahin mißverstandene (vgl. z. B. Sachs, NVwZ 1988, 127) Senatsentscheidung vom 7.10.1983 (BVerwGE 68, 62 [hier: V (540) 127 a]) zum kirchlichen Glockengeläut.

    Der Senat hat schon im Urteil zum liturgischen Glockengeläut (BVerwGE 68, 62 [hier: V (540) 127a]) zum Ausdruck gebracht, daß die Erheblichkeit und damit die Zumutbarkeit von Geräuschimmissionen von wertenden Elementen wie solchen der Herkömmlichkeit, der sozialen Adäquanz und einer allgemeinen Akzeptanz .

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