Rechtsprechung
   BGH, 26.02.1993 - V ZR 74/92   

Ballettschule

Baurechtliche Auflage (vgl. § 36 Abs. 2 Nr. 4 VwVfG) zugunsten der Nachbarn wirkt wie ein Schutzgesetz i.S.v. § 823 Abs. 2 BGB mit der Folge eines zivilrechtlichen Abwehranspruchs (§ 1004 BGB analog), Verhältnis zu § 906 BGB;

zur Bindung der Zivilgerichte an bestandskräftige Verwaltungakte;

Klagemöglichkeit nach § 767 ZPO bei späterer Aufhebung der Auflage

Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse (2)

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Wie kann der Nachbar behördliche Lärmschutzauflagen durchsetzen? (IBR 1993, 314)

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 122, 1
  • NJW 1993, 1580
  • MDR 1993, 540
  • JR 1994, 100
  • VersR 1993, 698
  • WM 1993, 1293
  • NVwZ 1993, 555
  • IBR 1993, 314



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Wird zitiert von ... (44)  

  • BGH, 14.10.1994 - V ZR 76/93  

    Bildung von Immissions-Richtwerten in Gebieten unterschiedlicher Qualität; Lauf

    Als Schutzgesetz betrachtet wird dabei nicht der Verwaltungsakt als solcher, sondern die jeweilige Eingriffsnorm, auf der er beruht (BGHZ 122, 1, 3).

    Diese Normen haben drittschützenden Charakter, soweit sie der Verhinderung oder Beschränkung konkret schädlicher Umwelteinwirkungen (also auch Lärm, § 3 Abs. 2 BImSchG) im Einwirkungsbereich einer Anlage dienen (vgl. z.B. BVerwGE 79, 254, 257 m.w.N.; BGHZ 122, 1/4 f).

    Sie müssen deshalb ausgelegt werden (entsprechend § 133 BGB; BGHZ 86, 104, 110; BVerwG, NJW 1976, 303, 304), was auch vom Revisionsgericht selbst nachgeholt werden könnte (BGHZ 122, 1, 5; 86, 104, 110).

  • BGH, 25.04.2002 - I ZR 250/00  

    Wettbewerbsrecht - Schutzzweck des § 1 UWG

    Erforderlich ist vielmehr, daß sie in der Weise einem gezielten Individualschutz gegen eine näher bestimmte Art der Schädigung dienen soll, daß an die Verletzung des geschützten Interesses die deliktische Einstandspflicht des Verletzers geknüpft wird (vgl. BGHZ 66, 388, 390; 84, 312, 314; 100, 13, 14; 122, 1, 3).
  • BGH, 18.11.2003 - VI ZR 385/02  

    Verkehrsrecht - Zweck des Halteverbots an einer Baustelle

    Es genügt, daß die Norm auch das in Frage stehende Interesse des Einzelnen schützen soll, mag sie auch in erster Linie das Interesse der Allgemeinheit im Auge haben (vgl. BGHZ 116, 7, 13; BGHZ 122, 1, 3 f. je m.w.N.).

    Dann allerdings kann eine im Gesetz angelegte drittschützende Wirkung der Norm auch zu Schadensersatzansprüchen führen, wenn sie in bezug auf die im Einzelfall zu erlassenden Ge- und Verbote noch der Konkretisierung durch einen Verwaltungsakt bedarf (vgl. BGHZ 62, 265, 266 f.; BGHZ 122, 1, 3 ff.; BGH, Urteil vom 27. September 1996 - V ZR 335/95 - VersR 1997, 367, 368).

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