Rechtsprechung
   OVG Nordrhein-Westfalen, 23.05.1995 - 5 A 2092/93   

Bauarbeiten - mobiles Verkehrsschild

§ 35 VwVfG, VA, straßenverkehrsrechtlicher Bekanntgabebegriff, 48-Stunden-Frist;

Kostenlast

Kurzfassungen/Presse (4)

Zeitschriftenfundstellen

  • DVBl 1996, 575
  • NZV 1995, 460
  • NVwZ-RR 1996, 59
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Wird zitiert von ... (26)  

  • VG Münster, 21.08.2007 - 1 K 341/05  
    DAR 2004, 543 (544) und das Urteil des OVG NRW, vom 23. Mai 1995 - 5 A 2092/93 -, NWVBl.

    1995, 475 f. = DVBl. 1996, 575.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Mai 1995 - 5 A 2092/93 -, NWVBl.

    1995, 475 (476) = DVBl. 1996, 575 f.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Mai 1995 - 5 A 2092/93 -, NWVBl.

    1995, 475 (476 f.) = DVBl. 1996, 575 (576).

    Siehe zu § 77 VwVG NRW i. V. m. § 11 Abs. 2 Nr. 7 KostO NRW das Urteil des OVG NRW vom 23. Mai 1995 - 5 A 2092/93 -, NWVBl.

    1995, 475 (476) = DVBl. 1996, 575 (576).

  • OVG Sachsen, 23.03.2009 - 3 B 891/06  

    Langzeitparker sollten wenigstens alle 3 Tage Verkehrsregelungen überprüfen

    Nach ständiger Rechtsprechung ist die Kostenerhebung namentlich dann unbillig, wenn ein Verkehrsteilnehmer sein Fahrzeug ordnungsgemäß auf einem Parkplatz abgestellt hat und ohne angemessene Reaktionsfrist (Vorlaufzeit) nach Errichtung eines mobilen Halteverbots abgeschleppt wird (BVerwG, Urt. v. 11.12.1996, BVerwGE 102, 316; BayVGH, Urt. v. 17.4.2008, DÖV 2008, 732; VGH BW, Urt. v. 13.2.2007, NJW 2007, 2058; HessVGH, Urt. v. 20.8.1996, NJW 1997, 1023; OVG NW, Urt. v. 23.5.1995, NVwZ-RR 1996, 59; OVG Hamburg, Urt. v. 14.7.1994, DÖV 1995, 783).

    Vor der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts reichten die in der Rechtsprechung vertretenen Ansichten von einer Frist von drei Tagen und zusätzlich ein Sonn- oder Feiertag, letzteres entweder generell (so OVG Hamburg, Urt. v. 14.7.1994, DÖV 1995, 783) oder nur sofern nicht bereits in den drei Tagen inbegriffen (so HessVGH, Urt. v. 20.8.1996, NJW 1997, 1023), bis zu mehr als zwei Tagen (VGH Bad.-Württ., Urt. v. 17.9.1990, NJW 1991, 1699) oder 48 Stunden (OVG NW, Urt. v. 23.5.1995, NVwZ-RR 1996, 59).

    Dementsprechend werden vermeintlich typische Gewohnheiten in der Rechtsprechung sowohl zur Begründung einer längeren wie auch einer kürzeren Vorlauffrist herangezogen (vgl. einerseits OVG Hamburg, Urt. v. 14.7.1994, a. a. O.; andererseits OVG NW, Urt. v. 23.5.1995, a. a. O.; zur Untauglichkeit des Kriteriums vgl. BayVGH, Urt. v. 17.4.2008, a. a. O.; VGH BW, Urt. v. 13.2.2007, a. a. O.).

  • VG Aachen, 18.04.2007 - 6 K 1149/06  
    Nicht anders als bei der erstmaligen Bekanntmachung durch Aufstellung ist es für die Wirksamkeit des Verkehrszeichens auch in einer Fallkonstellation wie dieser, die in ihren rechtlichen Konsequenzen dem Abbau und anschließendem Wiederaufstellen des Haltverbotsschildes gleichzusetzen ist, unerheblich, ob der Betroffene das Schild tatsächlich wahrgenommen hat, vgl. Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Urteil vom 11. Dezember 1996 -11 C 15.95-, DAR 1997, 119; Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (OVG NRW), Urteile vom 23. Mai 1995 -5 A 2092/93-, NWVBl.

    Die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs lassen grundsätzlich eine Aufspaltung der Wirksamkeit von Verkehrszeichen für verschiedene Kreise von Verkehrsteilnehmern und Fahrzeugen nicht zu, vgl. BVerwG, Urteil vom 11. Dezember 1996 -11 C 15.95-, a.a.O.; OVG NRW, Urteile vom 23. Mai 1995 -5 A 2092/93-, a.a.O., und vom 7. November 1995 -5 A 2669/93-.

    Insoweit kann ein Verkehrsteilnehmer bei den heutigen Verhältnissen gerade im großstädtischen Bereich nicht (mehr) darauf vertrauen, dass ein zunächst erlaubtes Parken an einer bestimmten Stelle des öffentlichen Parkraums auch noch nach Ablauf einer Frist von 48 Stunden erlaubt ist, vgl. BVerwG, Urteil vom 11. Dezember 1996 -11 C 15.95-, a.a.O.; OVG NRW, Urteile vom 23. Mai 1995 -5 A 2092/93-, a.a.O., und vom 7. November 1995 -5 A 2669/93-; VG B1.

mehr
  • VGH Hessen, 20.08.1996 - 11 UE 284/96  

    Erstattung von Abschleppkosten für ein Fahrzeug, das vor Wirksamwerden des

    Von diesem Grundsatz ausgehend ist allerdings - jedenfalls für großstädtische Bereiche - anerkannt, daß das Vertrauen des Verkehrsteilnehmers in das Gleichbleiben verkehrsregelnder Maßnahmen für den ruhenden Verkehr nicht uneingeschränkt geschützt ist (VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 17. September 1990, a. a. O.; OVG Hamburg, Urteil vom 14. Juli 1994 - Bf VII 14/94 -, DÖV 1995, 783; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 23. Mai 1995 - 5 A 2092/93 -, NVwZ-RR 1996, 59).

    Eine Frist von nur 48 Stunden, wie sie hier auch nach der dienstlichen Stellungnahme des einschreitenden Hilfspolizeibeamten vom 13. August 1993 seitens der Beklagten für angemessen gehalten worden ist, hat das OVG Nordrhein-Westfalen in seinem Urteil vom 23. Mai 1995 - 5 A 2092/93 - (NVwZ-RR 1996, 59) für angemessen gehalten, allerdings bei der Auslegung eines Polizeigesetzes, das eine § 8 HSOG entsprechende Regelung nicht enthält, sondern Abschleppmaßnahmen nur im Wege der Ersatzvornahme ermöglicht.

  • VG Köln, 03.03.2008 - 20 K 2070/06  

    Kfz-Umsetzungsgebühren

    Die Klägerin hat zunächst einen Anspruch auf Rückzahlung der von ihr an das Abschleppunternehmen (rechtliche an die Beklagte zu 1. gezahlten Abschleppkosten, weil eine Plicht zur Zahlung von Abschleppkosten nur entsteht, wenn die ihr zu Grunde liegende Abschleppmaßnahme rechtmäßig war. Dies ist indes vorliegend nicht der Fall. Zwar lag zu entscheidungserheblichen Zeitpunkt der Anordnung der Abschleppmaßnahme ein Verstoß gegen die öffentliche Sicherheit vor, da das Fahrzeug am 25.02.2006 unstreitig in einem Bereich geparkt war, in dem durch Aufstellung der Zeichen Z 283 ein absolutes Haltverbot angeordnet war, so dass ein Verstoß gegen § 12 Abs. 1 Nr. 6 lit. a StVO vorlag. Das in dem Verkehrszeichen verkörperte Haltverbot ist der Klägerin gegenüber auch wirksam geworden. Insbesondere wurde es ihr gegenüber ordnungsgemäß bekannt gegeben, unabhängig davon, ob sie es (ausgehend von ihrem Vortrag, dass Haltverbotsschild sei erst am Morgen des 25.02.2006 aufgestellt worden) wahrnehmen konnte, vgl. BVerwG, Urteil vom 11.12.1996 -11 C 15/95-, NJW 1997, 1021; juris- Dokumentation, Seite 3; OVG NRW, Urteil vom 23.05.1995 -5 A 2092/93-, NWVBl.

    Nach der ständigen Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichtes Nordrhein- Westfalen, der das Gericht folgt, erfordern Maßnahmen, welche - wie z. B. ein Umzug - welche die Einrichtung eines Haltverbots notwendig machen, regelmäßig einen Vorlauf von 48 Stunden, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23.05.1995, -5 A 2092/93-, a. a. O., Seite 3, Beschluss vom 13.09.2004, -5 E 785/05 -, n.v.; vgl. auch BVerwG, Urteil vom 11.12.1996 -11 C 15/95-, a. a. O. Dies Vorlaufzeit ist vorliegend nicht eingehalten.

  • BGH, 28.06.2011 - VI ZR 184/10  

    Öffentliches Recht - Kostenersatz für Beseitigung einer Ölspur

    Primär kostenpflichtig ist nach dem Grundsatz der Kongruenz von Ordnungspflicht und Kostenlast (vgl. OVG Münster, NZV 1995, 460, 461) grundsätzlich der zur Beseitigung der Störung ordnungsrechtlich Verpflichtete, mithin im Streitfall die Gemeinde.
  • VGH Baden-Württemberg, 13.02.2007 - 1 S 822/05  

    Abschleppen eines zunächst erlaubt abgestellte KFZ nach Aufstellen eines mobilen

    Während einerseits eine Vorlauffrist von lediglich 48 Stunden genügen soll (OVG NRW, Urteil vom 23.05.1995 - 5 A 2092/93 -, NVwZ-RR 1996, 59), werden andererseits mindestens 3 Werktage (Hess. VGH, Urteil vom 20.08.1996 - 11 UE 284/96 -, NJW 1997, 1023) oder 3 Werktage und zusätzlich ein Sonn- oder Feiertag verlangt (OVG Hamburg, Urteil vom 14.07.1994 - Bf VII 14/94 -, DÖV 1995, 783 ).
  • VerfGH Berlin, 05.03.2004 - VerfGH 30/02  
    Zum anderen führt diese Rechtsprechung auch nicht zu derart hohen finanziellen Belastungen des Verkehrsteilnehmers, dass von einer Aufhebung des privatnützigen Gebrauchs des Fahrzeugs gesprochen werden könnte (OVG NW, Urteil vom 23. Mai 1995 - 5 A 2092/93 - NVwZ-RR 1996, 59 ).

    Gerade im großstädtischen Bereich müssen Verkehrsteilnehmer den Eintritt von Situationen in Rechnung stellen, die einer längerfristigen, ungehinderten Inanspruchnahme des öffentlichen Verkehrsraumes entgegenstehen (BVerwGE 102, 316 ; OVG NW, Urteil vom 23. Mai 1995, a.a.O.; HessVGH, Urteil vom 20. August 1996, a.a.O.).

  • BGH, 28.06.2011 - VI ZR 191/10  

    Öffentliches Recht - Kostenerstattung für Beseitigung einer Ölspur

    Primär kostenpflichtig ist nach dem Grundsatz der Kongruenz von Ordnungspflicht und Kostenlast (vgl. OVG Münster, NZV 1995, 460, 461) grundsätzlich der zur Beseitigung der Störung ordnungsrechtlich Verpflichtete, mithin im Streitfall die Gemeinde.
  • VG Aachen, 08.12.2008 - 6 K 830/08  
    (Kostentragungs-)"Pflichtiger" im Sinne des § 77 Abs. 1 Satz 1 VwVG NRW ist aufgrund des Grundsatzes der Kongruenz von Ordnungspflicht und Kostenlast, vgl. dazu OVG NRW, Beschluss vom 14. Juni 2000 - 5 A 95/00 -, NVwZ 2001, 1314 sowie Urteil vom 23. Mai 1995 - 5 A 2092/93 -, NVwZ-RR 1996, 575, prinzipiell der zur Beseitigung der Störung verpflichtete ordnungsrechtlich Verantwortliche.
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 14.06.2000 - 5 A 95/00  

    Auto korrekt geparkt - trotzdem abgeschleppt: Autobesitzer muss nicht dafür

  • VGH Bayern, 17.04.2008 - 10 B 08.449  

    Sicherheitsrecht: Abschleppmaßnahme // Dauerparkfläche, mobiles Halteverbot,

  • OVG Hamburg, 07.10.2008 - 3 Bf 116/08  

    Kostenerstattung für das Abschleppen oder Umsetzen eines erlaubt abgestellten

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 29.04.2009 - 11 A 3502/06  
  • VG Aachen, 05.10.2005 - 6 K 805/03  
  • VG Köln, 28.05.2009 - 20 K 7642/08  

    Berechtigung des Abschleppens nach einer Vorlaufzeit von 48 Stunden

  • VG Köln, 18.12.2008 - 20 K 3999/07  

    Keine Verpflichtung zur Umschau nach Halteverbotsschildern, wenn vor einem

  • VG Braunschweig, 24.10.2003 - 5 A 127/03  

    PKW-Abschleppkosten; Abschleppen; Ermessen; Ersatzvornahme; Kosten; PKW;

  • VG Braunschweig, 01.09.2005 - 5 A 59/05  

    Abschleppkosten; Abschleppkosten; Halteverbotsschild, mobil; Verhältnismäßigkeit;

  • VG Oldenburg, 08.09.2005 - 2 A 5356/02  

    Heranziehung zu Abschleppkosten; Abschleppmaßnahme; Halteverbot (mobiles);

  • VG Münster, 21.11.2006 - 1 K 1963/05  
  • VG Köln, 20.11.2008 - 20 K 4919/07  
  • VG Köln, 20.11.2008 - 20 K 5343/07  
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 13.09.2004 - 5 E 785/04  
  • VG Saarlouis, 28.05.2008 - 6 K 936/07  

    Vollstreckung der Beseitigung von Störungshandlungen(hier: Parken in einer

  • VG Köln, 14.07.2011 - 20 K 7641/10  
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