Rechtsprechung
   BGH, 04.03.1997 - VI ZR 51/96   

Baugerüst

§§ 836, 837 BGB, Durchbrechen eines Brettes;

§ 286 ZPO, Anscheinsbeweis für objektive Fehlerhaftigkeit

Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Gerüstbrett bricht - Gerüstbauer muß sich bei einem Unfall entlasten! (IBR 1997, 242)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1997, 1853
  • MDR 1997, 645
  • BauR 1997, 673
  • ZfBR 1997, 241
  • VersR 1997, 835
  • DB 1997, 1558
  • IBR 1997, 242
  • NJ 1997, 334



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Wird zitiert von ... (12)  

  • BGH, 27.04.1999 - VI ZR 174/98  

    Gerüsteinsturz bei Sturm: Anforderungen an Entlastungsbeweis

    In Fällen der vorliegenden Art sind vielmehr, worauf der Senat in seinem Urteil vom 4. März 1997 (VI ZR 51/96 - VersR 1997, 835, 836) hingewiesen hat, in erster Linie die §§ 836, 837 BGB heranzuziehen.

    Nach ständiger Rechtsprechung ist ein Baugerüst ein mit einem Grundstück verbundenes Werk im Sinne des § 836 BGB, für das der Gerüsthersteller als Besitzer gemäß § 837 BGB verantwortlich ist (Senatsurteil vom 4. März 1997 aaO. m.w.N.).

    Nach der gesetzlichen Beweislastregelung in §§ 836, 837 BGB hat der Verletzte lediglich die objektive Fehlerhaftigkeit des Werkes sowie deren Ursächlichkeit für den Schadenseintritt zu beweisen (BGH, Urteil vom 16. Juni 1952 - III ZR 142/50 - VersR 1952, 291; Senatsurteil vom 4. März 1997 aaO.).

  • BGH, 14.06.2005 - VI ZR 179/04  

    Verurteilung des Krankenhausträgers, der einem Notfallpatienten 1985

    Hierzu hätte es der konkreten Darlegung einer anderen Infektionsquelle, nicht nur einer theoretisch möglichen anderen Ursache bedurft (vgl. Senatsurteil vom 4. März 1997 - VI ZR 51/96 - VersR 1997, 835, 836; BGHZ 11, 227, 230 f.).
  • OLG Stuttgart, 28.04.2009 - 6 U 56/08  

    Bauarbeitsrecht - Verantwortlichkeiten bei Unfall durch mangelhaftes Baugerüst

    a) Das Baugerüst ist ein mit einem Grundstück verbundenes Werk im Sinne des § 836 BGB (BGH NJW 1999, 2593, Juris, Rnr. 6; NJW 1997, 1853, Juris, Rnr. 8; OLG Koblenz, OLGR 2002, 468, Juris, Rnr. 31).

    Nach der Aussage des Zeugen Wxxx in der Verhandlung vom 29.01.08 (Bl. 81 d.A.) "spickte" der Geländerholm "weg", als sich der Kläger an ihn lehnte, woraufhin der Kläger zu Boden stürzte (vgl. BGH NJW 1999, 2593, Juris, Rnr. 7; NJW 1997, 1853, Juris, Rnr. 14).

    Denn eine Geländerstange muss so befestigt sein, dass sie dem Benutzer des Gerüsts ausreichend Halt bietet, wenn er mit ihr in Berührung kommt, etwa indem er sich hieran anlehnt (vgl. BGH NJW 1999, 2593, Juris, Rnr. 7; NJW 1997, 1853, Juris, Rnr. 16).

mehr
  • BGH, 04.04.2006 - VI ZR 151/05  

    Schadensrecht - Kein Anscheinsbeweis, wenn andere Tatsachen festgestellt sind

    bb) Ein solcher Beweis des ersten Anscheins wird jedoch durch feststehende (erwiesene oder unstreitige) Tatsachen entkräftet, nach welchen die Möglichkeit eines anderen als des typischen Geschehensablaufs ernsthaft in Betracht kommt (vgl. Senatsurteile vom 14. Dezember 1993 - VI ZR 271/92 - aaO; vom 4. März 1997 - VI ZR 51/96 - VersR 1997, 835, 836 m.w.N.; zum Anscheinsbeweis im Binnenschifffahrtsrecht vgl. bereits BGH Urteil vom 11. November 1976 - II ZR 191/74 - VersR 1977, 247, 248).

    Hinzu kommt, dass das externe Notstromaggregat, dessen Kraftstofftank als Auslöser der Explosion in Frage steht, kein baulicher Bestandteil des Boots (vgl. Senatsurteile vom 4. März 1997 - VI ZR 51/96 - aaO und vom 27. April 1999 - VI ZR 174/98 - NJW 1999, 2593, 2594; BGH, MüKo-BGB/Wagner, aaO, Rn. 14; Staudinger-Belling/Eberl-Borges, aaO, Rn. 7) war.

  • BGH, 16.12.2003 - VI ZR 103/03  

    Bauarbeitsrecht - Wann liegt eine gemeinsame Betriebsstätte vor?

    Das Berufungsgericht hat zutreffend angenommen, daß die Gemeinschuldnerin dem Grunde nach für die Folgen des Unfalls aus den §§ 836, 837, 847 a. F. BGB haftet (vgl. Senatsurteile vom 4. März 1997 - VI ZR 51/96 - VersR 1997, 835; vom 27. April 1999 - VI ZR 174/98 - NJW 1999, 2593).
  • BGH, 16.03.2010 - VI ZR 64/09  

    Verfahrensrecht - Beweis des Ursachenzusammenhangs bei Arzneimitteleinnahme

    Ein Beweis des ersten Anscheins wird nämlich durch feststehende (erwiesene oder unstreitige) Tatsachen entkräftet, nach welchen die Möglichkeit eines anderen als des typischen Geschehensablaufs ernsthaft in Betracht kommt (vgl. Senatsurteile vom 14. Dezember 1993 - VI ZR 271/92 - aaO; vom 4. März 1997 - VI ZR 51/96 - VersR 1997, 835, 836 m.w.N.).
  • OLG Düsseldorf, 19.01.2001 - 22 U 121/00  

    Architekten & Ingenieure - Strafbarkeit bei Nichtbefolgen d. Architektenplanung?

    Seinen zur Erschütterung des Anscheinsbeweises an sich geeigneten Vortrag, er habe telefonisch den Generalübernehmer, seinen Auftraggeber, auf die Ausführungsmängel hingewiesen, hat der beweispflichtige Beklagte (Vgl. Werner/Pastor, a. a. O.; BGH, BauR 1997, 673, 674) nicht mit zulässigen Beweismittel unter Beweis gestellt.
  • OLG Koblenz, 29.08.2002 - 5 U 1459/01  

    Arbeit & Soziales - Schadensersatz bei Sturz von einem Baugerüst

    Damit war sie Herstellerin des Gerüsts und als dessen Besitzerin gemäß § 837 BGB verantwortlich und nicht etwa die Arbeiter oder der Hauseigentümer (BGH VersR 1997, 835, vgl. auch RG Recht 1910, Nr. 1257).
  • OLG Hamm, 07.06.2001 - 6 U 45/01  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für aus Verletzung der

    Der BGH hat jedoch in den letzten Jahren wiederholt darauf hingewiesen (vgl. VersR 99, 1424 = NJW 99, 2593; VersR 97, 835 = NJW 97, 1853), daß Fälle wie der vorliegende nicht allein unter dem Gesichtspunkt des § 823 I BGB geprüft werden dürfen, sondern daß in erster Linie § 836 I BGB i.V.m. § 837 BGB als Anspruchsgrundlage in Betracht zu ziehen ist.
  • OLG Rostock, 27.03.2003 - 1 U 118/01  

    Arbeit & Soziales - "Wackeliges Gerüst": Wer haftet bei Absturz?

    Ein Baugerüst ist ein mit einem Grundstück verbundenes Werk gemäß § 836 BGB, das der Gerüstersteller im Sinne des § 837 BGB auf dem Baugrundstück besitzt (BGH, MDR 1997, 645).
  • OLG Koblenz, 26.10.1999 - 1 U 974/98  

    Haftung bei Sturz von einem Baugerüst

  • KG, 05.08.2009 - 11 U 64/08  

    Bauvertrag - Diebstahl des Bauaufzugs: Wer trägt das Risiko?

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