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   BGH, 27.05.1971 - VII ZR 85/69   

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§ 399 BGB, Kollision mit verlängertem Eigentumsvorbehalt, § 455 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 449 BGB <Fassung seit 1.1.02>);

§§ 951, 812 BGB, Dreiecksverhältnis

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Alpmann Schmidt

    KG § 13, BGB §§ 823 Abs. 1, 951, 812

  • Prof. Dr. Lorenz

    Bereicherungsausgleich beim Eigentumserwerb nach §§ 946 ff BGB und Bereicherungsausgleich nach §§ 951, 812 BGB: Ausnahmen vom Vorrang der Leistungsbeziehung bei Bösgläubigkeit ("Einbau-Fälle" bei verlängertem EV und Abtretungsverbot)

  • archive.org

    Vertragliche Abtretungsbeschränkungen im Konkurs

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 56, 228
  • NJW 1971, 1750



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Wird zitiert von ... (35)  

  • BGH, 09.07.1990 - II ZR 10/90  

    Haftung des Auftraggebers

    Verwendet ein Bauunternehmer, der wegen seiner Werklohnforderung mit dem Bauherrn ein Abtretungsverbot vereinbart hat, Baustoffe, die er unter verlängertem Eigentumsvorbehalt bezogen hat, so haftet der Bauherr, wenn er lediglich den Einbau des Materials duldet, dem Baustofflieferanten unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt (Bestätigung von BGHZ 56, 228).

    Mit Recht nimmt das Berufungsgericht an, daß der von der Klägerin ausbedungene verlängerte Eigentumsvorbehalt an den Baustoffen wegen des von der L. KG mit der Beklagten individualvertraglich vereinbarten Verbots der Abtretung der Werklohnforderung ins Leere gegangen ist (wegen der individualvertraglichen Abrede kommt es auf die Frage der Wirksamkeit von in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltenen Abtretungsverboten vorliegend nicht an; vgl. BGHZ 51, 113, 114 ff.; 56, 228, 230 ff.; 102, 293, 300 m.w.N.; Urt. v. 11. Mai 1989 - VII ZR 150/88, WM 1989, 1227 = BB 1989, 1442; Urt. v. 29. Juni 1989 - VII ZR 211/88, WM 1989, 1470, 1471 f.; kritisch dazu Burger, NJW 1982, 80, 82; Klamroth, BB 1984, 1842 ff.).

    Zutreffend geht das Berufungsgericht davon aus, daß der Bundesgerichtshof bei einer solchen Sachlage bisher Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung und Bereicherungsansprüche des Baustofflieferanten gegen den Bauherrn verneint hat (BGHZ 56, 228, 237 ff., 239 ff.; 102, 293, 309).

    Sie stützt dabei ihre Auffassung, entgegen BGHZ 56, 228 treffe den Bauherrn bei der hier gegebenen Sachlage eine Pflicht zur Erkundigung nach den Eigentumsverhältnissen an den auf seinem Grundstück verbauten Materialien, auf ein Urteil des VIII. Zivilsenats des Bundesgerichtshofes (BGHZ 77, 274).

    Die Erkundungspflicht des Bauherrn resultiere entgegen BGHZ 56, 228, 238 einmal aus der von ihm veranlaßten Vereinbarung eines Abtretungsverbots und begründe aus vorangegangenem Tun eine Pflicht des Bauherrn, unter den gegebenen Umständen den Einbau der Materialien auf seinem Grundstück zu hindern und - falls er dies unter Verletzung der Erkundigungspflicht unterlasse - zudem kein grob fahrlässiges Verhalten, das die Haftung nach § 823 Abs. 1 BGB rechtfertige.

    Der Senat hat keinen Anlaß, abweichend von der Entscheidung des VII. Senats (BGHZ 56, 228, 238) in Fällen der vorliegenden Art eine allgemeine Erkundigungspflicht des Bauherrn, in welcher Weise der Bauunternehmer beabsichtigte, sich die erforderlichen Baustoffe zu besorgen, zu bejahen und deshalb eine Rechtspflicht zum Handeln anzunehmen.

    Er kann gegen ihn drohende Rechtsverluste, zumal wenn ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nur zögernd nachkommt, seinerseits Vorsorge treffen (vgl. BGHZ 56, 228, 238).

    Das Berufungsgericht halt die Beklagte - zur Begründung allerdings allein bezugnehmend auf die bereicherungsrechtlichen Ausführungen in BGHZ 56, 228, 239 ff. (Ergänzung zu BGHZ 40, 272, 275) - schließlich auch nicht unter dem Gesichtspunkt der ungerechtfertigten Bereicherung nach den §§ 951, 812 BGB, auf den die Klägerin ihr Klagebegehren in den Vorinstanzen ebenfalls gestützt hat (Schrifts. v. 15. März 1989 S. 1 a f. = GA II 183 f.), zur Zahlung der Klagesumme für verpflichtet.

  • BGH, 25.10.2007 - IX ZR 217/06  

    Insolvenzrecht - Lastschriften im Einzugsermächtigungsverfahren

    aa) Zwar hat der Bundesgerichtshof mehrfach ausgesprochen, dass der Verwalter innerhalb eines Vertragsverhältnisses nicht mehr und keine anderen Rechte geltend machen könne als der Schuldner (vgl. BGHZ 44, 1, 4; 56, 228, 230 f; 106, 169, 175; BGH, Urt. v. 17. Dezember 1998 - IX ZR 151/98, WM 1999, 229 ff).

    Er muss deshalb in diesem Rahmen die dem Schuldner ungünstigen vertraglichen Nebenabreden gegen sich gelten lassen (vgl. BGHZ 56, 228, 230 f; BGH, Urt. v. 17. Dezember 1998 - IX ZR 151/98, WM 1999, 229 ff).

  • BGH, 10.06.2008 - XI ZR 283/07  

    Insolvenzrecht - Abbuchung aufgrund Einzugsermächtigung

    Dem (vorläufigen) Insolvenzverwalter stehen innerhalb von Vertragsverhältnissen nicht mehr und keine anderen Rechte zu als dem Schuldner (vgl. BGHZ 44, 1, 4; 56, 228, 230 f.; 106, 169, 175; 144, 349, 351; BGH, Urteil vom 17. Dezember 1998 - IX ZR 151/98, WM 1999, 229, 230).

    aa) Der Insolvenzverwalter, auch ein vorläufiger, tritt in die bestehende Rechtslage ein und ist grundsätzlich an die vom Schuldner getroffenen Abreden gebunden (BGHZ 44, 1, 4; 56, 228, 230 f.; 106, 169, 175; 144, 349, 351; 161, 49, 53; BGH, Urteil vom 25. Oktober 2007 - IX ZR 217/06, WM 2007, 2246, 2249 Tz. 26, zur Veröffentlichung in BGHZ 174, 84 vorgesehen).

mehr
  • BGH, 01.12.2011 - IX ZR 79/11  

    Kündigung einer Lebensversicherung bei Kündigungsausschluss

    aa) Zwar trifft es im Grundsatz zu, dass Insolvenzverwalter und Treuhänder mit der Übernahme ihres Amtes in die Rechte und Pflichten des Schuldners eintreten und deshalb grundsätzlich für die Masse nicht mehr und keine anderen Rechte beanspruchen können, als diesem zustehen (BGH, Urteil vom 27. Mai 1971 - VII ZR 85/69, BGHZ 56, 228, 230 f).

    Ein Interesse des (Dritt-) Schuldners an der Unübertragbarkeit der Forderung muss dem Interesse der Gläubiger weichen, denen nicht verwehrt sein darf, auf die Forderung zuzugreifen (BGH, Urteil vom 27. Mai 1971 - VII ZR 85/69, BGHZ 56, 228, 232; Kindl/Meller-Hannich/Wolf, aaO, § 851 Rn. 25).

    Dies würde im Insolvenzverfahren dem Grundsatz der bestmöglichen Verwertung der Masse (BGH, Urteil vom 27. Mai 1971 - VII ZR 85/69, BGHZ 56, 228, 231 f) widersprechen.

  • OLG Stuttgart, 26.09.1997 - 2 U 77/97  

    Schadensersatzanspruch des Vorbehaltslieferanten gegen den Bauherrn wegen Einbaus

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  • OLG Frankfurt, 25.05.2004 - 8 U 84/04  

    Verbot der Abtretung von Darlehensrückzahlungsforderungen wegen Bankgeheimnisses

    Er tritt nämlich mit der Übernahme seines Amtes lediglich in die Rechte und Pflichten des Insolvenzschuldners ein und kann daher für die Masse grundsätzlich nicht mehr und keine anderen Rechte beanspruchen als dem Insolvenzschuldner zustehen (BGHZ 55, 228-242 m.w.NL = NJW 1971, 1750 ff. für den Konkursverwalter).

    Eine solche Rechtstellung würde lediglich der Umgehung des Abtretungsverbotes dienen und dem mit der beschränkten Übertragbarkeit der Forderung der Insolvenzschuldnerin von den damaligen Vertragspartnern verfolgten Zweck zuwiderlaufen (BGHZ 56, 228 ff. = NJW 1971, 1750 ff. für den gleichgelagerten Fall einer Ermächtigung zur Prozeßführung).

  • BGH, 03.12.1987 - VII ZR 374/86  

    Einbeziehung von ZVG in Vertrag; verlängerter Eigentumsvorbehalt; gewillkürte

    So hat der Senat auch entschieden, daß ein Baustofflieferant gegen einen Bauherrn weder Ansprüche aus § 823 Abs. 1 BGB noch aus § 951 Abs. 1 Satz 1, § 812 Abs. 1 Satz 1 BGB hat, sondern er sich nur an seinen Vertragspartner - den Vorbehaltskäufer - halten kann (BGHZ 56, 228, 237 ff).

    Die Beklagte hätte zwar - soweit die Abtretungsbeschränkung reicht - nicht Abtretung dieses Restforderungsteils des Konkursverwalters gegen die Verbandsgemeinde verlangen können; denn auch ein Ersatzaussonderungsrecht gibt nur bei Übertragbarkeit einer Forderung einen Anspruch gegen den Konkursverwalter auf Abtretung dieser Forderung (Senatsurteil BGHZ 56, 228, 233).

  • BGH, 15.12.1994 - IX ZR 252/93  

    Rechte der Bank im Insolvenzverfahren ihrs Kunden

    Er kann deshalb grundsätzlich für die Masse nicht mehr und keine anderen Rechte beanspruchen, als dem Schuldner zustehen (BGHZ 24, 15, 18; 44, 1, 4; 56, 228, 230 f; 106, 169, 175; 113, 98, 100; Lent JZ 1956, 493; Jaeger/Henkel, KO 9. Aufl. § 6 Rdnr. 147; Kuhn/Uhlenbruck, § 6 KO Rdnr. 45 b).

    Das gilt jedoch nur kraft ausdrücklicher gesetzlicher Anordnung (BGHZ 56, 228, 231).

  • BGH, 04.02.1999 - III ZR 56/98  

    Haftung des Beschenkten gegenüber dem Entreicherten

    Nur dann wäre für einen etwaigen Bereicherungsausgleich ausschließlich auf das Verhältnis des Vaters zur Beklagten abzustellen (vgl. zum Grundsatz des Vorrangs der Leistungskondiktion BGHZ 40, 272, 278; 56, 228, 240; 69, 186, 189).
  • OLG Koblenz, 26.11.2009 - 2 U 1497/08  

    Anfechtung und Widerruf von Lastschriftbuchungen durch den Insolvenzverwalter;

    Dem vorläufigen Insolvenzverwalter stünden innerhalb von Vertragsverhältnissen nicht mehr und keine anderen Rechte als dem Schuldner zu (BGHZ 44, 1, 4; 56, 228, 230 f.; 106, 169, 175; 144, 349, 351; BGH, Urteil vom 17.1.21998 - IX ZR 151/98 - WM 1999, 229, 230; Urteil vom 10.06.2008 - XI ZR 283/07 - WM 2008, 1963).

    Soweit der Kläger einwendet (S.2/3 des Schriftsatzes vom 10.08.2009, GA 258/259), der für die Rechtsfrage zuständige Xl. Zivilsenat (Bankensenat) habe sich bislang zur Frage der konkludenten Genehmigung im Lastschriftverfahren noch nicht abschließend geäußert, übersieht der Kläger, dass der Xl. Zivilsenat des Bundesgerichtshof grundsätzlich die Auffassung vertritt, dass die Regelung des § 826 BGB als spezielle Ausprägung des die gesamte Zivilrechtsordnung beherrschenden Grundsatzes von Treu und Glauben (§ 242 BGB) uneingeschränkt auch für den vorläufigen Insolvenzverwalter gelte und es dem vorläufigen Insolvenzverwalter untersagt sei, sittenwidriger Weise Lastschriftwidersprüche vorzunehmen (BGHZ 44, 1, 4; 56, 228, 230 f.; 106, 169, 175; 144, 349, 351, BGH Urteil vom 17.01.1998 - IX ZR 151/8 - WM 1999, 229, 230; Urteil vom 10.06.2008 - XI ZR 283/07 - WM 2008, 1963).

  • BGH, 10.07.2003 - IX ZR 119/02  

    Insolvenzrecht - Vertragl. Unterlassungsanspruch verpflichtet nicht Konkursmasse

  • BGH, 24.05.2007 - IX ZR 41/05  

    Insolvenzrecht - Beschlagnahme hat keine Auswirkung auf das Insolvenzverfahren

  • BGH, 15.09.1999 - I ZR 98/97  

    Programmsperre; expiration date und vorsätzliche sittenwidrige Schädigung

  • BGH, 02.12.2003 - VI ZR 243/02  

    Arbeit & Soziales - Kann Geschädigter selbst Ansprüche geltend machen?

  • BGH, 11.03.1997 - X ZR 146/94  

    Wirksamkeit eines formularmäßigen Abtretungsverbots im Konkurs des Gläubigers

  • BGH, 31.10.1990 - IV ZR 24/90  

    Wirksamkeit der Abtretung von Ansprüchen aus einem Lebensversicherungsvertrag

  • BGH, 16.07.1999 - V ZR 56/98  

    Rückabwicklung eines Grundstückskaufvertrages; Ausgleich für wertsteigernde

  • BGH, 21.10.2004 - III ZR 38/04  

    Rückforderung von rechtsgrundlos erbrachten Leistungen einer öffentlichen Kasse

  • BGH, 07.12.1988 - IVb ZR 93/87  

    Forderung durch den Konkursverwalter

  • BGH, 05.12.1989 - VI ZR 335/88  

    Garantenpflicht und deliktische Eigenhaftung des GmbH-Geschäftsführers

  • OLG Köln, 11.12.2008 - 18 U 190/05  

    Wirksamkeit der Abtretung von auf die Verletzung der

  • OLG Hamm, 11.12.2003 - 27 U 130/03  

    Widerspruch des Insolvenzverwalters gegen Lastschriften auf dem Konto des

  • BGH, 21.10.1976 - VII ZR 193/75  

    Boilerleck - § 27 Abs. 1 WEG betrifft (jedenfalls grundsätzlich) nur das

  • BGH, 05.05.1977 - VII ZR 85/76  

    Rückgewähr zur Konkursmasse

  • BGH, 26.09.1985 - VII ZR 19/85  

    Kündigung bei Vermögensverfall des Auftragnehmers

  • BGH, 11.11.1993 - IX ZR 47/93  

    Abtretbarkeit und Pfändbarkeit der Versicherungsforderung nach Wiederherstellung

  • BGH, 12.07.2002 - V ZR 195/01  

    Immobilien - Voraussetzungen für Unmöglichkeit und Verzug

  • BGH, 20.10.1988 - IX ZR 47/87  

    Auslegung einer Prozeßbürgschaft zur Abwendung der Zwangsvollstreckung

  • KG, 13.10.2003 - 10 U 160/01  

    Verfahrensrecht - Muss der Beklagte einem Parteiwechsel zustimmen?

  • OLG Saarbrücken, 02.05.2001 - 1 U 682/00  

    Kriterien zur Einordnung von Sachen als wesentliche Gebäudebestandteile

  • OLG Koblenz, 10.02.2010 - 2 U 164/09  

    Insolvenzrecht - Lastschriftwiderruf durch den Insolvenzverwalter

  • OLG Koblenz, 04.11.2010 - 2 U 671/09  

    Anforderungen an die Genehmigung von Belastungsbuchungen

  • BGH, 01.07.1981 - IVa ZR 201/80  

    Widerruf der Bezugsberechtigung aus einer Lebensversicherung

  • LAG Baden-Württemberg, 08.03.1990 - 11 Sa 116/89  

    Betriebliche Altersversorgung: Kündigung von Direktversicherungen im Konkurs

  • LG Köln, 27.03.1985 - 24 O 330/84  
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