Rechtsprechung
   BGH, 05.12.1989 - VI ZR 335/88   

Baustoffe

§ 823 Abs. 1 BGB, Eigentumsverletzung, Unterlassen, Außenhaftung des Geschäftsführers

Volltextveröffentlichungen (6)

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  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Deliktshaftung des GmbH-Geschäftsführers

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Deliktische Eigenhaftung des GmbH-Geschäftsführers aufgrund Garantenstellung aus den ihm übertragenen organisatorischen Aufgaben

Kurzfassungen/Presse

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Einbau von Baumaterialien unter Eigentumsvorbehalt: Haftung des GmbH-Geschäftsführers (IBR 1990, 286)

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 109, 297
  • NJW 1990, 976
  • ZIP 1990, 35
  • MDR 1990, 425
  • NJW-RR 1990, 466
  • DNotZ 1991, 809
  • BB 1990, 162
  • WM 1990, 108
  • VersR 1990, 205
  • IBR 1990, 286
  • DB 1990, 268



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Wird zitiert von ... (21)  

  • OLG Schleswig, 29.06.2011 - 3 U 89/10  

    Eigenhaftung des GmbH-Geschäftsführers wegen Verletzung von

    Besonders weit gegangen in der Ausdehnung drittschützender Organisationspflichten des Geschäftsführers einer GmbH ist der VI. Zivilsenat des BGH in der sog. Bauträgerentscheidung, dessen insoweit entscheidende Passagen das Landgericht im angefochtenen Urteil zitiert (BGHZ 109, 297 ).

    wegen einer dem Geschäftsführer als Aufgabe zugewiesenen oder von ihm jedenfalls in Anspruch genommenen Garantenstellung zum Schutz fremder Rechtsgüter i. S. d. § 823 Abs. 1 BGB der Fall sein (BGHZ 109, 297, 303).

    Der Einbau der Baumaterialien führte deshalb zu einer Eigentumsverletzung zu Lasten des Lieferanten (BGHZ 109, 297, 300).

    Bei der von ihm vorgenommenen Aufgabenverteilung hätte der Konflikt nur durch gezielte Anweisungen vermieden werden können (BGHZ 109, 297, 305 f).

  • OLG Köln, 26.06.1992 - 6 U 72/91  

    Haftung des als "Strohmann" eingesetzten GmbH-Geschäftsführers

    Insofern haftet auch der Geschäftsführer einer Gesellschaft grund-sätzlich dem Eigentümer nach § 823 Abs. 1 BGB auf Schadensersatz unmittelbar, wenn er in vorwerfbarer Weise bei der Entziehung des Eigentums mitgewirkt hat, ohne selbst Besitz zu erlangen (BGH WM 1990, 108, 110; BGHZ 56, 73, 77 m.w.N.).

    Dies kann im außervertraglichen, deliktischen Bereich insbesondere wegen einer dem Geschäftsführer als Aufgabe zugewiesenen oder von ihm jedenfalls in Anspruch genommenen Garanten-stellung zum Schutz fremder Güter im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB der Fall sein, die ihr Träger der Einflußspähre der Gesellschaft anvertraut haben (so BGHZ 109, 297, 303 = WM 1990, 108, 110).

    Zwar kann die Lieferung von Ware unter Eigen-tumsvorbehalt eine Garantenpflicht dahin begrün-den, dafür Sorge zu tragen, daß der Lieferer das Eigentum nicht durch Einbau oder Verarbeitung der Ware verliert (vgl. BGHZ 109, 297, 302); dies gilt jedoch lediglich für die Ware, die auch unter Ei-gentumsvorbehalt geliefert wurde, nicht jedoch für die gestohlene Ware der Klägerin, die sie der Firma S. GmbH ##blob##amp; Co. KG gerade nicht anvertraut hat.

  • BGH, 13.04.1994 - II ZR 16/93  

    Haftung des GmbH-Gesellschafters bei Vermischung des Gesellschafts- mit dem

    Die Organstellung läßt diese nicht in die Pflichtenstellung des § 831 Abs. 1 BGB einrücken; § 831 Abs. 2 BGB gilt für sie nicht (BGHZ 109, 297, 304).

    Nach der Rechtsprechung des VI. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs kann freilich eine innergesellschaftliche Organisationspflicht des Geschäftsführers eine Verhaltenspflicht im Sinne des § 823 Abs. 1 darstellen, soweit es um den Schutz der dort genannten Rechtsgüter geht (BGHZ 109, 297, 302 ff.).

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  • BGH, 26.02.2002 - X ZR 36/01  

    Funkuhr

    Auf die Frage, ob und bis zu welchem Zeitpunkt die Beklagte zu 1 nach den vertraglichen Vereinbarungen der an der Versendung und dem Import der in H. f.o.b. ausgelieferten Ware beteiligten Unternehmen im Eigentum oder Besitz der Uhren gewesen ist, kommt es - wie auch sonst bei der Verletzung absoluter Rechte (vgl. dazu nur BGH, Urt. v. 17.05.2001 - I ZR 251/99, NJW 2001, 3265, 3266 - ambiente.de zum Unterlassungsanspruch; BGH, Urt. v. 05.12.1989 - VI ZR 335/88, NJW 1990, 976, 977 f. zum ersatzrechtlichen Haftungsumfang) - für die patentrechtliche Beurteilung nicht an.

    Da jeder Beteiligte bereits für eine fahrlässige Verletzung des Klagepatents, für die jede vorwerfbare Verursachung der Rechtsverletzung einschließlich der ungenügenden Vorsorge gegen solche Verstöße genügen kann (vgl. BGH, Urt. v. 05.12.1989 - VI ZR 335/88, NJW 1990, 976, 977 f.), einzustehen hat - gegebenenfalls neben anderen als Nebentäter im Sinne des § 840 Abs. 1 BGB -, ist auch unerheblich, ob die getroffenen Feststellungen die Annahme eines vorsätzlichen Zusammenwirkens der Beklagten mit einem inländischen Haupttäter, Mittäter oder Gehilfen tragen.

  • BGH, 12.03.1996 - VI ZR 90/95  

    Persönliche Haftung des GmbH-Geschäftsführers

    Dieser Grundsatz schließt indessen eine daneben bestehende eigene Haftung des Geschäftsführers nicht aus, wenn er persönlich den Schaden durch eine unerlaubte Handlung herbeigeführt hat (Senatsurteile BGHZ 109, 297, 302; vom 14. Mai 1974 - VI ZR 8/73 - NJW 1974, 1371, 1372; vom 29. September 1987 - VI ZR 300/86 - NJW 1988, 1782 und vom 11. Juli 1995 - VI ZR 409/94 - VersR 1995, 1205; vgl. auch BGHZ 56, 73, 77 sowie BGH, Urteil vom 25. Januar 1984 - VIII ZR 227/82 - NJW 1984, 2284, 2285).

    Soweit er nunmehr entgegen seinem ausdrücklichen Vorbringen in der Berufungsinstanz eine persönliche Verantwortung für den Verkaufsvorgang in Abrede stellt, ist vorsorglich darauf hinzuweisen, daß eine unerlaubte Handlung auch dann in Betracht kommt, wenn er nicht selbst die unternehmerische Entscheidung zum Verkauf getroffen, sondern diese lediglich im Rahmen der ihm als Geschäftsführer obliegenden Organisationspflichten zu verantworten hat (Senatsurteil BGHZ 109, 297, 304 f).

  • OLG Rostock, 16.02.2007 - 8 U 54/06  

    GmbH-Geschäftsführer: Haftung gegenüber Dritten wegen Verletzung von

    Dies gilt im Bereich der Haftung aus unerlaubter Handlung zum einen dann, wenn er in eigener Person alle Merkmale des Deliktstatbestandes verwirklicht (vgl. Lutter/Hommelhoff-Kleindiek, a. a. O., Rz. 61; /MertensMertens, Anm. zu BGH-Urt. v. 05.12.1989, VI ZR 335/88, JZ 1990, S. 488, 488).

    Nach der Rechtsprechung kann in besonderen Ausnahmefällen eine aus der Organstellung resultierende Pflicht des Geschäftsführers diesen zugleich im Sinne einer Garantenstellung persönlich gegenüber Dritten treffen (grundlegend BGH, Urt. v. 05.12.1989, JZ 1990, S. 486 ff.).

  • BGH, 05.12.2008 - V ZR 144/07  

    Bauträger - Umfang der Bürgschaft gemäß § 7 MaBV

    Dieser Grundsatz schließt indessen eine daneben bestehende eigene Haftung des Geschäftsführers nach § 823 Abs. 2 BGB nicht aus, wenn er persönlich den Schaden durch eine unerlaubte Handlung herbeigeführt hat (vgl. BGHZ 109, 297, 302 f.; BGH, Urt. v. 11. Juli 2006, VI ZR 340/04, WM 2006, 1896, 1898; Urt. v. 12. März 1996, VI ZR 90/95, NJW 1996, 1535, 1536).
  • BAG, 23.02.2010 - 9 AZR 44/09  

    Altersteilzeit - Insolvenz - Geschäftsführerhaftung

    Die Garantenpflicht muss sich gerade auf den Schutz absoluter Rechte iSv. § 823 Abs. 1 BGB beziehen (vgl. zB BGH 12. März 1996 - VI ZR 90/95 - zu II 3 und III der Gründe, NJW 1996, 1535; 12. März 1990 - II ZR 179/89 - zu II 2 der Gründe, BGHZ 110, 323; 5. Dezember 1989 - VI ZR 335/88 - zu II 3 a aa der Gründe, BGHZ 109, 297).
  • OLG Stuttgart, 29.04.2008 - 5 W 9/08  

    Verkehrssicherungspflicht - Haftung des Diskothekenbetreibers für Kanaldeckel?

    Nach dem BGH (BGHZ 109, 297; BGH NJW 1996, 1535) und Teilen der Literatur (Hager in Staudinger, 1999, RN E 68 zu § 823 BGB; Larenz/Canaris, Lehrbuch des Schuldrechts, 13. Aufl., Bd. II/2, § 76 III 5 d) ist jedoch bei mittelbaren Verletzungen durch Leiter von Betrieben und Organe wegen Nichterfüllung einer Verkehrspflicht der Tatbestand einer unerlaubten Handlung dann erfüllt, wenn die Betriebsleiter bzw. Organe nicht die notwendigen organisatorischen Maßnahmen getroffen haben, um Schaden abzuwenden (vgl. dazu näher Spindler in Bamberger/Roth, Beck´scher Online-Kommentar, RN 271 f. zu § 823 BGB; B. Grunewald ZHR 157, (1993), 451 ff.).
  • BAG, 28.10.2004 - 8 AZR 443/03  

    Haftungsausschluss bei gemeinsamer Betriebsstätte

    Nach ständiger Rechtsprechung ist Geschäftsherr iSd. § 831 BGB die juristische Person bzw. der Unternehmensträger selbst, nicht jedoch das Organ (BGH 5. Dezember 1989 - VI ZR 335/88 - BGHZ 109, 297, 304; 13. April 1994 - II ZR 16/93 - BGHZ 125, 366, 375; MünchKommBGB/Wagner § 831 Rn. 44 mwN).
  • OLG Brandenburg, 31.03.2005 - 11 U 103/04  

    Bauvertrag - Subunternehmer ist nicht Baugeldempfänger!

  • OLG Frankfurt, 28.09.2007 - 25 U 124/04  

    Sachverständige - Wann verjährt Schadensersatzanspruch gg. Bausachverständigen?

  • BAG, 23.02.2010 - 9 AZR 71/09  

    Altersteilzeit - Insolvenz - Organhaftung

  • BGH, 09.07.1990 - II ZR 10/90  

    Haftung des Auftraggebers

  • OLG Stuttgart, 01.12.1994 - 14 U 48/93  

    Arzthaftung bei verkannter Pflicht zur therapeutischen Aufklärung

  • OLG Saarbrücken, 09.11.2011 - 1 U 177/10  

    Verkehrssicherungspflicht des Waldbesitzers

  • BGH, 11.07.1995 - VI ZR 409/94  
  • LG Ellwangen, 27.07.2001 - 5 O 37/99  

    Schadensersatzpflicht eines Unternehmens und dessen Geschäftsführers wegen

  • LG Dortmund, 24.06.2005 - 3 O 170/04  
  • FG Niedersachsen, 25.08.1998 - VI 275/96  

    VGA: Fachliche Qualifikation eines Geschäftsführers

  • OLG Stuttgart, 11.11.1992 - 3 U 147/91  

    Verkehrssicherungspflichten eines Grundstückseigentümers bei unentgeltlicher

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