Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 24.09.2001 - 8 S 641/01   

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Die Aufhebung eines erst nachträglich rechtswidrig gewordenen Verwalungsakts erfolgt grds. nach § 49 VwVfG, nicht nach § 48 VwVfG, anders jedoch im Sonderfall eines Dauerverwaltungsakts (dann kommt es nicht auf die erhöhten Anforderungen wie Gefährdung des öffentlichen Interesses an);

§ 36 Abs. 2 Nr. 4 VwVfG, isolierte Aufhebung einer Auflage und Ersetzung durch eine neue, weniger nachbarschützende, Auflage

Volltextveröffentlichungen (6)

  • Landesrecht Baden-Württemberg

    § 48 Abs 1 VwVfG, § 49 Abs 2 VwVfG
    Aufhebung eines rechtswidrig gewordenen begünstigenden VA mit Dauerwirkung nach VwVfG § 48)

  • VD-BW Rechts- und Vorschriftendienst(Abodienst, kostenloser Testzugang, Einzelerwerb möglich, Leitsatz frei)

    Verwaltungsakt; Dauerwirkung; Rücknahme; Rechtswidrigkeit; Zeitpunkt

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verwaltungsakt, Baugenehmigung, Bauvorbescheid - Verwaltungsakt, Dauerwirkung, Rücknahme, Rechtswidrigkeit, Zeitpunkt

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  • rechtsportal.de

    Verwaltungsakt, Baugenehmigung, Bauvorbescheid - Verwaltungsakt, Dauerwirkung, Rücknahme, Rechtswidrigkeit, Zeitpunkt

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Verfahrensrecht - Aufhebung eines rechtmäßigen begünstigenden Verwaltungsaktes

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Verwaltungsakt, Dauerwirkung, Rücknahme, Rechtswidrigkeit, Zeitpunkt

Verfahrensgang

  • VG Sigmaringen, 24.10.2000 - 4 K 1272/98
  • VGH Baden-Württemberg, 24.09.2001 - 8 S 641/01

Zeitschriftenfundstellen

  • BauR 2002, 933
  • NVwZ-RR 2002, 621
  • DÖV 2002, 486 (Ls.)
  • VBlBW 2002, 208
  • DVBl 2002, 1062
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Wird zitiert von ... (13)  

  • VGH Baden-Württemberg, 24.01.2007 - 13 S 451/06  

    Wiederaufgreifensanspruch bei bestandskräftiger Ausweisungsverfügung gegen einen

    Für die damit im Rahmen des § 48 Abs. 1 Satz 1 VwVfG entscheidungserhebliche Frage der Rechtmäßigkeit oder Rechtswidrigkeit der bestandskräftig gewordenen Ausweisung des Klägers stellt der Senat auf den Zeitpunkt des Erlasses der Ausweisungsverfügung ab; da der Kläger zu diesem Zeitpunkt freizügigkeitsberechtigt war, kann offen bleiben, inwieweit eine erst später eintretende Rechtswidrigkeit ein Rücknahmeverfahren eröffnen kann (siehe dazu BVerwG, Urteil vom 28.10.2004 - 1 C 13.03 -, NVwZ-RR 2005, 341; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 24.9.2001 - 8 S 641/01 -, VBlBW 2002, 208, 209).
  • VGH Baden-Württemberg, 14.04.2008 - 8 S 2322/07  

    Nachträglicher Widerrufsvorbehalt bei Baugenehmigung

    Es gibt auch keinen Anlass zu der Annahme, dass die ursprünglich rechtmäßig erteilte Baugenehmigung durch eine Änderung der Sachlage rechtswidrig geworden wäre (vgl. hierzu Senatsurteil vom 24.9.2001 - 8 S 641/01 -, NVwZ-RR 2002, 621).
  • VGH Baden-Württemberg, 28.06.2007 - 13 S 1045/07  

    Rücknahme einer bestandskräftigen Ausweisungsverfügung; Verstoß gegen

    Zu Recht hat das Verwaltungsgericht für die im Rahmen des § 48 Abs. 1 Satz 1 LVwVfG entscheidungserhebliche Frage der Rechtmäßigkeit oder Rechtswidrigkeit der mangels Klageerhebung bestandskräftig gewordenen Ausweisung des Klägers auf den Zeitpunkt des Erlasses der Ausweisungsverfügung am 29.5.2000 abgestellt; da der Kläger jedenfalls zu diesem Zeitpunkt freizügigkeitsberechtigt war, konnte offenbleiben, inwieweit eine erst später eintretende Rechtswidrigkeit ein Rücknahmeverfahren eröffnen kann (vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 28.10.2004 - 1 C 13.03 -, NVwZ-RR 2005, 341; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 24.9.2001 - 8 S 461/01 -, VBlBW 2002, 208, 209).
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  • VG Arnsberg, 25.09.2008 - 2 K 85/08  

    Teilerfolg für Richter mit zwei Richterämtern

    Für die Anwendbarkeit des § 48 Abs. 1 VwVfG NRW: VGH BW, Urteil vom 24. September 2001 - 8 S 641/01 -, NVwZ-RR 2002, 621 m. w. N; VG Gelsenkirchen, Urteil vom 13. März 2007 - 12 K 2786/03 -, JURIS Rn. 17 f.; VG Freiburg, Urteil vom 27. Februar 2008 - 3 K 2151/06 -, JURIS Rn. 22. Gegen die Anwendbarkeit des § 48 Abs. 1 VwVfG NRW: Kopp / Ramsauer, a.a.O., § 48 Rn. 57; Maurer, Allgemeines Verwaltungsrecht, 14. Aufl. 2002, § 11 Rn. 11; Knack, Kommentar zum Verwaltungsverfahrensgesetz, 8. Aufl. 2004, Vor § 43 Rn. 53; Ludwigs, Der Anspruch auf Rücknahme rechtswidriger belastender Verwaltungsakte, DVBl 2008, 1164 m.w.N.
  • OVG Sachsen-Anhalt, 21.10.2009 - 3 L 282/07  

    Erfordernis einer ausdrücklichen Ermächtigung im Hochschulgesetz oder einer

    Für die gerichtliche Aufhebung eines solchen Verwaltungsakts ist anerkannt, dass es für die Beurteilung seiner Rechtmäßigkeit abweichend von den sonst für Anfechtungsklagen geltenden Grundsätzen nicht auf den Zeitpunkt der letzten Behördenentscheidung, sondern auf den der gerichtlichen Entscheidung ankommt (vgl. VGH Mannheim, Urt. v. 24.09.2001 - 8 S 641/01 - NVwZ-RR 2002, 621 m.w.N.).
  • VG Stuttgart, 21.10.2009 - 11 K 3204/09  

    Ausländerrecht - Meldeauflage als Sanktion

    Eine erst später eintretende Rechtswidrigkeit kann aber auch ein Rücknahmeverfahren eröffnen (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.10.2004 - 1 C 13/03 - NVwZ-RR 2005, 341; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 24.09.2001 - 8 S 641/01 - VBlBW 2002, 208).
  • OVG Sachsen-Anhalt, 29.11.2007 - 2 L 223/06  

    Widerruf einer Wohnsitzauflage

    Das gilt auch bei sog. Dauer-Verwaltungsakten, also solchen Verwaltungsakten, die - wie die streitgegenständliche Wohnsitzauflage - nicht auf eine einmalige Handlung, etwa eine Geldzahlung, beschränkt sind, sondern deren Regelungsgehalt sich auf einen längeren Zeitraum - hier das Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft A-Stadt - erstreckt (vgl. Kopp/Ramsauer, VwVfG, 9. Aufl., § 48 RdNr. 57 mit Hinweisen auch auf insoweit abweichende Rechtsprechung [z.B. VGH BW, VBlBW 2002, 208]).
  • VG Freiburg, 27.02.2008 - 3 K 2151/06  

    Zur Rücknahme eines Bewilligungsbescheides für Trennungsgeld bei Wegfall eines

    Denn § 49 Abs. 2 und Abs. 3 VwVfG geht von der Situation aus, dass der Verwaltungsakt im Zeitpunkt seiner Aufhebung rechtmäßig und nicht rechtswidrig ist (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 24.09.2001 - 8 S 641/01 -, VBlBW 2002, 208 = NVwZ-RR 2002, 621).
  • OVG Berlin-Brandenburg, 26.10.2011 - 6 B 8.09  

    Soldatenrecht; Übergangsgebührnisse; Anrechnung von Erwerbseinkommen aus

    Soweit dieser Verwaltungsakt hinsichtlich der Verwirklichung des Sachverhalts in der Zeit nach der Rechtsänderung solche rechtlichen Wirkungen bestimmt, die sich aus der geänderten Rechtslage nicht mehr ergeben, ist er mit Wirkung von der Rechtsänderung an als rechtswidrig anzusehen (BVerwG, Urteil vom 29. November 1979 - 3 C 103.79 -, BVerwGE 59, 148, 160, Rn. 78 bei juris, Urteil vom 16. Juli 2009 - 2 C 44.08 -, Rn. 15 bei juris, Urteil vom 28. Oktober 2004 - 2 C 13.03 -, NVwZ-RR 2005, S. 341 f., Rn. 14 ff. bei juris; VGH Mannheim, Urteil vom 24. September 2009 - 8 S 641/01 -, NVwZ-RR 2002, S. 621 ff.,k Rn. 38 bei juris; OVG Münster, Urteil vom 26. August 1987 - 6 A 1910/84 -, NVwZ-RR 1988, S. 1 f.).
  • VG Arnsberg, 08.07.2005 - 12 K 2926/04  
    vgl. zur Gegenauffassung Verwaltungsgerichtshof Baden- Württemberg, Urteil vom 24. September 2001 - 8 S 641/01 -, Baurechtssammlung (BRS) 64 Nr. 168: zur Rücknahme einer Auflage zu einer Baugenehmigung.
  • VGH Baden-Württemberg, 05.05.2011 - 12 S 265/11  

    Rückzahlung gewährter Landesblindenhilfe

  • VG Sigmaringen, 04.02.2002 - 8 K 1846/00  

    Ungeeignetheit eines Dolmetschers

  • OVG Saarland, 16.04.2003 - 1 W 10/03  
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