Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 30.01.1990 - 5 S 1806/89   

Betrieb auf Bundesbahn-Grundstück

§§ 6, 7 PolG, Aufgabe der Sachherrschaft;

Störerauswahl, § 5 PolG

Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse

Verfahrensgang

  • VG Stuttgart, 15.03.1989 - 16 K 2194/87
  • VGH Baden-Württemberg, 30.01.1990 - 5 S 1806/89

Zeitschriftenfundstellen

  • ESVGH 41, 152 (Ls.)
  • NVwZ-RR 1991, 27
  • DVBl 1990, 1046



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Wird zitiert von ... (19)  

  • VGH Baden-Württemberg, 19.10.1993 - 10 S 2045/91  

    Sanierung von Altlasten - Störerauswahl

    Die gegen dieses Urteil vom Beklagten eingelegte Berufung wies der Verwaltungsgerichtshof mit Urteil vom 30.1.1990 (5 S 1806/89) zurück.

    Dem Senat liegen die einschlägigen Akten des Landratsamts ... (1-492), die Widerspruchsakten des Regierungspräsidiums Stuttgart, die beigezogenen Gerichtsakten der früheren Verfahren (16 K 2362/86, 5 S 3087/86, 5 S 3286/86; 16 K 2851/86; 16 K 2194/87, 5 s 1806/89; 16 K 1682/90, 8 S 1998/90), die einschlägigen Akten des Verwaltungsgerichts Stuttgart sowie die Akten 11 Ls 356/88 der Staatsanwaltschaft Stuttgart einschließlich zwei Aktenordner der Staatsanwaltschaft Stuttgart (155 Js 72498) vor.

    Damit erweist sich die vertikale Lage der Schadstoffe im Boden - wovon schon der 5. Senat des Verwaltungsgerichtshofs im Urteil vom 30.1.1990 (5 S 1806/89) ausgegangen ist - nicht als geeignetes Kriterium für die Abgrenzung, in welchem Umfang die CKW-Verunreinigung dem Kläger oder der Vorgängerfirma zuzurechnen ist.

  • VGH Baden-Württemberg, 27.03.1995 - 8 S 525/95  

    Störerauswahl: kein Vorrang der Haftung des Verhaltensstörers vor der des

    Vergleiche VGH Mannheim, 1990-01-30, 5 S 1806/89, ESVGH 41, 152.

    Ein gesetzliches Rangverhältnis zwischen der Inanspruchnahme des Verhaltensstörers und der des Zustandsstörers gibt es nicht (VGH Bad.-Württ., Urt. v. 30.1.1990 - 5 S 1806/89 - NVwZ-RR 1991, 27).

    Der erkennende Gerichtshof hat allerdings wiederholt entschieden, daß ein Einschreiten gegen den Zustandsstörer jedenfalls dann nicht ermessensfehlerhaft ist, wenn unklar ist, ob und in welchem Umfang eine Haftung bestimmter Personen als Verhaltensstörer in Betracht kommt (vgl. Beschl. v. 12.9.1994 - 8 S 3146/94 -; Urt. v. 30.1.1990, a.a.O., m.w.N.).

  • VG Frankfurt/Main, 11.07.2011 - 8 L 1691/11  

    Nutzungsverbot für ein Wettbüro

    Diese Ermächtigung, nach dem sog. Auswahlermessen zu handeln, verpflichtet die Bauaufsichtsbehörde nach § 40 HVwVfG, ihr Ermessen entsprechend dem Zweck der Ermächtigung des § 72 Abs. 1 Satz 1 HBO auszuüben (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 30.01.1990 - 5 S 1806/89 -, NVwZ 1990, 179; Hornmann, a.a.O. § 72 Rn. 82) und die gesetzlichen Grenzen des Ermessens (vgl. § 114 Satz 1 VwGO) einzuhalten.

    Ein solcher Grundsatz ist nicht im Gesetz (HSOG) enthalten und auch nicht vom Gesetzgeber gewollt (vgl. Reg.-Entw. (zum HSOG), LT-Drucks. 12/5794, S. 60; VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 26.06.1990 - 8 S 597/90 -, VBlBW 1990, 31; Urteil vom 28.06.1989 - 5 S 721/88 -, NVwZ 1990, 179; Urteil vom 30.01.1990 - 5 S 1806/89 -, NVwZ-RR 1991, 27; Beschluss vom 27.03.1995 - 8 S 525/95 -, VBlBW 1995, 281; Hornmann, a.a.O., § 72 Rn. 87).

mehr
  • VGH Baden-Württemberg, 04.08.1995 - 10 S 8281/95  

    Keine Anordnung von Erkundungsmaßnahmen gegen ehemaligen Eigentümer nach

    Die Haftung des Zustandsstörers endet mit der Übertragung des Eigentums bzw. mit der Beendigung der tatsächlichen Sachherrschaft (z. B. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 30.1.1990 - 5 S 1806/89 - DVBl 1990, 1046 = NVwZ-RR 1991, 27 = ZfW 1991, 20 = BWVPr 1991, 112) (S. 8).

    Diese Haftung endet daher mit der Übertragung des Eigentums bzw. mit der Beendigung der tatsächlichen Sachherrschaft (z. B. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 30.1.1990, DVBl. 1990, 1046 f.; Drews/Wacke/Vogel/Martens, a.a.O., S. 328, 330; Schmidt-Jortzig, Festschrift Scupin, 1983, S. 819, 824).

  • VGH Baden-Württemberg, 09.08.2001 - 1 S 523/01  

    Kosten für Feuerwehreinsatz zur Beseitigung einer Ölspur

    Ein Einschreiten gegen den Zustandsstörer ist jedenfalls dann nicht ermessensfehlerhaft, wenn unklar ist, ob und in welchem Umfang eine Haftung bestimmter Personen als Handlungsstörer in Betracht kommt (VGH Bad.-Württ., Urteil vom 30.01.1990 - 5 S 1806/89 -).
  • VGH Baden-Württemberg, 04.08.1995 - 10 S 828/95  

    Altlastensanierung - Störerauswahl

    Diese Haftung endet daher mit der Übertragung des Eigentums bzw. mit der Beendigung der tatsächlichen Sachherrschaft (zB VGH Bad.-Württ., Urt. v. 30.1.1990, DVBl. 1990, 1046 f; Drews/Wacke/Vogel/Martens, a.a.O., S. 328, 330; Schmidt-Jortzig, Festschrift Scupin, 1983, S. 819, 824).
  • VGH Baden-Württemberg, 02.06.1997 - 8 S 577/97  

    Kostentragung für Ersatzvornahme nach Eigentumsverzicht des polizeipflichtigen

    Ohne eine solche Regelung läßt sich ein Fortbestehen der Zustandsverantwortlichkeit trotz der Aufgabe des Eigentums nicht begründen (vgl. VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 30.10.1980 - 5 S 1806/90 -, NVwZ-RR 1991, 27; Drews/Wacke/Vogel/Martens, Gefahrenabwehr, 9. Aufl., S. 328; Mussmann, Allgemeines Polizeirecht in Baden-Württemberg, 3. Aufl., RdNr. 283; Würtenberger/Heckmann/Riggert, a.a.O., RdNr. 299; a.M. offenbar OVG Bremen, Beschl. v. 16.8.1988 - 1 BA 25/88 -, NVwZ-RR 1989, 16).
  • VGH Baden-Württemberg, 20.10.1992 - 10 S 2707/91  

    Zur Haftung des Leiters eines stillgelegten Galvanik-Betriebes für Sonderabfälle

    Nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Gerichtshofs besteht zwischen dem Handlungsstörer (Verhaltens- oder Verursachungsstörer) nach § 6 PolG und dem Zustandsstörer nach § 7 PolG kein Rangverhältnis in dem Sinne, daß die Polizeibehörde -- bzw. bei einer Gewässerverunreinigung die Wasserbehörde -- zunächst gegen den Verursachungsstörer vorgehen muß; die Behörde hat ihr Auswahlermessen vielmehr danach zu betätigen, auf welche Weise der rechtswidrige Zustand am schnellsten und effektivsten beseitigt werden kann (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteile v. 30.1.1990 -- 5 S 1806/89 --; v. 19.7.1990 -- 5 S 2021/89 -- und v. 8.5.1991 -- 8 S 210/91 --, BWGZ 1992, 62).
  • VG Karlsruhe, 22.10.1999 - 8 K 2400/97  

    Die Dereliktion eines Grundstücks führt nicht dazu, dass dadurch die Entsorgung

    Diese Haftung endet daher mit der Übertragung des Eigentums bzw. mit der Beendigung der tatsächlichen Sachherrschaft (VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 04.08.1995, a. a. O. und Urt. v. 30.01.1990, NVwZ-RR 1991, 27; VG Kassel, Beschl. v. 28.10.1997, NVwZ-RR 1998, 648 ff. ; Belz/Mußmann, a. a. O., § 7 Rd.Nr. 10 f.; Würtenberger/Heckmann/Riggert, a. a. O., Rd.Nr. 297, 299-, a. A.: Kloepfer, NUR 1987 S. 7, 18, Wolf-Stephan, Polizeigesetz für Bad.-Württ., 4. Aufl. 1995, § 7 Rd.Nr. 7; beide ohne nähere Begründung; Schink, DVBl. 1985, S. 1149, 1159, der das Fortbestehen der Zustandshaftung aus dem Gedanken der angemessenen Risikoverteilung zwischen Eigentümer und Allgemeinheit herleitet- Drews/Wacke/Vogel/Martens, Gefahrenabwehr, Allgemeines Polizeirecht des Bundes und der Länder, 9. Aufl. 1986, S. 328, der allerdings im Falle der Dereliktion auf den ME PolG verweist).
  • OVG Rheinland-Pfalz, 07.05.1991 - 1 A 10297/89  

    Zur Abgrenzung zwischen Amtsermittlung und gegenüber einem Verantwortlichen

    Denn ein Einschreiten gegen den Zustandsstörer ist jedenfalls dann nicht ermessensfehlerhaft, wenn - wie hier - unklar ist, ob und in welchem Umfang eine Haftung bestimmter Personen als Handlungsstörer in Betracht kommt (vgl. VGH Baden Württemberg ZfW 1991, 20).
  • VGH Baden-Württemberg, 31.03.1992 - 10 S 2647/91  

    Zur Ursächlichkeit des Betriebes einer Reinigungsanlage für festgestellte

  • VGH Baden-Württemberg, 08.05.1991 - 8 S 210/91  

    Grundwasserverunreinigung - zum Auswahlermessen bei Inanspruchnahme des

  • VGH Baden-Württemberg, 01.10.1991 - 5 S 1823/90  

    Rechtswidrigkeit einer Beseitigungsanordnung der Naturschutzbehörde wegen

  • VG Sigmaringen, 08.01.2003 - 2 K 1834/02  

    Fehlerhafte Störerauswahl bei denkmalschutzrechtlicher Sanierungsanordnung

  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 09.07.2010 - 3 M 128/10  

    Störerauswahl bei Beeinträchtigung der Standsicherheit eines Gebäudes nach

  • VG Bremen, 29.01.2002 - 8 K 2240/01  

    Anforderungen an den Nachweis der Verursachung

  • OVG Rheinland-Pfalz, 25.04.1991 - 1 A 10297/89  
  • VG Karlsruhe, 14.09.1992 - 11 K 10487/92  

    Störerauswahl bei Grundwasserverunreinigung: Hier die Berücksichtigung der

  • VG Göttingen, 19.06.1997 - 4 B 4186/97  

    Altlastensanierung; Zustandsstörer; Inanspruchnahme wegen Unklarheit über

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