Rechtsprechung
   BGH, 17.12.1998 - V ZR 200/97   

Bodenfonds Ostdeutschland - Erbschaft

Art. 233 § 11 EGBGB, Vererblichkeit der Grundstücke aus der Bodenreform;

§§ 279, 281 BGB <Fassung bis 31.12.01> (vgl. nunmehr § 285 BGB <Fassung seit 1.1.02>)

Volltextveröffentlichungen (4)

  • lexetius.com

    EGBGB 1986 Art. 233 § 11 Abs. 3 Satz 1; BGB §§ 279, 281 Abs. 1

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Eigentum an einem Grundstück aus der Bodenreform nach Tod des Begünstigten; Verschulden des Schuldners bei Unvermögen

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Besprechungen u.ä. (3)

  • Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen , S. 41 (Entscheidungsbesprechung)

    §§ 11 ff. EGBGB; §§ 279, 281 Abs. 1 BGB
    Bodenreformland; Abwicklungsvorschrift; Vererbung; Landesfiskus Art. 233

  • agrarrecht.de (Entscheidungsbesprechung)

    Welche Konsequenzen hat die jüngste Rechtsprechung zur Vererblichkeit von Bodenreformland wirklich? (Martin Deimel)

  • EWiR-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 2,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Eigentumserwerb der Erben von Bodenreformbegünstigten (Abweichung von BGHZ 132, 71)

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 140, 223
  • BGHZ 140, 224
  • NJW 1999, 1470
  • MDR 1999, 474
  • FamRZ 1999, 717
  • Rpfleger 1999, 222
  • WM 1999, 448
  • DB 1999, 523
  • JR 1999, 460



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Wird zitiert von ... (47)  

  • OLG Dresden, 11.05.2001 - 6 U 423/01  

    Abwicklung der Bodenreform - Besserberechtigung - Zuteilungsfähigkeit - Zeitpunkt

    So habe dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 17.12.1998 (Az.: V ZR 200/97) der Sachverhalt zugrunde gelegen, dass die im Grundbuch eingetragene Eigentümerin am 21.12.1987 verstorben und die Nutzung des bis zum Tode von der Eigentümerin mit ihrer Schwägerin gemeinsam bewohnten Wohngrundstücks aus der Bodenreform danach von der Schwägerin fortgesetzt worden sei.

    Der Kläger könne sich für seine Auffassung nach der Aufgabe der sogenannten Vererblichkeitstheorie durch den Bundesgerichtshof mit Urteil vom 17.12.1998 (Az: V ZR 200/97) nicht auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 26.03.1998, der die zwischenzeitlich aufgegebene Auffassung über die Nichtvererblichkeit von Bodenreformgrundstücken zugrunde gelegen hätte, berufen.

    2.1 Die Beklagten haben aufgrund der Vererblichkeit der Bodenreformgrundstücke (vgl. BGH, Urteil vom 17.12.1998, Az: V ZR 200/97, BGHZ 140, 223, 226 f. = NJW 1999, 1470, 1471 = ZOV 1999, 124, 125 = WM 1999, 448, 449; BGH, Urteil vom 21.05.1999, Az: V ZR 319/98, WM 1999, 1723, 1724; BGH, Urteil vom 20.10.2000, Az: V ZR 194/99, ZfIR 2001, 48, 49 = WM 2001, 212 = VIZ 2001, 103) Eigentum als Erben bzw. Erbeserben nach dem Erblasser an dem streitgegenständlichen Grundstück erworben.

    Das Eigentum der Beklagten (und der Erblasserin) an dem Bodenreformgrundstück war aber bis zum Inkrafttreten des Gesetzes über die Rechte der Eigentümer von Grundstücken aus der Bodenreform vom 06.03.1990 (GBl. I 1990, 134) öffentlich-rechtlich dahingehend gebunden, dass es ihnen bzw. der Erblasserin nur verbleiben durfte, wenn es ihnen nach den Vorschriften der Verordnung über die Auseinandersetzung bei Besitzwechsel von Bauernwirtschaften aus der Bodenreform vom 21.05.1951 (GBl. 1951, S. 629, folgend BwVO 1951) bzw. der Verordnung über die Durchführung des Besitzwechsels bei Bodenreformgrundstücken vom 07.08.1975 (GBl. I 1975, 629) i.d.F. der 2. Verordnung über die Durchführung des Besitzwechsels bei Bodenreformgrundstücken vom 07.01.1988 (GBl. I 1988, 25, folgend: BwVO 1975/1988) verbleiben durfte (vgl. BGH, BGHZ 140, 223, 228 = NJW 1999, 1470, 1471 f. = ZOV 1999, 124, 125 = WM 1999, 448, 449).

    Grund hierfür waren das mangelnde Interesse der Erben an der Übertragung und die Nachlässigkeit der Behörden (BGH, BGHZ 140, 223, 231 = NJW 1999, 1470, 1472 = ZOV 1999, 124, 126 = WM 1999, 448, 450).

    Denn die Aufhebung der Besitzwechselverordnung führte sachwidrig dazu, dass es von dem zufällig entfalteten oder auch nicht entfalteten Eifer der Räte der Kreise abhing, ob das kraft erbrechtlicher Nachfolge erworbene Eigentum den Erben der Begünstigten aus der Bodenreform verblieben war und zu verbleiben hatte (BGH, BGHZ 140, 223, 232 = NJW 1999, 1470, 1473 = ZOV 1999, 124, 126 = WM 1999, 448, 451).

    Sachenrecht">233 § 11 Abs. 3 Satz 1 i.V.m. § 12 Abs. 2 EGBGB verpflichtet, die ererbten Grundstücke aus der Bodenreform an einen dort genannten Besserberechtigten aufzulassen, es sei denn, die dem Erblasser zugewiesenen Grundstücke wären in pauschalierter Nachzeichnung der Zuteilungsgrundsätze der Besitzwechselverordnungen dem Erben, einem von mehreren Erben oder einem Dritten zu übertragen gewesen (BGH, BGHZ 140, 223, 236 = NJW 1999, 1470, 1474 = ZOV 1999, 124, 127 = WM 1999, 448, 452; BGH, Urteil vom 18.06.1999, Az: V ZR 354/97, WM 1999, 1724, 1725; BGH, VIZ 2000, 236, 237 = ZIP 2000, 501, 502 f.).

    Auch aus den Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 17.12.1998 (Az.: V ZR 200/97) und vom 04.02.2000 (Az.: V ZR 260/98) kann der Kläger nichts für seine Auffassung herleiten.

  • BGH, 17.02.2006 - V ZR 236/03  

    Immobilien - Erlös für Grundstück aus der Bodenreform

    Sachenrecht">233 §§ 11 ff EGBGB vorgebrachten Bedenken sind nicht begründet (Senat, BGHZ 140, 223, 231 ff.; Urt. v. 20. Oktober 2000, V ZR 194/99, VIZ 2001, 103 f.; v. 22. März 2002, V ZR 192/01, VIZ 2002, 483 f.; v. 28. März 2003, V ZR 156/02, VIZ 2003, 592; BVerfG, VIZ 2001, 111, 112 ff.; 2002, 640 f.).

    Sachenrecht">233 § 16 Abs. 2 Satz 2 EGBGB (Senat, BGHZ 140, 223, 234 ff.; Urt. v. 5. Dezember 1997, V ZR 179/96, VIZ 1998, 150 f.; v. 17. Dezember 1998, V ZR 341/97, VIZ 1999, 176, 177 f.; v. 29. November 2002, V ZR 445/01, VIZ 2003, 302).

    Der Gesetzgeber durfte vielmehr den Irrtum der Volkskammer bei dem Beschluss des Gesetzes vom 6. März 1990 korrigieren (Senat, BGHZ 140, 223, 235 f., Urt. v. 20. Oktober 2000, V ZR 194/99, VIZ 2001, 103, 104; EGMR NJW 2005, 2907, 2911).

    Besteht dieses in Geld, richtet sich der Anspruch auf Zahlung (Senat, BGHZ 140, 223, 239; Urt. v. 17. Dezember 1998, V ZR 354/97, VIZ 1999, 176, 177; ferner BGHZ 143, 373, 378 f.).

  • BGH, 04.02.2000 - V ZR 260/98  

    Anspruch auf Herausgabe von Nutzungen bei einem Bodenreformgrundstück

    a) Der Fiskus, der Anspruch auf unentgeltliche Auflassung eines ehemaligen Bodenreformgrundstücks hat, kann die Herausgabe von Nutzungen nur insoweit verlangen, als sie auf die Zeit ab Inkrafttreten des Zweiten Vermögensrechtsänderungsgesetzes am 22. Juli 1992 entfallen (im Anschluß an BGHZ 140, 223).

    Erst durch das Zweite Vermögensrechtsänderungsgesetz wurde der endgültige Bestand seines Eigentums in pauschaler Nachzeichnung des Besitzwechselrechts einem Vorbehalt unterzogen (Urteile v. 17. Dezember 1998, V ZR 200/97, WM 1999, 448, für BGHZ 140, 223 bestimmt; V ZR 341/97, WM 1999, 453).

    Der Senat hat in den Urteilen vom 17. Dezember 1998 (V ZR 200/97 und V ZR 341/97, vorstehend zu 2) die Anwendung des § 279 BGB für gesetzlich begründete Geldschulden allgemein unter den Vorbehalt gestellt, daß eine unbedingte Verpflichtung zur Zahlung mit dem Zweck der Zahlungspflicht in Einklang steht.

    Wie der Senat in der Entscheidung vom 17. Dezember 1998, V ZR 200/97 (oben zu 2) ausgeführt hat, war sich der Gesetzgeber über den endgültigen Erwerb des Eigentums in solchen Fällen nicht schlüssig.

mehr
  • BGH, 17.12.1998 - V ZR 341/97  

    Verfügungen der Erben eines Begünstigten aus der Bodenreform

    Wie der Senat mit Urteil vom heutigen Tage im Verfahren V ZR 200/97 entschieden hat, ist die Annahme des Gesetzgebers des Zweiten Vermögensrechtsänderungsgesetzes unzutreffend, die Grundstücke aus der Bodenreform seien nicht vererblich gewesen.

    Fehlte es an einem Erben, an den eine Übertragung der Grundstücke durch den Rat erfolgen konnte, waren sie durch Verwaltungsakt in den Bodenfonds zurückzuführen (Senatsurt. v. 17. Dezember 1998, V ZR 200/97, Umdruck S. 5 ff, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).

    Wäre es hierbei verblieben, hätte die Aufhebung der Verpflichtung zur Rückführung von Grundstücken in den Bodenfonds durch das Gesetz vom 6. März 1990 zum Ergebnis, daß das Desinteresse der Erben an den Grundstücken aus der Bodenreform und die Nachlässigkeit der Behörden der DDR beim Vollzug der Besitzwechselverordnung dazu geführt hätten, daß den Erben das Eigentum an den Grundstücken aus der Bodenreform zu verbleiben hätte (Senatsurt. v. 17. Dezember 1998, V ZR 200/97, Umdruck S. 12 ff).

    Das gilt insbesondere, soweit der Erbe eines Begünstigten aus der Bodenreform im Zusammenhang mit der Veräußerung eines ererbten Grundstücks die Beratung durch einen Rechtsanwalt oder Notar in Anspruch genommen hat (Senatsurt. v. 17. Dezember 1998, V ZR 200/97, Umdruck S. 20 f), oder, wie im vorliegenden Fall von den Beklagten behauptet, vom Grundbuchamt dahingehend aufgeklärt wurde, über das Grundstück frei verfügen zu können.

  • BGH, 20.10.2000 - V ZR 194/99  

    Eigentum an Grundstück aus der Bodenreform

    a) Das Gesetz über die Rechte der Eigentümer von Grundstücken aus der Bodenreform vom 6. März 1990 (GBl. I, 134) enthielt eine Regelungslücke, die der Gesetzgeber der Bundesrepublik Deutschland schließen konnte (Bestätigung von BGHZ 140, 223, 231 ff).

    Der Senat hat die Verfassungsmäßigkeit der Regelungen der Vorschriften zur Abwicklung der Bodenreform auch angesichts des Irrtums des Gesetzgebers über die Vererblichkeit der Grundstücke aus der Bodenreform im Urteil vom 17. Dezember 1998 (BGHZ 140, 223, 231 ff) bejaht.

    Sie hätte die Aufwertung des Bodenreformeigentums an dem mehr oder weniger zufällig entfalteten oder auch nicht entfalteten Eifer der DDR-Behörden bei der Vollziehung der Besitzwechselverordnung angeknüpft und so zu zweckwidrigen Zufallsergebnissen geführt (Senatsurt. v. 17. Dezember 1998, V ZR 200/97, NJW 1999, 1470, 1473).

  • BGH, 18.06.1999 - V ZR 354/97  

    Anforderungen an die Berechtigung des Erben eines Begünstigten aus der

    Die Beklagten sind mit dem Tod von F. K. Eigentümer des Grundstücks geworden (Senatsurt. v. 17. Dezember 1998, V ZR 200/97, WM 1999, 448, 449, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt).

    Folge hiervon war, daß die Aufhebung der Besitzwechselverordnung sachwidrig dazu führte, daß es von dem zufällig entfalteten oder auch nicht entfalteten Eifer der Räte der Kreise abhing, ob das kraft erbrechtlicher Nachfolge erworbene Eigentum den Erben der Begünstigten aus der Bodenreform verblieben war (Senatsurt. v. 17. Dezember 1998, V ZR 200/97, aaO, 451).

    Sachenrecht">233 § 11 Abs. 3 Satz 1 i.V.m. § 12 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. c EGBGB verpflichtet, die ererbten Grundstücke aus der Bodenreform dem Fiskus des Landes aufzulassen, in welchem sie belegen sind, es sei denn, die dem Erblasser zugewiesenen Grundstücke wären in pauschalierter Nachzeichnung der Zuteilungsgrundsätze der Besitzwechselverordnung dem Erben, einem von mehreren Erben oder einem Dritten zu übertragen gewesen (Senat, BGHZ 132, 71, 77 f; Senatsurt. v. 17. Dezember 1998, V ZR 200/97, aaO, 452).

  • BGH, 22.03.2002 - V ZR 192/01  

    Bodenreform - Verfassungsmäßigkeit von Art. 233 EGBGB

    Der Senat hat die Verfassungsmäßigkeit der Vorschriften zur Abwicklung der Bodenreform auch angesichts des Irrtums des Gesetzgebers über die Vererblichkeit der Grundstücke aus der Bodenreform im Urteil vom 17. Dezember 1998 [BGHZ 140, 223, 231 ff] bejaht und seine Auffassung gegenüber im Schrifttum geäußerten Bedenken bestätigt [Senatsurteil vom 20. Oktober 2000, V ZR 194/99, WM 2001, 212 f].

    Der Senat hat die Verfassungsmäßigkeit der Vorschriften zur Abwicklung der Bodenreform auch angesichts des Irrtums des Gesetzgebers über die Vererblichkeit der Grundstücke aus der Bodenreform im Urteil vom 17. Dezember 1998 (BGHZ 140, 223, 231 ff) bejaht und seine Auffassung gegenüber im Schrifttum geäußerten Bedenken bestätigt (Senatsurteil vom 20. Oktober 2000, V ZR 194/99, WM 2001, 212 f).

    Das Vertrauen nicht zuteilungsfähiger Erben in den Bestand ihres Eigentums an den Grundstücken der Bodenreform konnte 1992 auch noch nicht so weit verfestigt sein, daß die bis zum Inkrafttreten des Zweiten Vermögensrechtsänderungsgesetzes verstrichene Zeit den getroffenen Regelungen entgegengestanden hätte (Senat, BGHZ 140, 223, 236).

  • BayObLG, 15.01.2003 - 1Z BR 55/01  

    Erbeinsetzung bezüglich in sowjetisch besetzter Zone zugeteilter

    Den Verfügungsverboten und dem Verbot der Verpachtung entsprach ein Gebot zur Bewirtschaftung (BGHZ 140, 223/228).

    Die Grundstücke aus der Bodenreform waren zwar vererblich; der Übergang der Bodenreformstelle auf (jedenfalls nur) einen (von mehreren) Erben bedurfte jedoch außerdem eines behördlichen Übertragungs- oder Genehmigungsaktes (vgl. § 4 der Besitzwechselverordnungen 1975 und 1988, für die Zeit davor die Gemeinsame Rundverfügung vom 14.11.1950, abgedruckt in der Dokumentenzusammenstellung VIZ 1998, 551/553; OG NJ 1953, 498/499; im Einzelnen BGHZ 140, 223/226 ff.; BVerfG VIZ 1996, 576; Krauß AgrarR 1994, 189).

    Wer dies war, und ob der tatsächliche Besitzer wirklich nach den Regeln der Besitzwechselverordnungen Eigentümer geworden war, ging jedoch aus dem Grundbuch nicht zuverlässig hervor, da sich Eigentumserwerb und Eigentumswechsel ("Besitzwechsel") außerhalb des Grundbuchs vollzogen und im Grundbuch vielfach nicht (deklaratorisch) verlautbart wurden (vgl. Kahlke NJ 1995, 291/292; Palandt/Bassenge Art. 233 § 11 EGBGB Rn. 2), außerdem aber auch die Besitzwechselvorschriften für die Bodenreformgrundstücke in vielen Fällen nicht beachtet und Rückführungen in den Bodenfonds unterlassen wurden (BGHZ 136, 283/288; 140, 223/231; DtZ 1994, 347/348; Staudinger/Rauscher Vorbem. zu Art. 233 §§ 11 - 16 EGBGB Rn. 12).

  • BVerfG, 25.10.2000 - 1 BvR 2062/99  

    Rechtstellung der Eigentümer von Bodenreformgrundstücken

    Dies gilt auch dann, wenn in Übereinstimmung mit der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs angenommen wird, dass das Bodenreformeigentum in der sowjetischen Besatzungszone und in der Deutschen Demokratischen Republik vererblich war, seit dem In-Kraft-Treten des Gesetzes vom 6. März 1990 auch in den so genannten Alterbfällen, in denen der im Grundbuch eingetragene Eigentümer bereits vor dem 16. März 1990 verstorben war, vollwertigem Eigentum entsprach und als solches in den Geltungsbereich des Grundgesetzes gelangte (vgl. BGHZ 140, 223).

    Mit der mittelbar angegriffenen Regelung wird nach der verfassungsrechtlich unbedenklichen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine verdeckte Regelungslücke des Gesetzes vom 6. März 1990 im Wege einer pauschalierenden Nachzeichnung der Besitzwechselvorschriften der Deutschen Demokratischen Republik geschlossen (vgl. BGHZ 140, 223 ).

  • BGH, 03.05.2002 - V ZR 217/01  

    Immobilien - Zahlungsanspruch des Fiskus gegenüber dem Erben

    Der zufällig entfaltete oder auch nicht entfaltete Eifer der zuständigen Stellen sollte nicht dazu führen, daß jemandem ein Grundstück verbleibt, dem es nach der Besitzwechselverordnung nicht zufallen konnte, oder daß jemandem ein Grundstück vorenthalten wird, dem es nach der Besitzwechselverordnung zu übertragen war (Senat, BGHZ 132, 71, 76 f; 136, 287, 289; 140, 223, 230 f).

    b) Der Entscheidung des Senats vom 17. Dezember 1998 (BGHZ 140, 224 ff) ist entgegen der Meinung des Klägers nichts anderes zu entnehmen.

  • BGH, 17.10.2003 - V ZR 71/03  

    Rechtsfolgen der Veräußerung eines Grundstücks aus der Bodenreform durch einen

  • BGH, 26.10.1999 - BLw 17/99  

    Zahlung einer Abfindung nach dem Landwirtschaftsanpassungsgesetz zugunsten eines

  • BGH, 21.05.1999 - V ZR 319/98  

    Begriff des Bewohnens im Sinne von Art. 233 § 12 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. c

  • BVerfG, 06.02.2001 - 1 BvL 16/00  

    Zulässigkeit einer Richtervorlage

  • BGH, 11.07.2003 - V ZR 414/02  

    Verfahrensrecht - Einreichung einer im Ausland zuzustellenden Klage

  • OLG Dresden, 07.02.2001 - 6 U 2513/00  

    Ansprüche des Landesfiskus auf Grundstücke aus der Bodenreform

  • BGH, 26.03.1999 - V ZR 368/97  

    Voraussetzungen der Unmöglichkeit bei einem Grundstückskaufvertrag

  • BGH, 23.03.2000 - X ZR 177/97  

    Haftung des Schenkers für anfängliches Unvermögen

  • OVG Sachsen, 20.09.2002 - 4 B 628/01  
  • OLG Naumburg, 23.11.2001 - 2 Ww 2/01  

    Zur Beendigung der Mitgliedschaft eines Genossen bei der LPG durch Aufnahme einer

  • BVerwG, 08.06.2000 - 8 B 126.00  
  • BVerfG, 06.10.2000 - 1 BvR 1637/99  

    Zum Eigentumserwerb an Bodenreformland

  • BGH, 20.09.2002 - V ZR 198/01  

    Vermögensrecht - Bodenreform und unterbliebene Eintragung im Grundbuch

  • BGH, 29.11.2002 - V ZR 445/01  

    Immobilien - Herausgabe d. Verkaufserlöses nach Art. 233 § 16 Abs. 2 Satz 2 EGBG

  • BGH, 28.03.2003 - V ZR 156/02  

    Bodenreform - Auflassungsanspruch erfasst nicht Miteigentumsanteil

  • BVerwG, 17.05.2000 - 8 C 16.99  

    Recht der offenen Vermögensfragen

  • BVerwG, 19.10.2000 - 7 C 91.99  

    Recht der offenen Vermögensfragen

  • BVerwG, 24.06.2004 - 7 C 21.03  

    Restitutionsantrag; verwaltungsrechtliche Rehabilitierung;

  • BVerwG, 26.08.1999 - 3 C 31.98  

    Vermögenszuordnungsrecht

  • BGH, 28.01.2000 - V ZR 78/99  

    Verfügung über Bodenreformgrundstück

  • BVerwG, 20.05.2003 - 8 B 36.03  

    Rechtsnachfolger; Erbe; Bodenreform; -grundstück; Berechtigter.

  • OLG Brandenburg, 19.09.2002 - 5 U 197/01  

    Verschulden des Veräußerers bei der Veräußerung von Grundstücken

  • BVerwG, 27.03.2003 - 8 B 178.02  

    Bodenreformeigentum, Berechtigung von Erben; Berechtigung des Erben eines

  • OLG Brandenburg, 08.05.2007 - 2 U 28/06  

    Vollstreckungsschutz wegen Sittenwidrigkeit der Vollstreckungshandlung;

  • BVerwG, 27.01.2000 - 8 B 346.99  

    Offene Vermögensfragen

  • BVerfG, 16.08.2002 - 1 BvR 2226/00  
  • OLG Brandenburg, 11.04.2002 - 5 U 207/01  

    Abwicklung der Bodenreform im Beitrittsgebiet: Grundstück aus der Bodenreform im

  • OLG Brandenburg, 09.03.2005 - 4 U 154/04  

    Verfahrensrecht - Wiederaufnahme wegen EGMR-Urteil?

  • BVerwG, 01.11.2001 - 7 B 85.01  
  • OLG Brandenburg, 07.11.2002 - 5 U 16/02  

    Neue Bundesländer: Anspruch eines Bundeslandes auf Auflassung von Grundstücken

  • OLG Brandenburg, 12.07.2001 - 5 U 149/00  

    Rechtsstellung der nicht zuteilungsfähigen Erben von Grundstücken aus der

  • BVerwG, 18.10.2004 - 7 PKH 5.04  

    Den Klägern kann die gewünschte Prozesskostenhilfe nicht bewilligt werden, weil

  • BVerwG, 28.01.2000 - 8 B 345.99  
  • BVerwG, 07.09.2004 - 7 B 107.04  
  • BVerwG, 28.09.2000 - 7 B 125.00  
  • BVerwG, 07.11.2000 - 7 B 142.00  
  • BGH, 20.09.2002 - V ZR 198/01  
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