Rechtsprechung
   BGH, 22.02.1956 - IV ZR 164/55   

Dittmann-Anhänger

§ 455 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 449 BGB <Fassung seit 1.1.02>), Eigentumsvorbehalt, Anwartschaftsrecht

Volltextveröffentlichungen (4)

Sonstiges

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 22.02.1956, Az.: IV ZR 164/55 (Die Übertragung des Anwartschaftsrechts eines Vorbehaltskäufers und die Rechtsfolgen)" von Dr. Stefan J. Geibel, original erschienen in: JA 2006, 420 - 422.

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 20, 88
  • NJW 1956, 665



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Wird zitiert von ... (26)  

  • BGH, 10.04.1961 - VIII ZR 68/60  

    Hotelinventar - § 1120 BGB, Übertragung des Anwartschaftsrechts

    Das hat zur Folge, daß der Erwerber das Eigentum über den verfügungsberechtigt gewordenen Schuldner mit der hypothekarischen Haftung belastet erwirbt (BGHZ 20, 88, 101).

    Das Anwartschaftsrecht ist nicht ein dem System des Sachenrechts fremdes, neuartiges Recht, sondern eine Vorstufe zum Eigentum, ein dem Eigentum wesensgleiches "Weniger" (BGHZ 20, 88, 94; 28, 16, 21).

    Wird dem Anwartschaftsberechtigten gestattet, sich des Anwartschaftsrechts als Kreditmittels zu bedienen, weil die Interessenlage der beteiligten Personen, d.h. des Eigentümers (Vorbehaltsverkäufers), des Anwartschaftsberechtigten und des Erwerbers der Anwartschaft, dem nicht entgegensteht (BGHZ 20, 88, 99), und stellt so die Rechtsprechung für die Übertragung des Eigentums das Anwartschaftsrecht dem Vollrecht gleich, so müssen auch die Vorschriften des bürgerlichen Rechtes, die die Interessen Dritter im Verhältnis zu den Interessen der an der Eigentumsübertragung beteiligten Personen regeln, in entsprechender Anwendung insoweit auf das Anwartschaftsrecht abgestimmt werden, als die Interessen der Dritten es erfordern.

    Daß sich die Rechtsfolgen je nach der einen oder anderen gewählten Übertragungsform verschieden gestalten sollten, erscheint um so fragwürdiger, als die Rechtsprechung die Auffassung vertritt, in einer nach § 933 BGB nicht zum Ziele führenden Übertragung des Eigentums an einer unter Eigentumsvorhehalt verkauften Sache könne die Sicherungsübertragung der Anwartschaft liegen (BGHZ 20, 88, 101; Urt. v. 15. Mai 1957 - V ZR 245/56 - WM 1957, 1057; Urteile des erkennenden Senats vom 25. November 1958 - VIII ZR 57/58 - WM 1959, 52 und vom 21. April 1959 - VIII ZR 148/58 - WM 1959, 813, 815).

    Dem Anwärter soll zwar die Möglichkeit eingeräumt werden, den Wert, der in der Chance auf Erwerb des Vollrechts liegt, bereits in der Gegenwart zu Kreditzwecken für sich auszunutzen (BGHZ 20, 88, 98).

  • OLG Düsseldorf, 16.12.1998 - 11 U 33/98  
    Ist zu diesem Zeitpunkt bereits ein Pfandrecht an dem Sicherungsgut entstanden, so erlangt der Sicherungsnehmer wegen dieses Zwischenerwerbs lediglich belastetes Eigentum (BGH v. 12.5.1992 - VI ZR 237/91, BGHZ 20, 88, 101 = NJW 1956, 665; Palandt/Bassenge, BGB, § 930 Rz. 5 und 10).

    Dabei kann dahinstehen, ob und unter welchen Voraussetzungen eine beabsichtigte Sicherungsübereignung von unter Eigentumsvorbehalt stehenden Sachen zugleich auch die Übertragung der durch die bedingte Übereignung entstandenen Anwartschaft enthält oder jedenfalls als solche ausgelegt werden kann (vgl. BGHZ 20, 88, 101 = NJW 1956, 665; BGHZ 35, 85, 90 f = MDR 1961, 680 = NJW 1961, 1349 m.w.N.; BGH NJW 1965, 1475; Palandt/Bassenge, BGB, § 929 Rz. 34 und 45).

    Ein Anwartschaftsrecht des Vorbehaltskäufers auf Eigentumserwerb stellt als "wesensgleiches minus" eine Vorstufe zum Eigentum dar und entsteht aufgrund einer aufschiebend bedingten Übereignung i.S.d. §§ 929 Satz 1, 158 Abs. 1 BGB schon vor dem Bedingungseintritt (BGHZ 20, 88, 93 ff = NJW 1956, 665; BGHZ 28, 16, 21 = MDR 1958, 683 = NJW 1958, 1133; BGHZ 35, 85, 89 = MDR 1961, 680 = NJW 1961, 1349; BGH v. 2.2.1984 - IX ZR 8/83, MDR 1984, 664 = NJW 1984, 1184, 1185 m.w.N.; Palandt/Bassenge, BGB, § 929 Rz. 37 und 38).

    In einem solchen Fall geht zwar das Eigentum bei Bedingungseintritt ohne Zwischenerwerb des Vorbehaltsverkäufers unmittelbar vom Vorbehaltsverkäufer auf den Erwerber des Anwartschaftsrechts über (BGHZ 20, 88, 100 f = NJW 1956, 665; BGHZ 28, 16, 27 = MDR 1958, 683 = NJW 1958, 1163; BGH v. 2.2.1984 - IX ZR 8/83, MDR 1984, 664 = NJW 1984, 1184, 1185; BGH v. 12.2.1992 - XII ZR 7/91, BGHZ 117, 200, 205 = MDR 1992, 578 = NJW 1992, 1156, 1157; Palandt/Bassenge, BGB, § 929 Rz. 49).

  • BSG, 16.12.1999 - B 4 RA 49/98 R  

    Vorlagebeschluß an das BVerfG - Fremdrentenrecht - Verfassungsmäßigkeit der

    Ausgehend im wesentlichen von dem gesetzlich nur schuldrechtlich ausgestalteten Verkauf unter Eigentumsvorbehalt (§ 455 BGB) wurde dabei im Zuge eines Rechtsfortbildungsprozesses das "Recht auf den Erwerb des Eigentums" auch dinglich dem bereits vollendeten Erwerb gleichgestellt und als rechtlich gesicherte und geschützte subjektive Rechtsstellung ua für seinerseits pfändbar und übertragbar erachtet (RGZ 101, 185, 187 und 140, 223, 225 mwN; BGHZ 10, 69 und 20, 88, 94 mwN).

    Zur Begründung wird jeweils weniger rechtlich als betont mit dem wirtschaftlichen Interesse an der Verwertung bereits der derzeitigen Position bzw mit (volks-) wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Gründen argumentiert, hinter denen rechtliche bzw rechtspolitische Bedenken zurückstehen müßten (so ausdrücklich etwa RGZ 101, 185, 191; vgl im selben Sinne auch BGHZ 20, 88, 98 mwN; 28, 17, 25; 45, 85, 89; 75, 221, 227).

mehr
  • BSG, 16.12.1999 - B 4 RA 49/99 R  

    Vorlagebeschluß an das BVerfG - Fremdrentenrecht - Verfassungsmäßigkeit der

    Ausgehend im wesentlichen von dem gesetzlich nur schuldrechtlich ausgestalteten Verkauf unter Eigentumsvorbehalt (§ 455 BGB) wurde dabei im Zuge eines Rechtsfortbildungsprozesses das "Recht auf den Erwerb des Eigentums" auch dinglich dem bereits vollendeten Erwerb gleichgestellt und als rechtlich gesicherte und geschützte subjektive Rechtsstellung ua für seinerseits pfändbar und übertragbar erachtet (RGZ 101, 185, 187 und 140, 223, 225 mwN; BGHZ 10, 69 und 20, 88, 94 mwN).

    Zur Begründung wird jeweils weniger rechtlich als betont mit dem wirtschaftlichen Interesse an der Verwertung bereits der derzeitigen Position bzw mit (volks-) wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Gründen argumentiert, hinter denen rechtliche bzw rechtspolitische Bedenken zurückstehen müßten (so ausdrücklich etwa RGZ 101, 185, 191; vgl im selben Sinne auch BGHZ 20, 88, 98 mwN; 28, 17, 25; 45, 85, 89; 75, 221, 227).

  • BGH, 24.06.1958 - VIII ZR 205/57  

    Warenlager II - § 929 BGB, sachenrechtlicher Bestimmtheitsgrundsatz

    Die Übertragung der Anwartschaft an unter Eigentumsvorbehalt gelieferten Sachen hat vielmehr, wie in BGHZ 20, 88, 100 im Einklang mit der im Schrifttum überwiegend vertretenen Auffassung ausgesprochen worden ist, zur Folge, daß beitn Eintritt der Bedingung, d. h. bei Befriedigung des Lieferanten wegen der Forderungen, deretwegen er sich das Eigentum vorbehalten hat, unmittelbar das volle Eigentum vom Lieferanten auf den Erwerber der Anwartschaft unter Umgehung des Vorbehaltskäufers als ersten Anwartschaftsberechtigten übergeht.

    Diese Auffassung liegt auch dem Urteil BGHZ 20, 88 zugrunde.

  • BGH, 27.03.1968 - VIII ZR 11/66  

    Fräsmaschine - §§ 933, 934 BGB, mittelbarer Besitz, Abweichung vom

    Wenn auch die Eigentumsverschaffung mißlang, so lag es dennoch im Interesse und im Willen beider Parteien, daß Co jedenfalls das Anwartschaftsrecht auf Erlangung des Vorbehaltseigentums erhalten sollte (vgl. BGHZ 20, 88, 101; 35, 85, 91; und Urteil des erkennenden Senats vom 25. November 1958 - VIII ZR 57/58 = WM 1959, 52; und vom 21. April 1959 - VIII ZR 148/58 = WM 1959, 813, 815; sowie Serick, Eigentumsvorbehalt und Sicherungsübereignung Bd. I § 11 III 1 S. 257 und Bd. II § 23 I 7 S. 243).

    Das hatte zur Folge, daß er mit der Zahlung des Restkaufpreises ohne weiteres und insbesondere ohne Mitwirkung seines Rechtsvorgängers unmittelbar Eigentümer des Sicherungsgutes werden konnte (BGHZ 20, 88, 97).

  • BGH, 05.05.1971 - VIII ZR 217/69  

    Gutgläubiger Erwerb von Dritten mit Zustimmung des Besitzers

    Die Übertragung der Anwartschaft bedurfte als solche nicht der Zustimmung der Firma D. (BGHZ 20, 88 ff, 100).

    Das hatte nach BGHZ 20, 88 ff zur Folge, daß die Beklagten, als zwischen dem 20. und 25. Mai 1966 die Restkaufpreisforderung der Firma D. durch Tilgung seitens der Klägerin erlosch, das Eigentum des Baggers unmittelbar von der Firma D. erwarben.

  • BGH, 02.02.1984 - IX ZR 8/83  

    Formularmäßige Vereinbarung einer unbedingten Sicherungsübereignung zur Sicherung

    a) Wie der Bundesgerichtshof wiederholt entschieden hat, steht ein Anwartschaftsrecht auf Eigentumserwerb demjenigen zu, der eine bewegliche Sache unter Eigentumsvorbehalt (§ 455 BGB) erwirbt (BGHZ 20, 88; 28, 16, 20; 35, 85; 50, 45, 48; 56, 123, 126; 75, 221).

    Recht des Klägers vor (BGHZ 20, 88, 101).

  • BGH, 02.07.1992 - IX ZR 274/91  

    Versteigerung wegen Steuerforderungen - § 305 AO, § 825 ZPO, freie

    Nach der - weit verbreiteten - Theorie von der sogenannten gemischt privat- und öffentlich-rechtlichen Natur des Pfändungspfandrechts (RGZ 156, 395, 397 f; OLG Hamm DGVZ 1955, 134; Brox/Walker a.a.O. Rdn. 393; Baur/Stürner a.a.O. Rdn. 432; Jauernig a.a.O. § 16 III C 4, S. 71 f; Gerhardt a.a.O. § 7 II 2 und 3 S. 73 ff; K. Blomeyer, Zwangsvollstreckung 2. Aufl. § 14 VIII 2, 1X; A. Blomeyer a.a.O. § 41 I und III; Bruns/Peters a.a.O. S. 127 f: Rosenberg/Gaul/Schilken a.a.O. § 50 III 3 a; Henckel a.a.O. S. 328 ff; G. Huber a.a.O. S. 71, 77, 81 ff, 92 ff; Soergel/Mühl a.a.O. Einl. vor § 1204 Rdn. 9; Schuschke a.a.O. S. 64 ff; Kuchinke JZ 1958, 198, 200 f; Arndt MDR 1961, 368, 370 f; Gaul Rpfleger 1971, 1, 4 ff; Pieper AcP 166, 532, 537 ff; Säcker JZ 1971, 156, 160 ff; Werner JR 1971, 278, 282 f; Pinger JR 1973, 94, 97 f; wohl auch BGHZ 56, 339, 351) entsteht an einer schuldnerfremden Sache kein rechtswirksames Pfändungspfandrecht zu Lasten des nichtschuldenden Eigentümers (vgl. OLG Braunschweig MDR 1972, 57, 58; Palandt/Bassenge, BGB 51. Aufl. Überblick 5 vor § 1204; Wieczorek a.a.O. § 804 Anm. B III und a; Zimmermann a.a.O. § 804 Anm. 2; K. Blomeyer a.a.O. § 14 XI 2 a; Rosenberg/Gaul/Schilken a.a.O. § 50 III 3 b cc; Jauernig a.a.O. § 16 III C 4 c, S. 72; Gerhardt a.a.O. § 7 II 2, S. 73, und § 8 II 3 c, S. 106 f; Brox/Walker a.a.O. Rdn. 383, Baur/Stürner a.a.O. Rdn. 434; Bruns/Peters a.a.O. S. 127, 129; Henckel a.a.O. S. 328 f, 333 f; G. Huber a.a.O. S. 93, 155; Jestaedt, Untersuchungen über das Pfändungspfandrecht, Diss. Marburg 1966 S. 103 f; Pinger JR 1973, 94, 98; ferner BGHZ 20, 88, 101).
  • BAG, 10.03.1972 - 3 AZR 278/71  
    So spricht der BGH von einem dem Vollrecht "ähnlichen Recht" (BGHZ 20, 88 [99]), "einer bloßen Vorstufe des Eigentums"; ferner davon, dass das Anwartschaftsrecht "im Vergleich zum Eigentum kein aliud, sondern ein wesensgleiches Minus" sei (BGHZ 28, 16 [21]; BGHZ 30, 374 [377]; BGHZ 35, 85 [89]).
  • BFH, 16.05.1995 - VIII R 33/94  

    Gewinn aus der Veräußerung von Anteilen einer Kapitalgesellschaft -

  • BGH, 21.09.1994 - VIII ZR 257/93  

    Heilung des formnichtigen Verkaufs von GmbH-Geschäftsanteilen

  • BGH, 12.02.1992 - XII ZR 7/91  

    Vorrang des Vermieterpfandrechts an Warenlager

  • BGH, 11.01.2007 - IX ZR 181/05  

    Anforderungen an den Tatbestand des Berufungsurteils

  • BGH, 18.12.1967 - V ZB 6/67  

    Eigentumsanwartschaft des Auflassungsempfängers

  • OLG Schleswig, 05.11.2002 - 3 U 184/00  

    Vorwirkung der späteren Pflichtteilsberechtigung auf die Rechtsstellung eines zur

  • BGH, 24.10.1979 - VIII ZR 289/78  

    LKW I - § 455 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 449 BGB

  • BGH, 30.05.1958 - V ZR 295/56  

    Fruchterwerb (§ 956 BGB). Konkursbeschlagnahme

  • FG Niedersachsen, 29.10.1996 - VI 50/93  
  • VGH Bayern, 03.12.2008 - 21 AE 07.693  

    Versorgung aus der Notarkasse; Zuständigkeit des Gerichts; Antrag auf Erlass

  • FG Sachsen-Anhalt, 16.04.2003 - 2 K 38/02  

    Grunderwerbsteuer nach § 1 Abs. 3 Nr. 3 GrEStG bei aufschiebend bedingten

  • BGH, 21.09.1959 - III ZR 103/58  

    KFZ-Zulassungsamt - § 839 BGB, § 25 StVO, Schutz des

  • BGH, 31.05.1965 - VIII ZR 302/63  
  • BGH, 17.05.1956 - 4 StR 94/56  
  • BGH, 21.09.1983 - VIII ZR 163/82  
  • BGH, 19.04.1956 - 4 StR 409/55  
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