Rechtsprechung
   BGH, 29.01.1965 - V ZR 53/64   

Einfamilienhaus-Vorvertrag

§ 313 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 311b Abs. 1 BGB <Fassung seit 1.1.02>), § 125 BGB, Einschränkung der Nichtigkeitsfolge bei Formmangel durch § 242 BGB (hier verneint);

cic (nunmehr § 311 Abs. 2 BGB <Fassung seit 1.1.02>), § 273 BGB

Sonstiges

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1965, 1014
  • NJW 1965, 812
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Wird zitiert von ... (14)  

  • OLG Jena, 14.07.1999 - 4 U 1072/98  

    Verweigerung der Erfüllung eines formnichtigen Grundstückskaufvertrages

    Der Hinweis auf den anders gelagerten Sachverhalt in BGH NJW 1965, 812 trägt daher die Entscheidung des Landgerichts nicht.

    Der Umfang des Schadensersatzanspruchs richtet sich nach §§ 249 ff. BGB ; der Kläger ist also in Geld - so zu stellen, wie wenn die schädigende Handlung nicht vorgenommen worden wäre (ebenso BGH NJW 1965, 812/814).

    Weiterer Schaden des Klägers ist jedoch, dass er infolge der verweigerten Grundstücksübereignung ein gleichwertiges Grundstück nur mit einem - vom Beklagten nicht substantiiert bestrittenen - Mehraufwand von 22.100 DM erwerben kann (vgl. BGH, NJW 1965, 812/814).

  • BGH, 09.01.2003 - IX ZR 422/99  

    Notarrecht - Hinweispflicht des Notars bei Unwirksamkeit des Vorkaufsrechts

    Allerdings hat die ältere Rechtsprechung vereinzelt bei verschuldetem Formfehler einer Vertragspartei dem anderen Teil wegen vorvertraglicher Pflichtverletzung einen Schadensersatzanspruch zugebilligt (vgl. BGH, Urt. v. 29. Januar 1965 - V ZR 53/64, NJW 1965, 812, 814; v. 19. April 1967 - VIII ZR 8/65, WM 1967, 798, 799).
  • BGH, 12.11.1986 - VIII ZR 280/85  

    Schadensersatz bei Mitwirkung am Zustandekommen eines sittenwidrigen und damit

    Seit jeher hat die Rechtsprechung für bestimmte Sachverhaltsgestaltungen die Ansicht vertreten, daß bei einem unwirksamen Vertrag die Partei wegen Verschuldens bei Vertragsverhandlungen schadensersatzpflichtig sein kann, die den Grund der Unwirksamkeit zu vertreten hat (vgl. z.B. auch Palandt/Heinrichs, BGB , 45. Aufl., § 276 Anm. 6 B b; MünchKomm-Emmerich, BGB , 2. Aufl., Rdn. 44 vor § 275 ; Jauernig/Vollkommer, BGB , 3. Aufl., § 276 Anm. VI 2 a; Brandner, Festschrift für W. Oppenhoff, 1985, S. 11 ff., 21), so etwa bei unterlassener Aufklärung über das Fehlen einer nach dem Gemeinderecht gültigen Vollmacht (BGHZ 6, 330, 333), über die devisenrechtliche Genehmigungsbedürftigkeit eines Geschäfts (BGHZ 18, 248, 252 f.), über die gesetzliche oder vertragliche Formbedürftigkeit eines Vertrages (BGH, Urteil vom 29. Januar 1965 - V ZR 53/64 = NJW 1965, 812, 814; Senatsurteil vom 19. April 1967 - VIII ZR 8/65 = WM 1967, 798) und über die Nichtigkeit eines Geschäfts wegen Gesetzwidrigkeit (OLG Düsseldorf, BB 1975, 201) oder bei schuldhafter Herbeiführung eines sog. "versteckten Dissenses" (RGZ 104, 265, 267 f.).
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  • OLG Stuttgart, 26.05.2010 - 4 U 76/09  
    In der Literatur wird mit verschiedenen Erwägungen und Kriterien gearbeitet, indem etwa auf die Art des Schuldverhältnisses abgestellt wird, Vertrauensschutzerwägungen herangezogen werden (vergleiche dazu auch BGHZ 56, 81 [84 f.]; BGH NJW 1965, 812), mit dem Kriterium der strukturellen Überlegenheit des Informationspflichtigen, dem Informationsbedarf des Berechtigten, der Informationsmöglichkeiten des Verpflichteten und der Zugehörigkeit zu seinem Funktionskreis gearbeitet wird (vergleiche Staudinger/Singer, von Finckenstein, [2004] § 123 Rn. 11 m.w.N.; MüKo/Kramer, BGB, 5. Aufl. 2006, § 123 Rn 17).
  • OLG Oldenburg, 19.08.2004 - 1 U 8/04  

    Immobilien - Entgelt für vorzeitige Besitzüberlassung: Notarielle Beurkundung?

    Insoweit liegt der vorliegende Fall auch wesentlich anders als der Sachverhalt in der Entscheidung des BGH vom 29.1965 (BGH NJW 1965, 812, 813), in dem es darum ging, dass ein mit Immobiliengeschäften erfahrener, mit den Erfordernissen der notariellen Beurkundung vertrauter Verkäufer den Käufer einen von ihm entworfenen privatschriftlichen Vertrag hat unterschreiben lassen und durch sein Verhalten veranlasst hat, dass von einer notariellen Beurkundung insgesamt abgesehen wurde.
  • BGH, 27.10.1967 - V ZR 153/64  

    Kaufmannsehrenwort - § 313 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 311b Abs.

    Sie geht hinsichtlich der Frage, ob unter besonderen Umständen der Verkäufer eines Grundstücks an einen wegen Formmangels nichtigen Kaufvertrag nach Treu und Glauben gebunden ist, dahin, daß dies nur dann der Fall ist, wenn die Nichtanerkennung des Vertrags zu einem für den Käufer untragbaren, nicht etwa nur zu einem harten Ergebnis führen würde (Urteile des Senats vom 25. September 1957 - V ZR 188/55, LM § 313 BGB Nr. 13; vom 3. Dezember 1958 - V ZR 28/57, BGHZ 29, 6,10; vom 21. Juni 1961 - V ZR 194/59, WM 1961, 1172; vom 29. Januar 1965 - V ZR 53/64, NJW 1965, 812 und vom 25. Februar 1966 - V ZR 126/64, BGHZ 45, 179,184 mit Anm. von Rothe LM § 313 Nr. 28, jeweils mit weiteren Nachweisen).
  • BGH, 27.06.1988 - II ZR 143/87  

    Treuepflicht des Gesellschafters im Rahmen eines Grundstückskaufvertrages mit der

    Gleichfalls ist weder die Kenntnis der Parteien vom Beurkundungsmangel ersichtlich noch ergibt sich aus den Feststellungen, daß der Widerbeklagte zu 1) einen Irrtum über das Formerfordernis hervorgerufen oder die Nichtbeachtung der Form fahrlässig verursacht hat, wobei nach herrschender Meinung (so vor allem BGH, Urteile v. 29. Januar 1965 - V ZR 53/64, NJW 1965, 812, 814 = LM BGB § 276 Fc Nr. 2 und v. 21. März 1969 - V ZR 87/67, NJW 1969, 1167, 1169; Larenz aaO., § 9 I 3; ders., Festschrift Ballerstedt, 1975, S. 397, 405) eine nur fahrlässige Veranlassung ohnehin nur einen Schadensersatzanspruch unter dem Gesichtspunkt des Verschuldens bei Vertragsschluß begründet.
  • VGH Hessen, 16.01.2007 - 5 TG 2648/06  

    Vereinbarung zwischen einer Gemeinde und dem Miteigentümer eines Grundstücks über

    Nicht ausreichend ist in diesem Zusammenhang, dass eine Partei den Formmangel schuldhaft, aber nicht arglistig verursacht hat (BGH, Urteile vom 21. Januar 1965 - V ZR 53/64 -, NJW 1965, 812 und vom 21. März 1969 - V ZR 87/67 -, NJW 1969, 1 1167).
  • OLG Brandenburg, 23.10.2008 - 5 U 136/07  

    Maßnahmeträgervertrag: Schadensersatz wegen Verschuldens bei Vertragsschluss bei

    Darüber hinaus führt ein Formmangel aber auch dann zu keinem untragbaren Ergebnis, wenn der bei einem nichtigen Vertrag bestehende Rechtsschutz, etwa in Form eines Anspruches aus Verschulden bei Vertragsschluss, die berechtigten Interessen der schutzbedürftigen Partei ausreichend sichert (BGH NJW 1965, 812; Palandt/Heinrichs, § 125 BGB Rn. 20).
  • BayObLG, 09.02.1982 - Allg.Reg. 105/81  
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  • BGH, 03.11.1978 - V ZR 30/77  

    Immobilien - Formbedürftigkeit einer Verfallklausel

  • BFH, 26.05.1970 - II B 8/70  
  • BGH, 21.04.1972 - V ZR 42/70  
  • BGH, 05.10.1973 - I ZR 43/72  
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