Rechtsprechung
   VGH Hessen, 26.10.1993 - 6 TG 2221/93   

Elektrizitäts-Konzessionsvertrag

Bürgerbegehren, Vollziehung des umstrittenen Beschlusses, § 123 VwGO, einstweilige Anordnung, zum Anordnungsanspruch, Vorang des Bürgerentscheids

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Justiz Hessen

    Art 19 Abs 4 GG, § 8b GemO HE vom 01.04.1993, § 123 VwGO
    Anspruch des Initiators eines Bürgerbegehrens auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung gegenüber dem Gemeindevorstand zur Verhinderung von faktischen Vollziehungsmaßnahmen

  • openjur.de

Zeitschriftenfundstellen

  • ESVGH 44, 99
  • NVwZ 1994, 396
  • DÖV 1994, 270



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Wird zitiert von ... (19)  

  • VG Gießen, 01.09.2003 - 8 G 3040/03  

    Einstweilige Anordnung: Bürgerbegehren zwecks Verringerung der Zahl der

    Diese Rechtsansicht hat die Kammer bereits mit Beschluss vom 03.12.1997 (a.a.O.) aufgegeben, weil § 8 b HGO ein sicherungsfähiger Anspruch auf Unterlassung dem Antrag zuwiderlaufender Maßnahmen zu entnehmen ist (vgl. Hess. VGH, B. v. 26.10.1996 - 6 TG 2221/93 -, ESVGH 44, 99, 100; ausführlich Spies, a.a.O., S. 293 ff.).

    Diese Norm begründet ein subjektiv-öffentliches Recht des Bürgers auf Einreichung  u n d Durchführung eines Bürgerbegehrens und Zulassung desselben zum Bürgerentscheid (vgl. Hess. VGH, B. v. 17.05.1995 - 6 TG 1554/95 -, NVwZ 1996, 721; B. v. 26.10.1993 - 6 TG 2221/93 -, ESVGH 44, 99, 100; VG Gießen, B. v. 03.12.1997, a.a.O.; Spies, a.a.O., S. 254).

    Dieses ist auch weder rechtsmissbräuchlich noch offensichtlich aussichtslos (vgl. zu diesen Kriterien Hess. VGH, B. v. 26.10.1993 - 6 TG 2221/93 -, ESVGH 44, 99, 101; B. v. 17.05.1995, a.a.O.; VG Gießen, a.a.O.).

    Unter dieses Tatbestandsmerkmal werden solche Umstände gefasst, die den örtlichen Wirkungskreis der Gemeinde betreffen und von erheblicher Bedeutung sind (vgl. Hess. VGH, B. v. 26.10.1993, a.a.O.).

  • OVG Brandenburg, 01.11.2002 - 1 B 209/02  
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  • VGH Hessen, 21.07.1997 - 6 TZ 2487/97  

    Anforderungen an den Erlaß einstweiliger Anordnungen zur Sicherung von

    Der Senat hat bereits mit Beschluß vom 1993-10-26, 6 TG 2221/93, ESVGH 44, 99, DÖV 1994, 270 einen im Wege der einstweiligen Anordnung sicherungsfähigen Unterlassungsanspruch anerkannt, wenn anderenfalls auf Seiten des Bürgers ein Rechtsverlust droht, weil der Vollzug irreversible Verhältnisse schafft.

    Der Senat hat bereits mit Beschluss vom 26. Oktober 1993 (- 6 TG 2221/93 -, ESVGH 44, 99 = DÖV 1994, 270) einen im Wege der einstweiligen Anordnung sicherungsfähigen Unterlassungsanspruch anerkannt, wenn anderenfalls auf Seiten des Bürgers ein Rechtsverlust droht, weil der Vollzug irreversible Verhältnisse schafft.

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  • VGH Hessen, 17.11.2008 - 8 B 1806/08  

    Keine Rückwirkung eines Bürgerentscheids; Unterschriften ohne Datumsangabe für

    Nach der Rechtsprechung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs ist der Erlass einer einstweiligen Anordnung nämlich bereits wegen eines nur beabsichtigten Bürgerbegehrens gegen einen Beschluss der Gemeindevertretung zur Sicherung des Initiativrechts eines Gemeindebürgers schon vor Ablauf der sechswöchigen Ausschlussfrist gem. § 8 b Abs. 3 Satz 1 HGO und erst recht nach Einreichung des Bürgerbegehrens zur Sicherung des beantragten Bürgerentscheids möglich, wenn das Bürgerbegehren nach summarischer Prüfung zulässig ist (vgl. Hess. VGH, Beschlüsse vom 26. Oktober 1993 - 6 TG 2221/93 - ESVGH 44 S. 99 ff. = DÖV 1994 S. 270 f. = NVwZ 1994 S. 396 f. = juris Rdnr. 1 ff., vom 17. Mai 1995 - 6 TG 1554/95 - HSGZ 1996 S. 73 f. = NVwZ 1996 S. 721 f. = juris Rdnrn. 3 ff., vom 16. Juli 1996 - 6 TG 2264/96 - ESVGH 46 S. 296 ff. = DVBl. 1997 S. 1280 f. = NVwZ 1997 S. 310 f. = juris Rdnr. 4 ff. und vom 30. September 2003 - ESVGH 54 S. 85 ff. = HSGZ 2004 S. 31 ff. = NVwZ-RR 2004 S. 281 ff. = juris Rdnrn. 14 ff.).
  • VGH Hessen, 17.11.2008 - 8 B 1805/08  

    Streit um Zulässigkeit eines Bürgerbegehrens und Beiladung von Gemeindeorganen;

    Zur Sicherung eines beabsichtigten kassatorischen Bürgerbegehrens und/oder der Durchführung eines kassatorischen Bürgerentscheids ist danach allein eine auf die vorläufige Untersagung der Vollziehung bzw. Umsetzung des angegriffenen Beschlusses der Gemeindevertretung gerichtete Sicherungsanordnung gemäß § 123 Abs. 1 Satz 1 VwGO erforderlich, aber auch ausreichend (vgl. Hess. VGH, Beschlüsse vom 26. Oktober 1993 - 6 TG 2221/93 - ESVGH 44 S. 99 ff. = DÖV 1994 S. 270 f. = NVwZ 1994 S. 396 f. = juris Rdnrn. 2 f., vom 16. Juli 1996 - 6 TG 2264/96 - ESVGH 46 S. 296 ff. = NVwZ 1997 S. 310 f. = DVBl. 1997 S. 1280 f. = juris Rdnr. 4 und vom 30. September 2003 - 8 TG 2479/03 - ESVGH 54 S. 85 ff. = HSGZ 2004 S. 31 ff. = NVwZ-RR 2004 S. 281 ff. = juris Rdnrn. 11 ff.).
  • VGH Hessen, 16.07.1996 - 6 TG 2264/96  

    Antragsbefugnis für den Erlaß einer einstweiligen Anordnung zwecks Durchführung

    Daß einstweilige Anordnungen möglich sein sollen, wenn die aufschiebende Wirkung einer Maßnahme ausgeschlossen ist, ergibt sich auch aus § 123 Abs. 5 VwGO, wonach die Vorschriften der Absätze 1 bis 3 nicht für die Fälle der §§ 80 und 80 a VwGO gelten (vgl. auch Hess.VGH, Beschluß vom 26. Oktober 1993 - 6 TG 2221/93 - ESVGH 44, 99 = NVwZ 1994, 396).
  • OVG Sachsen, 28.07.2009 - 4 B 406/09  

    Gemeinderat; Kommunalverfassungsrecht; ordnungsgemäße Einberufung; einstweilige

    Mit Blick auf die Besonderheiten kommunalverfassungsrechtlicher Streitverfahren kommt der Erlass einer einstweiligen Sicherungsanordnung gegenüber dem Bürgermeister als gemeindlichem Vollzugsorgan (§ 52 Abs. 1 SächsGemO) auch dann in Betracht, wenn drohende Vollzugshandlungen einen irreversiblen Rechtsverlust zum Nachteil eines gemeindlichen Organs oder Teilorgans besorgen lassen (so bereits SächsOVG [3. Senat], Beschl. v. 6.2.1997, SächsVBl. 1997, 215, 216 f.; OVG Rh.-Pf., Beschl. v. 1.12.1994, NVwZ-RR 1995, 411, 413 f.; HessVGH, Beschl. v. 26.10.1993, NVwZ 1994, 396; anders Hager, NVwZ 1994, 766 ff.).
  • OVG Rheinland-Pfalz, 01.12.1994 - 7 B 12954/94  
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  • VG Gießen, 25.08.2003 - 8 G 2988/03  

    Vorwegnahme der Hauptsache als Ausnahme

    In diesen Fällen, in denen ein irreversibler Rechtsverlust zu besorgen ist, kann ein Unterlassungsanspruch im Wege einer einstweiligen Anordnung gesichert werden (vgl. Hess. VGH, B. v. 26.10.1993 - 6 TG 2221/93 -, ESVGH 44, 99; Spies, a.a.O., S. 295).
  • VG Gelsenkirchen, 10.11.2006 - 15 K 6257/03  

    Bürgerbegehren "Kein Verkauf der Abwasserkanäle" in Recklinghausen bleibt auch

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 4. April 2006 - 15 A 5081/05 -; NWVBl 2006, 426; Beschluss vom 2. November 1998 - 15 B 2329/98 -; VG Düsseldorf, Beschluss vom 22. Juli 2005 - 1 L 1439/05 -; VG Minden, Beschluss vom 28. Juni 2004 - 3 L 523/04; anders für das hessische Recht Hess. VGH, Beschluss vom 26. Oktober 1993 - 6 TG 2221/93 -, DÖV 1994, 270 = NVwZ 1994, 396, und wohl auch Held u.a., Kommunalverfassungsrecht Nordrhein- Westfalen, Band 1, Stand: Dezember 2005, § 26 Rn. 9.
  • VGH Hessen, 17.05.1995 - 6 TG 1554/95  

    Anspruch der Initiatoren eines Bürgerbegehrens auf Erlaß einer einstweiligen

  • VGH Hessen, 02.06.1995 - 6 TG 1554/95  
  • VGH Hessen, 25.08.1997 - 6 TZ 2989/97  

    Unterzeichnung eines Bürgerbegehrens

  • VG Köln, 26.02.2002 - 4 L 53/02  

    Zulässigkeit eines Bürgerbegehrens

  • VG Gelsenkirchen, 27.10.2006 - 15 K 2526/03  

    Bürgerbegehren, Bürgerentscheid, Durchführung eines Bürgerentscheids nach Vollzug

  • VG Münster, 28.04.2003 - 1 L 622/03  

    Bürgerbegehren

  • VG Frankfurt/Main, 07.08.2003 - 7 G 5463/02  

    Rechtmäßigkeit eines Bürgerbegehrens

  • VG Darmstadt, 24.07.2007 - 3 G 1073/07  

    Bürgerbegehren

  • VG Gießen, 08.08.1997 - 8 G 1178/97  

    Bürgerbegehren - keine aufschiebende Wirkung hinsichtlich Umsetzung anderer

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