Rechtsprechung
   BGH, 08.06.1989 - I ZR 135/87   

Emil Nolde

§ 12 BGB, Bildfälschung mit Signatur, § 823 BGB, Allgemeines Persönlichkeitsrecht

Volltextveröffentlichungen (4)

  • archive.org

    Anspruch auf Beseitigung einer gefälschten Signatur auf einer Bildfälschung

  • debier datenbank(Leitsatz frei, Volltext 2,50 €)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Emil Nolde; Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts eines verstorbenen Malers

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Kein Anspruch auf Kennzeichnung von Bildern als Fälschung nach Entfernung der gefälschten Signatur ("Emil Nolde")

Kurzfassungen/Presse (2)

  • buskeismus.de (Auszüge)

    Persönlichkeitsrecht (postmortaler Schutz eines Künstlers)

  • buskeismus.de (Auszüge)

    Emil Nolde

    Postmortaler Persönlichkeitsschutz (Schutzdauer)

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 107, 384
  • NJW 1990, 1986
  • ZIP 1989, 1217
  • MDR 1989, 1076
  • DB 1989, 2220
  • ZUM 1990, 180
  • afp 1989, 728
  • NJW-RR 1990, 1247
  • GRUR 1995, 668



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Wird zitiert von ... (27)  

  • BGH, 01.12.1999 - I ZR 49/97  

    Verwendung von Name und Bild Marlene Dietrichs zu Werbezwecken - BGH stärkt

    Zwar ist das fortwirkende Lebensbild der Persönlichkeit nach ständiger Rechtsprechung auch nach dem Tode weiterhin gegen schwerwiegende Entstellungen geschützt (BGHZ 50, 133, 136 ff. - Mephisto; 107, 384, 391 - Emil Nolde, m.w.N.).

    Desgleichen wirken jedenfalls das Recht am eigenen Bild (§ 22 Satz 3 KUG) und möglicherweise auch das Namensrecht (BGHZ 107, 384, 390 - Emil Nolde) über den Tod hinaus fort.

  • BGH, 06.12.2005 - VI ZR 265/04  

    Zum postmortalen Geldentschädigungsanspruch

    Dies folgt, wie das Bundesverfassungsgericht klargestellt hat (vgl. BVerfGE 30, 173, 194; BVerfG, VersR 2001, 1252, 1254; NJW 2001, 594; BGH BGHZ 107, 384, 391 - Emil Nolde; BGH, Urteil vom 17. Mai 1984 - I ZR 73/82 - GRUR 1984, 907, 908 - Frischzellenkosmetik; vgl. auch BGH, Urteil vom 22. April 2005 - 2 StR 310/04 - NJW 2005, 1876, 1878; ebenso BSG, Urteil vom 15. Februar 2005 - B 2 U 3/04 R - juris, zum Abdruck in BSGE bestimmt) aus dem Grundrecht des Art. 1 Abs. 1 GG, wonach die Würde des Menschen unantastbar ist.

    Der Anspruch auf immateriellen Schadensersatz wegen Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts steht nämlich nur dem Rechtsträger und nur zu dessen Lebzeiten zu (vgl. BGH BGHZ 50, 133, 137 - Mephisto; 107, 384, 388 f. - Emil Nolde; 143, 214, 220 - Marlene Dietrich; vgl. MünchKommBGB/Rixecker, aaO, Rdn. 43; Soehring, aaO, Rdn. 13.5; Löffler/Ricker, Handbuch des Presserechts, 4. Aufl., Kap. 44 Rdn. 43; Wenzel/von Strobl-Albeg, aaO, Kap. 7 Rdn. 4; Staudinger/Hager, aaO, Rdn. C 38 m.w.N.; Bender, VersR 2001, 815, 816 f., 822 m.w.N.; Fischer, aaO, S. 50 f. m.w.N.).

    Hieraus folgt jedoch aus den oben dargelegten Gründen nur ein Abwehranspruch des Wahrnehmungsberechtigten, während ein Anspruch auf Geldentschädigung nach dem Tod des Rechtsträgers nicht mehr in Betracht kommt (vgl. BGH BGHZ 50, 133, 137 - Mephisto; 107, 384, 388 f. - Emil Nolde; 143, 214, 220 - Marlene Dietrich; vgl. MünchKommBGB/Rixecker, aaO, Rdn. 43; Soehring, aaO, Rdn. 13.5.; Löffler/Ricker, Handbuch des Presserechts, 4. Aufl., Kap. 44 Rdn. 43; Wenzel/von Strobl-Albeg, aaO, Kap. 7 Rdn. 4; Staudinger/Hager, aaO, Rdn. C 38 m.w.N.; Bender, VersR 2001, 815, 816 f., 822 m.w.N.; Fischer, aaO, S. 50 f. m.w.N.).

  • BGH, 05.10.2006 - I ZR 277/03  

    kinski-klaus. de

    Das Namensrecht einer Person aus § 12 BGB, das auch ihren Künstlernamen schützt (vgl. BGHZ 30, 7, 9 - Caterina Valente), erlischt mit dem Tod des Namensträgers (vgl. BGHZ 8, 318, 324; offen gelassen von BGHZ 107, 384, 390 - Emil Nolde; a.A. v. Gamm, Wettbewerbsrecht, 5. Aufl., 2. Halbbd, Kap. 53 Rdn. 20; Schack, JZ 1987, 776).
mehr
  • OLG Hamburg, 11.09.2003 - 3 U 161/99  

    Zur vertraglichen Einräumung von urheberrechtlichen Nutzungsrechten

    Zwar endet der rechtliche Schutz der Persönlichkeit gemäß Art. 1 Abs. 1 GG nicht mit dem Tode, sondern der allgemeine Wert- und Achtungsanspruch besteht für eine gewisse Zeit fort (BGHZ 107, 384, 391 m. w. N.).

    Denn anders als bei einem bildenden Künstler, der seiner Nachwelt ein bleibendes Werk hinterlässt, und bei dem das künstlerische Ansehen deshalb noch Jahrzehnte nach dem Tod fortbestehen kann, ohne dass der erforderliche Bezug zur Person des Verstorbenen verloren geht, wird ein ausübender Künstler, z. B. ein Theaterregisseur, in der Regel nur seinen Zeitgenossen in Erinnerung bleiben (BGHZ 107, 384, 393).

    Denn das postmortale Persönlichkeitsrecht schützt das fortwirkende Lebensbild eines Verstorbenen allein gegen schwerwiegende (BGHZ 107, 384, 391), insbesondere grob ehrverletzende Entstellungen (Palandt-Thomas, BGB, 61. Auflage, § 823 BGB, Rn. 180 m. w. N.).

  • LG Köln, 09.08.2006 - 28 O 63/06  
    An einem solchen konkreten Werk von L als Gegenstand eines Urheberpersönlichkeitsschutzes fehlt es nach dem Vortrag der Kläger (vgl. dazu BGH NJW 1990, 1986 - Emil Nolde).

    Vielmehr besteht der allgemeine Wert- und Achtungsanspruch fort, so dass das fortwirkende Lebensbild eines Verstorbenen weiterhin gegen schwerwiegende Entstellungen geschützt wird (vgl. vgl. BGH NJW 1990, 1986 - Emil Nolde - unter Hinweis auf: BGHZ 50, 133 (136 ff.) = NJW 1968, 1773 = LM Art. 2 GG Nr. 40 und Art. 5 GG Nr. 27 - Mephisto; BGH, NJW 1974, 1371 = LM Art. 5 GG Nr. 35 = GRUR 1974, 797 (798) - Fiete Schulze; BGH, LM Art. 1 GG Nr. 35 = GRUR 1984, 907 (908) - Frischzellenkosmetik; auch BVerfGE 30, 173 (194 f.) = NJW 1971, 1645 - Mephisto).

    Fälschungen sind - unabhängig von ihrer Qualität - geeignet, durch Verzerrung des Gesamtwerks das als Ausstrahlung des Persönlichkeitsrechts auch nach dem Tode des Künstlers fortbestehende künstlerische Ansehen und seine künstlerische Wertschätzung zu beeinträchtigen (BGH NJW 1990, 1986 - Emil Nolde).

  • LG Frankfurt/Main, 13.02.2009 - 3 O 478/08  

    Ende einer Nacht

    Das Schutzbedürfnis verringert sich und verblasst in dem Maße, in welchem die Erinnerung an den Verstorbenen und damit das Interesse an der Nichtverfälschung seines Lebensbildes abnimmt (BGH NJW 1990, 1986 (1988); Damm/Rehbock/Schmidt, a.a.O., Rdnr. 392).

    Daher sind bei ihnen weitaus kürzere Fristen angemessen und ausreichend (BGH NJW 1990, 1986 (1988)).

  • BVerfG, 19.10.2006 - 1 BvR 402/06  

    Rechtsfolgen der Verletzung des postmortalen Persönlichkeitsschutzes; Verletzung

    b) Nach diesem Maßstab haben die erkennenden Gerichte die aus Art. 1 Abs. 1 GG folgende Schutzpflicht nicht dadurch verletzt, dass sie dem Beschwerdeführer, der nach zivilrechtlichen Grundsätzen zur Wahrnehmung des postmortalen Persönlichkeitsrechts seiner Mutter befugt war (vgl. BGHZ 50, 133 [139 f.]; 107, 384 [389]; 143, 214 [224]), einen Entschädigungsanspruch verweigert haben.

    Zivilrechtlich kann der hinsichtlich des postmortalen Persönlichkeitsrechts Wahrnehmungsberechtigte anerkanntermaßen Ansprüche auf Unterlassung geltend machen (vgl. BGHZ 107, 384 [393]; BGH, GRUR 1974, S. 797 [798]).

  • LG Stuttgart, 20.05.2010 - 17 O 42/10  

    Architekten und Ingenieure - Teilabriss des Stuttgarter HBf zulässig

    Auch für das allgemeine zivilrechtliche Persönlichkeitsrecht hat der BGH anerkannt, dass der postmortale Persönlichkeitsschutz und sein Verblassen von den Umständen des Einzelfalls abhängt, insbesondere von der Intensität der Beeinträchtigung und der Bekanntheit und Bedeutung des durch das künstlerische Schaffen geprägten Persönlichkeitsbildes (BGH, GRUR 1995, 668, 670 f. - Emil Nolde).
  • LG Köln, 31.07.2009 - 28 O 648/08  
    Fälschungen sind - unabhängig von ihrer Qualität - geeignet, durch Verzerrung des Gesamtwerks das als Ausstrahlung des Persönlichkeitsrechts auch nach dem Tode des Künstlers fortbestehende künstlerische Ansehen und seine künstlerische Wertschätzung zu beeinträchtigen (BGH NJW 1990, 1986 - Emil Nolde).

    Fälschungen sind - unabhängig von ihrer Qualität - geeignet, durch Verzerrung des Gesamtwerks das als Ausstrahlung des Persönlichkeitsrechts auch nach dem Tode des Künstlers fortbestehende künstlerische Ansehen und seine künstlerische Wertschätzung zu beeinträchtigen (BGH NJW 1990, 1986 - Emil Nolde).

  • OLG Frankfurt, 15.10.2009 - 16 U 39/09  

    "Ende einer Nacht"

    Die Dauer des postmortalen Persönlichkeitsrechts hängt nach der grundlegenden Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 8. Juni 1989, I ZR 135/87, "Emil Nolde" = NJW 1990, 1986) von den Umständen des Einzelfalls ab, wobei es neben der Intensität der Beeinträchtigung vor allem auf die Bekanntheit und Bedeutung des durch das künstlerische Schaffen geprägten Persönlichkeitsbildes ankommt.
  • KG, 21.06.2005 - 5 U 15/05  

    Urheberrecht: Mündliche Einwilligung in eine Werkänderung im Vorfeld des

  • OLG München, 09.08.2002 - 21 U 2654/02  

    Verletzung des postmortalen Würdeanspruchs von Marlene D

  • OLG Zweibrücken, 10.06.2003 - 3 W 76/03  

    Familienforschung

  • VG Karlsruhe, 15.11.2005 - 11 K 1007/05  

    Zur Gestattung der Umbettung von Urnen

  • KG, 17.04.2008 - 10 U 211/06  

    Behauptungen zur Stasi-Mitarbeit der Schauspielerin Jenny Gröllmann sind

  • OLG Bremen, 13.04.1994 - 1 U 149/93  
  • OLG München, 06.06.1997 - 21 U 3710/96  

    Anspruch auf Lizenzgebühr aus einem Eingriff in das postmortale Recht am eigenen

  • OLG München, 06.04.2000 - 21 W 1286/00  

    Zeitliche Grenze des Schutzes des postmortalen Persönlichkeitsrechts,

  • OLG Hamburg, 14.04.1994 - 3 U 236/93  
  • OLG Hamm, 18.09.1990 - 4 U 103/90  

    GmbH & Co. KG: Firmenfortführung von Familiennamen

  • OLG Bremen, 20.08.1992 - 2 U 24/92  
  • LG Düsseldorf, 17.10.2001 - 12 O 278/01  
  • VG Stade, 03.09.2008 - 1 A 1560/07  

    Wichtiger Grund bei zweiter Umbettung; Bestattung; Friedhof; Totenruhe;

  • BayObLG, 05.12.1991 - BReg. 2 Z 109/91  

    Geltendmachung von Ansprüchen eines anderen Wohnungseigentümers in gewillkürter

  • BGH, 18.09.1997 - I ZR 26/97  
  • OLG Celle, 21.03.2012 - 4 U 103/11  

    Prozessführungsbefugnis des Testamentsvollstreckers für ein im Grundbuch

  • VG München, 24.05.2000 - M 29 K 99.5269  
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