Rechtsprechung
   BGH, 30.06.1987 - VI ZR 257/86   

Entfernung der einzigen Niere

§§ 823, 31, 89 BGB, Chefarzt;

Organspende der Mutter, 'Herausforderung'

Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BGB § 823 Abs. 1

  • rechtsportal.de (Leitsatz)

    BGB § 823 Abs. 1
    Haftung des Arztes für Entfernung der einzigen Niere eines Kindes; Schadensersatzpflicht gegenüber nahen Angehörigen als Spender

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 101, 215
  • NJW 1987, 2925
  • NJW 1978, 2925
  • MDR 1987, 1016
  • FamRZ 1987, 1125
  • NJW-RR 1987, 1506
  • VersR 1987, 1040
  • JR 1988, 199



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (16)  

  • BGH, 22.05.2007 - VI ZR 17/06  

    Schadensrecht - Haftung wegen Miterleben eines schweren Unfalls

    Insoweit hat der Senat entschieden, dass jemand, der durch vorwerfbares Tun einen anderen zu selbst gefährdendem Verhalten herausfordert, diesem anderen dann, wenn dessen Willensentschluss auf einer mindestens im Ansatz billigenswerten Motivation beruht, aus unerlaubter Handlung zum Ersatz des Schadens verpflichtet sein kann, der infolge des durch die Herausforderung gesteigerten Risikos entstanden ist (vgl. BGHZ 57, 25, 28 ff.; 63, 189, 191 ff.; 70, 374, 376; 101, 215, 219 ff.; 132, 164, 166 ff.).
  • BGH, 16.04.2002 - VI ZR 227/01  

    Deliktsrecht - selbstschädigendes Verhalten

    Der erkennende Senat hat deshalb auch in anderen Fallkonstellationen die Schadenszurechnung nach diesen Kriterien bestimmt (vgl. Senatsurteile BGHZ 101, 215, 220 ff.; vom 21. Februar 1978 - VI ZR 8/77 - VersR 1978, 540, 541; vom 4. November 1980 - VI ZR 231/79 - VersR 1981, 192, 193; vom 2. Dezember 1980 - VI ZR 265/78 - VersR 1981, 260, 261; vom 4. Mai 1993 - VI ZR 283/92 - aaO).

    Dabei setzt der Begriff der Herausforderung voraus, daß der Schädiger durch ein vorwerfbares Tun bei dem Geschädigten eine mindestens im Ansatz billigenswerte Motivation zu dem selbstgefährdenden Verhalten gesetzt hat, die etwa auf Pflichterfüllung, Nothilfe oder Abwehr beruhen kann (vgl. Senatsurteile BGHZ 101, 215, 220 f. und vom 21. Februar 1978 - VI ZR 8/77 - aaO 541).

  • BGH, 05.03.1998 - III ZR 183/96  

    Haftung für die weisungswidrige Vermittlung von Kapitalanlagen durch einen

    Der Bundesgerichtshof hat bisher zu diesem Personenkreis vor allem Filialleiter (BGHZ 49, 19, 21 f; Urteil vom 12. Juli 1977 - VI ZR 159/75 = NJW 1977, 2259, 2260; Senatsurteil vom 19. Oktober 1989 - III ZR 92/88 = NJW-RR 1990, 484) und Chefärzte von Krankenhäusern und Krankenhausabteilungen (Urteil vom 21. September 1971 - VI ZR 122/70 = NJW 1972, 334; BGHZ 77, 74, 79; 101, 215, 218) gezählt.
mehr
  • BGH, 19.05.1988 - III ZR 32/87  

    Amtspflicht zur Erforschung des Sachverhalts; Drittbezogenheit von Amtspflichten;

    Das kann der Fall sein, wenn der Geschädigte selbst in völlig ungewöhnlicher oder unsachgemäßer Weise in den schadensträchtigen Geschehensablauf eingreift und eine weitere Ursache setzt, die den Schaden endgültig herbeiführt (BGH, NJW 1986, 1329 = WM 1985, 666 [668] m. w. Nachw.; NJW 1988, 1143 = WM 1988, 337 [341], zur Veröffentlichung in BGHR BNotO § 19 I - Schaden 1 - bestimmt; NJW 1988, 1262 zur Veröffentlichung in BGHR BNotO § 191 - Kausalität 1 - vorgesehen; NJW 1988, 1141 = DAR 1988, 135, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt; zum "Herausforderungscharakter" einer schädigenden Handlung s. auch BGHZ 101, 215 [219ff.] = NJW 1987, 2925 = NJW-RR 1987, 1506 L).

    In diesem Sinne kann der Zurechnungszusammenhang dadurch unterbrochen werden, daß der Geschädigte in Fällen wie dem vorliegenden von der Möglichkeit, den Schadenseintritt durch Inanspruchnahme gerichtlichen Schutzes zu verhindern, keinen Gebrauch macht, vielmehr mit dem Abschluß eines Vergleichs den Schaden endgültig herbeiführt (BGHZ 101, 215 = NJW 1987, 2925 = NJW-RR 1987, 1506 L).

  • BGH, 26.01.1989 - III ZR 192/87  

    Abtretung von Ersatzansprüchen gegen Dritte im Rahmen der Entschädigung für

    aber außerhalb aller diskutablen Dispositionen steht, so daß sie seinem Risikobereich zuzurechnen ist (vgl. Senatsurteil vom 19. Mai 1988 - III ZR 32/87 - VersR 1988, 963 - zum Abdruck vorgesehen in BGHR BGB § 839 Abs. 1 S. 1 - Zurechnungszusammenhang l; ferner BGHZ 101, 215 - BGHR BGB vor § 1/Kausalität - Nothelfer 1 - und Urteil vom 29. Oktober 1987 IX ZR 181/86 - WM 1988, 337 = BGHR BNotO § 19 Abs. 1 Schaden 1).
  • BGH, 29.10.1987 - IX ZR 181/86  

    Pflichten des Notars bei vorbehaltenem Rücktritt vom Grundstückskaufvertrag;

    Wie in sonstigen Fällen, in denen der adäquate Ursachenzusammenhang zwischen einem früheren Ereignis und dem nachfolgenden Schaden geprüft werden muß, der aus einem auf freiem Entschluß beruhenden Verhalten des Geschädigten selbst entsteht, ist auch bei einer Amtspflichtverletzung eines Notars Voraussetzung, daß für die Zweithandlung des Geschädigten ein rechtfertigender Anlaß bestand oder daß diese durch das haftungsbegründende Ereignis herausgefordert wurde und eine nicht ungewöhnliche Reaktion auf dieses Ereignis darstellt (BGH, Urt. v. 24. Februar 1976 - VI ZR 118/74, DB 1976, 817, 818, 819 = WM 1976, 433, 434; vgl. auch BGH, Urt. v. 11. März 1980 VI ZR 91/79, VersR 1980, 649, 650; ferner zum "Herausforderungscharakter" einer schädigenden Handlung BGH, Urt. v. 30. Juni 1987 - VI ZR 257/86, z.V.b.).
  • KG, 18.08.2006 - 5 W 190/06  

    Markenrechtsverletzung durch Internet-Werbung: Verantwortlichkeit des Werbenden

    Dies rechtfertigt aber nur die Zurechnung von gewöhnlichen, erfahrungsgemäß mit dem gewählten Geschäftsmodell verbundenen Fehlhandlungen Dritter oder Fehlleistungen des automatisierten Verfahrens (vgl. BGH, NJW 1965, 1177; NJW 1987, 2925; vgl. auch zu Fehlern aus der bloßen "Unschärfe" eines Werbeauftrags mit "weitgehend passenden" Schlüsselworten: OLG Köln, K&K 2006, 240, juris Rdn. 12).
  • OLG Brandenburg, 01.09.1999 - 1 U 3/99  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Fehlerhafte Aufklärung, Chirurgie

    Chefärzte, die eigenverantwortlich und weitgehend weisungsfrei die ihnen unterstellte Abteilung in einem Krankenhaus leiten - wie hier der den Eingriff vornehmende Chefarzt der neurochirurgischen Abteilung Prof. Dr. R. sind als verfassungsmäßig berufene Organe anzusehen mit der Folge, daß der Krankenhausträger deliktsrechtlich nach §§ 89, 31 BGB - ohne Möglichkeit der Exkulpation gemäß § 831 BGB - für ein Verschulden einzustehen hat (BGHZ 77, 74 ; 95, 63 [BGH 18.06.1985 - VI ZR 234/83]; 101, 215) [BGH 30.06.1987 - VI ZR 42/86].
  • BGH, 04.05.1993 - VI ZR 283/92  

    Ansprüche bei selbstgefährdendem Verhalten nach "Herausforderung"

    Der Senat hat deshalb auch in anderen Fallkonstellationen die Schadenszurechnung nach diesen Kriterien bestimmt (vgl. etwa BGHZ 101, 215, 220 ff. m.w.N.; Senatsurteile vom 21. Februar 1978 - VI ZR 8/77 - VersR 1978, 540, 541, vom 4. November 1980 - VI ZR 231/79 - VersR 1981, 192, 193 und vom 2. Dezember 1980 - VI ZR 265/78 - VersR 1981, 260, 261).
  • OLG Köln, 23.10.2002 - 5 U 4/02  

    Alleinige Haftung des die Ambulanz betreibenden Chefarztes

    Es ist anerkannt, dass der Krankenhausträger für Fehler des Chefarztes im Rahmen der Organhaftung (§§ 30, 31 BGB) einzustehen hat (BGHZ 77, 74; BGHZ 101, 215).
  • OLG Karlsruhe, 16.06.1988 - 14 U 288/86  
  • OLG Koblenz, 24.08.1999 - 3 U 1078/95  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Fehlerhafte Behandlung, Chirurgie

  • LG Hamburg, 04.10.2011 - 323 O 44/09  

    Nachbarrecht - Baumschaden: Berechnung nach der sog. Methode Koch?

  • OLG Koblenz, 26.08.2003 - 3 U 1840/00  
  • LG Tübingen, 24.06.1992 - 7 O 1/91  
  • OLG München, 09.02.1993 - 5 U 5549/92  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für die Verursachung eines

Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht