Rechtsprechung
   BGH, 21.10.1983 - V ZR 166/82   

Fernsehempfangsstörung durch Hochhaus

§§ 1004, 906 BGB, negative Einwirkungen

Volltextveröffentlichungen (3)

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 88, 344
  • NJW 1984, 729
  • MDR 1984, 387
  • BauR 1984, 203
  • BB 1984, 502
  • VersR 1984, 276



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Wird zitiert von ... (28)  

  • BGH, 22.02.1991 - V ZR 308/89  

    Haftung des Grundstückseigentümers für Folgen der Bildung eines Kaltluftsees

    Dem hat sich der Senat in Kenntnis einer im Schrifttum vereinzelt vertretenen gegenteiligen Ansicht angeschlossen (BGHZ 88, 344, 345 m.w.N. = JZ 1984, 848 ff m.Anm. Mühl).

    Dieser Sachverhalt ist mit den Fällen vergleichbar, in denen ein Gebäude die Bewegung des Windes zum Nachteil des Nachbargrundstücks beeinflußt, weil ein Windstau entsteht (vgl. RG, WarnR 1914 Nr. 57 = JW 1914, 196; Gruchot 65 Nr. 76; OLG München, DW 1957, 68), oder in denen durch bloße Anschüttungen ein Steigen des Grundwasserspiegels auf dem Nachbargrundstück bewirkt wird (RGZ 155, 154, 157 ff) oder durch ein Hochhaus Funk- oder Fernsehwellen abgeschattet oder reflektiert werden (BGHZ 88, 344 ff).

    Auch unter dem Gesichtspunkt einer "Beeinträchtigung" läßt sich der Fall nämlich nicht anders beurteilen als unter dem Begriff der "Einwirkung" im Sinne von § 907 BGB (vgl. BGHZ 88, 344, 346, 348).

    In der Regel begründet deshalb der Gedanke von Treu und Glauben keine selbständigen Ansprüche, sondern wirkt sich hauptsächlich als bloße Schranke der Rechtsausübung aus (vgl. BGHZ 88, 344, 351 m.w.N.).

  • BGH, 06.07.2001 - V ZR 246/00  

    Immobilie - Immissionsschutz, Industrielärm vom Nachbargrundstück

    Aus dem nachbarrechtlichen Gemeinschaftsverhältnis entspringt nämlich die Pflicht zu gesteigerter gegenseitiger Rücksichtnahme, die in Ausnahmefällen dazu führen kann, daß die Ausübung gewisser aus dem Eigentum fließender Rechte ganz oder teilweise unzulässig wird (s. zu allem Senat, BGHZ 68, 350, 353 f; 88, 344, 351; 113, 384, 389; Senatsurt. v. 7. Juli 1995, V ZR 213/94, NJW 1995, 2633, 2634, jew. m.w.N.).
  • BGH, 31.01.2003 - V ZR 143/02  

    Immobilien - Nachbarliches Gemeinschaftsverhältnis: Nachträgliche Entstehung

    Auch auf sie ist allerdings der allgemeine Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) anzuwenden; daraus folgt für die Nachbarn eine Pflicht zur gegenseitigen Rücksichtnahme, deren Auswirkungen auf den konkreten Fall man unter dem Begriff des nachbarlichen Gemeinschaftsverhältnisses zusammenfaßt (z. B. Senat BGHZ 28, 110, 114; Senat BGHZ 42, 374, 377; BGHZ 58, 149, 157; BGHZ 88, 344, 351; BGHZ 113, 384, 389; Senatsurt. v. 26. April 1991, V ZR 346/89, NJW 1991, 2826, 2827 u. v. 6. Juli 2001, V ZR 246/01, NJW 2001, 3119, 3120; Soergel/J. F. Baur, 13. Aufl. [2002] § 903 Rdn. 51 jeweils m. w. Nachw.).

    Eine solche Pflicht zur Rücksichtnahme ist zwar mit Rücksicht auf die nachbarrechtlichen Sonderregelungen eine Ausnahme und kann nur dann zur Anwendung kommen, wenn ein über die gesetzliche Regelung hinausgehender billiger Ausgleich der widerstreitenden Interessen dringend geboten erscheint (Senat BGHZ 28, 110, 114; BGHZ 42, 374, 377; BGHZ 58, 149, 157; BGHZ 88, 344, 351; Senatsurt. v. 26. April 1991, V ZR 346/89, NJW 1991, 2826, 2827).

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