Rechtsprechung
| BGH, 23.10.1996 - XII ZR 55/95 |
Fitneßstudio
Zur Anwendung der §§ 8, 9 Abs. 1 AGBG (jetzt § 307 BGB <Fassung seit 1.1.02>) auf einen atypischen Vertrag (hier: Mitgliedschaftsvertrag in einem "Fitneßverein" als atypischer Mietvertrag), Unwirksamkeit einer Klausel, nach der das Mitglied auch bei unverschuldeter Unmöglichkeit der Nutzung (z.B. Krankheit) weiter Beiträge zahlen muß (Unanwendbarkeit des § 552 S. 1 BGB <Fassung bis 31.8.01>, Beachtung des Rechtsgedankens des § 323 BGB <Fassung bis 31.12.01>, zur Frage der Anwendbarkeit des § 626 BGB)
Volltextveröffentlichungen (5)
- Kanzlei Prof. Schweizer (Volltext/Auszüge)
Verpflichtung zur Beitragszahlung bei Nichtnutzung des Fitness-Studios
- RA Kotz
Beitragszahlung trotz Krankheit?
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
AGBG § 9 Abs. 1
Formularmäßige Vereinbarung der Entgeltfortzahlung in den AGB eines Sport- und Fitneß-Studios
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Unwirksame Klausel in AGB des Betreibers eines Sport- und Fitneß-Studios
- ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Unwirksamkeit der Klausel eines Fitness-Studios zur Beitragszahlung unabhängig von der Nutzung
Kurzfassungen/Presse (3)
- StudJur-Online (Leitsatz)
AGBG § 9 Abs. 1
- arag.de (Kurzinformation)
Der Speck muss weg
- kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)
Fitnessstudio: AGB-Klausel, die Zahlung des Monatsbeitrags auch bei Nicht-Nutzung vorschreibt, ist ungültig - BGH gleicht unterschiedliche Interessen zwischen Fitnessstudio-Betreiber und Kunden aus
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 1997, 193
- ZIP 1996, 2075
- MDR 1997, 126
- NJ 1997, 110
- BB 1996, 2536
- WM 1997, 134
- DB 1997, 156
Wird zitiert von ... (22)
- BGH, 28.04.1999 - XII ZR 150/97
Bewertung einer Gaststättenpacht
- OLG Düsseldorf, 07.01.1999 - 10 U 214/97
Inhaltskontrolle für eine Vorauszahlungsklausel im Mietvertrag - Tennisplatz
Die Erwägungen, mit denen der Bundesgerichtshof (NJW 1997, 193) einen "Mitgliedsvertrag" mit dem Betreiber eines Sport- und Fitness-Studios außerhalb des Mietrechts angesiedelt hat, sind auf den Streitfall nicht übertragbar.Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs liegt eine unangemessene Benachteiligung im Sinne dieser Vorschrift vor, wenn der Verwender der Klausel einseitig seine eigenen Interessen durchsetzt, ohne die Belange seines Vertragspartners angemessen zu berücksichtigen (NJW 1997, 193, 195 m.w.N.).
- BGH, 26.05.1999 - VIII ZR 123/98
Rechtzeitigkeit einer außerordentlichen Kündigung des …
Der dahingehenden Auslegung der einschlägigen Vertragsbestimmungen durch das Berufungsgericht, die, da es sich um vorformulierte, über den Bezirk eines Oberlandesgerichts hinaus verwendete Klauseln handelt, der uneingeschränkten revisionsrechtlichen Nachprüfung unterliegt (z.B. BGH, Urteil vom 23. Oktober 1996 - XII ZR 55/95, NJW 1997, 193 unter 2 m.w.Nachw.), schließt sich der erkennende Senat an.
- AG Bautzen, 17.04.1997 - 1 C 178/97
Wer das Fitness-Studio nicht nutzen kann, muss auch nicht zahlen: Unzulässige …
Der BGH hat in seiner Entscheidung vom 23.10.1996 (NJW 1997, 193 = LM H. 2-1997 § 9 [Bm] AGBG Nr. 26) entschieden, dass die in AGB verwendete Klausel: "Der Betrag ist auch dann regelmäßig zu zahlen, wenn das Mitglied die Einrichtungen nicht nutzt" nach § 9 AGBG unwirksam ist.Bei der nach dieser Entscheidung vorzunehmenden Interessenabwägung ist dem berechtigten Interesse des Verwenders, Kunden langfristig an sich zu binden, und von diesen Kunden regelmäßig Zahlungen zu erhalten, das Interesse des Vertragspartners, im Falle der Nichtnutzung des Sportstudios nicht zahlen zu müssen, gegenüberzustellen (BGH, NJW 1997, 193).
- OLG Brandenburg, 25.06.2003 - 7 U 36/03
AGB
Hierzu ist als Vergleichsmaßstab im vorliegenden Fall die Regelung des § 543 Abs. 2 Nr. 3 a BGB heranzuziehen; denn der Fitnessvertrag, der die Überlassung von Sportgeräten und/oder Räumlichkeiten zum Gegenstand hat, stellt einen gemischten Vertrag mit überwiegend mietrechtlichem Einschlag dar (OLG Hamm, NJW-RR 1992, 242;… von Westphalen, a. a. O., "Fitneß- und Sportstudiovertrag", Rn. 1 ff.;… Ulmer/Brandner/Hensen, a. a. O., Anhang §§ 9 - 11, Rn. 670;… Staudinger/Schlosser, BGB, 13. Bearb. 1998, § 9 AGBG, Rn. 500; vgl. auch : BGH NJW 1997, 193, 194). - BGH, 11.03.1997 - X ZR 146/94
Wirksamkeit eines formularmäßigen Abtretungsverbots im Konkurs des Gläubigers
Diese Auslegung kann der Senat im zu entscheidenden Fall selbst vornehmen, weil die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Beklagten ersichtlich dazu bestimmt sind, die Gesamtheit der Bezugsverträge der Beklagten in einem weiten Gebiet, das die Grenzen des Bezirks des Berufungsgerichts überschreitet, in zahlreichen Beziehungen einheitlich zu regeln (vgl. BGH, Urt. v. 23.10.1996 - XII ZR 55/95, NJW 1997, 193, 194 m. w. N.). - BGH, 14.07.1998 - XI ZR 272/97
Formularmäßige Vereinbarung der Rechtsfolgen von Zahlungen an einen Treuhänder in …
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs liegt eine unangemessene Benachteiligung im Sinne des § 9 AGBG vor, wenn der Verwender der Klausel einseitig seine eigenen Interessen durchsetzt, ohne die Belange seines Vertragspartners angemessen zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urteil vom 23. Oktober 1996 = XII ZR 55/95, NJW 1997, 193 m.w.Nachw.). - OLG Düsseldorf, 02.12.2003 - 24 U 117/03
Umfang der Verpflichtung des Mieters zur Entrichtung von Betriebskosten bzw. …
Dies ergibt sich aus § 552 Satz 1 BGB a.F. (§ 537 Abs. 1 Satz 1 BGB n.F.), der die Risikoverteilung bei Nichtbenutzung der Mietsache abschließend regelt (BGH NJW 2000, 1714 ff; 97, 193; Senat ZMR 2001, 106 f; OLGR 2003, 192;… Wolff/Eckert/Ball, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 8. Aufl., Rnr. 543;… Palandt/Weidenkaff, BGB, 62. Aufl., § 537 Rnr. 1). - AG Warendorf, 16.07.2002 - 9 F 244/01 Dies gilt insbesondere in diesem Falle, da die Antragstellerin nach Abschluss des Ehevertrages rechtlich gar nicht schlechter steht als sie ohne Eheschließung stünde (BGH, NJW 1997, 193).
- LG Düsseldorf, 02.12.2005 - 22 S 115/05 Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes liegt eine unangemessene Benachteiligung im Sinne dieser Vorschrift dann vor, wenn der Verwender der Klausel einseitig seine eigenen Interessen durchsetzt, ohne die Belange seines Vertragspartners angemessen zu berücksichtigen (vgl. BGH NJW 1997, 193 mit weiteren Nachweisen).
- LG Düsseldorf, 11.08.2006 - 20 S 36/06
- OLG Celle, 21.07.1999 - 2 U 216/98
- LG Düsseldorf, 09.09.2009 - 22 S 28/09
- AG Dieburg, 09.02.2011 - 211 C 44/09
Fitnessvertrag, Fristlose Kündigung eines sog. Fitnessvertrages wegen Krankheit
- BGH, 23.10.1996 - XII ZR 174/95
Formularmäßige Vereinbarung der Beitragsfortzahlung trotz Nichtnutzung der …
- LG Stuttgart, 23.04.2002 - 20 O 578/01
Allgemeine Geschäftsbedingungen eines Sportstudios: Vorfälligstellung der …
- LG Wuppertal, 17.12.2004 - 10 S 151/04
- AG Wuppertal, 11.01.2005 - 37 C 545/04
- LG Düsseldorf, 09.09.2009 - 22 S 58/09
- AG Düsseldorf, 19.12.2007 - 31 C 8544/07
- AG Hameln, 07.08.2009 - 23 C 40/09
Abstraktes Schuldanerkenntnis: Darlegungs- und Beweislast bei Geltendmachung der …
- AG Berlin-Spandau, 02.12.2009 - 10 C 193/09
