Rechtsprechung
   BGH, 04.12.1996 - XII ZR 193/95   

Fitneßstudio - Verlängerungsklausel

Unanwendbarkeit des § 11 Nr. 12 AGBG (jetzt § 309 Nr. 9 BGB <Fassung seit 1.1.02>) auf Mietverträge, jedoch Berücksichtigung i.R.v. § 9 AGBG (jetzt § 307 Abs. 1, Abs. 2 BGB <Fassung seit 1.1.02>);

hier: 6-monatige Verlängerungsklausel ist wirksam

Volltextveröffentlichungen (4)

  • archive.org
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    AGBG § 9 Abs. 1
    Formularmäßige Vereinbarung einer Verlängerungsklausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Fitneß-Studios

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Wirksame Verlängerungsklausel in Fitneß-Studio-Vertrag

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Wirksamkeit der sechsmonatigen Verlängerungsklausel in Fitness-Verträgen bei nicht fristgerechter Kündigung

Kurzfassungen/Presse (4)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1997, 739
  • ZIP 1997, 282
  • MDR 1997, 225
  • NJ 1997, 222
  • BB 1997, 386
  • WM 1997, 588
  • DB 1997, 469
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Wird zitiert von ... (19)  

  • BGH, 24.07.2008 - VII ZR 55/07  

    Bauvertrag - Verwendung der VOB/B gegenüber Verbrauchern: Keine Privilegierung!

    Bei der Überprüfung nach § 307 BGB sind die in §§ 308, 309 BGB zum Ausdruck gebrachten Wertungen zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urteil vom 12. März 1987 - VII ZR 37/86, BGHZ 100, 157, 182; Urteil vom 4. Dezember 1996 - XII ZR 193/95, NJW 1997, 739, 740; Erman/Roloff, ebd.; Staudinger/Schlosser, aaO, Rdn. 12; Ulmer/Brandner/Hensen/A. Fuchs, aaO, Vorb. v. § 307 BGB, Rdn. 9).
  • BGH, 15.11.2007 - III ZR 247/06  

    AGB - Unwirksame Klauseln in Abonnementverträgen von Bezahlfernsehen

    Auf eine solche Vertragsgestaltung, die bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen die Verlängerung eines auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Dienstvertrages vorsieht, finden die Kündigungsregeln des § 621 BGB gemäß § 620 Abs. 2 BGB keine Anwendung (BGH, Urteil vom 4. Dezember 1996 - XII ZR 193/95 - NJW 1997, 739 unter 3.; Staudinger/Coester [2006] § 307 Rn. 531 m.w.N.).
  • BGH, 20.06.2002 - V ZB 39/01  

    Wohnungseigentum - Rechtsschutz des Verwalters gegen seine "Ablösung"

    Sie sind im gegebenen Fall auch nicht aufgrund der finanziellen Belastung der Eigentümer (vgl. BGH, Urt. v. 4. Dezember 1996, XII ZR 193/95, NJW 1997, 739, 740) oder wegen besonderer Umstände beim Vertragsabschluß (vgl. § 24 a Nr. 3 AGBG) als rechtsmißbräuchlich zu werten.
mehr
  • OLG Frankfurt, 25.06.2009 - 1 U 7/09  
    Zwar kommt eine strenge Bindung an das zeitliche Verhältnis der Höchstlaufzeiten in § 309 Nr. 9 a und b BGB (Verlängerungszeit = halbe Erstlaufzeit) nicht in Betracht (vgl. BGH, NJW 1997, 739 f.: Billigung einer Verlängerung um sechs Monate bei gleicher Erstlaufzeit).

    Soll jedoch die Unangemessenheit der Klausel - wie im Streitfall - gerade hergeleitet werden aus einer Bindung, die letztlich nur in einer finanziellen Belastung besteht, hängt die Bewertung, ob in einer solchen Bindung eine unangemessene Belastung zu sehen ist, zwangsläufig davon ab, wie hoch die finanzielle Belastung ist (BGH, NJW 1997, 739 [juris Rn. 19]).

    Abzustellen ist dabei nicht auf die Bagatellgrenze der Vorschrift des § 312 Abs. 3 Nr. 2 BGB, die ihrem Regelungsgehalt nach nicht einschlägig ist, und aus der auch kein allgemeiner Rechtsgedanke für das gesamte Verbraucherschutzrecht entnommen werden kann, sondern darauf, ob sich die finanzielle Belastung in Grenzen hält (vgl. BGH, NJW 1997, 739 [juris Rn. 19]); BGHZ 100, 373 [juris Rn. 19]).

    § 307 Abs. 1 BGB will nicht sicherstellen, dass jede Nachlässigkeit eines Kunden folgenlos bleibt (BGH, NJW 1997, 739 [juris Rn. 20, 21] zu § 9 Abs. 1 AGBG für die Laufzeit eines Vertrages über die Benutzung eines Fitness-Centers).

  • OLG Hamm, 08.04.2010 - 17 U 203/09  

    Formularmäßige Vereinbarung der Verlängerung eines Vertrages über

    Denn der BGH hat in einer weiteren Entscheidung (BGH NJW 1997, 739) seine frühere Rechtsprechung fortgeführt, ohne erneut ausdrücklich auf solche Verträge abzustellen, die der Gesetzgeber als Regelfälle erkannt hat.

    In seiner Entscheidung zu Fitnessstudioverträgen (BGH NJW 1997, 739) hat der BGH allerdings schon im Jahr 1997 einen Monatsbeitrag von 50, 00 bis 100, 00 DM nicht als besonders gravierende Belastung angesehen.

  • BGH, 04.07.1997 - V ZR 405/96  

    Formularmäßige Vereinbarung einer 20-jährigen Laufzeit für eine Vereinbarung zum

    Diese rechtliche Bewertung ist ohne Einschränkung revisibel (vgl. Brandner, in Ulmer/Brandner/Hensen, AGB-Gesetz , 7. Aufl., § 9 Rdn. 56; mißverständlich BGH, Urt. v. 4. Dezember 1996, XII ZR 193/95, WM 1997, 588, 589).
  • BGH, 05.11.1998 - III ZR 226/97  

    Untersagung der Verwendung einer vorformulierten Laufzeitverlängerungsklausel in

    Eine AGB-Klausel, die bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen eine Verlängerung des Vertrags um eine festgesetzte Zeitspanne vorsieht, kommt deshalb mit den Kündigungsfristen des § 621 BGB nicht in Konflikt (BGH, Urteil vom 4. Dezember 1996 - XII ZR 193/95 - NJW 1997, 739).
  • OLG Saarbrücken, 23.12.2003 - 4 U 199/03  

    Direktunterrichtsvertrag: Wirksamkeit eines Kündigungsausschlusses für

    Hierin liegt keine Umgehung der in speziellen Klauselverboten zum Ausdruck kommenden Regelungsabsicht des Gesetzgebers durch die Anwendung der Generalklausel des § 9 AGBG (so aber: KG, Urt. v. 10.03.2003 - 12 U 106/01 (Bl. 153 (159 f) d. A.); SchlHOLG, Urt. v. 25.07.2003 - 1 U 163/02 (Bl. 171 (Bl. 184) d. A.; vgl. zur Problematik: BGH, NJW 1997, 739).
  • BGH, 15.04.2010 - Xa ZR 89/09  

    Klauselkontrolle: Verlängerung der Kündigungsfrist für BahnCard

    Aus § 309 Nr. 9 BGB, der bei Dauerschuldverhältnissen eine Höchstlaufzeit von zwei Jahren und für Verlängerungen eine Obergrenze von einem Jahr vorsieht und dessen Wertungen grundsätzlich auch in die Interessenabwägung im Rahmen des § 307 Abs. 1 BGB einzubeziehen sind (BGH, Urt. v. 04.12.1996 - XII ZR 195/95, NJW 1997, 739, 740), kann nicht ein allgemeiner Rechtsgedanke abgeleitet werden, nur im Verhältnis zur Erstlaufzeit erheblich kürzere Verlängerungsfristen seien gerechtfertigt.
  • OLG Frankfurt, 20.01.2000 - 1 U 207/98  

    Sportschule-AGB: Wirksamkeit einer Änderungsvorbeahltsklausel;

    Die in § 621 BGB genannten Fristen sind reine Kündigungsfristen, die nur dann Bedeutung gewinnen, wenn die Dauer des Dienstverhältnisses nicht bestimmt ist (BGH NJW 1997, 739).
  • KG, 10.03.2003 - 12 U 106/01  

    Kündigungsmöglichkeiten eines Heilpraktiker-Ausbildungsvertrags

  • LG Bielefeld, 09.04.2009 - 21 S 46/08  
  • OLG Nürnberg, 07.10.1997 - 3 U 330/97  

    Klausel einer Partnervermittlungs-Gesellschaft

  • AG Aachen, 26.07.2005 - 85 C 172/05  
  • AG Aachen, 17.03.2005 - 80 C 589/04  
  • AG Aachen, 23.06.2005 - 84 C 2/05  
  • OLG Brandenburg, 30.05.2001 - 13 U 267/99  
  • AG Berlin-Spandau, 02.12.2009 - 10 C 193/09  
  • AG München, 03.08.2005 - 122 C 6235/05  
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