Rechtsprechung
   BVerfG, 16.02.2000 - 1 BvR 420/97   

Frischzellen

Art. 74 Abs. 1 Nr. 19 GG, "Verkehr" von Arzneimitteln: die Herstellung unterfällt nur insoweit der Bundeskompetenz, als sie zum Zwecke späteren Vertriebes erfolgt, entsprechende einschränkende Auslegung von § 6 Abs. 1 AMG

Volltextveröffentlichungen (7)

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Kurzfassungen/Presse (3)

  • lexetius.com (Pressemitteilung)

    Verbot der Frischzellenherstellung ist nichtig/ Bund hatte keine Regelungskompetenz

  • Bundesverfassungsgericht (Pressemitteilung)

    Verbot der Frischzellenherstellung ist nichtig/ Bund hatte keine Regelungskompetenz

  • aerzteblatt.de (Pressemeldung)

    Frischzellentherapie: Länder jetzt gefordert

Sonstiges

  • wikipedia.org (Wikipedia-Eintrag mit Bezug zur Entscheidung)

    Frischzellentherapie

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerfGE 102, 26
  • NJW 2000, 857
  • DVBl 2000, 623
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Wird zitiert von ... (31)  

  • BVerfG, 24.10.2002 - 2 BvF 1/01  

    Altenpflegegesetz hat im Wesentlichen Bestand

    Art. 74 Abs. 1 Nr. 19 GG ist zwar keine Globalermächtigung des Bundes für den Bereich des Gesundheitswesens, sondern führt enumerativ und spezifisch Felder auf, bei denen der Bund normierungsbefugt ist (vgl. BVerfGE 102, 26 ; Stettner, in: Dreier, Kommentar zum Grundgesetz, Band II, 1998, Art. 74 Rn. 89; Degenhart, in: Sachs, Kommentar zum Grundgesetz, 2. Auflage 1999, Art. 74 Rn. 70).

    Diese Gefahren drohen in allen drei Bereichen in schwer wiegender Weise und machen vor den Grenzen eines einzelnen Landes nicht Halt; deshalb soll zu ihrer Eindämmung, Beherrschung und Kontrolle eine bundeseinheitliche Regelung ermöglicht werden (vgl. Pestalozza, in: von Mangoldt/Klein/ Pestalozza, Das Bonner Grundgesetz, Band 8, 3. Auflage 1996, Art. 74 Rn. 1312 für die erste Alternative; BVerfGE 102, 26 für die dritte Alternative des Art. 74 Abs. 1 Nr. 19 GG).

  • BVerfG, 13.09.2005 - 2 BvF 2/03  

    Beitragssatzsicherungsgesetz mit Grundgesetz vereinbar

    Diese bezieht sich auf den Verkehr mit Arzneimitteln im weitesten Sinne (vgl. BVerfGE 102, 26 ).
  • BSG, 19.03.2002 - B 1 KR 37/00 R  

    Krankenversicherung - Arzneimittel - Zulassung - Vorgreiflichkeit -

    Die fehlende Verkehrsfähigkeit eines Arzneimittels beinhaltet aber nicht zugleich ein Anwendungsverbot, da die unmittelbare Anwendung am Patienten keine Abgabe im Sinne des AMG darstellt (BVerfGE 102, 26, 34 - Frischzellen; Kloesel/Cyran, Kommentar zum Arzneimittelrecht, Stand: 2001, § 4 AMG Anm 58, jeweils mwN).
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  • BSG, 06.02.2008 - B 6 KA 41/06 R  

    Vertragsärztliche Versorgung - Beendigung der Kassenzulassung -

    Die Anwendungsbereiche beider Grundrechte werden grundsätzlich danach abgegrenzt, ob das Erworbene, die Ergebnisse geleisteter Arbeit - dann Art. 14 Abs. 1 GG -, oder der Erwerb, die Betätigung selbst - dann Art. 12 Abs. 1 GG -, betroffen ist (BVerfGE 88, 366, 377; 102, 26, 40; BVerfG , Beschluss vom 7.8.2007, aaO, unter II. 1.).

    Von diesem Ausgangspunkt aus wird die Anwendbarkeit des Art. 14 Abs. 1 GG verneint, wenn die Begrenzung der Verwendung vorhandener Vermögensgüter, für die grundsätzlich auch der Schutz des Art. 14 Abs. 1 GG in Betracht kommt, nur die Folge einer angeordneten Handlungsbeschränkung ist (BVerfGE 102, 26, 40), insbesondere dann, wenn durch Gesetz Arbeitsverhältnisse befristet werden und damit die Freiheit der individuellen Erwerbsmöglichkeit von einem bestimmten Zeitpunkt an beendet wird (BVerfGE 84, 133, 157; 85, 360, 383; - insoweit überholt die frühere Rechtsprechung des BGH, BGHZ 81, 21, 33 f; differenzierend BGHZ 132, 181, 186 ff).

  • BVerwG, 18.03.2004 - 3 C 16.03  

    Arzneimittelüberwachung; Herstellung von Arzneimitteln durch den Arzt zur

    Auf der Grundlage des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Februar 2000 (1 BvR 420/97 - BVerfGE 102, 26) seien die genannten Bestimmungen verfassungskonform einschränkend auszulegen.

    Das ergebe sich aus § 4 a Satz 1 Nr. 3 AMG i.d.F. des Elften Gesetzes zur Änderung des Arzneimittelgesetzes vom 21. August 2002 (BGBl I S. 3348), mit dem dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Februar 2000 (1 BvR 420/97 - BVerfGE 102, 26) Rechnung getragen worden sei.

    Wie das Bundesverfassungsgericht im Urteil vom 16. Februar 2000 (1 BvR 420/97 - BVerfGE 102, 26) festgestellt hat, ist der Bund nach Art. 74 Abs. 1 Nr. 19 GG nicht befugt, die Herstellung solcher Arzneimittel zu regeln, die der Arzt zur Anwendung bei eigenen Patienten herstellt.

  • BVerwG, 18.03.2004 - 3 C 17.03  

    Arzneimittelüberwachung; Herstellung von Arzneimitteln durch den Arzt zur

    Auf der Grundlage des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Februar 2000 (1 BvR 420/97 - BVerfGE 102, 26) seien die genannten Bestimmungen verfassungskonform einschränkend auszulegen.

    Das ergebe sich aus § 4 a Satz 1 Nr. 3 AMG i.d.F. des Elften Gesetzes zur Änderung des Arzneimittelgesetzes vom 21. August 2002 (BGBl I S. 3348), mit dem dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Februar 2000 (1 BvR 420/97 - BVerfGE 102, 26) Rechnung getragen worden sei.

    Wie das Bundesverfassungsgericht im Urteil vom 16. Februar 2000 (1 BvR 420/97 - BVerfGE 102, 26) festgestellt hat, ist der Bund nach Art. 74 Abs. 1 Nr. 19 GG nicht befugt, die Herstellung solcher Arzneimittel zu regeln, die der Arzt zur Anwendung bei eigenen Patienten herstellt.

  • BVerfG, 17.07.2003 - 1 BvR 2115/02  

    Zur Klinikwerbung im Internet

    Jede andere Auslegung müsste sich vor Art. 74 Abs. 1 Nr. 19 GG rechtfertigen (vgl. BVerfGE 102, 26 ).
  • BVerfG, 30.04.2004 - 1 BvR 2334/03  

    Voraussetzungen der Annahme einer Verfassungsbeschwerde

    Jede andere Auslegung müsste sich vor Art. 74 Abs. 1 Nr. 19 GG rechtfertigen (vgl. BVerfGE 102, 26 ).

    Insoweit gelten dieselben Kriterien wie bei der Frischzellenbehandlung (vgl. BVerfGE 102, 26 ).

  • BVerfG, 08.06.2010 - 1 BvR 2011/07  

    Öff. Recht - Eingliederung des privaten in den öffentlichen Rettungsdienst

    Die Begrenzung der Innehabung und Verwendung vorhandener Vermögensgüter, für die der Schutz des Art. 14 GG grundsätzlich in Betracht kommt, sowie der Wertverlust der unternehmerischen Einheit sind dabei nur mittelbare Folgen der angegriffenen Handlungsbeschränkung; Art. 14 Abs. 1 GG wird daher von Art. 12 Abs. 1 GG als dem sachnäheren Grundrecht verdrängt (vgl. BVerfGE 102, 26 ).
  • BVerfG, 19.06.2007 - 1 BvR 1290/05  

    Pflicht nach § 7 Abs. 4 GewAbfV

    Das fachgerichtliche Vorgehen der Beschwerdeführerinnen gegen die mit Bußgeld bewehrten verwaltungsrechtlichen Pflichten war zumutbar und damit aus Subsidiaritätsgründen sogar geboten (vgl. BVerfGE 102, 26 ; BVerfG, 1. Kammer des Ersten Senats, Beschluss vom 17. Februar 1999 - 1 BvR 2488/95 -, JURIS).
  • OVG Berlin-Brandenburg, 02.12.2009 - 11 S 81.08  

    Keine Aussetzung der Verpflichtung von Telekommunikationsunternehmen, die

  • BVerfG, 07.08.2007 - 1 BvR 1941/07  

    Verfassungsmäßigkeit der Altersgrenze für die Teilnahme von Ärzten an der

  • OVG Niedersachsen, 31.05.2007 - 11 LB 350/05  
  • BSG, 23.05.2000 - B 1 KR 2/99 R  

    Keine Kostenübernahme durch die Krankenversicherung bei behördlich untersagten

  • OVG Berlin-Brandenburg, 02.12.2009 - 11 S 8.09  

    Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung für Webhoster

  • BVerfG, 22.03.2000 - 1 BvR 1500/93  

    Subsidiarität einer Verfassungsbeschwerde gegen die Verordnung über die

  • OVG Berlin-Brandenburg, 02.12.2009 - 11 S 9.09  

    Telekommunikationsgesetz; Vorratsdatenspeicherung; Kostentragung für

  • OVG Berlin-Brandenburg, 02.12.2009 - 11 S 10.09  

    Telekommunikationsgesetz; Vorratsdatenspeicherung; Kostentragung für

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 03.08.2000 - 13 A 694/00  
  • BSG, 27.06.2001 - B 6 KA 6/01 B  

    Grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache im sozialgerichtlichen Verfahren, Rüge

  • BVerfG, 03.07.2001 - 1 BvR 1472/99  
  • BVerfG, 04.10.2001 - 1 BvR 1435/01  
  • OVG Berlin-Brandenburg, 02.12.2009 - 11 S 09.09  

    Telekommunikationsgesetz; Vorratsdatenspeicherung; Kostentragung für

  • VG Freiburg, 03.11.2011 - 4 K 1325/11  

    Untersagung des Inverkehrbringens von Säuglingsnahrung

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.01.2003 - 13 A 451/01  
  • VG Köln, 17.02.2004 - 7 K 8135/02  

    Keine Erlaubnis zum Cannabisgebrauch für Heil- und Linderungszwecke

  • BSG, 27.06.2001 - B 6 KA 3/01 B  

    Grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache im sozialgerichtlichen Verfahren, Rüge

  • VGH Hessen, 12.11.2002 - 11 UE 2409/00  

    Untersagung der unmittelbaren Weitergabe von Autovaccinen an Ärzte

  • VG Köln, 17.02.2004 - 7 K 36/02  

    Keine Erlaubnis zum Cannabisgebrauch für Heil- und Linderungszwecke

  • VG Köln, 17.02.2004 - 7 K 8281/01  

    Keine Erlaubnis zum Cannabisgebrauch für Heil- und Linderungszwecke

  • VG Oldenburg, 31.10.2008 - 7 B 2870/08  

    Die Altersgrenze von 65 Jahren für Seelotsen (§ 18 SeeLG) ist nicht zu

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