Rechtsprechung
   BGH, 24.02.2003 - II ZR 385/99   

Geschäftsführer mit Doppelrolle

§ 31 BGB gilt auch (entsprechend) für die BGB-Gesellschaft (§§ 705 ff BGB);

§ 826 BGB, sittenwidrige vorsätzliche Schädigung durch unbegründete und haltlose Inanspruchnahme einer Bürgschaft auf erstes Anfordern (§§ 765 ff BGB)

Volltextveröffentlichungen (16)

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  • openjur.de
  • Dt. Notarinstitut (Volltext, Word-/PDF-format)
  • Deutsches Notarinstitut (Volltext/Leitsatz)

    BGB §§ 31, 705; HGB § 128
    § 31 BGB (Organhaftung) auch auf GbR anwendbar

  • rws-verlag.de

    Haftung der GbR für ihre geschäftsführenden Gesellschafter nach § 31 BGB

  • Prof. Dr. Lorenz

    Haftung der BGB-Gesellschaft für deliktisches Handeln der Gesellschafter/Geschäftsführer analog § 31 BGB; gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschafter der BGB-Gesellschaft für gesetzliche Verbindlichkeiten der Gesellschaft; ; Bürgschaft auf Erstes Anfordern, Bereicherungsausgleich bei Zahlung an den Zedenten, keine Anwendung von § 822 BGB bei Insolvenz des primären Bereicherungsschuldners

  • Institut für Deutsches und Europäisches Unternehmensrecht

    Haftung des Geschäftsführers einer GbR entsprechend § 31 BGB; Akzessorietät der Gesellschafterhaftung auch bei deliktischen Ansprüchen

  • NWB SteuerXpert START

    BGB § 31, § 705; HGB § 128

  • uni-konstanz.de

    §§ 31, 705 BGB; § 128 HGB
    Haftung der GbR für deliktisches Handeln der Gesellschafter

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Eintrittspflicht der BGB -Gesellschaft für Verhalten ihrer Gesellschafter; Eintrittspflicht der BGB -Gesellschafter für gesetzlich begründete Verbindungen der Gesellschaft

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    BGB-Gesellschaft - Haftung der Gesellschaft für ihre Geschäftsführer

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Gesellschafter einer BGB-Gesellschaft haften auch für deren gesetzliche Verbindlichkeiten persönlich

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Haftung der GbR für ihre geschäftsführenden Gesellschafter nach § 31 BGB

Kurzfassungen/Presse (5)

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  • gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz)

    BGB-Gesellschaft, GbR, Geschäftsführer, Gesellschafter, Gesellschaftsrecht, Haftung, Personengesellschaft, Schadensersatzklagen

  • Jurion(Abodienst) (Verschiedene Textarten)

    Grundsatzurteil zum Haftungssystem bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts

Besprechungen u.ä. (3)

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    BGB-Gesellschaft muss sich deliktisches Handeln ihrer Gesellschafter zurechnen lassen! (IBR 2003, 1020)

  • klsal.de (Entscheidungsbesprechung)

    § 31 BGB
    Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts haften auch für schadensersatzbegründendes Handeln des geschäftsführenden Gesellschafters (Bernhard Noreisch, LL.M.)

  • uni-koeln.de (Entscheidungsanmerkung)

    Haftung von BGB-Gesellschaftern für deliktisches Verhalten des Geschäftsführers

Sonstiges (8)

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Deliktshaftung in der Personengesellschaft" von Prof. Dr. Altmeppen, original erschienen in: NJW 2003, 1553 - 1558.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Die Gesellschafterhaftung bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts als gesetzliches Schuldverhältnis" von Prof. Dr. Karsten Schmidt, original erschienen in: NJW 2003, 1897 - 1904.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Die Haftung des Gesellschafters für Deliktsschulden und Altverbindlichkeiten der GbR" von Prof.Dr.Tilo Keil, original erschienen in: DZWIR 2003, 404 - 407.

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  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Die persönliche Haftung der Gesellschafter einer BGB-Gesellschaft für deliktisches Handeln der geschäftsführenden Gesellschafter" von Prof. Dr. Dr. h.c Werner Flume, original erschienen in: DB 2003, 1775 - 1777.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zusammenfassung von "Haftung der GbR-Gesellschafter für Delikte wegen Vertrauens in die Rechtsform" von RA Dr. Oliver Klerx, original erschienen in: NJW 2004, 1907 - 1908.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zusammenfassung von "Heilung einer 'verdeckten Sachgründung' unter Beteiligung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts" von RA Harald Schumm, original erschienen in: NWB 2004, 1767 - 1774.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zusammenfassung von "Persönliche Haftung für Altschulden beim Eintritt in eine GbR" von Dr. Arnd Arnold und Wolfgang Dötsch, original erschienen in: DStR 2003, 1398 - 1404.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    A tip="<div class="tooltip_oben">§ 31 BGB: Haftung des Vereins für Organe</div>

    Zusammenfassung von "Anwendung des § 31 BGB auf die GbR - der vorletzte Schritt auf dem Weg zur oHG" von Notar Dr. Wolfram Waldner, original erschienen in: NZG 2003, 620 - 621.

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 154, 88
  • NJW 2003, 1445
  • ZIP 2003, 664
  • MDR 2003, 639
  • WM 2003, 830
  • BB 2003, 862
  • VersR 2003, 650
  • IBR 2003, 1020
  • DB 2003, 875
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Wird zitiert von ... (63)  

  • BGH, 03.05.2007 - IX ZR 218/05  

    Rechtsanwälte - Haftung durch Rechtsanwaltssozietät für Scheinsozius

    b) Soweit die (Außen-) Gesellschaft bürgerlichen Rechts durch Teilnahme am Rechtsverkehr eigene Rechte und Pflichten begründet und ihr somit Rechtsfähigkeit zuerkannt wird (BGHZ 146, 341, 344 ff), ist § 31 BGB auf sie entsprechend anwendbar (BGHZ 154, 88, 93 f; 155, 205, 210; Staudinger/Weick, BGB Neubearbeitung 2005 § 31 Rn. 45; MünchKomm-BGB/Ulmer, 4. Aufl. § 705 Rn. 263; Soergel/Hadding, BGB 13. Aufl. § 31 Rn. 7; Schwarz in Bamberger/Roth, BGB § 31 Rn. 3; K. Schmidt, Gesellschaftsrecht 4. Aufl. § 60 II 4).

    Ein zum Schadensersatz verpflichtendes Handeln ihrer geschäftsführenden Gesellschafter muss sich die Gesellschaft also zurechnen lassen (BGHZ 154, 88, 93; 155, 205, 210).

    Darunter fällt nicht nur der geschäftsführende Gesellschafter (BGHZ 154, 88, 93).

    Da sich der deliktische Gläubiger seinen Schuldner nicht aussuchen kann, muss - noch mehr als bei vertraglichen Verbindlichkeiten - das Privatvermögen der Gesellschafter als Haftungsmasse zur Verfügung stehen (BGHZ 154, 88, 94 f im Anschluss an Ulmer ZIP 2001, 585, 597).

    Danach zu unterscheiden, ob die Gesellschaft kaufmännisch organisiert ist (vgl. § 2 Satz 2 und 3, §§ 5, 105 Abs. 2 HGB) - und somit dem Recht der offenen Handelsgesellschaft unterliegt - oder nicht, somit lediglich eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist, wäre der Rechtssicherheit abträglich (BGHZ 154, 88, 95).

    Die Befürworter einer analogen Anwendung des § 128 HGB können für sich zudem in Anspruch nehmen, dass die BGB-Gesellschafter auf Auswahl und Tätigkeit der "Organe" (§ 31 BGB) Einfluss nehmen können und somit - soweit es um die Verteilung des Schadensrisikos geht - "näher dran" sind als die deliktisch Geschädigten (BGHZ 154, 88, 95 im Anschluss an Ulmer ZIP 2001, 585, 597).

  • BGH, 24.06.2003 - VI ZR 434/01  

    Arbeit & Soziales - Haftungsprivilegierung auch zu Gunsten einer GbR?

    Diese Vorschrift ist, wie der Bundesgerichtshof in Abkehr von seiner früheren Auffassung (vgl. BGHZ 45, 311, 312; Senatsurteil vom 26. November 1974 - VI ZR 164/73 - VersR 1975, 329, 331) nach Erlaß des Berufungsurteils entschieden hat, auf die Gesellschaft bürgerlichen Rechts entsprechend anwendbar (BGH, Urteil vom 24. Februar 2003 - II ZR 385/99 - VersR 2003, 650, 651, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt; vgl. dazu Ulmer, ZIP 2003, 1113 ff.; kritisch Altmeppen, NJW 2003, 1553 ff.).

    Die Haftung der Gesellschaft bürgerlichen Rechts unterscheidet sich insoweit nicht (mehr) von derjenigen der OHG, bei der die Haftung der Gesellschaft auch für gesetzliche Verbindlichkeiten, insbesondere auch für ein zum Schadensersatz verpflichtendes Verhalten ihrer Gesellschafter, und die entsprechende Anwendbarkeit des § 31 BGB heute allgemein anerkannt ist (vgl. BGH, Urteil vom 24. Februar 2003 - II ZR 385/99 - aaO m.w.N.).

    Denn der in dieser Norm zum Ausdruck kommende Grundsatz der akzessorischen Haftung findet entsprechende Anwendung auch auf gesetzliche Verbindlichkeiten der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (BGHZ 146, 341, 357; BGH, Urteil vom 24. Februar 2003 - II ZR 385/99 - aaO mit Anm. Reiff; vgl. auch Dauner-Lieb, DStR 2001, 356, 358 f.; Wiegand, SchiedsVZ 2003, 52, 57; Altmeppen, NJW 2003, aaO; K. Schmidt, aaO, S. 1900 f.).

  • BGH, 02.12.2003 - XI ZR 421/02  

    Zwangsvollstreckung - Unwirksame Unterwerfungserklärung: Zwangsvollstreckung?

    Nach der neueren Rechtsprechung des II. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs haften sie und ihre Mitgesellschafter für die mit Vertrag vom 28. Dezember 1992 zu Lasten der Gesellschaft begründete Darlehensschuld gemäß §§ 128 ff. HGB (analog) persönlich und mit ihrem Privatvermögen (BGHZ 142, 315, 318 ff.; 146, 341; 150, 1, 3; siehe ferner BGH, Urteil vom 24. Februar 2003 - II ZR 385/99, WM 2003, 830, 831, zum Abdruck in BGHZ vorgesehen).
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