Rechtsprechung
   BVerfG, 10.05.1977 - 1 BvR 514/68; 1 BvR 323/69   

Hamburger U-Bahnbau

Art. 14 Abs. 3 Satz 2 GG, Legalenteignung, unzulässige Mischform von Legal- und Administrativenteignung;

Art. 74 Abs. 1 Nr. 1 GG, öffentliche Lasten, Verhältnis bürgerliches Recht - Enteignungsrecht, Art. 109, 111 EGBGB

Volltextveröffentlichungen (3)

Verfahrensgang

  • LG Hamburg, 15.06.1967 - 71 T 92/66
  • VG Hamburg, 07.12.1967 - I VG 328/67
  • VG Hamburg, 07.12.1967 - I VG Nr. 328/67
  • OLG Hamburg, 19.07.1968 - 2 W 91/67
  • OVG Hamburg, 18.03.1969 - Bf II 15/68
  • BVerwG, 20.03.1970 - IV B 182.69
  • BVerfG, 10.05.1977 - 1 BvR 514/68; 1 BvR 323/69

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerfGE 45, 297
  • NJW 1977, 2349
  • DVBl 1978, 44



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Wird zitiert von ... (79)  

  • BVerfG, 10.03.1981 - 1 BvR 92/71  

    Gondelbahn

    Die Belastung eines fremden Grundstücks mit einer Dienstbarkeit ist im Umfang dieses Rechts Entziehung oder Beschränkung von Eigentümerbefugnissen und damit Enteignung (BVerfGE 45, 297 [339]).

    Eine Enteignung kommt dann in Frage, wenn eine öffentliche Aufgabe nicht mit den üblichen, von der Rechtsordnung zur Verfügung gestellten Mitteln verwirklicht werden kann (BVerfGE 45, 297 [338, 339]).

    Der nach den §§ 13-15 LEisenbG a.F. (§§ 14-16 n.F.) festgestellte Plan ist die Grundlage für das Enteignungsverfahren (vgl. BVerfGE 45, 297 [319]).

    (Zur gleichen Rechtslage nach dem Personenbeförderungsgesetz vgl. BVerfGE 45, 297 [320 ff.]).

    Dann ist das Opfer, das die Verfassung von dem Einzelnen verlangt, gerechtfertigt (BVerfGE 38, 175 [179 f.]; 45, 297 [338]).

    Wenn das Oberlandesgericht in der Seilbahn einen "Erschlie ßungsträger" sieht und sie mit einer Straßenbahn vergleicht, so verkennt es, daß es sich bei der Straßenbahn um ein Verkehrsmittel im Sinne des Personenbeförderungsgesetzes (vgl. Art. 74 Nr. 23 GG; BVerfGE 34, 139 [144]; 45, 297 [303, 323]), nicht aber um eine Erschließungsanlage im Sinne des Bundesbaugesetzes handelt.

  • BVerfG, 15.07.1981 - 1 BvL 77/78  

    Naßauskiesung

    Mit der Eröffnung des Rechtswegs zu den Verwaltungsgerichten hat das Grundgesetz dem von einer solchen Maßnahme Betroffenen mithin die Möglichkeit gegeben, den Verwaltungsakt selbst zu Fall zu bringen, wenn das zugrunde liegende Gesetz wegen Fehlens einer Entschädigungsregelung oder auch aus anderem Grund nichtig ist (vgl. BVerfGE 45, 297 [342ff.]).

    Dabei steht ihm als letztes Mittel die Verfassungsbeschwerde zur Verfügung, wenn die Verwaltungsgerichte sich seinem Vortrag, es handele sich um eine verfassungswidrige Enteignungsnorm, nicht anschließen (vgl. z. B. BVerfGE 45, 297 [346]; 53, 336 [349]).

    Weiter hat der Gesetzgeber nach Art. 14 Abs. 3 Satz 2 GG die Möglichkeit, durch Gesetz einem bestimmten oder bestimmbaren Personenkreis konkrete Eigentumsrechte zu entziehen, die aufgrund der allgemein geltenden Gesetze im Sinne des Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG rechtmäßig erworben worden sind (Legalenteignung - BVerfGE 24, 367 [395 f.]; 45, 297 [325 f.]; 52, 1 [27]).

    Darüber hinaus sind ihre Auswirkungen nicht identisch, weil der Rechtsentzug zu verschiedenen Zeitpunkten eintritt (vgl. BVerfGE 45, 297 [326]).

    Das schließt jedoch nicht aus, daß eine neue, für die Zukunft geltende objektiv-rechtliche Regelung im Sinne des Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG zugleich eine Legalenteignung bewirkt, weil und soweit sie subjektive Rechte entzieht, die der Einzelne aufgrund des alten Rechts ausgeübt hat (BVerfGE 45, 297 [332]; 52, 1 [28]).

  • BVerfG, 17.07.1996 - 2 BvF 2/93  

    Südumfahrung Stendal

    Die Enteignung durch Gesetz ist dadurch gekennzeichnet, daß das Gesetz selbst und unmittelbar - ohne weiteren Vollzugsakt - konkrete und individuelle Rechtspositionen entzieht, die einem bestimmbaren Kreis von Personen oder Personengruppen nach dem bis dahin geltenden Recht zustehen (vgl. BVerfGE 31, 275 [281]; 45, 297 [325 f.]).

    Mit Inkrafttreten des Gesetzes steht mithin fest, welche konkreten Grundstücke und in welchem Umfange diese für das Vorhaben in Anspruch genommen werden sollen (vgl. BVerfGE 45, 297 [327]; 56, 249 [264]).

    Als Legalenteignung im Gewande einer Legalplanung ist das Gesetz folglich an Art. 14 Abs. 3 GG zu messen (vgl. BVerfGE 45, 297 [319 f.]; 56, 249 [264 f.]; 74, 264 [282]; vgl. auch BVerwGE 98, 339 [346]).

    b) Eine Legalenteignung ist nur in eng begrenzten Fällen zulässig, weil sie den durch Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG und durch Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG garantierten effektiven Rechtsschutz schmälert (vgl. BVerfGE 24, 367 [398 ff.]; 45, 297 [331, 333]).

mehr
  • VG Stuttgart, 19.02.2004 - 1 K 1483/03  

    Planfeststellung für den Bau einer Landesmesse

    Aus dieser ersichtlich als K o l l i s i o n s r e g e l u n g (vgl. Runkel, in Ernst/Zinkahn/Bielenberg, BauGB Bd. II Komm. , § 38 Rn. 9; Löhr, a.a.O., § 38 Rn. 5, 30) für den Einzelfall (vgl. BVerwG, Urt. v. 04.05.1988, BVerwGE 79, 318) gedachten Vorschrift lässt sich jedoch nicht herleiten, dass der Landesgesetzgeber von seiner ursprünglichen - konkurrierenden - Kompetenz für das Bodenrecht Gebrauch machen dürfte (vgl. BVerfG, Beschl. v. 09.05.1973, BVerfGE 35, 65), solange er sich nur auf die Regelung der Zulässigkeit von Vorhaben von überörtlicher Bedeutung beschränkte (vgl. auch BVerfG, Beschl. v. 10.05.1977, BVerfGE 45, 297).

    b) Das Landesmessegesetz ist auch vor dem Hintergrund der dem Planfeststellungsbeschluss aufgrund § 7 Abs. 1 LMesseG zukommenden enteignungsrechtlichen Vorwirkung mit Art. 14 Abs. 3 Satz 1 GG vereinbar (vgl. zur enteignungsrechtlichen Vorwirkung der Fachplanung bereits BVerfG, Beschl. v. 10.05.1977, BVerfGE 45, 297 ).

    78 Eine  E n t e i g n u n g  d u r c h  G e s e t z, die nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts im Hinblick darauf, dass sie den durch Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG und Art. 19 Abs. 4 S. 1 GG garantierten Rechtsschutz schmälert, nur in eng begrenzten Fällen zulässig sein soll (vgl. BVerfG, Beschl. v. 18.12.1968, BVerfGE 24, 367 ; Beschl. v. 10.05.1977, BVerfGE 45, 297 ; Beschl. v. 17.07.1996, BVerfGE 95, 1; krit. Papier, MDH , Art. 14 Rn. 555 ff.; mglw. abw. jedoch das obiter dictum im Urt. v. 24.03.1987, BVerfGE 74, 264 ; hierzu auch Herzog, MDH , Art. 19 Rn. 40b), ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gesetz  s e l b s t  und  u n m i t t e l b a r  mit seinem Inkrafttreten ohne weiteren Vollzugsakt konkrete und individuelle Rechtspositionen entzieht, die nach Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG gewährleistet sind (vgl. BVerfG, Beschl. v. 10.05.1977, BVerfGE 45, 297 ; Beschl. v. 17.07.1996, BVerfGE 95, 1).

    Davon kann vorliegend jedoch nicht die Rede sein, da § 7 Abs. 1 LMesseG dem Vorbild anderer Fachplanungsgesetze folgend (vgl. § 22 AEG, § 19 FStrG, § 28 LuftVG, § 30 PBefG, § 7 MBPlG, § 40 StrG, § 65 WG) lediglich die verfassungsrechtliche Ermächtigung des Art. 14 Abs. 3 S. 1 GG dahin konkretisiert, dass das Zwangsinstrument der Enteignung eingesetzt werden darf, wenn das Unternehmen (Bau und Betrieb der Landesmesse) mit den üblichen Mitteln der Rechtsordnung sonst nicht oder nicht sachgerecht verwirklicht werden könnte (vgl. BVerfG, Beschl. v. 10.05.1977, a.a.O. m.w.N.).

    Auch eine unzulässige Vermischung von Elementen der Legalenteignung mit solchen der Administrativenteignung (vgl. BVerfG, Beschl. v. 10.05.1977, BVerfGE 45, 297) oder einen Formenmissbrauch vermag die Kammer vor diesem Hintergrund nicht zu erkennen.

  • VG Stuttgart, 19.02.2004 - 1 K 1577/03  

    Planfeststellungsbeschluss für den Bau einer Landesmesse

    Aus dieser ersichtlich als K o l l i s i o n s r e g e l u n g (vgl. Runkel, in Ernst/Zinkahn/Bielenberg, BauGB Bd. II Komm. , § 38 Rn. 9; Löhr, a.a.O., § 38 Rn. 5, 30) für den Einzelfall (vgl. BVerwG, Urt. v. 04.05.1988, BVerwGE 79, 318) gedachten Vorschrift lässt sich jedoch nicht herleiten, dass der Landesgesetzgeber von seiner ursprünglichen - konkurrierenden - Kompetenz für das Bodenrecht Gebrauch machen dürfte (vgl. BVerfG, Beschl. v. 09.05.1973, BVerfGE 35, 65), solange er sich nur auf die Regelung der Zulässigkeit von Vorhaben von überörtlicher Bedeutung beschränkte (vgl. auch BVerfG, Beschl. v. 10.05.1977, BVerfGE 45, 297).

    b) Das Landesmessegesetz ist auch vor dem Hintergrund der dem Planfeststellungsbeschluss aufgrund § 7 Abs. 1 LMesseG zukommenden enteignungsrechtlichen Vorwirkung mit Art. 14 Abs. 3 Satz 1 GG vereinbar (vgl. zur enteignungsrechtlichen Vorwirkung der Fachplanung bereits BVerfG, Beschl. v. 10.05.1977, BVerfGE 45, 297 ).

    71 Eine  E n t e i g n u n g  d u r c h  G e s e t z, die nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts im Hinblick darauf, dass sie den durch Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG und Art. 19 Abs. 4 S. 1 GG garantierten Rechtsschutz schmälert, nur in eng begrenzten Fällen zulässig sein soll (vgl. BVerfG, Beschl. v. 18.12.1968, BVerfGE 24, 367 ; Beschl. v. 10.05.1977, BVerfGE 45, 297 ; Beschl. v. 17.07.1996, BVerfGE 95, 1; krit. Papier, MDH , Art. 14 Rn. 555 ff.; mglw. abw. jedoch das obiter dictum im Urt. v. 24.03.1987, BVerfGE 74, 264 ; hierzu auch Herzog, MDH , Art. 19 Rn. 40b), ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gesetz  s e l b s t  und  u n m i t t e l b a r  mit seinem Inkrafttreten ohne weiteren Vollzugsakt konkrete und individuelle Rechtspositionen entzieht, die nach Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG gewährleistet sind (vgl. BVerfG, Beschl. v. 10.05.1977, BVerfGE 45, 297 ; Beschl. v. 17.07.1996, BVerfGE 95, 1).

    Davon kann vorliegend jedoch nicht die Rede sein, da § 7 Abs. 1 LMesseG dem Vorbild anderer Fachplanungsgesetze folgend (vgl. § 22 AEG, § 19 FStrG, § 28 LuftVG, § 30 PBefG, § 7 MBPlG, § 40 StrG, § 65 WG) lediglich die verfassungsrechtliche Ermächtigung des Art. 14 Abs. 3 S. 1 GG dahin konkretisiert, dass das Zwangsinstrument der Enteignung eingesetzt werden darf, wenn das Unternehmen (Bau und Betrieb der Landesmesse) mit den üblichen Mitteln der Rechtsordnung sonst nicht oder nicht sachgerecht verwirklicht werden könnte (vgl. BVerfG, Beschl. v. 10.05.1977, a.a.O. m.w.N.).

    Auch eine unzulässige Vermischung von Elementen der Legalenteignung mit solchen der Administrativenteignung (vgl. BVerfG, Beschl. v. 10.05.1977, BVerfGE 45, 297) oder einen von den Klägern der Sache nach geltend gemachten Formenmissbrauch vermag die Kammer vor diesem Hintergrund nicht zu erkennen.

  • BVerfG, 24.03.1987 - 1 BvR 1046/85  

    Boxberg

    Verwaltungsentscheidungen, die dem Enteignungsverfahren im engeren Sinne vorangehen und mit Bindungswirkung für das Enteignungsverfahren über verfassungsrechtliche Anforderungen gemäß Art. 14 Abs. 3 GG befinden, sind an dieser Vorschrift zu messen (vgl. hierzu BVerfGE 45, 297 [319 f.]; 56, 249 [264 f.]).

    Schließlich erfordert auch der grundrechtlich garantierte Anspruch auf einen umfassenden und effektiven Rechtsschutz, daß die verfassungsgerichtliche Überprüfung nicht erst bei der kon kreten Durchführung der Planungsentscheidung ansetzt (vgl. BVerfGE 45, 297 [333]; m. w. N.).

    Ob und in welchem Umfang eine Landabfindung stattfindet, ist eine Frage des Vollzugs der Planungsentscheidung (Enteignungsverfahren im engeren Sinne, vgl. hierzu BVerfGE 45, 297 [321 f.]); dabei handelt es sich lediglich um Art und Ausmaß der nach Art. 14 Abs. 3 Satz 2 und 3 GG gebotenen Entschädigung.

  • BVerfG, 02.06.2008 - 1 BvR 349/04  

    Voraussetzungen einer Entwicklungsmaßnahme

    Diese von den Fachgerichten in Auslegung einfachen Rechts angenommene enteignungsrechtliche Vorwirkung der Entwicklungssatzung, hier in Form des Ortsgesetzes, ist der verfassungsgerichtlichen Prüfung zugrundezulegen (vgl. BVerfGE 45, 297 ; 56, 249 ; 74, 264 ; 95, 1 ; 2. Kammer des Ersten Senats, Beschluss vom 15. Februar 2007 - 1 BvR 300/06 und 848/06 -, NVwZ 2007, S. 573).

    Das private Eigentum kann gemäß Art. 14 Abs. 3 Satz 1 GG nur dann im Wege der Enteignung entzogen werden, wenn es im konkreten Fall benötigt wird, um besonders schwerwiegende und dringende öffentliche Interessen zu verwirklichen (vgl. BVerfGE 45, 297 ; 66, 248 ; 74, 264 ).

    Der Enteignungsbetroffene hat einen aus Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG, Art. 19 Abs. 4 GG folgenden verfassungsrechtlichen Anspruch auf effektive gerichtliche Prüfung, ob der konkrete Zugriff auf sein Eigentum diesen Anforderungen genügt (vgl. BVerfGE 24, 367 ; 45, 297 ; 95, 1 ).

  • BVerfG, 08.07.2009 - 1 BvR 2187/07  

    Enteignung für den Straßenbau

    Es kommt nicht darauf an, ob ein Vorhaben in einem allgemeinen Sinne dem Wohl der Allgemeinheit dient, sondern ob die konkrete Enteignung hierfür notwendig ist (vgl. BVerfGE 45, 297 ; 66, 248 ; 74, 264 ).

    Der Enteignungsbetroffene hat einen aus Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG folgenden verfassungsrechtlichen Anspruch auf effektive gerichtliche Prüfung in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht, ob der konkrete Zugriff auf sein Eigentum den verfassungsrechtlichen Anforderungen genügt (vgl. BVerfGE 45, 297 ; 95, 1 ).

    Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG vermittelt dem Enteignungsbetroffenen außerdem einen verfassungsrechtlichen Anspruch auf effektive gerichtliche Prüfung in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht, ob der konkrete Zugriff auf sein Eigentum den genannten Voraussetzungen genügt (vgl. BVerfGE 45, 297 ).

    Zwar weisen die Beschwerdeführer zu II. zutreffend darauf hin, dass eine Enteignung unzulässig ist, wenn im konkreten Fall andere rechtlich und wirtschaftlich vertretbare Lösungen zur Verfügung stehen, mit denen der gleiche Zweck auf weniger einschneidende Weise erreicht werden kann (vgl. BVerfGE 24, 367 ; 45, 297 ; 56, 249 ) und dass daher vorrangig Grundstücke der öffentlichen Hand in Anspruch zu nehmen sind, wenn das Vorhaben auf ihnen ebenso gut verwirklicht werden kann; denn in der Abwägung hat das Eigentum der öffentlichen Hand ein geringeres Gewicht als das Eigentum Privater, weil Hoheitsträger nicht Inhaber des Grundrechts aus Art. 14 Abs. 1 GG sind (vgl. BVerfG, 3. Kammer des Ersten Senats, Beschluss vom 16. Dezember 2002 - 1 BvR 171/02 -, NVwZ 2003, S. 726 ; BVerwG, Urteil vom 6. Juni 2002 - BVerwG 4 CN 6.01 -, NVwZ 2002, S. 1506 , mit zahlreichen Nachweisen; BGH, Urteil vom 16. März 1978 - III ZR 145/75 -, [...], Rn. 18).

  • BVerfG, 27.09.1978 - 1 BvR 361/78  

    Zwangsversteigerung III

    Mittel und Zweck müssen in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen (BVerfGE 24, 367 [404]; 45, 297 [335]).

    c) Das Verfahrensgrundrecht des Art. 19 Abs. 4 GG wird ergänzt durch den sich unmittelbar aus dem materiellen Grundrecht des Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG ergebenden Anspruch auf einen effektiven Rechtsschutz (BVerfGE 24, 367 [401]; 35, 348 [361]; 37, 132 [148]; 45, 297 [333]; 46, 325 [334]).

    Diese grundrechtliche Rechtsschutzgarantie erfordert ebenfalls, daß die Entziehung von Eigentum in tatsächlicher und rechtlicher Beziehung durch die rechtsprechende Gewalt auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft wird (vgl. BVerfGE 45, 297 [333]).

  • BVerwG, 30.09.1996 - 4 NB 31.96  

    Verfassungsrecht - Bestimmung von Inhalt und Schranken des Eigentums; Wasserrecht

    b) Im grundrechtlichen Sinne ist Enteignung der Entzug einer konkreten (subjektiv-rechtlichen) Rechtsposition durch hoheitlichen Rechtsakt (vgl. BVerfGE 45, 297 [338]; 52, 1 [27]; 56, 249 [261]; 58, 300 [321]; 70, 191 [199 f.]; 83, 201 [211]; ebenso BVerwGE 84, 361 [366]).

    Konstitutives Element der "Enteignung" ist im Sinne dieser Rechtsprechung die Auflösung des bislang bestehenden individuellen Zuordnungsverhältnisses zwischen dem Rechtsträger und der (konkreten, für ein Vorhaben benötigten) Sache (ähnlich bereits BVerfGE 24, 367 [393] - Hamburger Deich; ferner BVerfGE 31, 275 [285]; 45, 297 [328]).

    Dagegen ist die (normative) Änderung bisher bestehender Verfügungs- und Nutzungsbefugnisse gegenüber dem einzelnen Betroffenen keine Enteignung (vgl. BVerfGE 45, 297 [328]).

  • BVerfG, 12.06.1979 - 1 BvL 19/76  

    Kleingarten

  • BVerfG, 04.07.2002 - 1 BvR 390/01  

    Rechtsschutz gegen städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen

  • BVerfG, 20.12.1979 - 1 BvR 385/77  

    Mülheim-Kärlich

  • BVerwG, 03.11.1988 - 7 C 115.86  

    Kontrolldichte

  • BVerwG, 12.12.1996 - 4 C 29.94  

    Klagen gegen Autobahn A 7 im wesentlichen erfolglos

  • BVerfG, 15.02.2007 - 1 BvR 300/06  

    Immobilien - Rechtsschutz gegen Enteignung (Landesmesse BW)

  • BVerfG, 10.09.2008 - 1 BvR 1914/02  

    Verfassungsmäßigkeit von Enteignungen nach dem Energiewirtschaftsgesetz

  • BVerwG, 24.05.1996 - 4 A 38.95  

    Fernstraßenrecht: Verfassungsmäßigkeit der straßenrechtlichen

  • BVerfG, 24.03.1982 - 2 BvH 1/82  

    Startbahn West

  • BVerfG, 07.07.1992 - 2 BvR 1631/90  

    Verletzung des Rechtsstaatsprinzips durch Anwendung der geänderten Vorschrift

  • BVerwG, 03.05.1996 - 4 B 46.96  

    Bergrecht: Bergfreiheit für Sand- und Kiesvorkommen in der ehemaligen DDR

  • VGH Baden-Württemberg, 23.08.2010 - 1 S 975/10  

    Errichtung einer Ethylenpipeline - vorzeitige Besitzeinweisung

  • BVerwG, 26.06.1992 - 4 B 1.92  
  • BVerwG, 08.06.1995 - 4 C 4.94  
  • BVerfG, 18.05.1988 - 2 BvR 579/84  

    Schatzregal der Länder

  • BVerwG, 05.10.1990 - 4 CB 1.90  

    Immissionsschutz gegen Fluglärm - Ausbau des Flughafens Stuttgart

  • BVerfG, 16.12.2002 - 1 BvR 171/02  

    Enteignung aufgrund eines Bebauungsplans

  • BVerwG, 06.12.1985 - 4 C 59.82  

    Objektive Erforderlichkeit eines fernstraßenrechtlichen Vorhabens, Gerichtliche

  • BVerwG, 24.11.1989 - 4 C 41.88  
  • BFH, 06.03.2002 - XI R 81/00  

    Verkündung des Jahressteuergesetzes 1997

  • BVerwG, 11.07.2002 - 4 C 9.00  

    Energieversorgung, öffentliche; Errichtung einer 110 kV-Stromfreileitung;

  • BVerfG, 22.05.1979 - 1 BvL 9/75  

    Schloßberg

  • BVerfG, 19.09.2007 - 1 BvR 1698/04  

    Verfassungsmäßigkeit einer Entwicklungssatzung

  • BVerfG, 20.03.1984 - 1 BvL 28/82  

    Verfassungsmäßigkeit des Energiewirtschaftsgesetzes

  • BVerfG, 10.10.1978 - 1 BvR 475/78  

    Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch Verweis uf das

  • BVerwG, 21.03.1986 - 4 C 48.82  

    Anspruch des betroffenen Grundstückseigentümers auf hinreichende Beachtung

  • BVerwG, 18.07.1997 - 4 BN 5.97  
  • BVerfG, 21.07.2010 - 1 BvL 8/07  

    Abführung von Vermögensrechten nicht auffindbarer Miterben an den

  • BVerfG, 09.06.1987 - 1 BvR 418/87  

    Enteignungsrechtliche Vorwirkungen des Planfeststellungsbeschlusses - Flughafen

  • BVerwG, 12.11.1998 - 3 BN 2.98  

    Kommunalabgaben: Sondernutzungsgebühr für Plakatierung an Bauzäunen

  • BVerwG, 24.10.2002 - 4 C 7.01  

    Energieversorgung eines Nachbarstaates (hier: Versorgung der Tschechischen

  • BVerfG, 31.01.2008 - 1 BvR 1806/02  

    Verfassungsmäßigkeit der Pauschgebühren im sozialgerichtlichen Verfahren

  • BVerwG, 20.12.1988 - 4 B 211.88  

    Voraussetzungen für die Würdigung einer Planungsalternative

  • BVerwG, 14.12.1990 - 7 C 5.90  

    Bergrechtliche Grundabtretung und Eigentumsgarantie

  • BGH, 24.10.2003 - V ZR 424/02  

    Immobilien - Kontrahierungszwang bei Grundstücken der öffentlichen Hand?

  • BVerfG, 20.02.2008 - 1 BvR 2389/06  

    Verfassungsbeschwerden gegen Planfeststellungsbeschluss für Flughafenbau

  • BVerfG, 12.12.1984 - 1 BvR 1249/83  

    Bundesärzteordnung

  • VGH Hessen, 28.08.1986 - 5 TH 1161/86  

    Zwangsrecht für Abwasserdurchleitung

  • BVerwG, 11.04.2002 - 4 A 22.01  

    Planfeststellung; Bundesstraße; Straßenbestandteile; Entnahmestelle;

  • BVerfG, 26.10.1977 - 1 BvL 9/72  

    Verfassungsfragen zur Entschädigungsproblematik der Bodenreformgesetzgebung in

  • BVerfG, 20.09.1991 - 1 BvR 879/90  

    Effektivität des Rechtsschutzes vor Inkrafttreten einer Rechtsverordnung -

  • BVerfG, 18.02.1999 - 1 BvR 1367/88  
  • BVerwG, 29.09.2008 - 7 B 20.08  

    Rahmenbetriebsplan, Zulassung; Braunkohlentagebau; Eigentümer; Wohngrundstück;

  • VerfGH Bayern, 25.06.2010 - 1-VII-08  

    Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, Schulen, Krankenhäusern, Gaststätten und

  • BVerfG, 26.04.1988 - 2 BvL 13/86  

    Verfassungswidrigkeit des § 23 AGBGB Schleswig-Holstein

  • BVerwG, 31.03.1998 - 4 BN 4.98  

    Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme; städtebaulicher Entwicklungsbereich;

  • VGH Bayern, 14.08.2008 - 1 N 06.2623  

    Normenkontrolle; Straßenbebauungsplan; Erforderlichkeit der Planung;

  • BVerwG, 21.11.1996 - 4 C 33.94  

    Denkmalschutzrecht - Umfang des herkömmlichen Schatzregals, Verfassungsmäßigkeit

  • BVerwG, 20.10.2008 - 7 B 21.08  

    Grundabtretung; Enteignung; Wohl der Allgemeinheit; Versorgung des Marktes mit

  • BGH, 01.02.1982 - III ZR 93/80  

    U-Bahn-Dienstbarkeit

  • BVerwG, 01.03.1993 - 4 B 188.92  
  • BVerwG, 18.05.1995 - 4 C 4.94  
  • VerfGH Saarland, 31.01.2011 - Lv 13/10  
  • BGH, 09.04.1987 - III ZR 181/85  

    Festsetzung im Rahmen eines straßenrechtlichen Planfeststellungsverfahrens und

  • BVerwG, 27.09.1990 - 4 B 34.90  
  • VGH Hessen, 24.02.1998 - 5 N 3469/94  

    Normenkontrolle einer Sondernutzungsgebührenregelung - Plakatanschlag an Bauzaun

  • BVerwG, 11.04.1986 - 4 C 39.83  
  • BVerfG, 21.11.1996 - 1 BvR 1862/96  

    Frist zur Erhebnung der Rechtssatzverfassungsbeschwerde

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 26.04.1994 - 11 A 2345/92  
  • BVerwG, 24.10.2002 - 4 C 8.01  

    Enteignung für Pipeline nach Tschechien zulässig

  • BVerwG, 24.10.2002 - 4 C 16.01  

    Enteignung für Pipeline nach Tschechien zulässig

  • BVerwG, 04.03.1983 - 4 C 9.80  

    Verlegung von Energieversorgungsleitungen über Gemeindegrundstücke;

  • BVerwG, 05.08.1988 - 4 NB 23.88  

    Voraussetzungen für den Erlaß einer Entwicklungsbereichsverordnung nach § 53 Abs.

  • VerfGH Sachsen, 24.02.2000 - 37-IV-99  
  • OLG Hamm, 04.06.1985 - 15 W 393/84  
  • VG Oldenburg, 04.03.2004 - 5 A 2342/01  

    Planfeststellung einer Gemeindeverbindungsstraße; Planfeststellung;

  • VG Minden, 06.11.2003 - 9 K 1413/02  
  • OVG Rheinland-Pfalz, 30.11.1983 - 7 A 16/83  
  • VG Freiburg, 17.04.2001 - 1 K 2733/00  
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