Rechtsprechung
| BGH, 24.04.1996 - VIII ZR 150/95 |
Kfz-Leasingverträge mit Kilometerabrechnung
§§ 1, 3 Abs. 2 Nr. 1 VerbrKrG, Anwendbarkeit des Verbraucherkreditgesetzes;
§ 130 BGB, auch bei zur Post aufgegebenen Einschreibebriefen besteht kein Anscheinsbeweis für den Zugang
Volltextveröffentlichungen (6)
- Alpmann Schmidt
- archive.org
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Anwendbarkeit des VerbrKrG auf Kraftfahrzeugleasingverträge mit Kilometerabrechnung
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Anwendbarkeit des Verbraucherkreditgesetzes auf Kfz-Leasingverträge mit Kilometerabrechnung
- ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Anwendung des Verbraucherkreditgesetzes auf Kfz-Leasingverträge mit Kilometerabrechnung bei Pflicht des Leasingsnehmers zum Ausgleich des Kfz-Minderwerts nach Vertragsende
Kurzfassungen/Presse
- recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 1996, 2033
- ZIP 1996, 1170
- MDR 1997, 38
- BB 1996, 1460
- NJW-RR 1996, 1142
- NZV 1996, 361
- WM 1996, 1146
- DB 1996, 1465
Wird zitiert von ... (33)
- BGH, 01.03.2000 - VIII ZR 177/99
Leasing
Das wird im Wege einer "Mischkalkulation" zum einen durch die monatlichen Leasingraten sowie - wie hier - durch eine Sonderzahlung bei Beginn des Vertrages und zum anderen durch die Verwertung des Leasingfahrzeugs nach Vertragsablauf erreicht, für dessen ordnungsgemäßen Zustand der Leasingnehmer haftet (vgl. Senatsurteile vom 24. April 1996 - VIII ZR 150/95, WM 1996, 1146 = NJW 1996, 2033 unter II 1 b bb …und vom 11. März 1998 aaO unter II 2 a).Wegen des vom Leasingnehmer geschuldeten Minderwertausgleichs verbleiben dem Leasinggeber - ungeachtet des fehlenden Restwertausgleichs - vom Restwertrisiko lediglich das Risiko der richtigen internen Kalkulation des Restwertes bei Vertragsbeginn und das der Marktgängigkeit des Fahrzeugs bei Vertragsablauf (vgl. Senatsurteil vom 24. April 1996 aaO).
c) In diesem Zusammenhang kommt bei dem - hier gegebenen - Leasingvertrag mit Kilometerabrechnung nicht nur dem Zeitwert des zurückgegebenen Leasingfahrzeugs (vgl. dazu bereits Senatsurteil vom 24. April 1996 aaO m.w.Nachw.), sondern auch dem vom Leasingnehmer geschuldeten Minderwertausgleich die leasingtypische Amortisationsfunktion zu.
- BGH, 21.01.2009 - VIII ZR 107/08
Mietrecht - Betriebskostenabrechnung: Frist nur bei rechtzeitigem Zugang gewahrt
Bei zur Post gegebenen Briefen besteht kein Anscheinsbeweis für den Zugang der Sendung (Senatsurteile vom 7. Dezember 1994 -- VIII ZR 153/93, NJW 1995, 665, unter II 3 a, und vom 24. April 1996 -- VIII ZR 150/95, NJW 1996, 2033, unter II 2). - BGH, 11.03.1998 - VIII ZR 205/97
Zu Kraftfahrzeug-Leasingverträgen
Zur Frage der Anwendbarkeit des Verbraucherkreditgesetzes auf Kraftfahrzeugleasingverträge mit Kilometerabrechnung (im Anschluß an BGH, Urteil vom 24. April 1996 - VIII ZR 150/95 = WM 1996, 1146).2.a) Wie der Senat durch Urteil vom 24. April 1996 - VIII ZR 150/95 (= WM 1996, 1146) - entschieden hat, sind Kraftfahrzeug-Leasingverträge mit Kilometerabrechnung Finanzierungsleasingverträge im Sinne des § 3 Abs. 2 Nr. 1 VerbrKrG und damit Kreditverträge in Form einer sonstigen Finanzierungshilfe im Sinne des § 1 Abs. 2 VerbrKrG, auf die das Verbraucherkreditgesetz Anwendung findet.
- BAG, 17.10.2000 - 3 AZR 605/99
Hinweispflicht bei drohenden Versorgungsschäden
Weder für normale Postsendungen noch für Einschreiben besteht zwar ein Anscheinsbeweis, daß eine zur Post gegebene Sendung den Empfänger auch erreicht (BAG 14. Juli 1960 - 2 AZR 173/59 - AP BGB § 130 Nr. 3; BGH 17. Februar 1964 - II ZR 87/61 - LM BGB § 130 Nr. 7 = NJW 1964, 1176 f.; 24. April 1996 - VIII ZR 150/95 - NJW 1996, 2033, 2035, zu II 2 der Gründe mwN). - BGH, 26.05.1999 - VIII ZR 141/98
Vertragsübernahme und Verbraucherkreditgesetz
Entscheidend ist daher, ob der von dem Beklagten übernommene Leasingvertrag inhaltlich die Voraussetzungen erfüllt, von denen die Anwendbarkeit des Verbraucherkreditgesetzes auf Finanzierungsleasingverträge abhängt (dazu Senatsurteile vom 24. April 1996 - VIII ZR 150/95, WM 1996, 1146, und vom 11. März 1998 - VIII ZR 205/97, WM 1998, 928). - BGH, 21.12.2005 - VIII ZR 85/05
Leasingrecht - Umgehungsgeschäft im Sinne des § 475 Abs. 1 Satz 2 BGB
In einem solchen Fall dient das hier gegebene Finanzierungsleasing, bei dem der Leasingnehmer dem Leasinggeber die volle Amortisation des für den Erwerb der Leasingsache eingesetzten Kapitals einschließlich des kalkulierten Gewinns schuldet (vgl. Senatsurteil vom 24. April 1996 - VIII ZR 150/95, WM 1996, 1146 unter II 1 b m.w.Nachw.), als Finanzierungshilfe (§§ 499 Abs. 2, 500 BGB), die dem Leasingnehmer - gegen Leistung von Leasingraten und gegebenenfalls von sonstigen Zahlungen (Sonderzahlung, Schlusszahlung) - wie einem Mieter die zeitlich begrenzte Nutzung der Leasingsache ermöglicht. - BGH, 05.06.1996 - VIII ZR 151/95
Anwendbarkeit des VerbrKrG auf den Schuldbeitritt zu einem Kreditvertrag
Es macht keinen Unterschied, ob der Leasinggegenstand allein durch die Leasingraten oder teils durch diese, teils durch den Ausgleich des kalkulierten Restwerts seitens des Leasingnehmers voll amortisiert wird (Senatsurteil vom 24. April 1996 - VIII ZR 150/95 = zur Veröffentlichung bestimmt, unter II 1 b aa, Wolf/Eckert, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 7. Aufl., Rdnrn. 2160 f). - BGH, 10.07.1996 - VIII ZR 282/95
Verjährung des Anspruchs auf Restwertausgleich aus Finanzierungsleasingverträgen
Auf Finanzierungsleasingverträge - um einen solchen handelt es sich hier (vgl. dazu zuletzt Senatsurteil vom 24. April 1996 - VIII ZR 150/95 = WM 1996, 1146 unter II 1 b) - findet nach gefestigter Rechtsprechung des erkennenden Senats in erster Linie Mietrecht Anwendung (BGHZ 82, 121, 130, 97, 65, 70).Eine dieser Besonderheiten, die Abweichungen von der Anwendung mietrechtlicher Regelungen gebieten können, besteht darin, daß der Leasingnehmer als Gegenleistung für die vom Leasinggeber erbrachte Finanzierungsleistung grundsätzlich volle Amortisation der Anschaffungs- und Finanzierungskosten einschließlich des Geschäftsgewinns des Leasinggebers schuldet (BGHZ 95, 39, 52 ff, 128, 255, 262, Senatsurteil vom 24. April 1996 aaO. unter II 1 b aa).
- OLG Schleswig, 25.04.2007 - 6 W 10/07
Wettbewerbsrecht - Abmahnschreiben im Wettbewerbsrecht: Zugang bedarf Beweises!
Der Senat folgt der Rechtssprechung des Bundesgerichtshofs, wonach der Zugang einer Willenserklärung des vollen Beweises bedarf, der nicht schon damit erbracht ist, dass die Absendung bewiesen ist (vgl. BGH NJW 1996, 2033, 2035).Hinsichtlich Postversendungen hat der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 24. April 1996 (NJW 1996, 2033, 2035) ausgeführt, dass die Beweislast für den Zugang eines mit einer Willenserklärung versehenen Schreibens beim Versender liege.
- BGH, 16.10.1996 - VIII ZR 45/96
Umfang der Schadensersatzpflicht des Leasingnehmers nach Andienung des …
Richtig ist auch, daß der Leasingnehmer bei Finanzierungsleasingverträgen regelmäßig die Vollamortisation der Aufwendungen und des Geschäftsgewinns des Leasinggebers schuldet (st.Rspr. des erkennenden Senats, zuletzt Urteil vom 24. April 1996 - VIII ZR 150/95 = WM 1996, 1146 unter II 1 b aa m.N.) und daß bei einer Vertragsgestaltung wie der hier zu beurteilenden zur Vollamortisation auch die Realisierung des kalkulierten Restwertes erforderlich ist.In diesem Falle besteht keine "Amortisationslücke" (vgl. Senatsurteil vom 24. April 1996 aaO. unter II 1 b cc), die der Leasingnehmer durch Zahlung aufzufüllen hatte.
- BGH, 30.07.1997 - VIII ZR 244/96
Wahrung der Schriftform bei Schuldbeitritt zu einem Finanzierungsleasingvertrag; …
- BGH, 14.02.2001 - VIII ZR 277/99
Leasing - Berechnung der Rückstandsquote bei Kündigung des Leasingvertrages
- BSG, 26.07.2007 - B 13 R 4/06 R
Regelaltersrente - Hinweispflicht des Rentenversicherungsträgers auf eine …
- OLG Koblenz, 09.01.2006 - 12 U 740/04
Anforderungen an die Widerrufsbelehrung beim Finanzierungs-Leasingvertrag
- OLG Düsseldorf, 15.06.2009 - 24 U 210/08
Mietrecht - Annahme des Angebots zum Abschluss eines Gewerberaum-Mietvertrags
- BGH, 12.06.1996 - VIII ZR 248/95
Anspruch des Leasinggebers auf Schadensersatz wegen Nichterfüllung nach Kündigung …
- OLG Dresden, 11.11.1998 - 8 U 3066/97
Bestmögliche Verwertung des Leasingguts und Einräumung eines …
- OLG Düsseldorf, 18.12.2001 - 4 U 78/01
Beweis für Zugang eines Einwurfeinschreibens mit einer Leistungsablehnung des …
- OLG Düsseldorf, 16.03.2006 - 24 U 126/05
Vereinbarung eines Erwerbsrechts am Leasinggut nach Vertragsablauf
- OLG Köln, 16.10.2000 - 16 U 95/99
Kaufmännisches Bestätigungsschreiben - Abweichung vom Verhandlungsergebnis - …
- LAG München, 08.11.2004 - 8 Ta 5/04
Nachträgliche Klagezulassung
- LSG Baden-Württemberg, 14.03.2008 - L 8 AS 5579/07
Absenkung des Arbeitslosengeld II - Meldeversäumnis - Nachweis des Zugangs der …
- OLG Düsseldorf, 19.05.2009 - 24 U 126/08
Rechtsnatur eines Auftrags zur Versteigerung einer Briefmarkensammlung; …
- OLG Dresden, 19.08.1999 - 8 U 1604/99
Prozesskostenhilfe im Berufungsverfahren auch ohne Begründung des beabsichtigten …
- BFH, 21.05.1997 - I R 62/96
- LSG Bayern, 23.03.2009 - L 16 B 962/08
- OVG Thüringen, 07.02.2011 - 2 ZKO 621/09
Besoldung und Versorgung; Beweislast für den Zugang des Widerspruchs bei Aufgabe …
- OLG Jena, 19.04.2005 - 5 U 880/04
Anforderungen an die Lesbarkeit des Vertragsformulars; Berücksichtigung der …
- OLG Brandenburg, 23.04.2008 - 3 U 115/07
Finanzierungsleasingvertrag beim Neuwagenkauf: Notwendiger Inhalt der …
- LSG Berlin-Brandenburg, 13.04.2011 - L 3 R 748/10
Regelaltersrente, Rentenbeginn, verspätete Antragstellung, Hinweispflicht, …
- VG Düsseldorf, 08.02.2002 - 13 K 2979/00
- OLG Karlsruhe, 25.02.1997 - 8 U 32/96
- LAG Rheinland-Pfalz, 20.02.2004 - 11 Ta 1347/03
Zwangsvollstreckung
