Rechtsprechung
| BGH, 18.11.1999 - IX ZR 420/97 |
Kleinbetriebseinwand
§ 675 Abs. 1 BGB, Regreß gegen Rechtsanwalt, Geltendmachung durch den durch das Rechtsanwaltsverschulden Begünstigten;
§ 23 Abs. 1 Satz 2, 3 KSchG
Volltextveröffentlichungen (6)
- lexetius.com
BGB § 675
- Alpmann Schmidt
BGB § 675
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 675
Haftungsausfüllende Kausalität bei Beratungsverschulden des Rechtsanwalts - Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Schadensersatzpflicht eines Rechtsanwalts wegen unzutreffender Beratung in einem Kündigungsschutzprozeß
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 2000, 730
- MDR 2000, 297
- AnwBl 2000, 761
- WM 2000, 189
- BB 2000, 216
- NZA 2000, 214
- VersR 2001, 59
- DB 2000, 871
Wird zitiert von ... (47)
- BGH, 16.06.2005 - IX ZR 27/04
Rechtsanwälte - Anwaltshaftung im Bauprozess: Kausalitätsprüfung
Wenn im Haftpflichtprozeß die Frage, ob dem Mandanten durch eine schuldhafte Pflichtverletzung des Rechtsanwalts ein Schaden entstanden ist, vom Ausgang eines anderen Verfahrens (im folgenden: Vorprozeß oder Inzidenzprozeß) abhängt, muß deshalb das Regreßgericht selbst prüfen, wie jenes Verfahren richtigerweise zu entscheiden gewesen wäre (BGHZ 133, 110, 111;… BGH, Urt. v. 21. September 1995 - IX ZR 228/94, WM 1996, 35, 36; v. 18. November 1999 - IX ZR 420/97, WM 2000, 189, 192; v. 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, WM 2000, 959, 962; v. 27. Januar 2000 - IX ZR 45/98, WM 2000, 966, 968).Wird dem Rechtsanwalt vorgeworfen, der Mißerfolg des Mandanten im Vorprozeß sei auf mangelhaften Prozeßvortrag zurückzuführen, hat das Regreßgericht deshalb grundsätzlich von dem Sachverhalt auszugehen, der dem Gericht des Inzidenzverfahrens bei pflichtgemäßem Verhalten des dortigen Prozeßbevollmächtigten - nunmehrigen Regreßbeklagten - unterbreitet worden wäre (BGHZ 133, 110, 111 f; BGH, Urt. v. 18. November 1999 aaO;… v. 9. Dezember 1999 aaO;… v. 27. Januar 2000 aaO).
- OLG Saarbrücken, 06.08.2002 - 4 U 536/01
Anwaltsrecht - Haftung des Anwalts bei fehlerhafter Prozessführung
Das Gericht, das über den Schadensersatzanspruch entscheidet, hat vielmehr zu prüfen, wie der Vorprozess nach seiner Auffassung richtigerweise hätte entschieden werden müssen, wenn der Anwalt keinen Fehler begangen hätte (vgl. BGHZ 36, 144 (154 f); 72, 328 (330); 79, 223 (226); 124, 86 (96); 133, 110; BGH NJW 1993, 1323 (1324); 1994, 1211 (1213); NJW 2000, 730, 1263 u. 1572; Zugehör-Fischer, aaO., Rdnr. 1101; Borgmann/Haug, aaO., Kap. V, § 29, Rdnr. 79; Borgmann, NJW 2000, 2953 (2965)).Hinsichtlich der Darlegungs- und Beweislast sind die im Ausgangsrechtsstreit geltenden Regeln auch im Regressprozess anzuwenden, so dass der klagende Mandant die Tatsachen darlegen und beweisen muss, für die er auch im Erstprozess die Beweislast trug, und der Anwalt die Tatsachen, hinsichtlich derer die damalige Gegenpartei beweisbelastet war (vgl. BGHZ 72, 328 (330); 133, 110; BGH, NJW 1987, 3255; 1988, 3013 (3015); NJW 2000, 730; Zugehör-Fischer, aaO., Rdnr. 1114; Borgmann, NJW 2000, 2953 (2965)).
- OLG Hamm, 14.10.2003 - 28 U 82/03 Deshalb hat der Senat unter Beachtung der für die damals geltende Rechtslage maßgeblichen, von der jeweiligen höchstrichterlichen Rechtsprechung geprägten und ausgeformten Regeln und Grundsätze (…vgl. insoweit Fischer in "Handbuch der Anwaltshaftung" Rdn. 1103; BGH in NJW 2001, 146 [147]; NJW 1993, 2799 [2801]; NJW-RR 1991, 660; NJW 1981, 920) in eigener Verantwortung darüber zu befinden, wie der Notarregress richtigerweise zu entscheiden gewesen wäre, wenn der Beklagte zu 1) pflichtgemäß gehandelt hätte (…Fischer in "Handbuch der Anwaltshaftung" Rdn. 1101; BGH in NJW 2000, 1263 [1266]; NJW 2000, 730 [732]. Dabei ist von dem Sachverhalt auszugehen, der dem 11. Zivilsenat bei pflichtgemäßem Verhalten des Beklagten zu 1) unterbreitet und dann vom 11. Zivilsenat aufgeklärt worden wäre (vgl. BGH in NJW 2002, 1417 [1418]; 2001, 673 [674]; NJW 1996, 2501; NJW-RR 1990, 1241 [1244, 1245]; 1987, 3255).
Dass er entsprechende Sachinformationen zur Vorbefassung des Anwaltsnotars T, zu deren Aufklärung der Sachverhalt im Hinblick auf den erhobenen Vorwurf unzureichender Belehrung über mögliche steuerrechtliche Folgen des Aufhebungsvertrages Anlass gab (vgl. insoweit die Ausführungen des 25. Zivilsenates Bl. 122R BA2), erhalten hätte, ist zu vermuten (vgl. insoweit BGH NJW 1994, 1472, 1475 = WM 1994, 1114, 1118; NJW 1996, 2929, 2932 = WM 1996, 1832, 1835 ; NJW 1998, 2048, 2050 = WM 1998, 1542, 1544; NJW 2000, 730, 732 f = WM 2000, 189;… siehe auch Fischer in "Handbuch der Anwaltshaftung" Rdn. 1059; Fischer, in NJW 1999, 2993, 2996; Ganter, S. 20).
- OLG Düsseldorf, 28.12.2009 - 24 U 79/09
Rechtsanwälte - Hinweispflicht auf besonders hohes Risiko
Der Rechtsanwalt ist nämlich verpflichtet, den ihm vorgetragenen Sachverhalt darauf zu prüfen, ob er geeignet ist, den begehrten Anspruch zu stützen (BGH MDR 2000, 297).In diesen Fällen darf sich der Anwalt nicht mit dem begnügen, was sein Auftraggeber berichtet, sondern hat sich durch zusätzliche Fragen um eine ergänzende Aufklärung zu bemühen (BGH NJW 1996, 2929; NJW 1998, 2048 = FamRZ 1998, 896; NJW 2000, 730 = MDR 2000, 297; NJW 2002, 1413; NJW 2006, 501 = MDR 2006, 238).
- OLG Hamm, 09.10.2003 - 28 U 73/03
Umfang des Schadensersatzes bei Beratungsverschulden eines Rechtsanwalts
Der Kl hat demnach nur dann einen Schaden erlitten, wenn er lediglich infolge der Pflichtverletzung unterlegen ist, während er bei sachgemäßer anwaltlicher Vertretung durch den Bekl obsiegt hätte (vgl. BGH in NJW 2000, 1572 [1573]; NJW 2000, 1263 [1266]; NJW 2000, 730 [732]).Deshalb hatte nunmehr der Senat unter Beachtung der für die damals geltende Rechtslage maßgeblichen, von der jeweiligen höchstrichterlichen Rechtspre- chung geprägten und ausgeformten Regeln und Grundsätze (…vgl. Insoweit Fischer in ,,Handbuch der Anwaltshaftung" Rdn. 1103; BGH in NJW 2001, 146 [147]; NJW 1993, 2799 [2801]; NJW-RR 1991, 660; NJW 1981, 920) in eigener Verantwortung darüber zu befinden, wie der Vorprozess richtigerweise zu entscheiden gewe- sen wäre, wenn der Bekl pflichtgemäß gehandelt hätte (…Fischer in ,,Handbuch der Anwaltshaftung" Rdn. 1101, BGH in NJW 2000, 1263 [1266]; NJW 2000, 730 [732]).
- LG Mönchengladbach, 11.12.2003 - 10 O 364/03
Rechtsanwalt; Pflichtenkreis beim eingeschränkten Mandat ( hier Minimierung …
Er darf zwar grundsätzlich auf die Richtigkeit der tatsächlichen Angaben des Mandanten vertrauen, solange er deren Unrichtigkeit weder kennt noch kennen muss (BGH NJW 2000, 730).Das gilt auch für eine sachgerechte Informationserteilung (BGH, NJW 1992, 240; NJW 2000, 730).
- BGH, 22.09.2005 - IX ZR 23/04
Rechtsanwälte - Zum Umfang der Sachverhaltsaufklärung durch den Rechtsanwalt
Der Rechtsanwalt muss sich allerdings um zusätzliche Aufklärung bemühen, wenn den Umständen nach für eine zutreffende rechtliche Einordnung die Kenntnis weiterer Tatsachen erforderlich und deren Bedeutung für den Mandanten nicht ohne weiteres ersichtlich ist (…vgl. BGH, Urt. v. 20. Juni 1996 - IX ZR 106/95, WM 1996, 1832, 1835; v. 2. April 1998 - IX ZR 107/97, WM 1998, 1542, 1544; v. 18. November 1999 - IX ZR 420/97, WM 2000, 189, 190; v. 7. Februar 2002 - IX ZR 209/00, WM 2002, 1077). - BGH, 29.11.2001 - IX ZR 389/98
Auch Verkehrsanwalt haftet im Rahmen seines Auftrags für den mangelhaften Entwurf …
Zumindest nach dem Gebot des sichersten Wegs, das auch für das anwaltliche Prozeßverhalten gilt (vgl. etwa BGH, Urt. v. 18. November 1999 - IX ZR 420/97, WM 2000, 189, 191), hätte der Beklagte hier in seinen Entwurf der Berufungsbegründung aufnehmen müssen, aus welchen Gründen das angefochtene Urteil die schuldbefreiende Wirkung der Leistung des jetzigen Klägers zu Unrecht verneint habe. - BGH, 20.10.2005 - IX ZR 73/05
Darlegungs- und Beweislast im Anwaltshaftungsprozess
Er musste den substantiierten Vortrag seiner früheren Arbeitgeberin zur regelmäßigen Betriebsgröße (§ 23 Abs. 1 KSchG) widerlegen (vgl. BAG NZA 2005, 764, 765 f; BGH, Urt. v. 18. November 1999 - IX ZR 420/97, WM 2000, 189, 192).Die Beweislastregeln des Vorverfahrens gelten grundsätzlich auch für den Regressprozess (BGHZ 30, 226, 231 f; 133, 110, 115 f; BGH, Urt. v. 18. November 1999, aaO).
- OLG Düsseldorf, 14.12.2010 - 24 U 126/10
Rechtsanwälte - Haftung des Rechtsanwalts wegen unvollständiger Beratung
Der Rechtsanwalt muss den ihm vorgetragenen Sachverhalt darauf prüfen, ob er geeignet ist, den begehrten Anspruch zu stützen (BGH MDR 2000, 297).In diesen Fällen darf sich der Anwalt nicht mit dem begnügen, was sein Auftraggeber berichtet, sondern hat sich durch zusätzliche Fragen um eine ergänzende Aufklärung zu bemühen (BGH NJW 1996, 2929; NJW 1998, 2048 = FamRZ 1998, 896; NJW 2000, 730 = MDR 2000, 297; NJW 2002, 1413; NJW 2006, 501 = MDR 2006, 238).
- OLG Hamm, 24.02.2000 - 28 U 41/99
- OLG Düsseldorf, 20.12.2001 - 23 U 49/01
Haftung eines später eintretenden Sozius einer Steuerberatungssozietät für …
- BGH, 06.05.2004 - IX ZR 211/00
Rechtsanwälte - "Mangelhafte" Klage gegen Architekten: Beweislast
- BGH, 07.02.2002 - IX ZR 209/00
Bauvertrag - Sachverhaltsaufklärungspflichten eines Rechtsanwalts
- BGH, 14.02.2003 - IXa ZB 56/03
Zwangsvollstreckung - Nachweis für öffentliche Zustellung
- OLG Hamm, 14.02.2008 - 28 U 97/07
Zur Pflicht des Anwalts bei der Beratung neue Rechtsprechungstendenzen und …
- OLG Hamm, 29.04.2008 - 28 U 139/07
Anwaltshaftung wegen Versäumung der Klagefrist des § 12 Abs. 3 VVG - Mithaftung …
- OLG Düsseldorf, 06.11.2001 - 23 U 16/01
- OLG Düsseldorf, 18.10.2005 - 24 U 24/05
Schadenersatzanspruch gegen Rechtsanwalt wegen unzureichender Beratung über …
- OLG Hamm, 27.05.2008 - 28 U 158/07
Anwaltliche Pflichtverletzung wegen unzureichender Aufklärung über die geringen …
- OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
- OLG Düsseldorf, 16.12.2003 - 24 U 73/03
Zum Schadenersatzanspruch des Mandanten gegen Rechtsanwalt wegen fehlerhafter …
- OLG Hamm, 25.03.2004 - 28 U 96/03
- OLG Celle, 16.09.2009 - 3 U 102/09
Rechtsanwälte - Haftung für unterbliebenen Vergleich
- AGH Niedersachsen, 05.06.2003 - AGH 27/02
- BGH, 04.03.2004 - IX ZR 180/02
Entscheidungsmaßstab im Anwaltshaftpflichtprozess
- OLG Hamm, 15.03.2005 - 28 U 161/04
Verfahrensrecht - Verjährung des Anspruchs aus § 1004 BGB
- OLG Düsseldorf, 29.09.2005 - 10 U 147/04
Anwaltshaftung: Keine Haftung wegen Unterlassung der Einleitung …
- OLG Schleswig, 02.03.2000 - 11 U 119/98
- AGH Niedersachsen, 03.02.2003 - AGH 15/02
- OLG Hamm, 01.04.2008 - 28 U 88/03
Zum Umfang der vertragsgemäß geschuldeten Beratung und Belehrung durch einen …
- OLG Dresden, 03.07.2002 - 8 U 628/02
- BGH, 14.05.2003 - XII ZB 154/02
- BGH, 22.04.2004 - IX ZR 374/00
Haftung eines Rechtsanwalts wegen unklarer Formulierung eines Pfändungs- und …
- OLG Düsseldorf, 19.06.2007 - 24 U 125/06
Anwendung der Grundsätze der hypothetischen Kausalität im Regressprozess gegen …
- OLG Düsseldorf, 15.04.2010 - 24 U 98/09
Rechtsanwälte - Haftung für fehlerhaftes Kündigungsschutzverfahren
- OLG Karlsruhe, 07.02.2001 - 3A W 1/01
Regressprozess - Zeugenvernehmung - unzulässige Verwendung tatrichterlicher …
- OLG Schleswig, 10.05.2002 - 11 U 212/00
Anwaltshaftung wegen Fehlern bei Prüfung der Erfolgsaussichten eines …
- KG, 24.06.2003 - 7 U 165/02
Haftung des Rechtsanwalts: Erstattung von Zahlungen des Mandanten auf …
- OLG Hamm, 18.12.2007 - 28 U 4/07
- OLG Nürnberg, 10.06.2003 - 3 U 588/03
- OLG Zweibrücken, 24.02.2011 - 4 U 74/10
Schadensersatz aus Berufspflichtverletzung (Anwaltshaftung)
- OLG Düsseldorf, 15.02.2001 - 6 U 3/00
Vollstreckung der Kosten einer Prozessbürgschaft
- OLG Düsseldorf, 03.11.2009 - 24 U 207/08
Rechtsanwälte - Schadensersatz wegen Falschberatung
- VG Düsseldorf, 25.05.2011 - 27 L 923/10
Pfändung Einziehung Zustellung Heilung Völkerrecht Einschreiben Rückschein …
- LG Mönchengladbach, 03.06.2004 - 10 O 523/03
Rechtsanwalt; Pflicht zur Sachverhaltsaufklärung
- OLG Dresden, 03.07.2002 - 8 U 628/0
Aufklärungspflichten; Rechtsanwalt; Vergleich; Anwaltshaftung
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