Rechtsprechung
   BGH, 24.11.1987 - VI ZR 65/87   

Kniescheibenoperation

§ 823 Abs. 1 BGB, Arzthaftung, zur Aufklärungspflicht über Behandlungsalternativen (hier: Aufklärungspflicht ggf. über die Möglichkeit einer konservativen Behandlung statt einer Operation)

Volltextveröffentlichungen

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    Umfang der ärztlichen Aufklärung bei Heileingriff

Kurzfassungen/Presse (3)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1988, 765
  • MDR 1988, 398
  • VersR 1988, 190



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Wird zitiert von ... (27)  

  • OLG Frankfurt, 07.12.2004 - 8 U 194/03  

    Arzt- und Krankenhaushaftung: Anforderungen an die Auswahl der Behandlungsmethode

    Die Wahl der Behandlungsmethode ist primär Sache des Arztes (BGH NJW 1988, 765, 766 = VersR 1988, 190, 191).

    Die Wahl der Behandlungsmethode ist primär Sache des Arztes (BGH NJW 1988, 765, 766 = VersR 1988, 190, 191).

    Stehen jedoch mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte Behandlungsmethoden zur Verfügung, die unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen aufweisen, besteht also eine echte Wahlmöglichkeit für den Patienten, muss diesem durch entsprechende vollständige ärztliche Belehrung die Entscheidung darüber überlassen bleiben, auf welchem Weg die Behandlung erfolgen soll und auf welches Risiko er sich einlassen will (BGH NJW 1988, 765 f.= VersR 1988, 190 f.; NJW 1982, 2121 ff.= VersR 1982, 771 f.).

  • BGH, 13.06.2006 - VI ZR 323/04  

    Arztrecht - Aufklärungspflicht bei Anwendung von neuer medizinischer Methode

    Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats ist die Wahl der Behandlungsmethode zwar primär Sache des Arztes (Senatsurteile BGHZ 102, 17, 22; 106, 153, 157; vom 11. Mai 1982 - VI ZR 171/80 - VersR 1982, 771, 772; vom 24. November 1987 - VI ZR 65/87 - VersR 1988, 190, 191 und vom 15. März 2005 - VI ZR 313/03 - VersR 2005, 836; OLG Zweibrücken, OLGR 2001, 79, 81 mit NA-Beschluss des Senats vom 19. Dezember 2000 - VI ZR 171/00 -; OLG Karlsruhe, MedR 2003, 229, 230).
  • BGH, 15.03.2005 - VI ZR 313/03  

    Arztrecht - Aufklärung über unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten

    Gibt es indessen mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte und übliche Behandlungsmethoden, die wesentlich unterschiedliche Risiken und Erfolgschancen aufweisen, besteht mithin eine echte Wahlmöglichkeit für den Patienten, dann muß diesem nach entsprechend vollständiger ärztlicher Aufklärung die Entscheidung überlassen bleiben, auf welchem Wege die Behandlung erfolgen soll und auf welches Risiko er sich einlassen will (vgl. Senatsurteile BGHZ 102, 17, 22; vom 24. November 1987 - VI ZR 65/87 - VersR 1988, 190, 191 - je m.w.N.).
mehr
  • BGH, 22.05.2007 - VI ZR 35/06  

    Arztrecht - Anwendung einer Außenseitermethode. Sorgfaltsmaßstab?

    Die Therapiewahl ist primär Sache des Arztes, dem die Rechtsprechung bei seiner Entscheidung ein weites Ermessen einräumt für den Fall, dass praktisch gleichwertige Methoden zur Verfügung stehen (vgl. Senat, BGHZ 102, 17, 22; 106, 153, 157; Urteile vom 24. November 1987 - VI ZR 65/87 - VersR 1988, 190, 191; vom 15. März 2005 - VI ZR 313/03 - VersR 2005, 836).
  • BGH, 06.12.1988 - VI ZR 132/88  

    Arzthaftung bei Geburt aus Beckenendlage

    Allerdings ist die Entscheidung über das ärztliche Vorgehen primär Sache des Arztes selbst (s. etwa Senatsurteil BGHZ 102, 17, 22 und vom 24. November 1987 - VI ZR 65/87 - VersR 1988, 190, 191).
  • BGH, 22.02.2000 - VI ZR 100/99  

    Aufklärungspflicht bei relativer Operationsindikation

    Januar 1997 und 17. Februar 1998 (jeweils aaO) erörterten Fällen gynäkologischer Operationen zur Krebsbekämpfung bzw. -vorsorge, bei denen die Indikation nur relativ ist, weil sie vom jeweiligen Sicherheitsbedürfnis der Patientin abhängt, sondern muß auch in solchen Fällen Anwendung finden, in denen wie im Streitfall möglicherweise eine konservative Behandlung als Alternative medizinisch zur Wahl steht (Senatsurteil vom 24. November 1987 - VI ZR 65/87 - VersR 1988, 190, 191).
  • BGH, 26.11.1991 - VI ZR 389/90  

    Beweiserleichterungen bei grobem Behandlungsfehler unabhängig vom Grad

    Selbst wenn die Beklagten dem Kläger eine Aufklärung hierüber geschuldet hätten (vgl. zur Aufklärung über Behandlungsalternativen BGHZ 102, 17 ; Senatsurteile vom 24. November 1987 - VI ZR 65/87 - VersR 1988, 190 f = AHRS 5000/21 und vom 6. Dezember 1988 - VI ZR 132/88 = AHRS 5000/30 VersR 1989, 253 LS), und die vom Kläger erteilte Einwilligung in die Bestrahlung wegen ungenügender Aufklärung unwirksam gewesen sein sollte, müßte der Kläger beweisen, daß sein Gesundheitsschaden auf der Behandlung beruht (vgl. Senatsurteil vom 1. Oktober 1985 - VI ZR 19/84 - VersR 1986, 183, 184), d.h. auf der Bestrahlung mit der Mehrfeldtechnik und der dadurch eingetretenen Bestrahlungslücke.
  • OVG Saarland, 29.11.2005 - 1 R 12/05  

    Ruhen der Approbation wegen konkreter Patientengefährdung

    Die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten, dem stets die Entscheidung darüber zusteht, ob und in welchem Umfang er einem ärztlichen Heileingriff mit den damit verbundenen Chancen und Risiken für seinen Körper und seine Gesundheit zustimmen will, erfordert ausnahmslos eine vollständige Aufklärung über die Behandlungsmethode, die zur Verfügung stehenden Behandlungsalternativen, die damit jeweils verbundenen Belastungen und nicht zuletzt auch darüber, welche unterschiedlichen Risiken und Erfolgschancen mit verschiedenen in Betracht kommenden Behandlungen verbunden sind vgl. zur ärztlichen Aufklärung insbesondere bei Behandlungsalternativen u.a. BGH, Urteile vom 7.4.1992 - VI ZR 224/91 -, NJW 1992, 2353, vom 24.11.1987 - VI ZR 65/87 -, NJW 1988, 765, und vom 22.9.1987 - VI ZR 238/86 -, NJW 1988, 767.
  • BGH, 17.12.1991 - VI ZR 40/91  

    Aufklärungspflicht bei Blutübertragung

    Ist das aber der Fall, dann ist der Patient nach den Grundsätzen zur Aufklärung über Behandlungsalternativen (vgl. Senatsurteile vom 22. September 1987 - VI ZR 238/86 - BGHZ 102, 17, 22 ff - AHRS 5000/19 und vom 24. November 1987 VI ZR 65/87 - VersR 1988, 190, 191 = AHRS 5000/21) auch über die Vorzüge und Nachteile der beiden Transfusionsmethoden aufzuklären und mit ihm abzustimmen, ob die etwaige Transfusion mit eigenem oder fremdem Blut durchgeführt werden soll.
  • OLG Karlsruhe, 10.07.2002 - 7 U 159/01  

    Arzthaftung: Ärztliche Pflicht zur Aufklärung über Materialkombinationen bei der

    Ein wesentlicher Unterschied wird dagegen in der Regel angenommen, wenn die Wahl zwischen einer Operation und einer konservativen Behandlung besteht (vgl. z. B. BGH VersR 1988, 190 und die Nachweise in Geiß/Greiner aaO Rz. 381, Seite 154).
  • BGH, 29.06.1995 - 4 StR 760/94  

    Surgibone - § 16 StGB analog bei Erlaubnistatbestandsirrtum (hier: Irrtum

  • OLG Brandenburg, 10.03.1999 - 1 U 54/98  

    Beweislastumkehr bei schwerem Behandlungsfehler - Schadensersatz und

  • OLG Koblenz, 20.07.2006 - 5 U 180/06  

    Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Fehlerhafte Aufklärung, Zahnarzt,

  • OLG Koblenz, 12.10.2006 - 5 U 456/06  

    Arzthaftung: Anforderungen an die ärztliche Aufklärung bei zwei in Betracht

  • OLG Braunschweig, 18.01.2007 - 1 U 24/06  

    Arzt- bzw. Krankenhaushaftung: Verletzung des Selbstbestimmungsrechts eines

  • BGH, 07.04.1992 - VI ZR 224/91  

    Aufklärungspflicht bei Ausscheiden alternativer Heilbehandlung

  • OLG Karlsruhe, 26.11.2003 - 7 U 63/02  

    Arzthaftungsprozess: Verfahrensfehlerhafte Ablehnung eines verspäteten Antrages

  • BGH, 04.03.2008 - VI ZR 238/07  

    Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend die Aufklärung über

  • OLG Saarbrücken, 21.04.1999 - 1 U 615/98  

    Honoraranspruch des Arztes bei Behandlungsfehlern oder Verletzung der

  • OLG Karlsruhe, 26.09.2001 - 7 U 92/99  

    Arzthaftung - Aufklärungspflicht - Behandlungsalternativen - Darlegungslast des

  • OLG München, 25.07.2002 - 1 U 4499/01  

    Zur Frage der wirksamen ärztlichen Aufklärung vor einer Totalresektion der

  • BGH, 29.06.1995 - 4 StR 700/94  
  • OLG Hamm, 05.06.1989 - 3 U 351/88  
  • OLG Oldenburg, 20.11.1990 - 5 U 10/90  

    Osteochondrose, Bandscheibendegeneration, Umstellungsosteotomie,

  • OLG Köln, 22.12.1999 - 5 U 68/99  
  • OLG Dresden, 02.07.2010 - 4 U 307/10  

    Arzthaftung; Aufklärung; Behandlungsalternativen; distalen Spiralfraktur;

  • OLG Oldenburg, 08.10.1991 - 5 U 39/91  

    Aufklärungspflicht, Behandlungsalternativen, Osteosynthese, Knochenmarkentzündung

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