Rechtsprechung
   BGH, 14.01.1988 - IX ZR 265/86   

Kündigung wegen zu geringen Bierumsatzes

§ 717 Abs. 2 ZPO nicht analog anwendbar bei Erledigungserklärung in der Berufung, § 91a ZPO;

pVV bei Vollstreckung eines vorläufig vollstreckbaren Räumungsurteils, § 276 BGB <Fassung bis 31.12.01> (vgl. nunmehr auch § 280 Abs. 1 BGB <Fassung seit 1.1.02>)

Volltextveröffentlichungen (2)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Schadensersatzanspruch des Vollstreckungsschuldners bei übereinstimmender Erledigungserklärung; Schadensersatzpflicht des Verpächters eines Gewerbebetriebes bei grundloser Kündigung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

Kurzfassungen/Presse

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1988, 1268
  • MDR 1988, 575
  • NJW-RR 1988, 650
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Wird zitiert von ... (13)  

  • BGH, 16.01.2009 - V ZR 133/08  

    Bauträger - Haftung für fahrlässige Geltendmachung unberechtigter Forderungen

    Kündigt der Vermieter das Mietverhältnis, ohne dass ein Kündigungsgrund besteht, kann er zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet sein (BGHZ 89, 296, 301 ff. ; BGH, Urt. v. 14. Januar 1988, IX ZR 265/86, NJW 1988, 1268, 1269; Urt. v. 18. Mai 2005, VIII ZR 368/03, NJW 2005, 2395, 2396).
  • BGH, 28.11.2001 - XII ZR 197/99  
    In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist seit langem anerkannt, daß der Vermieter den Mietvertrag verletzt, wenn er das Mietverhältnis schuldhaft ohne Grund kündigt (BGHZ 89, 296, 302; BGH, Urteil vom 14. Januar 1988 - IX ZR 265/86 - NJW 1988, 1268, 1269), anficht (BGH, Urteil vom 29. Oktober 1986 - VIII ZR 144/85 - NJW 1987, 432, 433) oder vom Vertrag zurücktritt (BGHZ 99, 182, 186, 189).

    Das Risiko, die Rechtslage falsch zu beurteilen, trägt dabei der Vermieter, so daß er die Vertragsverletzung in aller Regel auch dann zu vertreten hat, wenn er sich über die Rechtslage geirrt hat (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 1988, aaO m.w.N.; Wolf/Eckert/Ball, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 8. Aufl. Rdn. 191; Erman/Jähnke, BGB, 10. Aufl., vor § 537 Rdn. 19).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 10.10.1996 - 24 A 2781/91  
    vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 1988 - IX ZR 265/86 -, NJW 1988, 1268(1269), m. w. N.

    vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 1988 - IX ZR 265/86 -, aaO.

mehr
  • BGH, 03.11.1999 - I ZR 145/97  

    Auswirkungen des Wegfalls des Tarifzwangs im Güterkraftverkehr

    Es ist zudem anerkannt, daß die Voraussetzungen eines solchen Anspruchs bei Dauerschuldverhältnissen dann gegeben sind, wenn eine Kündigung schuldhaft ohne Grund erfolgt (vgl. BGHZ 89, 296 ff. zur Kündigung eines Mietverhältnisses; BGH, Urt. v. 14.1.1988 - IX ZR 265/86, NJW 1988, 1268, 1269 zur Kündigung eines Pachtvertrages).
  • BGH, 22.04.2010 - I ZR 31/08  

    Kündigungsrecht und Verjährung im frachtrechtlichen Rahmenvertrag

    Es ist zudem anerkannt, dass die Voraussetzungen eines solchen Anspruchs bei Dauerschuldverhältnissen dann gegeben sind, wenn eine Kündigung schuldhaft ohne Grund erfolgt (vgl. BGHZ 89, 296, 302 f. zur Kündigung eines Mietverhältnisses; BGH, Urt. v. 14.1.1988 - IX ZR 265/86, NJW 1988, 1268, 1269 zur Kündigung eines Pachtvertrages; BGH TranspR 2000, 214, 217 f.).
  • BGH, 24.06.1994 - V ZR 19/93  

    Schadensersatzpflicht des Grundstücksverkäufers bei Nichtigkeit des Kaufvertrages

    Auch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes hält im Ansatz auf der Grundlage einer positiven Forderungsverletzung denjenigen für schadensersatzpflichtig, der bei bestehenden vertraglichen Rechtsbeziehungen einen nicht gegebenen Anspruch vollstreckt (vgl. BGH, Urteile v. 10. März 1977, III ZR 38/75, WM 1977, 656, 657; v. 14. Januar 1988, IX ZR 265/86, BGHR BGB vor § 1 positive Vertragsverletzung, Kündigung 1; vgl. auch BGHZ 74, 9, 11 und 17 sowie 95, 10, 17 unter Ziff. 4).
  • OLG Düsseldorf, 28.04.2009 - 24 U 9/09  

    Mietrecht - Ersatz außergerichtlicher Kosten durch den Mieter bei Kündigung?

    So ist etwa anerkannt, dass der Vermieter, der das Mietverhältnis unberechtigt kündigt, zum Ersatz des dem Mieter daraus entstehenden Schadens verpflichtet sein kann (vgl. BGH NJW 1988, 1268).
  • OLG Karlsruhe, 18.02.2010 - 12 U 167/09  

    Versicherungsrecht - Unterversicherung bei einem Rohbau

    Analog der Rechtsprechung des BGH zur unberechtigten und schuldhaften Kündigung eines Mietvertrages durch den Vermieter mit Schadensfolgen für den Mieter (vgl. BGH NJW 1988, 1268) könnte man zwar eine objektive Pflichtverletzung der Beklagten vorliegend darin sehen, dass diese vorgerichtlich ihre Leistungspflicht dem Grunde nach mit dem Argument eines wirksamen Rücktritts bzw. einer wirksamen Anfechtung abgelehnt hat, was sich später jedoch als Fehleinschätzung erwiesen hat.
  • BGH, 06.04.2000 - III ZR 150/98  

    Unberechtigte Kündigung eines Vertrages als positive Forderungsverletzung

    In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, daß die unberechtigte Anfechtungs-, Kündigungs- oder Rücktrittserklärung eine zum Schadensersatz verpflichtende positive Vertragsverletzung darstellen kann (BGHZ 51, 190, 192 f; 53, 150, 152; 89, 296, 302; Urteil vom 19. Januar 1979 - I ZR 13/77 = NJW 1979, 2389, 2390 f; vom 14. Januar 1988 - IX ZR 265/86 = NJW 1988, 1268, 1269).
  • OLG Hamburg, 13.08.2004 - 11 U 168/03  
    Nach der gesetzlichen Wertung entspricht es einer sachgerechten und gebotenen Risikoverteilung, dass der Gläubiger die Gefahr der sachlich-rechtlichen Unbegründetheit seines Rechtsschutzbegehrens trägt, weil der Schuldner aufgrund der vorläufig vollstreckbaren gerichtlichen Anordnung den Eingriff in seinen Handlungs- und Vermögensbereich dulden muss (vgl. BGHZ 54, 76; BGHZ 136, 199 = ZIP 1997, 1558, dazu EWiR 1997, 863 (Walker); BGH NJW 1988, 1268, dazu EWiR 1988, 517 (H.-G. Eckert)).
  • BGH, 08.07.1998 - XII ZR 64/96  

    Voraussetzungen eines Grundurteils

  • OLG Rostock, 26.03.2003 - 5 U 121/01  

    Zur Anwendbarkeit des § 717 Abs. 2 ZPO bei Änderung eines vorläufig

  • OLG Brandenburg, 07.11.2001 - 7 U 91/01  
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